Something and Nothing

vor 17 Tagen
You can’t describe it, because it’s as simple as complex. And less thoughts means less words. And moreover, you lose it when you talk about it.
Tokio Hotel Drama P18 Abenteuer In Arbeit
Bemerkung des Authors: Schön, dass du hier her gefunden hast. Ich hoffe dir wird meine Fanfiktion gefallen. Ich war schon seit einigen Jahren nicht mehr auf dieser Website aktiv, habe jetzt aber wieder Lust bekommen eine Tokio Hotel Fanfiktion zu schreiben und zu veröffentlichen. Natürlich freue ich mich sehr über Abos, Kommentare und ehrliche Kritik. Ich versuche in dieser Fanfiktion die Realität um Tokio Hotel möglichst echt darzustellen (so wie ich es mir vorstelle) und meine Idee dort hineinzubauen. Selbstverständlich ist alles frei erfunden und ich habe keine Ahnung in wie weit ich eine realistische Vorstellung von ihrem Leben habe. Ich wollte damit lediglich ausdrücken, dass in meiner Fanfiktion Bill und Tom und alle anderen Mitglieder , tatsächlich ein Teil von Tokio Hotel sind und ihr Lebenslauf in meiner Geschichte bis zu dem Zeitpunkt an dem diese beginnt, ihrem wirklichen Lebenslauf entspricht. +++ Was ich noch unbedingt loswerden möchte ist, dass diese FF sowie deren Charaktere einen sehr offenen Umgang mit Sex und Drogen haben. Dies ist Teil der Story und der Entwicklung der Personen, ich möchte damit aber keinerlei Werte vermitteln. (!!!)+++

Eigentlich war alles nur Ablenkung

Er drückte ihren Kopf noch ein Stückchen tiefer in seinen Schoß und lehnte sich im Sessel zurück.
Die roten Lampen der Minibar warfen Schatten an die Decke und tauchte das sonst dunkle Zimmer in ein warmes schwummriges Licht. Genüsslich zog er an seiner Zigarette und inhalierte das Nikotin tief in seine Lunge. Glücklicherweise war es in dieser Luxussuite gestattet zu rauchen und die Minibar gut aufgefüllt. Abgesehen von dem Nikotin, dem Alkohol und dem Blowjob spürte er überhaupt nichts mehr.
Schon seit einigen Tagen fühlte er sich wie betäubt und war sie nicht so recht sicher, ob er noch in der Wirklichkeit lebte oder nicht. Und auch in diesem Moment spürte er nichts von alle dem so intensiv wie er sich wünschen würde. Eigentlich war alles nur Ablenkung von seiner innerlichen Taubheit, über die er jetzt doch wieder grübelte.
Ein Klopfen auf seinen Oberschenkel riss ihn aus seinen Gedanken. Das Mädchen, das zwischen seinen Beinen kniete hustete und würgte. Erst jetzt bemerkte er, dass er noch immer seine Hand gegen ihren Hinterkopf presste. Er lockerte seinen Griff und sofort befreite sich das Mädchen, hielt sich an die Kehle und rang verzweifelt nach Luft.
Bill seufzte. Sanft strich er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Tut mir leid, Süße“, flüsterte er, „machen wir eine Pause. Hol‘ uns doch noch was zu Trinken, hm?“
Die Kleine blickte hoch zu ihm, Tränen hatten sich in ihren Augen gesammelt. Sie versuchte den Schmerz zu überspielen und unterdrückte ein Husten. Sie biss sich auf die linke Seite ihrer Unterlippe während sie den Blickkontakt hielt. „Deepthroat muss ich wohl noch etwas üben.” Verschmitzt grinste sie ihn an. „Dazu wirst du mit Sicherheit heute noch Gelegenheit bekommen.”
Das Mädchen stand auf und ging hinüber zur Minibar. Sie trug nur noch einen schwarzen Spitzenstring. Langsam beugte sie sich hinunter, öffnete den Kühlschrank und holte eine Flasche Bourbon heraus. Bill sah zu, atmete tief ein und musste lächeln. Er wusste ganz genau, dass sie das mit Absicht machte, um ihn zu reizen. Vielleicht hätte er doch nicht so viel trinken sollen. Das Mädchen war echt wunderschön, doch irgendwie hatte er diesen Abend keine wirkliche Lust und war ziemlich elanlos. Er wollte nur die Nacht nicht alleine schlafen und die Anwesenheit einer schönen Frau genießen.
Doch jetzt war er schon betrunken und würde auch nicht damit aufhören weiter nachzuschütten. Das Mädchen, dessen Namen er nicht mal mehr wusste, oder vielleicht hatte er ihn auch noch gar nicht erfahren, hatte ihm gerade Bourbon nachgeschenkt. Er nahm einen großen Schluck und stellte das Glas auf der Sesselehne ab. Die Flüssigkeit rann seine Kehle hinunter und wärmte ihn kurz.
„Diesmal brauchst du keine Angst zu haben“, zwinkerte er ihr zu und verschränkte die Hände hinterm Kopf. „Siehst du.“

