Für immer Ein Teil von mir.

vor 6 Tagen
Neue Stadt, neue Wohnung, neuer Mitbewohner, neue Freunde, neuer Job. Da stellt sich doch eine wichtige Frage: Ist in diesem Leben noch Platz für eine alte Liebe? Die Frage, die Emily am meisten beschäftigt und hier findet ihr die Antwort. Die Fortsetzung von "Hey Girl" mit alten Bekannten, vielen neuen Gesichtern, Drama, Träne..
Cro Drama P16 In Arbeit

Für immer Ein Teil von mir.

Carlo

Valentinstag.
Was für ein beschissener Tag.
Wer hat diesen Tag überhaupt erfunden?
Wenn man seinen Partner wirklich liebt, dann kann man das auch an jedem anderen Tag zeigen.
Das hört sich vielleicht etwas albern an, aber ich hab mir geschworen heute nicht das Haus zu verlassen.
Ich habe nämlich keine Lust an jeder Ecke, verliebte Pärchen zu sehen, die sich gegenseitig genüsslich ihre Zungen in den Hals stecken.
Letztes Jahr waren Emily und ich zwar noch nicht zusammen, aber trotzdem haben wir diesen Tag zusammen verbracht.
Wir waren den ganzen Tag daheim und haben uns einen schlechten Film nach dem Anderen reingezogen.
Und das war genug.
Sie war genug.
Aber jetzt ist sie bei Raphael.
Auch wenn ich versuchen wollte, dass Ganze nicht an mich heran zu lassen, krieg ich die Beiden einfach nicht mehr aus meinen Gedanken.
Wie er sie an Stellen berührt, wie sonst ich sie berührt habe.
Wie er sie küsst, wie sonst ich sie geküsst habe.
Wie sie sich nachts an seine Brust schmiegt, wie sie es sonst bei mir getan hat.
Verdammt, wieso stört mich was daran?
Mir war dieser dumme Tag doch sonst auch immer scheiß egal.
Wieso sind aber dann genau heute die Gedanken an Emily besonders schlimm?
Nur weil sie plötzlich wieder glücklich ist?
Das ist nicht fair von mir.
Meine Klingel katapultierte mich aus meinen quälenden Gedanken und lies mich zurück in die Gegenwart kommen.
Die Außenwelt gibt es anscheinend doch noch.
Nach dem ich mich Minuten später aus dem Bett zwang, schliff ich Richtung Tür und öffnete diese für Stella.
"Guten Morgen Schlafmütze!" grinste sie über beide Backen.
"Bist du eigentlich immer gut gelaunt?" fragte ich sie immer noch verschlafen, weswegen ihr Grinsen moch eine Spur breiter wurde.
"Einer von uns muss es ja sein!"
"Hatten wir was ausgemacht?" fragte ich vorsichtshalber nach, weil ich mich wieder nach meinem bequemen Bett sehnte.
"Nein, aber ich werde dich heute entführen!"
"Gibt es einen speziellen Grund dafür?" fragte ich mit hochgezogener Augenbraue.
"Weißt du welcher Tag heute ist?"
"Der 14.02." grinste ich nur, weil ich genau wusste, worauf sie hinaus wollte.
"Scherzkeks. Heute ist Valentinstag und ich weiß doch, dass verzweifelte Singles, besonders an diesem Tag meistens noch verzweifelter werden."
"Ich bin kein verzweifelter Single. Ich hab diese Beziehung beendet, schon vergessen?" und bemerkte dabei nur, dass ich es wohl versuchte mir selbst einzureden.
"Na gut, dann kommst du eben wunderbar mit dieser Trennung zurecht. Trotzdem will ich dich auf andere Gedanken bringen." blieb sie standhaft und lächelte mich weiter an.
"Und was hast du vor? Candlelight Dinner?" scherzte ich.
"Nein, ich hab an eine Runde Lasertag gedacht und danach hab ich noch eine kleine Überraschung für dich." zwinkerte sie mir zu.
"Lasertag? Wie romantisch." steckte sie mich mal wieder mit ihrer guten Laune an.
"Das ist es ja. Wer sagt, dass man am Valentinstag nur Pärchenscheiße machen kann? Also bist du dabei?"
Insgeheim würde ich trotzdem gerne wieder einfach zurück in mein Bett, aber das würde vermutlich doch nur bestätigen, dass ich ein kleiner verzweifelter Single bin.
"Dich werde ich ja sowieso nicht mehr los." grinste ich darauf also nur und konnte auch Stella damit zufrieden stellen.
"Perfekt, dann hopp, ab mit dir unter die Dusche und das geht unser Abendteuer auch schon los!"

