One Thing

vor 23 Tagen
"Ich verlasse niemanden, den ich liebe." - Raven, die an der Londoner University Psychologie studiert, ist schon seit längerem in ihren besten Freund verliebt, doch durch Zufall trifft die 20jährige auf Niall Horan, der ihre komplette Gefühlswelt auf den Kopf stellt. Der Sänger weckt Gefühle in ihr, die sie schon seit Jahren nicht ..
One Direction Drama P16 Romanze In Arbeit
Bemerkung des Authors: Hey Leute! Das ist meine erste Fanfiction, deshalb wäre ich euch sehr verbunden, wenn ihr noch nicht ganz so hart zu mir seit, aber für Kritik bin ich immer offen :) Ein paar Informationen zu dieser Geschichte: Liam ist noch mit Sophia zusammen. Louis ist noch kein Vater und immer noch mit Eleanor zusammen. Zayn ist noch in der Band und mit Perrie zusammen. Und sie machen keine Pause. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und würde mich über Kommentare freuen! LG Hope

Kapitel 1

°When we first met I honestly don't have any idea that you would be so important to me.°

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"Komm schon, Raven! Es ist dein letzter Tag für dieses Semester, also schwing deinen hübschen Arsch aus dem Bett und mach dich endlich fertig!", rief mir meine liebenswürdige Freundin, und auch gleichzeitige Mitbewohnerin, June, durch die Tür zu. Grummelnd presste ich mein geblümtes Kissen auf mein Gesicht. Letzter Tag hin oder her, ich war verdammt müde. Ich hätte gestern Abend nicht so lange weggehen sollen. Gähnend brachte ich es dann doch über mich und stand auf. Ich schlüpfte schnell ins Bad, um mir eine kurze kalte Dusche zu gönnen. Danach putzte ich meine Zähne und begab mich wieder in mein Zimmer, um mich anzuziehen. Da wir es schon Mitte Juni hatten und es draußen 30 Grad waren zog ich meine hellblauen Shorts und ein lockeres, weißes Top mit Spitze und Spaghettiträgern an. Meine glatten, hellbraunen Haare band ich mir zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen und machte noch ein wenig Wimperntusche und Kajal drauf, damit meine grünen Augen mehr zur Geltung kamen. Nachdem ich mir meine Tasche geschnappt hatte und meine hellbraunen Sandalen angezogen hatte verabschiedete ich mich noch schnell von June und machte mich auf Richtung Starbucks. Auf den Weg dorthin setzte ich meine schwarze Sonnenbrille sowie meine schwarzen Beats-Kopfhörer auf, die an meinem iPod angeschlossen waren. Es war halb zehn und in einer halben Stunde würde die Vorlesung losgehen. Ich war froh das ich nicht Ewigkeiten von Zuhause bis zu meiner Uni brauchte. Nicht viele hatten das Glück, gerade hier in London.
Zehn Minuten später war ich bei bei Starbucks, meinem Lieblingscafé wo ich fast jeden morgen hin ging, angekommen und stellte mich in die Warteschlange. Ich hängte mir meine Beats um den Hals und setzte mir meine Sonnenbrille auf den Kopf. Als ich dann endlich dran war, begrüßte Matt mich herzlich. Ich war hier schon sowas wie eine Stammkundin geworden, weshalb ich Matt fast jeden Tag sah.
"Das gleiche wie immer?", fragte er mich lächelnd.
"Ja, bitte.", antwortete ich ebenfalls lächelnd. Das gleiche wie immer beinhaltete einen großen Schoko-Cookie und einen Chocolate Mocha. Matt machte sich einen Spaß daraus, jedesmal einen anderen Namen auf meinen Becher zu schreiben, weswegen ich gespannt war wie ich heute hieß. Nachdem ich bezahlt hatte, meinen Cookie schon in der Hand und vor mir alle schon ihre Getränke hatten, wurde ein Chocolate Mocha mit dem Namen Niall hingestellt. Wusste gar nicht, das er mir mittlerweile auch männliche Namen gab, aber okay. Der Name hatte was. Ich griff also nach meinem Getränk und verabschiedete mich von Matt. Als ich gerade dabei war mir meine Kopfhörer wieder auf zusetzten und aus der Tür zu gehen, hörte ich hinter mir wie jemand nach einer Bella rief. Ich hatte das Gefühl das ich damit gemeint war, denn die Stimme kam immer näher. Also drehte ich mich um und ein paar Meter hinter mir stand ein großer Typ mit blonden Harren, dunkler Sonnenbrille und einer Beanie. Bei dem warmen Wetter trug er eine Mütze?
