Mein (un)kompliziertes Leben Teil 7

vor 3 Mon.
Das letzte Schuljahr bricht an. Jedoch nicht für Harry, Ron, Hermine und Hanna. Die vier haben beschlossen, die Horkurxe, Dinge in welche Voldemort Stücke seiner Seele versiegelt hat um unsterblich zu werden, auf zu suchen und zu vernichten. Erst wenn alle Horkruxe zerstört sind, ist es möglich den dunklen Lord zu töten. Dabei geraten sie ei..
Harry Potter Romanze P16 Fantasy Beendet

Abschied auf unbestimmte Zeit

Wie ich schon Anfangs richtig vermutet hatte, verbrachten wir die Ferien bei den Malfoys. Dracos und mein Vater waren mit der Hilfe des dunklen Lords aus Askaban geflohen. Man sah ihnen deutlich an, dass die Zeit in dem Zauberergefängnis sie beide gebrochen hatten. Sie schlichen durch die Flure und hielten sich auch ansonsten meistens eher bedeckt. Anscheinend glaubten sie, dass sie sonst den Zorn Voldemorts zu spüren bekommen würden. Mein Vater hatte meiner Mutter nichts über unser Aufeinandertreffen damals im Ministerium erzählt, als er festgenommen wurde. Bisher war ich ihm irgendwie ziemlich erfolgreich aus dem Weg gegangen aber dass das nicht ewig gut gehen würde, war mir von Anfang an bereits klar gewesen. Die meiste Zeit verbrachte ich mit Draco. Als ich in den Ferien nach „Hause“ kam, hatte ich nicht still sitzen können, ehe ich mich nicht davon überzeugt hatte, dass er noch lebte und es ihm den Umständen entsprechend gut ging. Ich war froh zu sehen, dass er nicht mehr so eingefallen wirkte. Aber die blanke Angst stand ihm zu jeder Zeit in sein Gesicht geschrieben. Ich berichtete ihm von Dumbledores Beerdigung und der kleinen Trauerzeremonie. Außerdem dass ich beschlossen hatte, gemeinsam mit Ron, Hermine und Harry auf die Suche nach den verbleibenden Horkruxen zu gehen um diese ein für alle Mal zu zerstören. Draco gefiel diese Vorstellung überhaupt nicht. Er befand es als zu gefährlich. Und darüber nachdenken, was alles im schlimmsten Fall passieren würde, wollte keiner von uns. Aber ich ließ mich von meinem bereits fest beschlossenen Vorhaben nicht mehr abbringen. Auch Draco würde es nicht schaffen, mich um zu stimmen. Die Zeit bis zu meinem Aufbruch in den Fuchsbau verbrachte ich eigentlich jede freie Minute mit Draco. Zudem hatten wir uns angewöhnt, dass Draco mit seinem Kopf auf meinem Schoß schlief. Ich brauchte keinen Schlaf. Zwar hatte ich mir die menschlichen Bedürfnisse angewöhnt aber ich konnte auch ohne. So saß ich also die meisten Nächte in Dracos Zimmer auf einer Couch und hielt bei ihm Wache. So schlief er dann die Nächte ohne Albträume durch. Er schien immer noch schwer daran zu knabbern, dass er fast Ron und Katie Bell getötet hatte. Ich glaubte, dass das ihn noch eine ganze Weile verfolgen wird. Aber ich würde immer für ihn da sein und ein offenes Ohr haben, falls er jemals darüber sprechen wollte. Dann kam der Tag an welchem mein Vater mich dann doch in einem der dunklen Flure des Manor erwischte: „Hanna ich möchte mal mit dir reden…bitte“ Verwundert drehte ich mich zu meinem Vater um. Ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann er mich das letzte Mal förmlich um etwas gebeten hatte. Ich nickte und folgte ihm in ein leeres Zimmer. Dort setzte er sich in einen Sessel und ich setzte mich ihm gegenüber. Eine Weile schwiegen wir uns an und mein Vater schien zu überlegen, wie und wo er am Besten anfangen sollte. Nach einer schier endlos langen Zeit sah er mir dann direkt in die Augen: „Es tut mir Leid, dass du in diese ganze Geschichte hinein geraten bist, Hanna.