Emily

Mich wollte das Telefonat mit Carlo einfach nicht mehr loslassen.
Auch wenn er mir verständlich machte, dass ich wegen ihm kein schlechtes Gewissen haben brauch, wurde dieses nach dem Telefonat nur noch schlimmer.
"Und was habt ihr heute so geplant?" wand Nadja in die Runde, als ich mich mal wieder mit ihr und Gia auf einen Kaffee in meiner Mittagspause traf.
"Ach, wir haben noch gar nichts geplant. Am liebsten würde ich mit Jakob einfach den ganzen Tag im Bett bleiben." grinste Gia vielsagend und steckte uns damit nur an.
"Geht mir genauso, aber wir werden davor denk ich noch irgendwo schön was essen gehen." schwärmte Nadja und ich hatte innerlich irgendwie nicht einmal Lust mir über den heutigen Tag Gedanken zu machen.
"Und was hat unsere liebe Emily heute geplant? Ich mein du bist in einer frisch gebackenen Beziehung. Da ist der Valentinstag noch ein Stück rosiger oder?" wand sich Gia mir zu, als ich mich immer noch nicht äußerte.
"Wir haben ehrlich gesagt nichts besonderes geplant. Raphael wollte mit mir heute nur mal zu seinen Eltern fahren."
"Er will dich heute seinen Eltern vorstellen? Oh, wie süß ist das denn!" schwärmten die Beiden nur noch mehr.
"Hey, das ist eine total süße Geste, was ist los mit dir?" fragte Nadja direkt, weil sie vermutlich bemerkte, dass etwas nicht mit mir stimmte.
"Carlo hat vor paar Tagen bei mir angerufen." gab ich direkt zu und brachte die Beiden darauf nur zum schweigen.
"Weshalb?" fragte Nadja vorsichtig nach.
"Irgendjemanden hat ihm von Raphael und mir erzählt."
"War er sauer?" fragte nun Gia.
"Nein, keine Ahnung. Er wirkte ziemlich ruhig, aber dass hat er vermutlich alles nur runtergespielt. Er wollte hauptsächlich wissen, ob ich glücklich bin und dass das das Wichtigste für ihn ist. Und er meinte, dass ich immer ein Teil von ihm bleiben werde." flüsterte ich am Ende fast nur noch.
"Aber das ist doch auch verständlich. Ich mein, vor eurer Beziehung warst du seine beste Freundin. So etwas vergisst man nicht einfach so."
Ich nickte, weil ich wusste das Nadja Recht hatte.
"Bist du dir unsicher wegen Raphael?" stellte Gia die Frage, die vermutlich auch Nadi am meisten interessierte.
"Nein, das mit Raphi ist mir ernst. Ich würde ihn niemals ausnutzen, nur um mich abzulenken. Dafür, wurde er einfach schon viel zu sehr verarscht, wie ich auch. Ich fühl mich gut bei ihm und er bringt mich einfach auf andere Gedanken." sofort huschte mir wieder ein kleines Lächeln über meine Lippen, als meine Gedanken wieder zu ihm wanderten.
"Man sieht, dass er es dir ganz schön angetan hat." grinste nun auch Nadja wieder und legte ihre Hand auf meine.
"Mach dir nicht so viele Gedanken. Das mit Carlo war eine große Sache, sowas vergisst man nicht von heut auf morgen. Aber irgendwann bist du soweit, dann wirst du dir darüber nicht mehr dein Köpfchen zerbrechen müssen." munterte sie mich auf und ich lächelte den Beiden nur dankbar zu.
"So du solltest dir lieber Gedanken über das Treffen mit seinen Eltern machen, es wird ernst." grinste jetzt auch Gia und so versuchte ich den Gedanken Carlo mal wieder aus meinem Kopf zu verbannen.

