The Magic High

vor 21 Tagen
Nach dem Verlust ihrer Eltern entscheidet sich Lucy Heartfilia an die Magic High in Magnolia zu gehen. Schüler und Studenten werden in sogenannten Gilden eingeteilt und zwischen diesen besteht ein stetiger Wettkampf, denn am Jahresende möchte jeder den Gildenpokal gewinnen, da dieser der Sieger-Gilde Pluspunkte beschert. Auf Lucy und ihre Freun..
Fairy Tail Romanze P16 Humor In Arbeit

1. A newbeginning

Es war ein ganz gewöhnlicher Mittwochmorgen Anfang Januar. Die Sonne ging gerade auf. Auf den Straßen Magnolias tummelten sich bereits die ersten Menschen welche Ihren Weg zur Arbeit oder im Falle von Lucy Heartfilia den Weg zur Schule anstrebten. Es sollte ihr erster Schultag an der Magic High werden. Ihr erster Schultag an einer Schule überhaupt. Bisher hatte die junge Blondine stets Privat Unterricht gehabt. Sie kam aus einer ursprünglich reichen Familie jedoch als ihre Mutter vor einigen Jahren starb saß der Schock zu tief in den Knochen ihres Vaters. Er konnte nicht drüber hinweg kommen das seine geliebte Frau nicht mehr an seiner Seite weilte. In seiner Trauer vertieft vergaß er das Familiengeschäft und so rutschte Lucys Familie langsam in die Armut. Als ihr Vater sich schlussendlich in einem Anflug von Egoismus das Leben nahm stand Lucy alleine, ohne Hab und Gut da. Mit dem letzten Geld das sie für das Anwesen ihrer Eltern bekam, es war nicht einmal ein Drittel von dem Gesamtwert des Anwesens, konnte sie sich in der Stadt Magnolia eine kleine Wohnung mieten sowie die Gebühren für die neue Schule bezahlen. Die Wohnung konnte man im Grunde jedoch nicht wirklich als eine Wohnung bezeichnen da diese lediglich ein Raum besaß in welchen Lucy mit viel Mühe ein Bett, einen Schreibtisch, ein Regal, eine Kommode sowie einen kleinen Beistelltisch plus Sessel untergebracht hatte. Durch all die Möbel wirkte der Raum ziemlich beengt aber es war alles was Lucy noch hatte. Das Bad und die Küche ließen zwar auch zu wünschen übrig nur mehr konnte Lucy sich nicht leisten.
Leise seufzte Lucy in den roten Schal den sie sich beim Verlassen der Wohnung noch rasch umgelegt hatte. Der Wind pfiff ihr um die Ohren. Typisch für einen Januar Morgen war es draußen nass, kalt. Auf dem Gehweg waren hier und da noch vereinzelte Pfützen die vom Regen der Nacht zeugten. Sie schniefte und vergrub ihre Hände tiefer in ihren Mantel. Wie jeden Tag plagten sie die Erinnerungen an den Verlust. So viel hatte sie verloren und doch sah sie einen kleinen Lichtblick. Zwar hatte sie ein wenig Angst vor der neuen Schule, weil sie überhaupt nicht wusste wie es in solch einer einher ging, geschweige denn wie sie sich zu Verhalten hatte. Jedoch hatte ihre Mutter ihr als sie noch klein war oft von der Magic High erzählt. Jedes Mal hatte ihre Mutter ein Leuchten in den Augen gehabt, wenn sie von Ihrer Schul- und Studienzeit schwärmte. Bei der Schule handelte es sich nicht um eine dieser alltäglichen Schulen die etwa 70 Prozent der Menschheit besuchten, die Magic High war eine Schule sowie Universität für die wenigen Magie begabten Jugendlichen. Besser gesagt war die Magic High einer der besten Schulen überhaupt wenn es darum ging Magie zu lernen. Neben den normalen Fächern wie z.B. Mathe, Sprachen und Geschichte lernte man an dieser Schule also auch alles zu der Magie. Früher lernte Lucy die Magie von ihrer Mutter, Beschwörungsmagie. Eine wie Lucy von ihrem Vater erfuhr, welcher nicht Magie begabt war, recht seltene Magie. Innerlich hoffte Lucy das sie an der Magic High mehr zu dieser Magie lernen konnte, jedoch hegte sie nicht große Hoffnungen.