"Ich glaube du hast das falsche Getränk.", sagte er und deutete auf meinen Becher.
Verwirrt starrte ich von ihm zu meinem Becher und dann auf seinen Becher. Bei ihm stand Bella drauf. Wahrscheinlich sollte ich heute Bella heißen. Ich hörte Matt lachen und warf ihm einen bösen Blick zu. Er hätte ruhig mal was sagen können. "Oh, ja. Sorry!" Ich reichte ihm, mit hochroten Wangen, seinen Becher und nahm meinen entgegen.
"Kein Problem. Ist ja nicht weiter schlimm, außer das du jetzt anstatt deinem Getränk ein Chocolate Mocha hättest.", lächelte er, woraufhin ich lachen musste.
"Das wäre nicht schlimm gewesen, das ist nämlich auch einer.", sagte ich und hielt meinen Becher hoch.
"Oh, na dann hätte ich dich ja gar nicht aufhalten brauchen.", lächelte er und legte seinen Kopf leicht schief. Ich bin mir ziemlich sicher das er mich gerade durch seine Sonnenbrille musterte. "Wäre trotzdem praktischer, wenn du das nächste mal zuerst auf den Namen schaust."
"Ich werd es mir merken. Ich muss dann auch mal. Uni." Zügig machte ich mich auf den Weg, weil mir tatsächlich nicht mehr so viel Zeit blieb bis meine Vorlesung begann. Endlich dort angekommen ließ ich mich ganz oben auf den Stuhl plumpsen und hoffte einfach mal ganz stark, dass ich den Typen nie wieder sehen würde. Ich holte meinen Cookie aus der Tasche. Meinen halb leer getrunkenen Chocolate Mocha stellte ich daneben ab.
"Morgen!", begrüßte mich Dakota und setzte sich neben mich. Sie war groß, blond und schlank. Außerdem hatte sie riesige blaue Augen und war einfach ein Engel. Wir sind gute Freunde geworden über die zwei Jahre.
"Morgen!", gähnte ich lautstark.
"Bist wohl gestern Abend zu spät ins Bett gegangen, was?", lachte sie. Ich konnte ja nichts dafür das ich viele Stunden Schlaf brauchte, um am nächsten Tag fit zu sein. Dakota hingegen reichten fünf Stunden Schlaf vollkommen aus und dann war sie schon wieder voll auf den Beinen.
"Gut möglich.", antwortete ich mit vollem Mund. Gott, ich liebte diese Schoko-Cookies von Starbucks. Die waren einfach ein Traum!
Unser Professor, der wahrscheinlich in der Zeit der Dinosaurier geboren wurde, erzählte gerade irgendetwas über Sozialpsychologie. "Ich bin so froh, wenn wir endlich unseren Abschluss in der Tasche haben und uns das nicht mehr antun müssen. Ich will ja wirklich Psychologie studieren, aber der Typ bringt einfach jeden zum einschlafen."
"Bin ganz deiner Meinung.", sagte Dakota mit geschlossenen Augen. "Ich weiß eigentlich gar nicht warum ich immer wieder an seinen Vorlesungen dran teil nehme. Die ganzen Folien dazu stehen auch im Internet."
"Ich weiß es auch nicht wirklich. Ich denke, ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich es nicht tue. Aber sieh es mal positiv, heute ist der letzte Tag vom vierten Semester.", versuchte ich sie etwas aufzumuntern.
"Und was ist mit den zwei Testaten die wir noch haben?" Sie fuhr sich mit ihrer Hand übers Gesicht und seufzte.
"Ach komm. Das wird schon. Wir haben doch bis jetzt immer bestanden, da werden wir doch nicht jetzt anfangen durch zu fallen. Außerdem ist es doch nur über Sozialpsychologie und die psychologische Diagnostik." Bevor ich noch ganz einschlief entschied ich mich dazu June zu schreiben, dass ich gegen 12 da sei und das sie doch schon mal was zu essen kochen könnte. Da sie schon seit eine Wochen Ferien hat hatte sie auch das Glück mich jeden Tag zu bekochen. Jurastudent müsste man sein.