Raphael

Nach der Uni machte ich mich direkt mit Emily auf den Weg nach Brandenburg zu meinen Eltern.
Seit meiner vergangenen Beziehung, gab es keine Frau mehr, bei der ich mir so sicher sein war, um sie meinen Eltern vorzustellen.
Und dann kam plötzlich Emily, wie aus dem Nichts in mein Leben.
Anders als sie, ahnte ich schon vor dem Wochenende im Hamburg von meinen Gefühlen für sie.
Aber ich verdrängte sie immer, da ich wusste, dass ich vermutlich niemals eine Chance neben ihm haben würde.
Ich mochte Carlo.
Er machte Emily glücklich.
Aber trotzdem kann ich nun meine Gefühle für dieses Mädchen nicht mehr leugnen, und dass möchte ich auch nicht mehr.
"Hast du deine Eltern vorgewarnt, dass du heute mal nicht alleine kommen wirst?" brachte mich die liebliche Stimme meiner Freundin aus meinen Gedanken, und verspürte ihre Hand, die sie auf meine legte.
"Natürlich. Die Beiden waren total aus dem Häuschen, da es ja wie gesagt schon ein Weilchen her ist. Am liebsten, hätten Sie mich am Telefon schon komplett ausgefragt." lächelte ich und auch ihre Mundwinkel zuckten für einen kurzen Moment nach oben.
Irgendwas war in den letzten Tagen mit Emily los.
Aber sie wollte mir einfach nicht erzählen, was es war.
Ich mein, sie ist nicht die ganze Zeit traurig, aber es gibt Momente, da erscheint sie mir ziemlich nachdenklich.
Im Innersten wusste ich, dass das mit Carlo vermutlich zusammen hing.
Trotzdem wollte ich das irgendwie nicht wahrhaben.
"Bist du nervös?" fragte ich stattdessen, um mich lieber auf das Jetzt und Hier zu konzentrieren.
"Das lässt sich leider nicht vermeiden, wenn ich die Eltern meines Freundes zum ersten Mal sehe." grinste sie, und steckte somit auch mich an.
"Sie werden dich lieben. Ich meine, wie könnten sie, dass denn nicht tun?" und schenkte ihr nun meine volle Aufmerksamkeit, als wir in die Einfahrt meines Elternhauses fuhren.
Ich schnappte mir, wie selbstverständlich ihre Hand und zog sie in das mir zu vertraute Haus hinein.
So viele gute, aber auch schlechte Erinnerungen, kamen auf mich zurück.
"Da sind aber welche pünktlich." nahm ich direkt die Stimme meines Vaters wahr, der gerade aus dem Garten zu uns stieß und mich sofort in eine herzliche Umarmung zog.
"Na kleiner Mann, wie geht es dir?" und musste bei diesem Satz mal wieder die Augen verdrehen.
"Dad, ich bin 23. Irgendwann kannst du mich nicht mehr kleiner Mann nennen. Besonders, wenn wir nicht alleine sind." und verspürte sofort das Kichern meiner Freundin neben mir.
"Auch wenn du 60 bist, wirst du vermutlich mein kleiner Mann bleiben und jetzt zeig doch endlich mal, wen du uns da schönes mitgebracht hast."
Emily setzte wie immer ihr schönstes Lächeln auf, mit dem sie vermutlich jeden um den Finger wickeln könnte.
Genauso, wie sie es bei mir geschafft hat.
"Freut mich sehr Sie kennenzulernen." sagte sie höflich und reichte ihm ihre Hand.
"Bleiben wir doch bitte gleich beim 'Du'. Ich bin Dieter, freut mich sehr dich kennenzulernen, Emily." und zog sie stattdessen ebenfalls in eine Umarmung.
Sekunden später stieß auch meine Mutter dazu und empfing uns ebenfalls mehr als herzlich.
Wenn die Geschichte mit meinem Bruder nicht wäre, hätten wir tatsächlich eine verdammt harmonische Familie.
"Kommt mit rein. Ich bin mit dem Essen gerade fertig geworden." lächelte meine Mutter und konnte genauso wenig wie mein Vater ihre Augen von uns Beiden nehmen.