Mit einem kurzen Blick auf ihr Smartphone vergewisserte sich Lucy, dass sie auch auf dem richtigen Weg war. Da sie erst seit ein paar Tagen in Magnolia wohnte kannte sie sich in der Stadt noch nicht gut aus. Laut der Wegbeschreibung musste sie zum Glück nur noch einmal links abbiegen und sollte dann bereits das Gelände der Magic High erblicken können. Somit stopfte sie das Elektrogerät wieder in die tiefen ihrer Manteltasche. An der Kreuzung angelangt wandte sie sich nach links. Abrupt blieb Lucy stehen. Der Anblick der sich ihr bot verschlug ihr den Atem. Am Ende der Straße auf welche Lucy eben abgebogen war konnte man ein großes Tor sehen über welchem in einem Rundbogen ein großes Schild angebracht war. In großen Buchstaben war der Name Magic High zu lesen. Hinter dem Tor erblickte Lucy ein großes Gelände. Sie konnte nicht einmal erkennen wo dieses endete. Viele Gebäude standen über dem Gelände verstreut. Lucy malte sich innerlich bereits aus wie schön es hier aussehen musste sobald die ersten Blumen blühten. Langsam betrat sie das Gelände. Nervosität machte sich in ihr breit. Wie die Lehrer wohl waren und vor allem ihre Mitschüler. Es würde das erste Mal sein, dass Lucy sich unter gleichaltrigen befand. In ihrem alten Zuhause waren die wenigen Menschen die Lucy antraf einfach alle alt.
Ratlos blieb Lucy stehen. Wo musste sie überhaupt hin? Sie wusste noch das auf ihrer Anmeldebestätigung stand, dass die Schüler sich am ersten Schultag vor dem Unterricht für eine Versammlung in der Sporthalle zusammenfinden sollen. Jedoch wusste Lucy nicht welches der vielen Gebäude die Sporthalle sein sollte. Hilfesuchend sah Lucy sich nach einem Mitschüler den sie nach dem Weg fragen könnte um. Viele waren noch nicht unterwegs. Vereinzelt liefen einige an Lucy, die immer noch planlos mitten auf dem gepflasterten Platz stand, vorbei. Einige trugen jedoch nicht dieselbe Uniform wie die die Lucy von der Schule bekommen hatte. Schnell vermutete sie dass die Studenten andere Farben trugen als die Schüler und es sich somit bei diesen nicht um Mitschüler handelte.

All ihren Mut zusammenkratzend schritt Lucy auf einen Jungen zu. Er schien gerade eine Nachricht auf seinem Smartphone zu tippen. „Entschuldigen Sie Sir.“, fing Lucy an. Der Junge hob seinen Kopf und blickte Lucy direkt in die Augen. Zuerst erschreckte Lucy innerlich etwas. Solch einen Anblick wie der Junge ihr bot war sie definitiv nicht gewohnt. Seine Haare welche in einem dunklen Blau strahlten waren zu einer wilden Frisur gestylt und rasiert. Die Rasierten stellen hingegen hatten einen Pechschwarzen Farbton. Was Lucy aber am meisten schockierte war das schwarze Männchen welches sich über den Nasenrücken des Jungen erstreckte. Mit seinen dunkel roten Augen musterte er sie kurz ehe er eine Augenbraue hochzog und sich ein keckes Grinsen auf seinem Gesicht breit machte.