Nach anderthalb Stunden war die Vorlesung zum Glück vorbei und ab jetzt hieß es acht Wochen Semesterferien! Gott war das Gefühl toll! Ich hatte zwar in drei Wochen meine beiden Testate, aber davon ließ ich mir die Stimmung erstmal nicht verderben.
Als ich meine Haustür öffnete duftete es schon lecker. Ich zog meine Schuhe aus und stellte meine Tasche ab.
"Hey!", begrüßte mich June glücklich, die ihre, ebenfalls braunen, Haare zu einem lockeren Dutt zusammen gemacht hatte und mit ihrer Blümchenschürze und dem Kochlöffel in der Hand wirklich niedlich aussah.
"Hey! Was gibt es denn leckeres?", fragte ich und begleitete sie in die Küche.
"Meine Spezialität zur Feier des Tages! Selbstgemachte Bolognese.", verkündete sie stolz.
"Hab ich dir heute schon gesagt wie sehr ich dich liebe?", fragte ich lachend und beugte mich über den Topf mit der Soße. "Es riecht köstlich.", lobte ich sie.
"Es wird auch genauso lecker schmecken.", grinste sie mich an.
Während sie die Nudeln abgoß deckte ich schon mal den Tisch.
"Wie war's heute?", fragte sie während wir aßen.
"Außer das ich eine leicht peinliche Begegnung beim Starbucks hatte war es langweilig, wie alle Vorlesungen bei Professor Salvator. Du hast dich übrigens wieder mal selbst übertroffen. Es ist ist sehr lecker!"
"Danke. Wen hast du denn getroffen?", fragte sie neugierig wie sie nun mal war. Ich erzählte ihr die Begegnung und sie fand das Ganze urkomisch und konnte nicht mehr aufhören zu lachen.
Nachdem wir mit dem Essen fertig waren legte ich mein iPhone auf den Tisch und ging kurz auf die Toilette. Als ich wieder kam hatte June schon aufgeräumt und zwei Schüsseln Eis zurecht gemacht, mit denen wir uns auf den Balkon setzten.
"Hast du Lust heute Abend mit feiern zu kommen? Dakota hat gerade gefragt ob wir mit wollen." Ich sah von meinem iPhone hoch und sah sie fragend an.
"Klar. Wollen wir Trevor fragen?"
Trevor Thompson, mein bester Freund seit dem Kindergarten. Dummerweise hatte mein Herz vor einer Weile beschlossen sich in ihn zu verlieben. Ich gehe ihm seit kurzem aus dem Weg, aber das hilft auch nicht wirklich. Ich weiß das das mit uns beiden nicht klappen kann. Er sieht in mir seine kleine Schwester, auf die er aufpassen muss. Ich hatte ihm natürlich nichts von meinen Gefühlen erzählt. Niemand, außer June, wusste davon und das sollte auch so bleiben. Mein Plan war es es einfach aus zu sitzen. Irgendwann würde die Gefühle schon wieder weggehen. Das hoffte ich jedenfalls sehr.
"Können wir machen. Er wird sowieso schon misstrauisch warum ich ihm aus dem Weg gehe.", seufzte ich und schob mir einen Löffel voll mit Vanilleeis in den Mund.
"Ich wäre ja immer noch dafür, dass du es ihm sagst."
"Und damit unsere Freundschaft kaputt machen? Kommt gar nicht in Frage. Das ist es mir nicht wert." Ich nahm mein iPhone in die Hand und wählte seine Nummer. Nach dem dritten mal klingeln hob er ab.
"Hey Raven! Schön das du dich meldest, ich dachte schon ich hätte was falsch gemacht.", sagte er mit seiner tiefe und unglaublich schönen Stimme.
"Hi. Nein, warum?"
"Weil du mir in letzter Zeit aus dem Weg gegangen bist." Mist. Ich hatte die Hoffnung, dass er das nicht bekommen hatte.
"Bin ich nicht.", log ich. "Ich wollte dich fragen, ob du heute Abend Lust hast mit Dakota, June und mir feiern zu gehen?"
"Gerne. Es wird Zeit das ich hier mal wieder raus komme.", lachte er.
"Super. Wir wollen bei und vorglühen. So gegen neun?"
"Ja, geht klar."
"Toll. Dann bis heute Abend!", verabschiedete ich mich.
"Bis dann!" Nachdem er aufgelegt hatte guckte June mich erwartend an.
"Was?", fragte ich sie.
"Kommt er mit?"
"Jep.", antwortete ich, unsicher ob ich das jetzt gut oder schlecht fand.