"Also Emily, erzähl uns doch bisschen was von dir. Raphael hat uns viel zu lange auf die Folter gespannt." fragte meine Mutter, während wir uns über das genüssliche Essen von ihr stürzten.
Sie war für mich schon immer eine, der besten Köchinnen.
Nur leider hab ich von diesem Talent, relativ wenig abbekommen.
"Ich komme ursprünglich aus Aalen, hab in Stuttgart Journalismus studiert und bin im September nach Berlin für ein Praktikum bei Joiz gezogen und seit November, wurde ich fest angestellt." erzählte sie stolz.
"Dann musst du wohl eine hervorragende Arbeit geleistet haben." lobte mein Vater sie und entlockte ihr direkt ein Lächeln.
"Das macht sie immer." grinste ich vielsagend und lies meine Hand unter dem Tisch zu ihrer wandern.
"Wir sehen schon wie stolz du auf deine Freundin bist." zwinkerte uns meine Mutter zu, und ich bemerkte sofort, wie Emily neben mir ein kleins Bisschen rot anlief.
"Während ich noch schnell den Nachtisch zubereite, könntest du deiner Freundin bisschen dein altes Zuhause zeigen, oder nicht?" schlug meine Mutter vor.
Ich zog sie also sofort mit mir nach oben.
In meinem früheren Zimmer hat sich tatsächlich nichts verändert.
Meine Mutter hat alles stehen und liegen gelassen, für den Fall, dass ich doch wieder nach Hause kommen möchte.
"Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Videospiele, ihr Kerls besitzen könnt." entgegnete Emily, als sie ihren Blick über meine Regale schweifen lies.
"Ist das dein Bruder?" drang die Frage an mein Ohr durch, als ich sah wie sie vor dem wohl Einzigen Foto, dass ich von uns Beiden noch aufbewahrte stand.
Ich nickte, bemerkte jedoch, dass sie es gar nicht sehen konnte, da sie mit dem Rücken zu mir stand.
"Ja." krächzte ich und stellte mich neben sie, um das Foto ebenfalls zu betrachten.
"Haben deine Eltern mal mit ihm darüber geredet?" wand sie sich nun wieder mir zu, während ich meinen Blick nicht mehr von dem Foto nehmen konnte.
"Sie haben es mehr als einmal versucht, aber meistens eskaliert, die Situation dann nur. Ich hab mich mittlerweile damit abgefunden. Und Sie vermutlich auch."
Sofort verspürte ich ihre Hand in meiner und zog sie zu mir in eine Umarmung, die mir unfassbar viel Kraft gab.
"Ich bin für dich da." flüsterte sie gegen meine Brust, worauf ich einfach nur für einen kurzen Moment die Augen schloss.
Wie lange hab ich auf diesen Moment gewartet?
Dass ich endlich wieder Jemanden finde, der mir das Gefühl gibt, nicht alleine mit meinen Sorgen zu sein.
Und endlich habe ich diesen Menschen gefunden.
Und um keinen Preis der Welt, möchte ich sie je wieder hergeben müssen.