„Sir?“ Er lachte, er lachte Lucy für ihren Umgangston aus. Peinlich berührt färbten sich Lucys Wangen rosa. Sie hätte es wissen müssen. Solch formelle Anreden waren an normalen Schulen offensichtlich nicht üblich. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe. Direkt beim ersten Anlauf musste sie sich natürlich blamieren. Sich innerlich Ohrfeigend hob Lucy den Kopf selbstsicher an. „Ich suche die Sporthalle.“ Der Junge grinste immer noch, hob dann aber die Hand und zeigte in eine Richtung. „Dort hinten. Einfach dem gepflasterten Weg folgen.“ Erleichtert dass der Junge offensichtlich doch nett sein konnte lächelte Lucy nun. „Danke!“, sagte sie zu ihm. Zu ihrer Verwunderung erstarb das Grinsen auf dem Gesicht des Jungen. „Jaja.“, winkte er ab und wandte sich wieder seinem Smartphone zu.
Leicht irritiert folgte Lucy dem Weg den ihr der Junge gezeigt hatte. Merkwürdiger Typ dachte sie sich. Was wenn aber eben dies normal war? Würde sie dann mit ihren Mitschülern klar kommen? Nachdenklich ging sie über die gepflasterten Steine. Nach einigen Minuten kam sie an einem Gebäude an. Ein Schild in ihrer Nähe sagte ihr, dass dies die besagte Sporthalle war. Lucy staunte nicht schlecht. Klar, sie war pompöse Gebäude von früher gewohnt, aber für eine Schule fand sie solch ein Gebäude doch schon recht beeindruckend. Sie hatte zwar keinen Vergleich, aber da soweit sie wusste Schulen gewöhnlich sehr vom Geld des Staates abhängig waren und sie aus den Geschäften ihres Vaters wusste, dass Menschen immer pingelig waren, wenn es um Geld ging schätzte sie, dass Schulen nie viel beziehungsweise genügend Geld bekamen wie eigentlich benötigt wurde.
Vorsichtig öffnete Lucy die große Glastür vor sich. Hinter dieser befand sich ein kleiner Eingangsbereich von dem zwei Gänge abgingen. Von der Decke hingen kleine Schilder die beschrieben wo man was fand. So führte der Gang links zu den Umkleiden, Toiletten, Duschen und wenn Lucy das eine Symbol richtig deute, sogar zu einer Sauna. Rechts ging es wohl zu einem Büro und einem Fitnessbereich. Lucy entschloss sich die Tür direkt gerade aus zu nutzen. Laut Schild müsste diese zu der Turnfläche führen. Glücklicherweise war der Weg der richtige. Schüler die bereits da waren saßen auf Stühlen die in mehreren Reihen auf der Fläche standen. Nervös blieb Lucy stehen. Wo sollte sie sich am besten hinsetzen? Nach vorne damit sie auch alles gut verstand und einen guten Blick zur Bühne, auf welche bereits einige der Professoren saßen, hatte oder doch lieber nach hinten damit sie dem Vortrag still und heimlich folgen konnte ohne vielleicht jemandem im Weg zu sitzen? Nach kurzer Überlegung entschloss Lucy sich kurzer Hand für die Mitte.