Gegen halb acht ging June ins Bad und duschte sich, aber nicht ohne vorher das Radio auf volle Lautstärke zu drehen. Und da die Wände hier recht dünn waren konnte ich mithören, was mich im Grunde auch nicht stören würde, wenn sie nicht die ganze Zeit extrem laut und extrem schief mitsingen würde. Ich hatte sie wirklich lieb, aber sie konnte einfach nicht singen. Als auch kein Kissen über den Ohren half klopfte ich an die Badezimmertür. "Könntest du bitte das Gedudel leiser machen oder wenigstens aufhören mitzusingen?!", rief ich gegen die Musik.
"Das ist kein Gedudel. Das ist One Direction!", schrie sie zurück. Ja, wer auch immer.
"Ehrlich gesagt ist mir das egal wer das ist! Mach es einfach leiser! Dankeschön!" Damit drehte ich mich um und ging in mein Zimmer zurück. Da ich nichts mit meiner Zeit anzufangen wusste beschloss ich schon mal meine Anziehsachen für nachher raus zu suchen. Nach langem hin und her überlegen entschied ich mich für ein schlichtes türkisfarbenes Kleid mit schwarzem Gürtel. Dazu meine schlichten schwarzen Pumps und fertig.
"Bad ist frei!", rief June eine dreiviertel Stunde später durch die Wohnung.
Ich duschte mich ausgiebig und wusch meine Haare. Nachdem ich meine Unterwäsche an hatte föhnte ich meine Haare, die mir mittlerweile über die Brust gingen und zog mein Kleid an. Ein bisschen Wimperntusche und Kajal und schon war ich fertig.
"Schick schick.", kommentierte meine Freundin mein Outfit.
"Danke, aber du siehst auch nicht gerade schlecht aus." June trug ein rotes Minikleid und ihre lockigen Haare fielen ihr Locker über die Schulter.
"Haben wir überhaupt was zu trinken da?", fragte ich als ich in den leeren Kühlschrank sah. June stellte sich neben mich und sah ebenfalls in den Kühlschrank.
"Ich hätte schwören können das wir noch was hatten!", sagte sie und runzelte dabei ihre Stirn.
Seufzend machte ich den Kühlschrank zu. "Ich geh schnell rüber und hol was." Ich zog mir meine flachen Sandalen an und schnappte mir meine Tasche.
"Du bist ein Schatz!", hörte ich sie noch rufen als ich die Tür hinter mir schloss. Ich weiß. Zum Glück brauchten wir nur 10 Minuten von unserer Wohnung bis zum nächsten Supermarkt.
Ich überlegte was ich holen sollte. Auf jeden Fall Bier. Ich liebte Bier. Wein für June und Schnaps für die Anderen. Da stellte sich mir jedoch die Frage: Welcher Schnaps? Naja, ich fing erstmal mit den einfachen Sachen an. Ich besorgte ein Sixpack und zwei Flaschen Wein. Als ich bei dem Schnapsregal stand hatte ich keine Ahnung. Am Ende schnappte ich mir eine Flasche Gin und noch eine Flasche Tonic. Langsam wurde es ganz schön viel. Ich trug es so gut es ging zur Kasse, bei der die Schlange nicht ganz so lang war, und stellte die Flaschen mit einem lauten Rumpeln ab. Scheinbar hatte ich die Typen vor mir damit auf mich aufmerksam gemacht. Als sie sich umdrehte wäre ich am liebsten im Boden versunken. Vor mir stand der blonde Type mit Sonnenbrille und Beanie vom Starbucks. Scheinbar waren Beanies bei diesem heißen Wetter angesagt, denn der Typ neben ihn trug ebenfalls eine, unter der ein paar hellbraune Locken raus guckten. Und, du meine Güte, hatte der intensive grüne Augen.