“ Hatte ich mich gerade verhört? War das wirklich mein Vater? Was hatte Askaban nur aus dem einst so stolzen John Night gemacht? Er war nur noch ein Schatten seiner selbst. Er schien jedes Vertrauen verloren zu haben. „Das muss es nicht, Dad. Ich habe mir diesen Weg für mich selbst so gewählt. Ich wollte und musste meinen Freunden helfen. Und das würde ich jeder Zeit wieder tun. Ich halte bedingungslos zu ihnen. Ich liebe euch trotz allem. Ihr seid meine Eltern. Aber bitte versteht dass ich nicht in so einer Welt leben möchte. Der einer Welt in welcher nur Krieg und Zerstörung herrscht.“ „Ich verstehe und akzeptiere deine Entscheidung Hanna. Du bist nun siebzehn Jahre alt und so mit eine Erwachsene. Aber ich meinte unter anderem, dass mit dem dunklen Mal. Ich hätte es dir schon viel früher sagen sollen, aber es war nie wirklich sicher, dass Er wieder zurückkehren würde. Niemals wollte ich meine Familie in solch eine Gefahr bringen. Mich damals dem dunklen Lord an zu schließen war ein Fehler aber nun ist es eben wie es ist. Aber dir hätte ich das wirklich gern erspart. Ich hoffe, du kannst mir das irgendwann mal verzeihen.“ Er sah kurz zur Seite. Dann sah er mich wieder direkt an. Dabei erschrak ich etwas. In den Augen meines Vaters glitzerten ein paar Tränen. Was hatte Voldemort bloß aus meinem Vater gemacht? Meinen Vater so zu sehen ließ in mir etwas sterben. Ich stand auf und fiel meinem Dad um den Hals: „Ich würde dir immer wieder verzeihen, Dad. Ich liebe dich. Ich bin so froh, dass du wieder bei mir und Mum bist. Wir brauchen dich. Außerdem weiß ich, dass du das alles nur getan hast, um deine Familie zu beschützen.“ Ich spürte wie mein Vater zitterte. Da schwor ich mir eines. Ich würde gemeinsam mit den anderen wirklich jeden Horkrux zerstören und dann würden wir endlich über den dunklen Lord triumphieren. Koste es was es wolle. Dad legte seine Arme um mich und zog mich fest an seine Brust: „Danke Hanna. Ich liebe dich auch.“ Eine kleine Weile hielt ich meinen Dad einfach nur fest umklammert und versuchte ihm irgendwie Halt zu geben. Es tat mir einfach in der Seele weh. Niemals wieder würde ich zulassen, dass irgendjemand meiner Familie jemals wieder so etwas antun würde. Niemals. Nach einer Weile ließ er mich los und ich setzte mich auf seinen Schoß so wie ich dass führ als kleines Kind immer getan hatte. Seine Augen waren etwas gerötet aber es schien ihm wirklich gut getan zu haben darüber zu sprechen. Dann lächelte er mich an: „Gibt es da nicht etwas, was ich wissen sollte?“ „Was meinst du?“, fragte ich verwirrt. „Du und Draco?“ Was ist da?“ „Oh…äh…naja…du weißt schon…“ Ich konnte keinen vernünftigen Satz zu Stande bringen. Ich meine welche Tochter sprach schon mit ihrem Vater über ihr Liebesleben? Genau keine. „Was weiß ich?“ Wollte der mich ärgern oder was? „Du weißt was ich meine.“ Plötzlich zog er mich wieder fest an sich: „Natürlich weiß ich das und ich bin froh, dass es so ist. Nicht weil Draco reinblütig ist, sondern weil ihr wirklich gut zusammen passt. Außerdem vertraue ich ihm. Und ich weiß, dass er gut auf meine Tochter aufpasst.“ „Danke Dad“, flüsterte ich und gab ihm ein Kuss auf die Stirn. Endlich hatte ich meinen Vater wieder zurück. Ein wenig später kehrte ich zurück in Dracos Zimmer wo wir uns gemeinsam versuchten mit paar Runden Zaubererschnippschnapp ab zu lenken. Nebenbei erzählte ich Draco, was mein Vater über „uns“ gesagt hatte. Das ließ ihn doch tatsächlich etwas rot anlaufen und ich lachte mich darüber kaputt. Aber der nächste Schock sollte bald kommen. Das Gespräch zwischen mir und meinem Dad war jetzt gut vier Tage her. Heute sollten wir an der Versammlung teilnehmen. Diese sollte am späten Nachmittag stattfinden. Die Zeit bis dahin lag ich einfach auf meinem Bett und starrte an die Decke. Schließlich verließ ich dann am Nachmittag mein Zimmer und trottete die Stufen zum Versammlungsraum hinunter. Vorsichtig klopfte ich an die Tür und betrat langsam den Raum. Alle Augen waren auf mich gerichtet. Voldemort sah mich direkt an: Hanna komm setz dich zu uns.