Wie ich mich selbst zu Grunde richte.

vor 5 Mon.
Gedanken darüber warum ich mir selbst Dinge antue die nicht gut für mich sind.
Depression Allgemein P12 Tragödie/Leid In Arbeit

Meine Pflicht

Es gibt solche und solche Tage.
Ich habe mehr der schlechten Sorte. Dabei habe ich eigentlich alles was es mir ermöglichen sollte viele gute Tage zu haben.
Ich tue es mir selbst an. Jeden Tag. Ich füge mir selbst diesen Schmerz zu.
Und warum?
Weil ich nicht los lassen kann.
Nicht ablassen kann.
Von meinen Idealen,
und Träumen.
Ich wirke zynisch und verbittert, doch bin ich das alles gar nicht.
Mein wahres Problem ist meine Hoffnung und mein Glaube an das Gute im Menschen.
Es zerstört mich.
Frisst mich innerlich auf.
Ich verstehe es einfach nicht.
Wie können Menschen sich so etwas antuen.
Jeden Tag stehe ich auf und lebe nicht für mich, doch sie nennen mich egoistisch.
Sagen mir ich schulde ihnen etwas.
Ich soll lockerer sein, nicht so verkrampft.
Ich will Spaß haben wie sie. Sie sagen mir: "Nicht so."
Es ist als sagten sie mir, dass ich nicht davon träumen dürfe zu tun was sie mir angeblich erlauben.
Ich schulde es ihnen.
Meine Arbeitskraft.
Meine Auskunft.
Meine Zeit.
Mein Leben.
Zeit für mich.
Egoistisch.
Sie tuen doch so viel für mich.
Ich frage was...
Sie sagen alles...
So viel sie wüssten gar nicht wo sie anfangen sollten.
Es tut weh.
Für einen Moment habe ich geglaubt sie würden mich ausnutzen.
Wie konnte sich dieser schreckliche Gedanke nur in meinem Geiste formen.

Ich bin müde. Fertig.
Sie haben mir zu viele Aufgaben erteilt.
Ich breche zusammen.
Schlafentzug.
Mein Körper wehrt sich. Mein Geist unterdrückt.
Ich frage nach Hilfe. Ich brauche einen Spezialisten meine Psyche gibt auf.
Ich erscheine nicht wichtig. Mein Name steht auf der Liste für für die Warteliste für einen Platz auf der Warteliste.
Ich schulde es ihnen.
Tief in mir fühle ich es.
Ich habe überlebt. Ich schulde der Welt so viel weil ich überlebt habe. Nicht nur einmal.
Nicht das Gefühl der Schuld zu haben fühlt sich an als sei ich nicht dankbar.
Ich habe dankbar zu sein. Für dieses Leben.
Es wurde mir geschenkt. Ich darf es nicht verschwenden.
Doch ich bin müde. So müde.
Ich kann nicht mehr.
Ich breche unter meiner Schuld zusammen. Unter meiner Pflicht.
Mir ist es nicht erlaubt Macht zu haben.
Ich kann nicht mehr leisten. Sie zeigen mir an wen ich mir ein Vorbild nehmen soll.
Ich kann nicht mehr. Keine freie Minute.
Gerade nehme ich sie mir. Weine. Heule. Bereue, dass ich gerade nicht leiste.
Mir ist übel. Schlecht.
Wenn ich nicht leiste bin ich nichts Wert. Ich bin es nicht Wert überlebt zu haben.
Warum habe gerade ich überlebt, wo ich so wenig leisten kann.
Nicht genug.
Es ist nie genug.
Ich bin ein schlechter Mensch.
Es tut mir so unglaublich Leid.
Es dürfte mich nicht geben.
Ohne mich wäre die Welt besser dran.
So viele verlassen sich auf mich und ich enttäusche sie ständig.
Es tut so weh.
Ich will gebraucht werden.
Ich will abliefern.
Ich will eine geölte Maschine sein,
und vor allem will ich das alles nicht mehr fühlen.

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Maskentraeger 05. Sep 2016

Hallo Ruha :)
Wer fragt, der führt (ein Gespräch [„an“führen](zumindest im Callcenter ^^;))

Und als Fachansprechpartner für meine Agenten weiß ich, wenn man immer wieder die Fragen der anderen beantwortet, neigt man dazu, immer dümmere Fragen zu beantworten. Den Fragen ist bequemer als selbst denken :)

So! Nun bitte ich dich mir zu erklären, wie dein Gelübde funktioniert. Beantwortest du nun generell keine Fragen mehr? Zählt meine Frage auch dazu? :o oder nur mündliche? Redest du komplett gar nicht mehr? Und wie geht’s dir überhaupt so? :o jetzt, drei Monate später?