"Das Mädchen was mir meinen Mocha klauen wollte. Hätte nicht gedacht das wir uns nochmal wiedersehen.", riss mich der Blonde aus meinen Gedanken.
"Ich auch nicht.", entgegnete ich.
"Sie hat dir deinen Mocha geklaut?", fragte der Lockige neben ihm verwirrt und musterte mich von oben bis unten.
"Genau genommen war es eine Verwechslung.", sagte ich schnell.
"Ja Bella hier hatte sich den Becher genommen wo mein Name drauf stand.", fügte er noch hinzu.
"Hübscher Name.", lächelte der Anderen mich an.
"Genau genommen heiße ich nicht Bella, sondern Raven.", klärte ich die Beiden auf.
"Der Name klingt sogar noch schöner als Bella. Ich bin Harry und das ist Niall, wie du auf dem Becher sicherlich lesen konntest.", grinste Harry. Woher kamen mir die Namen so bekannt vor? Niall sah etwas verwirrt aus und machte gerade seinen Mund auf als er von der Verkäuferin unterbrochen wurde, die ihm sagte was er zu bezahlen hatte.
Nachdem sie ihr Zeug eingepackt hatten drehte sich Harry nochmal zu mir um. "Hat mich gefreut dich kennenzulernen!"
"Mich auch!" Ich wollte meine Weinflasche in meine große Tasche packen als ich Niall noch zu mir sagen hörte: "Wenn wir uns das nächste mal sehen musst du mir einen ausgeben!" Worauf ich nur mit einem Lachen antwortete. Als ich den beiden hinter her sah fragte ich mich warum mir bis jetzt Nialls Akzent noch nicht aufgefallen war. War er Ire? Ein Räuspern riss mich aus meinen Gedanken. Ich bezahlte schnell und packte alle Flaschen, bis auf das Sixpack, in meine Tasche.
Endlich wieder Zuhause angekommen wurde ich auch schon freudig begrüßt. "Da bist du ja endlich! Was hat dich denn so lange aufgehalten?", fragte mich June.
"Nicht was, sondern wer. Ich habe den Typen vom Starbucks wieder gesehen und diesmal mit Freund.", erklärte ich während ich zur Tür ging, an der es eben geklingelt hatte.
"Hi!", begrüßte mich Trevor und schloss mich in seine Arme. Ohne es zu wollen fing mein Herz an in doppelter Geschwindigkeit zu schlagen und ein warmes Gefühle breitete sich in meinem Bauch aus.
"Hey!", lächelte ihn an. Er sah mal wieder verdammt gut aus mit seinen verstrubbelten schwarzen Haaren und seine hellblauen Augen in denen ich mich verlieren könnte. Er war fast einen ganzen Kopf größer als ich, was bei meinen schlappen 1,70m auch keine große Kunst war.
"Du siehst hübsch aus.", sagte er nachdem er mich gemustert hatte.
"Was willst du trinken?", rief June aus der Küche nachdem die beiden sich auch begrüßt hatten. "Zur Auswahl stehen Bier, Wein und Gin Tonic? "
"Ich nehme einen Gin Tonic.", antwortete er und setzte sich auf unser Sofa.
"Wie geht's dir, Raven? Ich hab in letzter Zeit wenig von dir gehört." Sofort machte sich das schlechte Gewissen in mir breit.
"Mir geht's gut. Ich war nur sehr...beschäftigt. Studium und so.", erklärte ich.
June, dicht gefolgt von Dakota, kam mit Trevors Gin Tonic und meinem Bier in den Händen rein. Dakota trug Junes Wein und ihren Gin Tonic. Nachdem Trevor und ich Dakota begrüßt hatten konnte es eigentlich los gehen.