Plötzlich klopfte es an der Tür. Genervt verdrehte Bill die Augen. Er wollte jetzt nicht gestört werden.
Wieder klopfte es. Lauter. Hartnäckiger. Er seufzte. “Sorry”, murmelte er und schob das Mädchen zu Seite, zog seine Hose wieder an und ging zu Tür.
„Wer ist da?”
„Mach jetzt auf”, klang es von der anderen Seite. Bill löste die drei Schlösser und öffnete die Tür. Tom stand dort im Flur und ging ohne ein weiteres Wort an ihm vorbei in die Suite.
Bill verriegelte die Tür und überprüfte automatisiert jedes Schloss zweimal bevor er sich zu seinem Bruder umdrehte. Es war noch immer dunkel im Hotelzimmer. Tom war direkt durch zur Minibar gegangen und hatte das Mädchen, das noch halb und nackt und verwirrt vor dem Sessel hockte komplett ignoriert. Bill schaltete das Licht ein, fischte sein T-Shirt vom Boden und warf es ihr zu, dann ging auch er an ihr vorbei.
Tom öffnete an der Tischkante eine Flasche Bier.
„Was gibt’s?”, fragte Bill.
„Warum hast du heute nicht Bescheid gesagt, dass du weg bist? Ich habe dich gesucht, verdammt. Du weißt, dass wir uns mit jemandem treffen wollten und dass es wichtig war. Und plötzlich warst du wie vom Erdboden verschluckt! Du bist nicht ans Handy gegangen.”
„Beruhig dich man. Du tust ja an so als wären wir noch nie einen Abend von einander getrennt gewesen oder als könnte ich nicht auf mich selbst aufpassen!”
„Ich habe mir echt Sorgen gemacht, Gott verdammter Idiot!”, schrie Tom und schlug Bill mit der Faust eine runter. Das Mädchen schrie erschrocken auf und wich ein paar Meter zurück. Bill war einige Meter nach hinten getaumelt und hielt sich die Hand vor die Nase. Sie blutete. „Verdammt, Tom!”, brüllte er, „Was stimmt denn nicht mir dir, was soll das?!”
„Es war wichtig! Du wusstest das! Bei diese verschwindest du nie!” Bill seufzte und wischte das Blut an seinem nackten Oberkörper ab. „Es tut mir leid, okay? Wir reden morgen drüber.” Tom ballte die Fäuste. „Willst du mich verarschen? Ich musste sie wieder wegschicken. Sie waren verdammt sauer und das bin ich auch!” „Ich weiß, ich weiß. Bitte, Tom. Morgen, okay? Ich habe Besuch.” Bill nickte Richtung Schlafzimmer in dem sich das Mädchen verkrochen hatte.
„Jetzt tu doch nicht so, ich wette du weißt nicht mal ihren Namen. Ich kenne dich doch, du hast eh keine Lust, du bist heute wegen irgendwas deprimiert und ich will jetzt wissen was los ist.”