Carlo

"Okay, machst du das jede Woche oder wieso bist du so gut in Lasertag?" fragte ich Stella sofort, als wir uns beim Mecces eine Kleinigkeit zu Essen holten.
"Ich mach das jedes Jahr an Valentinstag. Früher hab ich das immer mit meinem Bruder in Berlin gemacht, und diesmal brauchte ich nunmal einen Ersatz." sagte sie frech und streckte mir ihre Zunge entgegen.
"Und ich dachte schon, du machst das mir zu Liebe." stieg ich auf ihr Grinsen mit ein.
"Vielleicht ein kleines Bisschen auch für dich." zwinkerte sie mir zu.
"Du hast mich auf jeden Fall auf andere Gedanken gebracht, danke." gestand ich und erkannte sofort ihren triumphierenden Blick.
"Und das Beste kommt noch." grinste sie über beide Backen.
"Und das wäre?"
"Okay, halt dich fest. Ich hab uns bei einem Speed-Date angemeldet."
Sie feierte sich unfassbar sehr und ich konnte nicht anders, als sie mit hochgezogener Augenbraue zu mustern.
"Du hast was?"
"Ist das nicht der Hammer? Ich wollte bei so einem Scheiß schon immer mal mitmachen."
"Und wieso musstest du mich da mit anmelden?"
"Mit dir wird das Ganze ja noch lustiger." kicherte sie und auch, wenn ich innerlich so gar keine Lust drauf hatte, konnte ich nicht anders als mit zu Lachen.
Wie schafft dieses Mädchen das nur?
"Und bevor wir zu spät kommen, sollten wir langsam mal los." aß sie hastig ihre letzten Pommes auf und zog mich auch schon wieder mit in mein Verderben.

Emily

"Es war ein wunderschöner Tag." gestand ich, als wir zur Tür hinein kamen und Raphael mir direkt einen Kuss auf die Lippen drückte.
"Freut mich, dass es dir gefallen hat. Das war glaub ich der schönste Valentinstag, den ich je hatte." legte er seinen Kopf schief und küsste mich darauf direkt ein zweites Mal.
"Ja, ich könnte auch langsam Gefallen an diesem Tag finden." lächelte ich gegen seine Brust, während ich meine Arme um ihn schlang.
"Ich schätze ich werde mal unter die Dusche springen." löste er sich von mir und gab mir noch einen schnellen Kuss auf die Stirn.
Währenddessen legte ich mich bereits in sein Bett, in dem ich zur Zeit öfter schlafe, als in meinem eigenen und scrollte gedankenverloren durch Facebook, bis ich bei einem Beitrag aprupt stoppte.

Cro

Was geht ab, ihr geilen Menschen? Ja, ich weiß es kommt vielleicht bisschen spät, aber trotzdem auch nochmal von mir ein frohes neues Jahr!
Besser spät als nie! Ihr habt euch ja bestimmt gefragt, weshalb es die letzten Monate so still um mich war, aber das lag einfach daran, dass wir überkrasse Sachen für euch geplant haben! Ich kann euch versprechen, dass 2016 mehr als LIT wird und ich hoffe, dass ihr da alle mit am Start seid! Bald kommen die krassen News, und bis dahin hab ich eine Kleinigkeit für euch, dass ihr mir glaubt, dass ich die ganze Zeit, nicht nur faul im Bett lag!
Ein kleines Valentinstagsgeschenk für die verliebten Pärchen und stolzen Singles!
Danke, dass ihr immer noch da seid!
Ihr seid GEIL!

Ich klickte ohne darüber nachzudenken, auf den dazugehörigen Link und wurde natürlich direkt wieder auf Youtube weitergeleitet.

Cro - Ein Teil

In mir zog sich alles zusammen, weil ich innerlich schon fast ahnte, von was der Song handeln würde.
Von uns.
Auch, wenn Raphael in der Dusche war, kramte ich nach meinen Kopfhörern und drückte auf Play.

"Jeder Anfang endet irgendwann, doch irgendwann kam viel zu schnell.
Viel zu viel zusammen, bis man langsam nicht mehr kann.
Für immer ist noch ganz schön lang, ich glaub, das war's, leb wohl, bis dann, doch irgendwas kommt ganz bestimmt, also schau mich bitte nicht so an.
Du bist nicht mehr interessant, aber hängst noch immer an der Wand
Die Zeit mit dir war schön, doch uns bleibt nur die Erinnerung daran und manchmal wünsch ich mir, wir Zwei hätten uns später erst gesehen, doch ich will nur, dass du weißt: Du bist und bleibst für immer ein Teil von mir!

Wir haben uns lang nicht mehr gesehen und jeder geht seinen Weg allein.
Andere kommen und gehen mir durch den Kopf, doch es geht vorbei.
Dir geht es gut – rufst nicht mehr an, denn ich bin nicht mehr interessant.
Ihr Zwei geht Hand in Hand, doch verdammt, wieso stört mich was daran?
Ich lenk mich ab und denk nicht nach, verdammt, ich frag mich was du machst und was du an ihm hast.
Ich ruf dich an, und du sagst: Manchmal wünsch ich mir, wir Zwei hätten uns später erst gesehen,doch ich will nur dass du weißt: Du bist und bleibst…
Für immer ein Teil von mir!"