“ Ich tat was er sagte und setzte mich neben meine Eltern, Narzissa, Lucius und Draco gegenüber. Diese hatten ihren Blick bereits wieder Richtung Tischplatte gesenkt. Der Tisch an welchem wir uns befanden bildete das Zentrum des Raumes. Alle anderen Möbel waren achtlos beiseite geräumt worden. Was aber viel schlimmer war, war dass eine Frau offenbar bewusstlos schwebend über der Tischplatte befand. Keiner der Anwesenden sagte etwas dazu. Da ging die Tür erneut auf und Severus gefolgt von Yaxley betrat den Raum. Während sich Yaxley neben Dolohow setzte nahm Severus den Platz zu Voldemorts Rechten ein. Voldemort richtete das Wort direkt an Severus: „Severus. Ich habe schon die Befürchtung gehabt, du hättest dich auf dem Weg hierher verirrt. Du hast sicher Neuigkeiten.“ Severus erhob die Stimme während alle entweder gebannt nach vorn sahen oder stur auf die Tischplatte starrten: „Es wird am kommenden Samstag geschehen. Wenn die Nacht herein bricht.“ Yaxley platzte dazwischen: „Ich habe anderes gehört, Herr. Dawlish, dem Auroren, ist herausgerutscht, Potters Umquartierung werde nicht vor dem dreißigsten dieses Monats stattfinden. Dem Tag, bevor er siebzehn wird.“ Severus antwortete sofort darauf: „Dawlish will uns in die Irre leiten. Der Schutz von Harry Potter obliegt nicht länger der Aurorenzentrale. Jene, die ihm am nächsten stehen, glauben, wir hätten das Ministerium unter Kontrolle.“ Jemand hustete und lachte dabei: „Naja, da liegen sie ja wohl nicht ganz falsch.“ Mehrere schlossen sich dem Lachen an. Im Augenwinkel bemerkte ich Wurmschwanz welcher sich an einer Steinsäule herum drückte. Er reckte immer wieder den Hals um etwas von dem Geschehen hier am Tisch mit zu bekommen. Ich hätte nichts dagegen mit ihm den Platz zu tauschen. Es war mir zu wider hier unter Voldemorts Gefolgsleuten zu sitzen obwohl ich für die gute Seite kämpfte. Ich würde mich ihm niemals unterwerfen. Ehr würde ich sterben. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, würden wir siegen. Da war ich mir absolut sicher. Da konnte Voldemort eine noch so große Armee aufstellen. Dieser unterbrach meine Gedanken: „Was meinst du dazu, Pius?“ Pius sah kurz unauffällig auf den Boden und dann wieder nach vorn: „Man hört vieles darüber, Herr. Ob auch die Wahrheit dabei ist, ist völlig unklar.“ Voldemort machte einen merkwürdigen Laut was wohl ein Lacher sein sollte und fuhr fort: „Da spricht der wahre Politiker. Du wirst dich als überaus nutzbringen erweisen, Pius. Wo wird denn Potter hingebracht?“, wandte er sich nun wieder an Severus. Dieser antwortete gehorsam: „An einen sicheren Ort. Warscheinlich in das Haus von einem Mitglied des Ordens. Ich habe gehört, es werden sämtliche Schutzmaßnahmen ergriffen, die es gibt. Dort angelangt, ist es praktisch unmöglich, ihn an zu greifen.“ Kurze Stille dann räusperte sich jemand. Es war Bellatrix: „Herr. Ich möchte mich als Freiwillige zur Verfügung stellen. Ich will den Jungen töten.“ Da vernahm man einen leisen wehklagenden Schrei. Voldemort schien sehr aufgebracht: „Wurmschwanz! Du sollst unseren Gast ruhig stellen, hab ich mich da unklar ausgedrückt?“ Wurmschwanz wurde sofort kleinlaut: „Nein, überhaupt nicht, Herr. Wird gemacht. Sofort, Herr.“ Wie sie alle vor ihm im Dreck krochen. Dies taten sie aber nicht weil sie zu ihm aufsahen sondern sie weil alle Angst hatten, sie könnten der nächste auf Voldemorts Todesliste werden. Die einzige die wohl wirklich zu ihm aufsah war Bellatrix. Aber die war ja so wie so nicht mehr ganz bei sich wie mir schien. Vollkommen irre. „So anregend ich deinen Blutdurst auch finde, Bellatrix, niemand außer mir selbst, tötet Harry Potter. Aber es ergibt sich die unglückliche Komplikation, dass sich mein Zauberstab und der von Potter denselben Kern teilen. Sie sind gewissermaßen Zwillinge. So können wir uns zwar gegenseitig verletzten, aber nicht töten.