Das Spiel von Schatten und Licht

vor 1 Mon.
Manche sagen, meine Geschichte sei eine Legende. Manche sagen, sie sei traurig, gar tragisch. Manche meinen, sie handelt von Verlust, einer verlorenen Liebe, andere wiederum sprechen von einer Sage um Leidenschaft, Kampf und Schicksal. Doch egal, wie viele Versionen sich die Leute erzählen, eines haben sie alle gemeinsam: meine Geschichte ist ..
Der Hobbit Fantasy P16 Drama In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

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Mitten in der Nacht wurde ich von Stimmen aus dem Schlaf gerissen. Ich schlug die Augen auf und sah Legolas vor meiner Zellentür stehen.
"Bruder", flüsterte ich und er lächelte. Kurz darauf tauchte Bilbo neben ihm auf; mit einem Schlüssel in der Hand. Grinsend sperrte der Hobbit eine Tür nach der anderen auf, während Legolas mir mein Langschwert und den Kurzbogen reichte. Bilbo führte uns in den Weinkeller. "Los, in die Fässer!" Wir kletterten in die leeren Fässer woraufhin Bilbo einen Hebel betätigte und wir uns kurz darauf im Fluss wiederfanden. Ich grinste. Dieser Hobbit steckte voller Überraschungen! Doch kurz darauf hörte ich Orkschreie und sprang aus meinem Fass ans Ufer. Die Orks kamen mir in großen Zahlen entgegen. Mit meinem Schwert begann ich, sie anzugreifen; bald kamen auch Legolas und Tauriel, die mich nach Kräften unterstützten. Ein Grinsen stahl sich auf meine Lippen.
Ein Ork, zwei Orks, drei Orks....ohhh, was für ein hässlicher Kopf auf diesen kleinen Schultern...jetzt nicht mehr....elf Orks, zwölf Orks...Wehe, ihr rührt ihn an, ich töte euch sowieso, aber WEHE, IHR RÜHRT IHN AN!...
Rücken an Rücken hielt ich mit Kili die Orkmassen zurück, doch unsere Kräfte ließen bereits nach. "Kili! Der Hebel!" Ich deutete auf das Flusstor. Während ich ihm den Rücken freihielt, kämpfte er sich einen Weg dorthin. Ich war so sehr in den Kampf vertieft, dass ich Bolg nicht bemerkte, der mit einem Pfeil auf mich zielte. Plötzlich spürte ich einen höllisch stechenden Schmerz in der Schulter. Laut schrie ich auf und ging in die Knie. Kili drehte sich erschrocken um und wollte mir helfen, doch ich hielt ihn zurück. "Den Hebel! Zieh den verdammten Hebel!" Nach kurzem Zögern drehte er sich um und lief wieder auf den Hebel zu. Als er ihn gerade zog, wurde auch er von einem Pfeil getroffen. Ich rappelte mich auf, nahm das Schwert in die Hand der unverletzten Seite und lief auf einen Ork zu, der Kili bedrohte, doch Legolas kam mir zuvor. Neue Hoffnung keimte in mir auf. Kili rollte sich gerade in ein leeres Fass, als ich eine Stimme hörte. "Elariel!"
Unter mir erkannte ich Thorin. Ich ließ mich ins Wasser fallen und er zog mich zu sich. Als er den Pfeil in meinem Körper sah, weiteten sich seine Augen und er machte Anstalten, ihn herauszuziehen. "Später", sagte ich,"es werden immer mehr."
Thorin griff nach meiner Hand. "Halt dich fest."
Schon begann der wildeste Teil der Fahrt. Ein paar mal wäre ich beinahe ins Wasser gefallen, doch jedes mal hielt Thorin mich fest. Hinter mir sah ich Legolas' vage Umrisse. "Ich danke dir.", flüsterte ich, bevor wir endgültig verschwanden.

Am Ufer des Flusses versammelten wir uns und versorgten die Wunden. Dort trafen wir Bard, einen Menschen aus Esgaroth. Dank Balins Überzeugungskraft und dem richtigen Geld hatten wir es geschafft, mit auf den Kahn zu kommen, um über den See zu gelangen. Während der Fahrt hing ich meinen Gedanken nach und ließ die Geschehnisse der letzten Tage vor meinem inneren Auge vorbeiziehen, bis ich unterbrochen wurde. "Wie kommt es, dass eine Elbin eine Gruppe von Zwergen begleitet?" Ich sah zu Bard. "Man bat mich, sie auf diesem Abenteuer zu begleiten."

