Tödliches Schicksal

vor 22 Tagen
Lutea hatte eigentlich große Pläne vor. Sie wollte Aron aus Distrikt 4 heiraten, doch dann wird sie zu den 174. Hungerspielen gezogen. Lutea hat nur den einen großen Wunsch. Zurück zu ihrem Geliebten zu können, egal wie blutig der Weg auch sein mag. Allerdings ist sie nicht die einzige, die die Hungerspiele gewinnen will.
Die Tribute von Panem Sci-Fi P12 Abenteuer In Arbeit
Bemerkung des Authors: Möge das Glück stehts mit euch sein. Willkommen in der Welt der Hungerspiele. Ich freue mich über eure Kommentare und eure Kritik. LG Zombiewolf

Prolog - Bist du bereit?

„Bist du bereit?“, hörte ich die sanfte Stimme meines Mentors hinter der Tür. Ich betrachtete mich gerade ein letztes Mal im Spiegel, als er angeklopft hatte. Heute würde sich für mich alles ändern. Es begann schon mit der Kleidung. Am Morgen hatte man mir meine Sachen aufs Bett gelegt, während ich unter der Dusche gestanden hatte. Es war nicht wie sonst ein farbenprächtiges Kleid mit hohen Schuhen und echtem Schmuck, sondern eine Camouflage Hose mit Boots, einem hellen Hemd und einer Jacke, die seltsam ausgepolstert war. Ohne lange zu überlegen hatte ich mir die Sache über gezogen. Heute stand weder eine Eröffnung, noch ein Interview bevor.
Die Person im Spiegel sah mich ausdruckslos an, sie kannte keine Furch sondern strahlte Entschlossenheit und Mut aus. Aber in mir brannten die Zweifel und Ängste.
„Ich komme gleich“, rief ich Huskell, meinem Mentor zu. Dann zog ich mir den geflochtenen Zog noch einmal zu recht, warf einen aller letzten Blick in den Spiegel, bevor ich mein Zimmer verließ.
Huskell brachte mich zum Fahrstuhl des Training Centers. Dort wartete bereits Sean auf uns. Er war das zweite Tribut aus meinem Distrikt. Doch im Gegensatz mir, hatte er die Arme hinterm Rücken verschränkt und wippte unruhig mit den Füßen auf und ab.
Wortlos stiegen wir zu dritt in den Lift ein.
„Also, ihr wisst, was ihr zu tun habt?“, meinte Huskell. Sean und ich nickten stumm. Huskell seufzte: „Ich werde eure Gesprächigkeit vermissen“, grinste er schief. Ich gab ihm ein aufmunterndes Lächeln. Ich mochte meinen Mentor sehr. Nach dem ich gezogen wurde war ich tagelang nur am heulen gewesen. Für mich war mein Leben hiermit zu Ende gewesen. Meine Pläne für die Zukunft zerplatzten. Aber Huskell hatte ein sehr langes Gespräch mit mir geführt und hatte mir auf seine einfühlsame Art wieder Mut gemacht und dass ich von den Spielemachern 10 Punkte bekam, erhöhten meine Chancen in der Arena bei weitem.
Huskell begleitete uns zu einem Hovercraft was auf uns wartete. Sean und ich mussten alleine einsteigen. Im Inneren waren bis auf zwei Plätze alle mit Tributen besetzt. Auch hier wurde kaum ein Wort gewechselt, alle waren in ihren Gedanken versunken.
Sean und ich setzten uns neben einander und schnallten uns die Gurte an. Ein Team von Ärzten begann die Tribute mit Chips zu versehen, mit denen man sie später überall in der Arena aufspüren konnte.
Als eine Ärztin mich impfte bemerkte ich, den Blick des Mädchens gegen über von mir. Es war Annis aus Distrikt 12 und sie starrte mich direkt an. Sie hatte in den letzten Tagen für viel Redestoff im Kapitol gesorgt. Zur Ernte gab sie sich als das Mädchen aus, was eigentlich gezogen wurde und gelangte so zu den Spielen. Danach hatte sie versucht, Owen, das andere Tribut aus ihrem Distrikt, zu töten. Diese Person war eindeutig nicht zu unterschätzen, obwohl sie ein Jahr jünger war als ich. Sie war furchtlos und unberechenbar. Meine Nervosität stieg. Dass mich Annis anstarrte verhieß nichts Gutes. Ich konnte nur hoffen, dass ich nicht auf ihrer persönlichen Abschussliste stand.
Die Motoren des Hovercrafts wurden gestartet. Es erhob sich rumpelnd vom Boden. Es war keines der exklusiven Sorte, ich vermutete, dass es normal für das Militär war.
Ich senkte den Blick und ignorierte Annis. Um mich abzulenken holte ich meinen wertvollsten Gegenstand, den ich besaß aus der Tasche. Er war die Spotttölpel Brosche von Katniss Everdeen.
Sie war meine Heldin. Sie hatte die Hungerspiele gewonnen und durch eine Rebellion die Hungerspiele beendet, leider aber nicht für immer. Nach ihrem Tod hatte man die Spiel wieder eingeführt.
Es ist nicht genau klar, wie die Brosche in unseren Familien Besitz kam, aber man hatte mir erzählt, dass Katniss eine gute Beziehung zu uns hatte.
Ich strich mit den Fingern über den Ring, der den Spotttölpel umrahmte. Mit den Jahren hatte die Brosch immer mehr Schrammen und Kratzer einstecken müssen und sie glänzte nicht mehr so schön wie früher.
Ich schloss fest die Finger um meinen Schatz. Eins wusste ich, ich könnte sie nicht in der Arena tragen, dafür fühlte ich mich einfach nicht würdig genug, aber sie gab mir Kraft.
Der Hovercraft landete und man führte uns alle getrennt voneinander in kleine Räume unter der Arena. In der Mitte des kleinen Zimmers war ein kreisförmiger Glas Lift, der mich in hoch fahren würde. Davor stand mein Designer Steven Shore. Als ich näher trat umfasste er meine Schultern.
„Wir haben wenig Zeit“, er sah kurz an mir hinunter, „Das Muster der Hose deutet auf Wald hin, deine Jacke ist eine neue Entwicklung. Bei Regen sammelt sich das Wasser in eingenähten Behältern, die Spielemacher könnten eine Trockenzeit geplant haben, teile dir also deine Vorräte gut ein.“
Ich nickte, als Zeichen, dass ich verstand.
Shore schlug mir freundschaftlich auf die Schulter: „Na dann, du packst das, du bist eine Kämpferin.“
„Danke für alles“, war das einzige was ich herausbrachte.
„Ich hoffe wir sehen uns wieder“, meinte Shore, nach dem er mich auf die Plattform in der Glasröhre drückte und sich die Tür vor meinem Gesicht schloss. Sofort begann sich er Boden unter meinen Füßen zu heben, bis mich komplette Dunkelheit umschloss.

Ich bin Lutea Hollington.
Ich bin 18 Jahre alt und komme aus Distrikt 11.
Nordamerika existiert nicht mehr.
Aus den Trümmern entstand das neue Land Panem.
Nach Katniss Everdeens Tod wurden die Hungerspiele zurück ins Leben gerufen.
Darin kämpfen zwölf Jungen und zwölf Mädchen gegen einander.
Nur einer kann überleben.
Ich wurde zu den 174. Hungerspielen gezogen
Und ich werde überleben.

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