Der Song war schon längst vorbei und trotzdem starrte ich immer noch wie angewurzelt auf mein Handy.
Ich verspürte mit einem Mal den ganzen Schmerz, den Carlo verspüren muss.
Und mit einem Mal wurde mir bewusst, dass er recht hatte.
Dass ich es wohl nicht leugnen kann.
Ja, Carlo du hast recht!
Du wirst für immer ein Teil von mir bleiben.

Stella

"So da wären wir." sagte Carlo, als wir vor meiner Wohnung zum Stehen kamen.
"Also, wenn das kein erfolgreicher Tag war, weiß ich auch nicht." grinste ich ihm entgegen und konnte ihn damit direkt anstecken.
"Ich hab auf jeden Fall jetzt 5 neue Handy Nummern und weiß jetzt schon die Namen nicht mehr." nun lachte ich noch mehr und fragte mich, wann es das letzte Mal war, dass Carlo so sehr lachte.
"Danke Stella." wurde er darauf mit einem Mal wieder ernst und nahm kein einziges Mal seinen Blick von mir, der mich ein kleines Bisschen nervös machte.
"Heute früh, dachte ich noch das würde der schlimmste Tag meines Lebens werden, aber du hast ihn gerettet."
Ich lächelte, weil mich seine Worte berührten.
"Du hast dir auch noch eine Kleinigkeit verdient." grinste ich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
"Damit es wenigstens ein Bisschen romantisch heute war." zwinkerte ich ihm zu und verschwand Minuten später auch schon in meiner Wohnung.
Nach dem ich endlich im Bett lag und eigentlich direkt schlafen gehen wollte, sah ich auf Facebook sofort den Beitrag den Carlo gerade gepostet hatte.
Oh Carlo.
Ich konnte ihm vielleicht den ganzen Tag über den Gedanken an Emily nehmen, aber abends, wenn er wieder alleine ist, kommt wohl wieder alles hoch.
Er hat Jemand Besseres verdient.
Jemanden, der seine Liebe schätzt und sie nicht mit Füßen tritt.
Ich wechselte sofort in unseren Chat um mich zu vergewissern, dass es ihm gut geht.

"Ich hab gerade deinen Track angehört... Meine innerliche Managerin ist stolz auf dich, als deine Freundin mache ich mir aber auch Sorgen.. alles ok?"

Nach nicht einmal einer Minute erhielt ich direkt seine Antwort.

"Keine Angst, mir geht es gut! Das habe ich gebraucht, um damit abschließen zu können! Und dich brauch ich dazu natürlich auch.. Danke für alles!"

Ich lächelte, bekam jedoch trotzdem nicht das komische Gefühl los, dass Emily wohl immer einen wichtigen Teil in Carlos Leben spielen wird.
Sie wird wohl immer ein Teil von ihm sein.

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MissSonnenschein 29. Nov 2017

Wieso war mir das von Anfang an klar das Raphael nicht nur der Mitbewohner bleibt? xD Hmm...ich bleib Team Camily *lach*

MissSonnenschein 08. Oct 2017

Ohhhh noooo!!! Das kann doch jetzt nicht wahr sein! -.-' Ich mag Stella nicht *lach* aber sonst wirklich wieder ein tolles Kapitel <3

tschulita 09. Oct 2017
<3 Dankeschön. xoxo tschulita
Asatira 08. Oct 2017

Ich bin gerade auf deinen Text gestoßen und ich muss sagen: Die Story ist wirklich schön! Hab alle Kapitel auf einmal verschlungen...Freue mich schon auf die folgenden Kapitel ;)

Liebe Grüße
Asatira

tschulita 09. Oct 2017
Über neue Leser freue ich mich natürlich immer besonders! Vielen Dank für dein positives Feedback <3 xoxo tschulita