“ Es herrschte absolutes Schweigen unter den Anwesenden. Gespannt darauf was nun folgen würde. Voldemort war bereits auf gestanden und lief nun an den Stühlen der Anwesenden vorbei während er fortfuhr: „Wenn ich ihn vernichten will, dann brauche ich dafür den Zauberstab eines anderen. Na? Will denn keiner von euch diese Ehre für sich?“ Er blieb hinter Lucius stehen: „Wie steht es mit deinem Zauberstab, Lucius.“ Lucius antwortete leise: „Meinem, Herr?“ Voldemort äffte ihn nach: „Meinem, Herr?“ Kurz sahen sie sich an dann streckte Voldemort seine Hand in Lucius‘ Richtung: „Ich befehle dir, ihn mir aus zu händigen.“ Langsam hob Lucius seinen Gehstock an, in welchem sein Zauberstab versteckt war, zog diesen heraus und reichte ihn mit zitternden Händen seinem Gebieter. Voldemort nahm ihn an sich: „Erkenne ich da Ulme?“ Lucius antwortete leise: „Jawohl, Herr.“ Voldemort hob den Stab an und brach kurzerhand den silbernen Schlangengriff ab. „Und der Kern?“ Lucius räusperte sich: „Drachenherzfaser.“ Achtlos schmiss er den Griff auf den Tisch was Lucius zusammen zucken ließ. Dann drehte er sich der schwebenden Person zu und ließ diese in die Mitte des Tisches schweben: „Falls es jemand nicht weiß: wir haben heute Abend Mrs. Charity Burbage zu Gast, die bis vor kurzem an der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei unterrichtet hat. Ihr Fachgebiet waren Muggelstudien.“ Die meisten umliegenden Todesser lachten. „Mrs. Burbage vertritt die Überzeugung, dass wir und Muggel uns kaum von einander unterscheiden. Sie würde uns, wenn man sie nur ließe, gern mit ihnen paaren wollen.“ Auch hier lachten einige Anwesende. Am lautesten war dabei natürlich Bellatrix. Aber die fand ja eh alles gut was ihr Gebieter sagte oder tat. Voldemort sprach weiter: „Für sie ist die Vermischung von magischem mit Muggelblut keineswegs abscheulich. Sondern viel mehr wünschenswert.“ Leise schluchzend sah sie Severus an: „Severus…Severus, bitte. Wir sind doch Freunde.“ Aber dieser blieb ausdruckslos. Professor Burbage schwebte nun genau vor Draco und mir. Man konnte eine Träne in ihren Augenwinkel sehen. Dann ging alles ganz schnell. „Avada Kedavra!“, rief Voldemort und Professor Burbage sank fiel tot auf die Tischplatte. Direkt vor Draco und mir. Das war schrecklich. Keiner sagte etwas. Da hörte man ein leises zischeln. Der Kopf von Voldemorts Schlange Nagini kam an dem Tischrand zum Vorschein und die Schlange kroch auf den Tisch direkt auf unsere ehemalige Lehrerin zu. „Nagini. Essen.“ Die große Schlange glitt auf den leblosen Körper zu und begann diesen zu verschlingen. Schnell wendete ich meinen Blick ab um dies nicht mit ansehen zu müssen. Mein Körper zitterte und ich schaffte es nicht, dieses unter Kontrolle zu bringen. „Ist etwas nicht in Ordnung, Hanna?“ Warum musste er denn ausgerechnet jetzt zu mir sehen? Ich konnte das Zittern nicht aus meiner Stimme heraus halten: „Nein. Es ist alles in Ordnung. Ich fühle mich nur nicht sehr wohl.“ „Du scheinst etwas blass zu sein. Ich werde dir helfen. Wurmschwanz!“ Dieser kam auch schon sofort angerannt: „Herr?“ „Unsere junge Freundin könnte etwas frisches Blut gebrauchen.“ Dieser sah erst Voldemort dann mich mit großen Augen: „Herr?“ „Das ist nicht nötig. Es geht schon wieder“, versicherte ich schnell. Ich wollte auf keinen Fall Blut von Wurmschwanz trinken. „Nun wie du meinst. Aber du kannst dich jeder Zeit bedienen.“ Dann löste er die Versammlung auf und ich war mehr als froh, diesen Raum verlassen zu können. „Komm mal mit.