Nachdem Lucy einen geeigneten Platz gefunden hatte und sich ihres Mantels sowie Schal entledigt hatte, ließ Lucy neugierig ihren Blick durch die noch klägliche Menge von Schülern schweifen. Wieder spürte Lucy wie die Nervosität in ihr hoch kroch. Zwar hatte sie ihre anfänglichen Ängste beiseiteschieben können jedoch bei den grimmigen Blicken die manche der Professoren an den Tag legten wurde ihr ganz anders. Waren diese sehr streng oder nur schlecht gelaunt fragte sich Lucy. Um sich abzulenken wandte Lucy den Blick Neugierig zu einer kleinen Truppe, die sich weiter hinten niedergelassen hatte. Die Truppe bestand aus drei Jungen und zwei Mädchen. Während das eine Mädchen eine gut gebräunte Haut besaß und augenscheinlich jünger als Lucy war besaß das andere Mädchen Haut, schon fast Weiß wie Porzellan. Ihre blauen Haare hatte sie für Lucys Geschmack zu einer merkwürdigen Lockenfrisur gestylt. Lucy schätzte das Mädchen auf ihr eigenes Alter. Ihr Blick glitt weiter zu dem Jungen neben dem gebräunten Mädchen. Auch er besaß eine ähnliche Hautfarbe wie die des Mädchens, wenn man davon absah, dass seine Hautfarbe offensichtlich von Natur aus so dunkel war, während das Mädchen anscheinend zu lange in der Sonne lag. Neben dem dunkelhäutigen Jungen saß wiederum ein Junge mit einer eher hellen Hautfarbe. Seine schwarzweißen Haare hatte er zu einem Zopf zusammen gebunden. Über seine Nase erstreckte sich ein schwarzer Streifen, offensichtlich Tätowiert munkelte Lucy. Lucy wandte ihren Blick ab von dem wohl schlafenden Jungen, zu dem letzten der Truppe. Der erste Gedanke der ihr in den Kopf schoss, als sie ihn ansah war Raudi oder auch Schlägertyp. Er wirkte wie der Typ Mann vor denen Lucys Eltern sie früher immer gewarnt hatten. Er besaß eine wilde lange schwarze Mähne. Wie die anderen neben ihm, abgesehen von dem blauhaarigen Mädchen trug er die Schuluniform nicht korrekt. Es wirkte so als hätte er sich nur das nächst beste Hemd übergeschmissen. Selbst von weitem konnte Lucy erkennen das es total zerknittert und falsch zugeknöpft war. Leicht fasziniert betrachtete sie die vielen Piercings in seinem Gesicht welche in dem Licht der Sonne leicht funkelten.
Erst jetzt bemerkte Lucy das der grimmige Ausdruck den der Junge an den Tag legte ihr galt. Offensichtlich genervt von Lucys Musterung hatte sich ein tiefer Schatten über sein Gesicht gelegt. Rasch richte Lucy ihren Blick wieder nach vorne zu der Tribüne. Sie konnte spüren wie der wütende blick nun ihrem Hinterkopf galt. Lucy verschränkte ihre Finger im Schoß. Ihr war klar das sie nicht so hätte starren sollen nur für sie waren ihre Mitschüler höchst interessant. Immerhin war sie das erste Mal unter gleichaltrigen. Erneut hätte sie sich Ohrfeigen können. Warum blamierte sie sich nur schon zum zweiten Mal? Zukünftig sollte sie definitiv besser aufpassen. Ihre gehobene Sprechart und Neugierde gegenüber ihren Mitschülern schien hier zu ihrem bedauern auf Füße zu treten.
Allmählich füllten sich die Plätze. Leises Gemurmel war in den einzelnen Reihen zu hören. Zu Lucys bedauern hatte sich niemand neben sie gesetzt. Auch die Leute vor oder hinter ihr schienen nicht das Verlangen zu haben mit ihr ein Gespräch an zu fangen. Als vorne ein älterer Mann mit langem weißen Bart an das Rednerpult trat und sich kurz räusperte, verstummte die Menge schnell. Seine Haare wichen bereits eine Glatze sodass nur noch an den Seiten weiße Haare wuchsen. Auf ebenjener Glatze saß zu Lucys Verwunderung anscheinen ein kleiner schwarzer Vogel oder so etwas in der Art. Genau konnte sie es nicht erkennen.