Skeptisch musterte Bill seinen Zwilling und zog misstrauisch eine Augenbraue hoch. Dann ging er ins Schlafzimmer. „Es war ein echt schöner Abend mit dir. Das T-Shirt kannst du gerne behalten.“ Das Mädchen saß in dunklen Schlafzimmer im Schneidersitzt auf dem Bett. „Schickst du mich jetzt weg?“, fragte sie während sie aufstand. „Naja, ich finde das echt schade, aber es ist gerade irgendwie ein Notfall.“ Um das Gesagte zu unterstreichen wischte Bill sich demonstrativ das Blut von der Nase. „Du hast natürlich recht.“ Sie presste sich eng an ihm vorbei ins Wohnzimmer wo sie ihre Hose anzog, immer darauf bedacht ein paar Meter Sicherheitsabstand zwischen sich und Tom zu bringen. „Was klotzt du denn so?!“, fauchte er sie an. Erschrocken wich sie seinem Blick aus und sah hinüber zu Bill, in der Hoffnung er würde etwas sagen. Doch das tat er nicht.
„Auf Wiedersehen“, flüstere sie und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. In ihren Worten schwang Enttäuschung mit, aber auch Erleichterung. Toms plötzliches Auftauchen und sein Gerede waren ihr wohl nicht geheuer gewesen. „Mein Name ist übrigens Nancy“, sagte sie bevor sie das Hotelzimmer verließ. Als würde ihn das jetzt noch interessieren.
Bill verriegelte wieder sorgfältig die Tür.
Als er sich wieder umdrehte, stand Tom ganz nah vor ihm und blickte ihn wütend an. Er knirschte mit den Zähnen. „Du hast mich sitzenlassen.“ Knapp wich Bill einem zweiten Schlag aus. Toms Faust prallte gegen die schwere Tür, doch kein Ausdruck von Schmerz lag in seinem Gesicht.
„Lass den Scheiß!“, schallt Bill ihn an und stieß ihn etwas zurück. „Was sollte das heute?“, brüllte sein Bruder weiter. „Sei gefälligst leiser und sag mir mal lieber, was du dir für einen Scheiß reingezogen, dass du so aggressiv bist!“
„Das waren irgendwelche Legal Highs, die flogen bei der Party wie Konfetti. Badesalz.“ „Du bist so ein Idiot.“
„Hey, wenn hier jemand ein Idiot ist, dann ja wohl du! Hast dieses Treffen verpasst und wofür? Einen Blowjob, ist das dein ernst?“
„Ich war von Anfang an dagegen gewesen, das weißt du ganz genau. Ich habe einfach keinen Bock auf diesen Mist. Und heute erst recht nicht. Ich wollte einfach nur weg von dieser Party.“ „Fühlst du dich mir gegenüber denn gar nicht verantwortlich? Du hast ja nicht mal gesagt, dass du verschwindest!“
„Es tut mir leid, das war egoistisch. Ich wollte einfach nur zurück ins Hotel und ich wusste du hättest mich nicht gehen gelassen.“
„Die waren echt sauer. Kann gut sein, dass wir jetzt selbst ziemlich in der Scheiße sitzen.“
„Ich will mit alledem nichts mehr zu tun haben, okay? Wenn du unbedingt willst, dann kann ich dich nicht aufhalten. Das hat bis jetzt nie geklappt. Aber lass mich einfach daraus und regel die Sachen dann alleine. Schieb die Schuld nicht auf mich, wenn du auf Droge die Leute zurückschickst, die wichtig für dich sind, nur weil ich nicht mit von der Partie bin.“
„Du bist so ein gottverdammter Wichser, Bill. Fahr zur Hölle!“
Laut knallte die Tür als Tom das Zimmer verließ.