“ Seveurs stand vor mir und sah mich abwartend an. Dann drehte er sich um und lief schon los. Ich folgte ihm durch die unzähligen Gänge des großen Herrenhauses. Vor einer Tür blieb er stehen und trat in den dahinter liegenden Raum. Ich folgte ihm und schloss hinter mir die Tür. Sanft drückte er mich auf einen der großen Lehnsessel und fing an in einem Regal zu kramen. Nach einigen Minuten schien Severus gefunden zu haben was er gesucht hatte. Er kam zu mir und drückte mir ein Fläschchen in die Hand: „Hier trink das Hanna. Dann geht es dir gleich besser.“ Wortlos entkorkte ich das Kristallfläschchen und trank den Inhalt in einem Zug. Mein Körper entspannte sich sofort und hörte auf zu zittern. „Danke“, murmelte ich und ließ mich in das weiche Polster sinken. „Du brauchst dich dafür nicht bedanken. Ich helfe dir immer wenn ich kann“, erwiederte Severus und lächelte leicht. Nach einer Weile unterbrach ich die angenehme Stille: „Darf ich dich mal etwas fragen?“ Severus sah mich direkt an: „Ich vermute mal, dass sich diese Frage auf die Ereignisse des letzten Schuljahres bezieht, oder?“ Zögerlich nickte ich: „Ich meine, ich kenne dich schon mein ganzen Leben lang und weiß, dass du gute Seiten hast. Aber ich verstehe nicht, warum du…“ „…Dumbledore getötet hast?“, beendete er meine Frage. Ich nickte. Severus lehnte sich zurück und fuhr sich einmal durch das rabenschwarze Haar: „Hanna. Ich kann dir nichts Genaues sagen. Das musste ich Dumbledore versprechen aber so viel kann ich dir sagen. Es handelte sich hierbei um eine Absprache mit Dumbledore.“ „Aber…“, setzte ich wieder an aber Severus schüttelte den Kopf: „Es geht nicht Hanna. Jetzt noch nicht. Bald werde ich es dir erzählen. Sei aber versichert, dass ich das nicht tun wollte.“ Ich nickte. „Du hälst mich jetzt für ein Monster, stimmts? Verdenken kann ich es dir nicht.“ Ich schüttelte den Kopf. Dann stand ich auf und umarmte meinen geliebten Patenonkel von hinten: „Das würde ich niemals tun, Severus. Du gehörst zu den Menschen, die ich über alles Liebe. Vergiss das niemals. Severus legte eine Hand auf meinen Arm welchen ich um ihn geschlungen hatte und strich darüber: „Danke Hanna.“ Eine Weile blieb ich noch bei ihm. Wir unterhielten uns wie früher und konnten sogar gemeinsam lachen. Das tat in diesen düsteren Zeiten unheimlich gut. Später verließ ich das Zimmer gemeinsam mit Severus welcher wieder zur Schule zurück musste. An der Haustür hielt ich ihn noch einmal auf. Fragend sah er mich an. Ich beugte mich vor und flüsterte in sein Ohr: „Ich werde dieses Jahr nicht nach Hogwarts zurückkehren. Ich werde Harry helfen die Horkruxe zu zerstören.“ Entsetzt sah er mich an: „Das ist viel zu gefährlich!“, zischte er. Ich schüttelte den Kopf: „Ich muss Severus. Ich will nicht in einer Welt leben, welche von Angst und Schrecken beherrscht wird. Ich passe auf mich auf. Und wenn es möglich ist, werde ich dir Nachrichten zu kommen lassen, Versprochen.“ Severus zog mich abermals fest in die Arme: „Hanna bitte sei vorsichtig und mach bloß keine Dummheiten. Vorallem handle nicht zu vorschnell. Versprich mir das.“ „Ich verspreche es Onkel Severus.“ Ich erwiederte die Umarmung. Dann ließen wir uns los und Severus verschwand durch die Tür in die dunkle Nacht. In dieser Nacht schlief ich überhaupt nicht. Die Zeit bis zum Morgen nutzte ich, um die wichtigsten Dinge zusammen zu suchen. Hermine hatte mich in einem Schulbuch auf einen äußerst nützlichen Zauber aufmerksam gemacht welcher zur Verkleinerung von Dingen diente. Ich zauberte einiges an Kleidung klein und packte mir auch ein paar Konserven ein. Danach schrieb ich für meine Eltern einen Brief und auch für Draco schrieb ich ein paar Zeilen. Diese würde ich unter die Türen hindurch schieben bevor ich in aller Frühe zum Anwesen der Weasleys aufbrach. Schlussendlich beschloss ich dann doch, mich für zwei Stunden hin zu legen. Nachdem ich mir einen Wecker gestellt hatte, schlief ich dann auch ein.

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