Nebel leckte an dem Kahn, der lautlos über das Wasser pendelte, als wir in Esgaroth ankamen. Ich wechselte einen kurzen Blick mit Bard, der an einem der Kais andockte. Er nickte mir kurz zu, dann ging er von Bord und unterhielt sich mit einem Mann. Stirnrunzelnd sah ich mich am Hafen um. Plötzlich fiel etwas weiches, glitschiges auf die Zwerge herab und sie wurden von einem Schwall Fische begraben. Ich versteckte mich hinter einem der Fässer und spürte, wie das Boot langsam weiterfuhr, doch dann durchschnitt eine scharfe Stimme die Luft: "Halt! Schiffskontrolle!"
Nach einer kurzen Unterhaltung mit Bard gab der Kontrolleur die Erlaubnis, weiterzufahren. "Stop. Nicht so schnell." Ein gehässiges Zischeln ertönte und ein widerlicher Mann trat gefolgt von drei Wachen auf Bard zu. Die Wachen machten Anstalten, den Fisch in den See zu kippen, doch ich gab mir einen Ruck und erhob mich. "Es ist nicht höflich, ein Geschenk einfach wegzuwerfen." Der seltsame Mann hielt inne. "Soso, ein Geschenk also. Und wer seid Ihr, Schöne Frau?" "Ich bin Elariel Cardúliath, Tochter des Elbenkönigs Thranduil von Düsterwald." Mit einer übertrieben huldvollen Geste deutete ich auf die Fässer. "Die Bewohner dieser Stadt freuen sich bestimmt über frischen Fisch." Der Mann setzte eine entschuldigende Miene auf. "Aber Eure Hoheit...Gesetz ist Gesetz!"
"Wenn die Leute hören, dass der Bürgermeister Fisch in den See wirft, werden die Aufstände beginnen.", mischte sich Bard ein. Alfrid machte ein verächtliches Geräusch. "Das hier wird noch ein Nachspiel haben, Bard. Wir wissen, wo du wohnst!" Zum Abschied schenkte er mir ein schmieriges Lächeln.

Das Boot kam mit einem dumpfen Aufprall am Steg zum stehen. Bard schenkte einem Mann in der Nähe die Fische, im Gegenzug versprach dieser, zu verschweigen, die Gemeinschaft gesehen zu haben. Zügig folgten wir Bard, der sicher von Steg zu Steg sprang. Als sich eine Wache näherte, drückte er mich zurück. Ich trat Bifur auf den Fuß, welcher dann eine Kettenreaktion verursachte. Plötzlich schrie Kili auf, da Fili gegen sein Knie gekracht war. Die Wache kam zielstrebig auf uns zu. Kurzerhand rammte ich ihr meinen Schwertgriff ins Gesicht. Er fiel auf die Bretter und einige Stadtbewohner schleppten ihn fort. Doch ein ganzer Wachtrupp war Auf uns aufmerksam geworden. Ich schlug meine Kapuze hoch und lehnte mich an einen Pfeiler, während die Zwerge unter einen Haufen Bretter schlüpften. "Was ist hier los?" Der Hauptmann steuerte auf mich zu, doch da trat Bard auf ihn zu. Der Hauptmann knurrte und sah sich nach Beweisen für ein Verbrechen um, fand jedoch nichts und verschwand mit dem Trupp um eine Ecke. Wir liefen weiter, bis uns ein Junge abfing. "Vater, unser Haus wird beobachtet." Ein cleverer Junge, dieser Bain. Während ich mit Bard unbehelligt ins Haus kam, mussten die Zwerge durch...ich werde es nicht weiter vertiefen.

Wir waren nun also in Bards Haus. Als Thorin aus dem Fenster blickte, schien es, als hätte er einen Geist gesehen. Bilbo fragte ihn natürlich direkt danach. "Das hat er, mein Freund.", antwortete Balin für den Prinzen. Er erzählte die Geschichte des Statthalters Girion, der Dale beschützen und Smaug mit einem schwarzen Pfeil töten wollte. Die Zwerge beharren darauf, er sei gescheitert. Doch die Seemenschen waren der festen Überzeugung, er hätte Smaug unter dem linken Flügel getroffen und eine Schuppe gelöst...

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