Gegen elf beschloss wir dann uns auf den Weg in den Club zu machen. Wir waren alle schon etwas angeheitert, was das ganze nur noch lustiger machte. Ich hatte mich bei Trevor eingehakt, weil er meinte das ich schon leicht schwanken würde und er nicht wolle das ich hinfiel. Süß war er ja. Im Club angekommen stürzten Dakota und ich gleich auf die Tanzfläche. Ich liebte tanzen. Dabei konnte man so schön die Welt um sich herum vergessen. Man musste sich einfach nur auf den Beat der Musik konzentrieren.
Nachdem ich fürs erste genug getanzt hatte, gab ich Dakota ein Zeichen das ich wieder zu den anderen gehen würde.
Es dauerte eine Weile bis ich den Tisch ausmachen konnte, an dem June saß. Als sie mich erblickte stand sie sofort auf und kam auf mich zu. Sie sah etwas blass um die Nase aus.
"Ist alles ok mit dir?", fragte ich über die laute Musik.
"Ja. Alles gut. Lass uns einfach was zu trinken holen.", rief sie. Mit einem verwirrten Nicken folgte ich ihr.
Als wir an der Bar standen fragte ich sie nochmal was los war und dann sagte sie es mir. Julian Gill war hier. Junes abartiger Exfreund der sie monatelang betrogen und ihr damit ihr Herz gebrochen hat. Sie sagt zwar immer wieder das sie nichts mehr für ihn empfand, aber ich wusste das das nicht stimmte. Das zeigte sich allein schon an ihrer Reaktion.
June bestellte Schnaps. Viel Schnaps und das obwohl sie eigentlich gar keinen Schnaps gerne trank. Aus Solidarität trank ich mit. Ich hätte es mir vielleicht zweimal überlegen sollen, denn nach einer Stunde fühlte ich mich schon nicht mehr so sicher auf den Beinen und June ebenfalls nicht. Es wäre wohl das Beste, wenn ich sie jetzt nach Hause brachte und das am besten bevor sie irgendwas dummes anstellte. Ich gab Dakota Bescheid, die aber lieber noch da bleiben wollte, weil sie gerade einen Typen kennengelernt hatte. Auf den Rat hin, dass sie vorsichtig sein sollte lachte sie nur und winkte ab. Ich hatte June an die Hand genommen und zog sie durch die Menge mit zu Trevor, jedoch löste sie sich von mir und sagte sie wolle tanzen. Ich parkte sie also auf der Tanzfläche und suchte weiter nach meinem besten Freund. Im Nachhinein hätte ich ihm einfach eine Nachricht schreiben sollen, dann hätte ich mir nämlich den Anblick ersparen können. Auf seinem Schoß räkelte sich eine schlanke Blondine und steckte ihm seine Zunge in den Hals, während seine Hände ihren Körper auf und wieder ab fuhren.
Mit Tränen und den Augen und einem schrecklichen Stechen in der Herzgegend, drehte ich mich um und beeilte mich June mit raus zu ziehen.
Sie brabbelte irgendwas unverständliches vor sich hin und schwankte gefährlich nach rechts und links. Ich fühlte mich schon wieder fast nüchtern. Trevor uns seine Tusse hatten mich auch noch ausgenüchtert. Super! Seit wann hatte den ein Mann so viel Macht über mich? Ich hasste es verliebt zu sein!