+++

Bill überlegte ob er noch einmal runter zu gehen und sich jemanden mit hoch nehmen sollte. Eigentlich war er zu faul um aufzustehen, jedoch konnte er auch nicht einschlafen. Der Alkohol tat einfach nicht seinen Dienst. Wieder kreisten seine Gedanken um die Leere in ihm. Vielleicht konnte er nicht einschlafen, weil er bereits träumte?
Stöhnend wälzte er sich von einer Seite auf die andere. Es hatte keinen Zweck, er lag bereits zwei Stunden wach.
Mühsam stieg er aus dem Bett und streifte sich die erst besten Klamotten über, die er in die Finger bekam.

Der Flur war nur schwach beleuchtet, doch man konnte genügend sehen und Toms Zimmer war nicht weit entfernt. Bill pochte leise an die Tür und wartete. Er wusste, dass sein Bruder noch wach war. Dumpfe Schritte waren zu vernehmen, klackende Schlösser, dann öffnete sich die Tür. „Ich zieh mich noch eben an.“
Tom ließ die Tür offen. Das Licht, das aus der Suite drang erhellte den Flur. Bill blickte auf sein IPhone. Es war fast kurz nach drei Uhr morgens, die Nacht war noch jung genug. Tom erschien wieder, in einer schwarzen stoned-wash Jeans und einem weiten weißen T-Shirt, und zog die Tür hinter sich zu.
Die Zwillinge mussten nicht miteinander reden um einstimmig den Weg zu dem Club anzupeilen, den sie vor etwa zweieinhalb Stunden verlassen hatten.

„Hoffst du das Mädel wiederzusehen?“, fragte Tom. Bill nickte. „Sie war echt süß.“
„Sie hat dich nicht umgehauen.“
„Mich haut in letzter Zeit nichts mehr um.“
„Dann solltest du mal wieder Samuel anrufen“, lachte Tom, „Der hat es doch bis jetzt immer geschafft.“ Bill verdrehte die Augen. Das war nicht die Art gewesen an die er gedacht hatte.
Der Club war noch prallgefüllt als sie ihn erreichten und die Stimmung war gut. Doch bereits nach einer nach einer halben Stunde verließen sie ihn wieder. Fluchtartig.
„Du hattest Recht, Bill. Das war eine schlechte Idee, eine sehr, sehr schlechte. Wir… - ich, hätte mich nie mit solchen Leuten einlassen sollen. Jetzt stecken wir ganz schön in Schwierigkeiten.“ Bill nickte. Doch eigentlich steckte nur Tom in Schwierigkeiten. Er selbst hatte damit genau genommen nicht das geringste am Hut, aber sie waren eben ein Team, Brüder, Zwillinge, eine Person. Das hatte zugegebener Maßen nicht immer nur Vorteile.
„Ich denke meinem ursprünglichen Vorschlag nachzugehen macht jetzt keinen Sinn mehr. Das wäre auch zu riskant…“
„Verdammt“, Tom schlug gegen eine Mülltonne am Straßenrand, die drauf umfiel. Sie machte ziemlich lauten Krach, doch es war mitten in der Nacht und schien niemanden aufgeweckt zu haben. „Das ist alles meine Schuld!“
„Wir ziehen einfach um, Tom, okay? Das hätten wir ja vermutlich eh gemusst. Lass uns nach Miami ziehen, oder New York oder San Francisco.“

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EscapistS 26. Mar 2017

Mein wunderschöner Celly-Traum :)
Ich liebe diese Story, aber eigentlich liebe ich ja eh alles, was von dir kommt. Du hast eine einfach grandiose Art, dich in alles hineinzuversetzen und die Dinge realistisch aufzunehmen. Du gibst einem ein wahrhaftiges Gefühl. Ich bin froh, dich gefunden zu haben und werd dieses Werk hier definitiv weiterhin verfolgen :)

fuerimmerjetzt 08. Apr 2017
Vielen vielen Dank für diese lieben Worte! Ich weiß gar nicht was ich sagen soll- das ist so ein wundervolles Kompliment! Vielen vielen Danke *-*
BillsLady90 10. Mar 2017

Wann geht's weiter *.* will weiterlesen echt mega

BillsLady90 22. Feb 2017

Sehr geil bin gespannt schnell weiter *.*