Vergebung

vor 3 Mon.
Dies ist ein Dreiteiler, gewidmet an drei bedeutende Personen in meinem Leben. Er beinhaltet meine Gedanken über und Gefühle für sie, sowie die tiefe Schuld, in jener ich ihnen stehe. Der Freitext VERGEBUNG ist eine wahrheitsgemäße Anlehnung an das, was ich mit meiner Geschichte AUTOPHOBIA: BE FREE AGAIN vermitteln möchte!
Depression Tragödie/Leid P12 Allgemein Beendet
Inhaltsverzeichnis

Dedicated to H.F.

Dedicated to H.F.

Wie kannst du lieben, wenn es mich zerbricht.
Wie kannst du lieben, wenn es uns auseinanderreißt.
Wie kannst du lieben, dort wo alles ein Ende hat.

Du warst die Wahrheit, die mich im Herzen traf. Du wusstest sie zu benutzen, um mich zu manipulieren. Dir zu begegnen war ein Zufall und ich vermag nicht zu verleugnen, es war ein Abenteuer. Dir allein war es vergönnt mich zum Schweigen zu verdonnern, doch nur deine Augen besaßen diese Macht. Du fordertest mich zu mehr heraus, denn du wolltest der Versuchung nicht länger zu widerstehen. Und obwohl ich hatte immer geglaubt, vor dir in Ketten zu sein, bliebst du mir stets bei Wort und hattest getan, was ich dir hatte gesagt.

Ich wusste dich nur beim Namen zu nennen, ansonsten warst du mir fremd, denn anwesend waren wir nicht wegen dir. Allein eurer kleinen akustischen Showeinlage war zu verdanken, dass wir auf euren Geschmack kamen. Und obwohl wir in einer anderen Liga spielten, warst du mir sympathisch, denn da waren diese Augen, ein Weltenmeer. Mit einem Blick konntest du mir den Atem rauben, denn du wusstest mich zu beherrschen. Ich weiß noch, wie die Anderen darüber lachten, denn ich war dir ausgeliefert, gefangen ganz und gar.
Was auch immer du hattest geplant, letztlich musstest auch du aufgeben. Zwar waren wir euch bereits bekannt, aber abgeneigt sein dem ging nun gar nicht. Du gabst mir deinen Mantel, als ich fror und schenktest mir deine Freundschaft, noch in dieser Nacht. Die Gewissheit von heute, wen du hattest an jenem Abend mitgebracht ist wie eingebrannt, wirft Fragen auf, die du niemals beantworten wolltest.
Der nächste Morgen begann in eurem Studio, denn dort hattet ihr uns hin verschleppt, noch in jener Nacht. Und obwohl ich dir nicht zu widerstehen wusst‘, auf solch begehrensvolle Art du dein kleines Spiel mit mir zu treiben gedachtest, war doch bereits ganz klar, wo all dies Enden würde.
Du und dein Kollege, der auch mir ans Herz wuchs, ihr wart ein durchtriebenes Pack und wir beide wissen, dass dir mein junges Alter entgegenkam. Doch ich konnt‘ mich dem nicht abwenden, wusste dir nicht zu entfliehen, kehrte stattdessen immer wieder zurück.
Dein Spiel trieb mich in den Wahn, als du begonnen hattest dich mir zu entziehen, weil Zweifel dich beherrschten, aber wir beide saßen schon zu tief drin, um dies jetzt einfach zu unterbinden. Was kümmerte mich dein Leben, ich fand in dir ein Abenteuer. Dein Feuer war wie Gift, dass mich von innen ganz langsam verätzte, aber ich wollte es nicht spüren. Ich wollte nur dich.

Ich ward dank dir verdorben, ich wollt es durch dich nur noch mehr. Deine Zuneigung füllte in mir Leere, die sich in Verzweiflung umwandelte. Auf einmal war all dies dir zu viel, doch mich einzuschätzen, das vermochtest du einfach nicht. Wir beide sind uns bewusst, es war hässlich, als ich dir nachlief, doch einen anderen Wunsch hattest du nicht. Ich brauchte nur zu betteln, schon willigtest du ein, allem, was ich so wollt‘. Ich fühle noch immer die Hingabe zu dir, aber langsam scheine ich zu verstehen. 10 Jahre später sind wir uns bewusst, unsereins ward niemals einmalig.

Wie konntest du mich ignorieren? Wie wusstest du mir aus dem Weg zu gehen? Wie schafftest du es mich zu begehren, doch zu selber Zeit fernzuhalten? Noch heute sehe ich zu dir und weiß um dich Bescheid, aber ich habe gelernt zu widerstehen, denn deine Liebe ist Gift. Du begehrst nur, was du zu nutzen weißt und so pflege ich dich lieber zu quälen, denn deine Qualen weiß ich nicht anders zu ertragen. Du sagtest einst, du liebtest mich. Doch wie kann dies denn sein, wenn ich dich zu beherrschen weiß?

Du ließest mich im Stich, du schmerztest mir sehr. Kann ich dich nicht ziehen lassen, weiß ich dich nicht von mir zu halten. Zurückgebracht habe ich mich in deine Erinnerung, denn es tobt noch immer in zwischen uns.

Und weil all dies unerträglich erscheint, lass mich dir sagen: Es tut mir leid. Ich vermisse dich sehr!

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