Unbrechenbar | Unpredictable ~ Justin Bieber Fanfic

vor 4 Mon.
Justin ist gnadenlos, tut Dinge ohne eine gewisse Reue zu zeigen und ist in der Lage gesellschaftlich unerwünschte Handlungen zu begehen. Ihm fehlt die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive zu offenbaren, bis er auf die atemberaubende Megan Grace Carter trifft, die sich unbewusst in der gefährliche Welt von dem unberechenbare..
Justin Bieber Romanze P16 Drama In Arbeit

„Suchst du das hier?"

Die stickige Luft und die viel zu laute Musik im Club, die in meinen Ohren dröhnte, war zu viel für meine ehe schon strapazierten Nerven und erneut konnte ich nicht glauben was ich hier zittrig, aber fest mit meinen Fingern umklammerte. Der Boden unter meinen hohen Schuhen bebte, bunte Lichtstrahlen schweiften über die gefüllte Tanzfläche und zeigten mir die wild tanzende Menschenmasse. Doch meine Aufmerksamkeit galt vollkommen dem was ich fest bei mir hielt und ich spürte wie die Hoffnung, endlich mehr zu erfahren, in mir wuchs.

„Wie bist du an diese Aufnahmen gekommen?", fragte ich Kim, meiner besten Freundin, die gelassen neben mir saß und die überwiegende Zeit meine Reaktion beobachtete, seitdem sie mir das Schwarze kleine Gerät, welches vermutlich einiges in meinem Leben ändern würde, gegeben hatte.

„Gesetzmäßig gesehen war mein Vorgehen strafbar, aber da es niemand mitbekommen hat ist die Sache geklärt." Sie warf sich ihre dunklen gewellten Haare nach hinten und zuckte vielsagend mit den Schultern. Ein aufmunterndes Lächeln legte sich um ihre farbigen Lippen, ehe sie mit erwartungsvollem Blick den Kopf schief legte.

Ich seufzte, erwiderte kurz ihr lächeln, bevor ich meinen Blick wieder auf meine verschwitzten Handflächen senkte. Nachdenklich begutachtete ich das kleine USB Speicherstick, dass wegen der von mir ausgehenden Hitze inzwischen schon ziemlich unangenehm warm geworden war.

„Der Stick gehört allerdings meinem Bruder. Ich habe ihn zwar nicht gefragt, ob ich ihn mir leihen darf, aber so wichtiges wird da schon nicht drinnen sein. Lade die Dateien am besten diese Nacht noch auf deinen Laptop, um sie dann von dem Stick zu löschen." Ich nickte abwesend, hatte mir aber in meinen Gedanken insgeheim notiert, was sie gesagt hatte. Es wäre klug die Dateien so schnell es geht zu importieren, denn der Gedanke ich könnte sie durch einen Missgeschick verlieren oder unwiderruflich löschen, jagte mir eine unwohle Gänsehaut.

„Ich sollte gehen", nuschelte ich und bezweifelte aufgrund der dröhnenden Musik das mich meine beste Freundin gehört hatte. Sie verstand jedoch schon, als ich mir meine Tasche schnappte, den Stick gut verstaute und von den mit rotem Leder umhüllten Sitzen aufstand.

„Ich bin mir sicher, es wird nichts Schlimmes bei rauskommen", ermutigte sie mich, als wir uns zum Abschied kurz in die Arme nahmen. Ich wollte ihren Worten Glauben schenken, mich voll und ganz auf ihnen verlassen, doch ich konnte nicht. Ich brauchte Klarheit und die würde ich kriegen, wenn ich mir noch diese Nacht die Telefonaufzeichnungen in dem Stick anhörte.

Ein unglaublich schreckliches Gefühl nahm meine Seele in Besitz, als ich mir erneut im Klaren wurde, was genau ich eigentlich vorhatte. Es gehörte sich nicht im Geringsten, dass man sich die Telefongespräche der Mutter anhörte nur weil man befürchtete, dass sie etwas Ungutes zu verbergen versuchte. Jedoch fehlte mir momentan das gute Verhältnis zu meiner Mutter, um sie einfach danach fragen zu können und deswegen war ich zu solch einer Lösung gekommen. Zuerst hatte ich mir eingeredet, dass es Probleme in der Firma gab, da sie als eine erfolgreiche Geschäftsfrau ständig mit irgendwelchen Problemen zu kämpfen hatte, aber von Tag zu Tag wurde mir bewusst, dass es ein viel größeres Problem gab als einfach nur einen verzwickten Geschäftsfall.

Ein letztes Mal lächelte ich ihr zu, bevor ich ganz von ihrem Blickfeld verschwand. Augenblicklich schwebte der schreckliche Geruch nach Alkohol und Zigaretten unter meiner Nase und der Anblick an verschwitzen Paaren, die man hier fast in jeder Ecke am rummachen erwischte, waren ein weiterer Antrieb dafür diesen Club schnellstmöglich zu verlassen. Angeekelt verzog ich das Gesicht, als ich mich durch einen Paar drängte, das wohl keine Zeit dafür hatte sich ein Zimmer aufzusuchen. Mit meiner Lederjacke in der rechten Hand, hastete ich weiter durch die Menge und atmete erleichtert aus, als ich den Ausgang erreichte.