Kapitel ließ sich wieder gut interessant lesen :) weiter so

Ruha 12. Sep 2016
Leider habe ich es nicht durchgehalten. Ich habe es auf die Umstände geschoben und sozusagen den Start des "Projektes" verschoben. Vermutlich ist eher eine Beschränkung der Interaktion auf das Nötigste sinnvoll. So wenige Worte wie nötig und mich mehr rar machen oder die Leute einfach nur fragen/interessiert anstarren nachdem sie eine Frage gestellt haben, die ich nicht beantworten möchte, Ein richtiges Schweigegelöbnis ließe sich wohl nur in einem Tempel/Kloster oder ähnlichem umsetzen. Es geht mir gerade nicht so gut... oder besser gesagt ich habe meine Gefühle bisher nur unterdrückt und lasse sie jetzt mal raus, weil ich frei habe. Wenn man merkt, dass man eine falsche Entscheidung getroffen hat, in der Hoffnung den Karren nicht gegen die Wand zu fahren, und dann merkt, dass die Wand nur noch wenige Meter entfernt ist und das die Bremsbeläge wohl nicht mehr ausreichen... Aber was bringt da schon lamentieren. Glück ist schließlich eine Entscheidung. (lach) Und man muss die Dinge so nehmen wie sie kommen und versuchen das Beste aus der Situation zu machen in der man sich gerade befindet. P.S.: Dankschön. :) Freut mich zu hören.
Maskentraeger 21. Apr 2016

Ich starre bestimmt schon seit zehn Minuten auf das Textfeld hier, und überlege, wie ich die Kapitel Schatten und Gefäß Körper beschreiben soll ...

Die Tatsache allein, dass ich schon DARÜBER zehn Minuten nachdenken musste, sollte eigentlich das größte Lob überhaupt für dich als Autorin sein xD

Die Texte sind wirklich ... hm. Was sind sie? Gut geschrieben. Auf jedenfall... aber schön auch? Kann man so ein Thema schön schreiben? Auf jedefalls gibt es eine Menge Stoff zum grübeln, und auch Gelegenheit, über sein eigenes Ich mal wieder zu sinnieren. Aber nicht nur über sich, natürlich auch über dich. Als Autorin. Als Mensch. Als Mensch mit Schwierigkeiten :)

Aber ich will nicht persönlich werden - dafür ist es ja das Internet; riesiger Moloch, welcher unsere Informationen frisst, verschwinden lässt, doch nie vergisst..

Ich drück dir einfach die Daumen :) vielleicht hilft es irgendwie und irgendwann ^^ Abo ist raus!

Lg Maske

Ruha 21. Apr 2016
Es freut mich, dass dich mein Text zum Nachdenken angeregt hat. War irgendwie der Sinn... abgesehen davon etwas Ordnung in meine wirre Gedankenwelt zu bringen. Das Moloch Internet ist ein gutes Instrument um vieles los zu werden, was ich mich nicht traue auszusprechen, da es falsch interpretiert werden könnte. Meine Themen sind nicht zwangsläufig 100 ich und 80 ausgelegt. Problematisch wenn man einfach mal etwas klarstellen möchte, was einen selbst vielleicht nicht richtig betrifft, aber einen nahestehenden Menschen. In welchen Text wie viel von mir steckt weiß am Ende selbst ich nicht mehr genau. Vor allem da das Unterbewusstsein beim Schreiben so manches Verdrängte hervorquellen lässt. :) Dein Kommentar hat mich neugierig auf deine Texte gemacht. Vielleicht schaue ich bei Gelegenheit einmal vorbei. LG Ruha
Maskentraeger 22. Mar 2016

Bist du Autist(in)? Dann könnte ich deine Fragen verstehen, kenne selbst ganz gut nen Authisten, der hatte natürlich auch Kommunikationsprobleme und immer viel Probleme bzw. Fragen zu sich und der Umwelt.

Ignorier die anderen, mach dein eigenes Ding :) wird sich spätestens dann durchsetzen, wenn du die Schule verlassen hast, vorher isses natürlich schwer und man ist stark vom Stress bzw. den Meinungen der "anderen" beeinflusst.

Ruha 19. Apr 2016
Nein, ich bin kein(e) Autist(in). Da ich die Schule schon verlassen habe weiß ich, dass es nicht leichter, sondern schwerer geworden ist. Sowohl in der Arbeitswelt als auch an der Universität. Danke trotzdem für deine aufmunternden Worte. :) Es ist schwer für mich mein Ich nicht von der Meinung anderer abhängig zu machen. Wollen und können sind leider sehr weit auseinander. LG Ruha