„Liebe Schüler und Kollegium, ich heiße euch herzlich Willkommen zu einem neuen Schuljahr an der Magic High. Freudig begrüße ich alle neuen Gesichter. Es ist wie immer schön das sich wieder Schüler entschlossen haben die Welt der Magie bei uns zu lernen.“ Er räusperte sich kurz. „Wie die alten Schüler bereits wissen, bin ich Professor Org - ihr Direktor. Gewiss werden sie mich, jedoch nicht so häufig sehen. Mit Ausnahme der Schüler die sich nicht zu benehmen wissen.“ Für einen kurzen Moment hätte Lucy schwören können das der Blick des Direktors auf einem gewissen schwarzhaarigen Schüler ruhte. Doch Lucy konnte gar nicht groß darüber nachdenken, da der Direktor mit seiner Rede ohne Umschweife fort fuhr. „Wie Sie bereits wissen beherbergt die Magic High nicht nur eine Schule für Sie sondern auch eine Universität. Bitte lassen sie sich hier jedoch sagen, dass Sie als Schüler nichts in den Gebäuden der Universität zu suchen haben.“ Lucy runzelte die Stirn aufgrund dieser Aussage. Was war so schlimm daran wenn ein Schüler sich mal in ein Zimmer der Universität verirrte?
„Studenten der Universität können Sie, falls Sie das verlangen haben sollten, in der Kantine, auf den Höfen oder in ihrem Gildenhaus antreffen.“ Nun wurde Lucy hellhörig. Sie hatte zwar bereits von den sogenannten Gilden gehört, jedoch wusste sie noch gar nicht wie dies alles ablief und zu welchem Zweck es diese gab. „Wie jedes Jahr können die Gilden sich den Pokal für die beste Gilde erarbeiten. Die gewinnende Gilde bekommt Pluspunkt in ihren einzelnen Kursen und ein Preisgeld. Für alle neuen Schüler werden sich die Gilden in der kommenden Woche mit Ständen und Aktionen vorstellen. Jede dieser Gilde besitzt einen Gildenmeister. Üblich ist dies jemand aus unserem Kollegium.“ Mit einem kurzen Hand wink, wies Professor Org auf die Professoren hinter sich. „In einigen Fällen können aber auch die Schulsprecher oder Vertrauensschüler die Gilde leiten. Voraussetzung hierfür sind jedoch außerordentliche schulische Leistungen.“ Somit war für Lucy klar, dass sie auf jeden Fall nie eine Gilde leiten würde. Sehr gute Noten und auch noch für andere verantwortlich zu sein war für sie außerhalb des Möglichen. Der Direktor fuhr mit seine Rede fort. Er erklärte noch einige Regeln die zu befolgen waren, wie zum Beispiel das sich Schüler in der Woche nach 22 Uhr nicht mehr in anderen Zimmern auf zu halten hatten. Erst jetzt erfuhr Lucy, dass die einzelnen Gilden auch Wohnheime besaßen. Gedanklich machte sie sich einen Merkzettel, damit sie sich später erkundigen würde wie viel es sie kosten würde in einem der Wohnheime zu leben.
Der Direktor beendete seine Rede mit den Worten, dass er allen ein schönes Jahr wünschte und die Schüler ihre Klassenverteilung an dem Anschlagbrett vor dem Unterrichtsgebäude finden würden. Somit erhoben sich alle Schüler und strömten zum Ausgang. Während Lucy ebenfalls zum Ausgang ging warf sie sich ihren Mantel wieder über und wickelte sich den Schal um den Hals. Außerhalb der Sporthalle, in der Annahme, dass alle Schüler sich nun zum Schulgebäude begeben würden, entschloss Lucy sich einfach der Masse zu folgen. Viele Schüler unterhielten sich nun lautstark, einige beklagten sich darüber, dass sie sich jedes Jahr wieder die Rede des alten anhören mussten.