Nachdem ich June in ihr Bett gelegt hatte und sicherheitshalber auch einen Eimer neben ihr Bett gestellt hatte, schloss ich leise die Tür und entschied mich dafür noch einen Nachtspaziergang zu machen. Ich lief planlos durch die Gegend bis ich eine Bank fand, auf der ich mich nieder ließ. Und da ließ ich meinen Tränen freien lauf. Ich hatte das Gefühl das sie gar nicht mehr aufhörten, aber das war mir egal. Wie konnte ich auch so blöd sein und mich in meinen besten Freund zu verlieben. Meine besten Freund! Irgendwann merkte ich wie meine Augen immer schwerer wurden und ich mich auf die Bank legte. Das letzte was ich wahrnahm war eine Frauenstimme die sagte: "Wir können sie doch nicht einfach hier liegen lassen, Louis!"

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SweetCupcake13 07. Aug 2017

Oh nein, die arme June! Da haben sich Niall und Raven gerade vertragen, June tanzt glücklich in der Küche herum und...

SweetCupcake13 07. Aug 2017
Es hatt irgendwie nicht alles gepostet? Oh nein, jetzt muss ich das alles nochmal schreiben... -_- Naja, jedenfalls hoffe ich, dass sie diese mittelschwere Katastrophe gut in n Griff bekommen, und ich bin sehr glücklich darüber, dass Raven und Niall alles geklärt haben, da ich anderen Falls möglicherweise Reaktionen milder bis heftiger Frustration an meinen Mitmenschen und meiner Umgebung ausgelassen hätte. (Save the world.) Ich freue mich schon auf weitere Kapitel! GLG SC13 :)
hope_horan 08. Aug 2017
Na da bin ich ja froh :D Ich möchte nur ungerne daran Schuld sein, wenn deine Mitmenschen, wegen meiner Story, deine Frustration abbekommen :'D Ich freu mich, dass du dich auf das nächste Kapitel freust! :D GLG Hope :)
SweetCupcake13 20. Jul 2017

ICH HABS GEWUSST! :'D Hach, was bin ich froh, dass Niall zu ihr geflogen ist. Ich bin mir sicher, dass sie sich auch noch aussprechen. Niall muss ihr einfach glauben! Und Nathan wird doch auch gesund, oder?
Freue mich schon auf das nächste Kapitel! :)
GLG SC13

hope_horan 20. Jul 2017
Hmm...also das kann ich nun wirklich nicht verraten! :D GLG Hope
SweetCupcake13 12. Jul 2017

Und jetzt fliegt er zu ihr oder? :') Von mir aus darfst du gerne öfters in Nialls Sicht schreiben! Dann fände ich es allerdings toll, wenn du nicht das vorherige Kapitel wiederholen würdest aus Nialls bzw. Ravens Sicht, sonden einfach gleich weitermachen würdest.
Freue mich schon auf das neue Kapitel! :)
GLG SC13

hope_horan 13. Jul 2017
Das werde ich nicht verraten :D Ich dachte, wenn ich das Kapitel nochmal in Nialls Sicht schreibe, dann könnte ich euch etwas auf die Folter spannen ;) GLG Hope