Meine nicht allzu hohen Schuhe klackerten auf dem Bürgersteig und obwohl die Laternen dazu dienen sollten die Straßen zu beleuchten, war davon kaum etwas zusehen. Dennoch lief ich weiter, hörte das Hallen meiner hohen Schuhe und krallte mich wegen einer kühlen Brise, welches mir die Haare nach hinten wehte, an meine Lederjacke. Mein Blick fiel auf das goldene Armband um mein Handgelenk und schon wurde mir warm ums Herz, als hätte ich sie unters Feuer gesetzt. Das dünne Goldene Material in welches mein Name eingraviert wurde, funkelte unter dem schwachen Laternenlicht und überzeugte mich erneut davon, dass sie die wunderschönste Kette war, die ich je gesehen hatte.

„Megan G.C" Es war ein Geschenk von meiner verstorbenen Großmutter und auch das Wertvollste, das ich hätte je bekommen können. Ein Seufzer glitt über meine Lippen, als ich mich an ihr schwaches Lächeln erinnerte und obwohl ihre Beerdigung schon etwas her war, bemerkte ich, dass ich es trotzdem nicht gut verarbeitet hatte. Meine Schritte wurden schneller, als die Dunkelheit, die mich umgab, immer düsterer wurde. Gerade als ich mir eine Strähne, die mir ins Gesicht gefallen war wegstreichen wollte, fiel mein Blick auf mein kahles Handgelenk.

Augenblicklich erstarrte ich.

Regungslos blickte ich weitere Sekunden auf die Stelle an der sich gerade eben noch mein Armband befunden hatte, ehe mich die Erschütterung einholte und ich zur Besinnung kam. Fassungslos fuhr ich mir mit den Fingerkuppen durch die Haare, um sicher zu gehen, dass sie sich nicht in ihnen verheddert hatte, doch ich konnte nichts auffinden. Ich konnte das Goldene Material verdammt nochmal nicht finden. Panisch versuchte ich mein unregelmäßiges Herzklopfen zu beruhigen und spürte beinahe schon, wie kräftig sie gegen meinen Brustkorb schlug. Meine Hände zitterten, ich verlor jegliche Farbe im Gesicht und mein Speichel schien wie ausgetrocknet zu sein.

Wie zur Hölle war das möglich? Mein Herz raste viel zu schnell und meine Knie wurden so weich, dass ich befürchtete jeden Moment einzusacken. Ich ließ meinen Blick über das kalte Beton Boden schweifen und hielt konzentriert, jedoch panisch Ausschau nach dem wunderschönen Stück. Ich verspürte so viel Furcht bei dem Gedanken mein Armband nie wieder in meinen Händen halten zu können, dass mir sogar die Tränen der Verzweiflung in die Augen stiegen, die ich jedoch wegblinzelte. Es interessierte mich keineswegs wie lange ich nach dem Andenken meiner Großmutter in der Düsterkeit suchen musste, solange ich sie am Ende fand. Aufmerksam und vertieft suchte ich weiter, während ich meine Haare zurückhielt, um klare Sicht zu ergattern. Mit der freien Hand hielt ich mein Handy, welches mir grelles Licht schenkte und somit eine große Hilfe bei meiner Suche war.

„Suchst du das hier?"

Ich erschrak bei der unheimlich tiefen Stimme so sehr, dass ich beinahe das Handy aus meiner Hand fallen ließ. Noch rechtzeitig konnte ich sie vor dem harten Boden bewahren dessen Aufprall sie nicht überlebt hätte. Ich blickte über meine Schulter, um zu schauen wem diese berauschende Stimme gehörte und erkannte auch schon die Umrisse der männlichen Statur. Doch ich schien zu vergessen, wie man atmete, als ich realisierte, dass dieser Junge sich mir immer mehr näherte.

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Vanillehusky 08. Sep 2017

Wahnsinn, ich bin total fasziniert von der Geschichte! Du schreibst echt sehr gut, man fühlt alles genau mit.
Bin sehr gespannt wie es weiter geht :)

LisaNegroniKuchen 28. Jul 2017

Oh mein Gott, ich liebe diese Geschichte

Nurless 14. Aug 2017
Dankeschön!!! *_*
-Seyda- 21. Feb 2017

Wann geht es weiter? Ich will wissen, was danach kommt. Du kannst voll gut schreiben.❤

Nurless 20. May 2017
Es tut mir sehr leid, dass es so lange dauert :( Ich habe momentan immer noch Prüfungsstress, aber sobald ich die letzte Prüfung hinter mir habe, werde ich sofort weiterschreiben :) <3<3<3