Schon nach kurzer Zeit kam Lucy, dank der anderen Schüler, beim Schulgebäude - in welchem der Unterricht folglich abgehalten wurde, an. An einem großen Brett hatte sich bereits eine Traube gebildet. Vorsichtig versuchte Lucy durch die Masse nach vorne zu kommen, um auf der Liste der Klassen ihren Namen zu finden. Nach einigem Suchen konnte Lucy ihren Namen in der Spalte für die 11a finden. Aus der Zahl 215 die hinter der Klassenbezeichnung stand entnahm Lucy den Raum in welche sie nun musste. Darauf achtend niemanden auf die Füße zu treten, drängte Lucy sich erneut durch die Masse nun auf das Gebäude zu. Im Gebäude drin befand Lucy sich direkt in einem Eingangsbereich mit vielen Schließfächern. Neugierig sah Lucy sich etwas um, trat zwischen eine der Schließfächer Reihen als sie plötzlich von hinten angerempelt wurde und fast den halt verlor. Beinahe hätte Lucy sich auf die Nase gelegt. Verärgert suchte sie nach dem Verantwortlichen. Es schien der gepiercte Typ von zuvor aus der Sporthalle gewesen zu sein. Er und seine Truppe waren gerade an Lucy vorbei gegangen. Wütend über die schlechten Manieren die diese an den Tag legten machte Lucy ihrem Ärger Luft: „Sag mal geht’s noch? Bei dir tickt es doch wohl nicht mehr richtig. Guck gefälligsten wo du hinläufst!“ Ihr war egal dass sie in diesem Moment selber ihre übliche respektvolle Sprechart vergaß.
Der Angesprochene drehte sich zu ihr um und bei dem finsteren Blick den er ihr zuwarf gefror Lucy augenblicklich das Blut in den Adern. „Was willst du Blondi?“, knurrte er und knirschte mit den Zähnen. Um sie herum war es mucks Mäuschen still. Sämtliche Mitschüler welche sich im Eingangsbereich befanden schienen stehengeblieben zu sein, um die Szene welche sich ihnen bot zu beobachten. Lucy fühlte sich wie auf dem präsentier Teller. „Ich will, dass du gefälligst aufpasst wo du hinläufst und mich nicht anrempelst!“, antwortete Lucy mit fester Stimme trotz aufkeimender Nervosität. Zu ihrem Leidwesen kam der wütende Junge nun auf sie zu gestampft. Verunsichert trat Lucy einige Schritte zurück. Weit kam sie jedoch nicht, da sie gegen eine der Schrankwände stieß. Der wütende Junge hob seine Faust. Für einen kurzen Moment dachte Lucy das eben jene Faust nun in ihrem Gesicht landen würde. Glücklicherweise krachte die Faust aber nicht in ihrem Gesicht sondern daneben im Metall eines Schließfaches, welches sich stark verzog. Schockiert über diese gewaltige Kraft starrte Lucy ihr Gegenüber sprachlos an. Er beugte sich leicht runter und zischte drohend in ihr Ohr: „An deiner Stelle wäre ich Vorsichtig mit wem du dich hier anlegst Blondi. Jemand der andere frecher weise anstarrt sollte den Mund nicht zu weit aufreißen. Oder willst du das ich ihn dir stopfe?“ Ein keckes Lachen drang an ihr Ohr. Fand ihr gegenüber das ganze etwa witzig? Lucy war überhaupt nicht nach Lachen zu mute.
„Mr. Redfox!“, ertönte da eine lautstarke und streng klingende Stimme. Mit einem „Tse.“ Wandte sich der junge von Lucy ab. „Was?“, fauchte Lucys gegenüber die neue Stimme an. Lucy folgte seinem Blick und blieb an einer rosahaarigen Professorin, die sich zuvor bei der Versammlung in der Sporthalle gesehen hatte, hängen. „Der erste Unterrichtstag ist noch nicht einmal vorbei und Sie zerstören schon wieder Schuleigentum! Ihnen ist hoffentlich klar, dass dies eine Strafarbeit und Punktabzug für ihre Gilde bringt!“, erwiderte die Professorin unbeeindruckt von den fehlenden Manieren des Jungen und der Tatsache, dass er eben noch eine Mitschülerin bedroht hatte. „Wen juckt´s.“, antwortete der Redfox nur und machte sich mit seiner Truppe auf den Weg zum Treppenhaus. Wie als wäre dies das Startsignal für die anderen Mitschüler, begaben auch diese sich wieder auf ihre Wege. Nicht verstehend was eben passiert war stand Lucy immer noch wie angewurzelt an derselben Stelle. Interessierte es die Professorin wirklich nicht, dass sie eben von einem Mitschüler bedroht wurde?
Ein Lachen drang an ihr Ohr. Als ihr anscheinend anerkennend auf die Schulter geklopft wurde, löste Lucy sich aus ihrer Starre und dreht sich zu der Person die ihr leicht schmerzhaft auf die Schulter hieb. Sie erblickte einen Jungen der etwas größer als sie selbst war, mit rosanen Haaren. Lachend hielt er sich den Bauch und schlug Lucy weiterhin auf die Schulter, die inzwischen anfing zu pochen. „Bahaha zu geil wie du Gajeel angefaucht hast!“, lobte er sie nun. „Also entweder bist du sehr Mutig oder einfach nur dumm.“, kam es von einem Jungen direkt hinter dem rosahaarigen. Er besaß schwarze, strubblige Haare und sein Hemd war für Lucys Geschmack zu weit aufgeknöpft. „Ähm..“, brachte Lucy lediglich heraus, unsicher was sie nun sagen sollte. „Ich bin Natsu und der Trottel da..“, der rosahaarige Junge zeigte kurz auf den schwarzhaarigen hinter sich. „Das ist Gray. Wie ist dein Name? Bist du neu hier?“ Von dem besagten Gray war ein kleiner Aufschrei, dass er kein Trottel sei, zu hören.

„Mein Name ist Lucy, Lucy Heartfilia und das ist mein erstes Jahr hier. Freut mich euch kennen zu lernen!“

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Timezone 10. Oct 2017

Hi,
ich war seit einer Ewigkeit nicht mehr auf MyFF und hatte Lust mal wieder ein paar Fanfictions zu lesen. In meiner Liste befand sich noch "Tumult im Internat" von 2010 von dir, welches ich damals wie heute sehr gut fand und zwischendurch in den Jahren ab und an mal gelesen habe. Nun nach etwas mehr als einem Jahr ohne MyFF kam ich mal wieder vorbei und sehe das du nach wie vor schreibst. Das Finde ich super. Nun zur Fanfiction: Ich bin leider erst durch Kapitel 1 durch aber schon das gefällt mir sehr gut. Dein Schreibstil hat sich super entwickelt finde ich. Mit der Aufteilung des Textes stimme ich Ayui zu. Das würde sich einfacher lesen. Falls du das bei späteren Kapitel schon so machst habe ich natürlich nix gesagt :) wie gesagt, ich bin erst durch Kapitel 1 :)

LG Timezone

So-chan 11. Oct 2017
Erst einmal danke das du nach so vielen Jahren immer noch meine Texte liest! :D Das freut mich mega ^-^ Und auch danke für das Lob im Bezug auf meinen Schreibstil :) Bin auch am Überlegen welche meiner alten Geschichten neu zu schreiben :D Zum Thema Text Aufteilung, also ich habe es in späteren Kapiteln Mal so gemacht, mich hatte es selber aber etwas irritiert :'D Versuche aber natürlich trotzdem meine Leser zufrieden zu stellen :3 Eventuell gehe ich hier die Kapitel noch mal durch und mache mehr Absätze rein :) Freue mich wenn wieder von dir höre und noch mal riesen dank! Hätte nie erwartet das wer von früher noch da ist :D Lg So-chan
Ayui 28. Feb 2017

Hey,
bin beim dritten Kapitel und bisher gefällt mir deine Geschichte recht gut.
Wäre nur noch viel besser, wenn du den Text etwas mehr aufteilst.
Mach es zum Beispiel so, dass du jedes Mal bevor eine neue Person zu sprechen anfängt, einmal auf Enter drückst. Gibt da aber verschiedene Varianten.
Erleichtert das Lesen nur total...

LG, Ayui