Nebel der Nacht

vor 2 Mon.
Song und Karuah haben es geschafft. Sie haben den Rand der Nebel erreicht und alles scheint gut zu sein. Doch der Kampf gegen die Ninjas ist noch nicht gewonnen und ein neues Problem kommt auf sie zu. Werden sie es schaffen, dieses zu bewältigen? An der Seite von neuen und alten Freunden... Achtung! Fortsetzung der Fortsetzung *grins*: 1. Te..
Abenteuer Abenteuer P12 Fantasy In Arbeit
Bemerkung des Authors: 'Gibt eigentlich nicht so viel zu sagen, außer: Viel Spaß beim Lesen! Autorin: Asatira ~Asatira

4. Alte Bekanntschaften (Song)

"Warum leiert Maera eigentlich immer das Gleiche runter?", fragte Karuah mit einem Augenverdrehen. Ich zuckte nur leicht die Schultern: "Sie will einfach, dass es sich jeder einprägt." "Ja, aber muss-", fing Karuah an, doch sie wurde unterbrochen, als sie jemand anrempelte und sie ins Straucheln geriet. Ich drehte mich zu der Person um: "Hey! Kannst du nicht auf-"
Doch ich verschluckte das Ende meines Satzes und starrte stattdessen die Person vor mir an. Er blickte entschuldigend erst zu mir und dann zu Karuah: "Tut mir leid, das wollte ich nicht."
Plötzlich gab Karuah einen freudigen Laut von sich und fiel ihm um den Hals: "Maat! Schön dich zu sehen." Er umarmte Karuah ebenfalls und schob sie dann von sich weg, um mich mit einem freundlichen Schulterklopfen zu begrüßen. "Wie kommst du den hier her?", fragte ich erstaunt und musterte ihn. Maat feixte kurz: "Ich bin gelaufen, so wie jeder andere auch." Karuah verdrehte belustigt die Augen: "Und warum bist du hier?"
"Ich bin ein Aklimantis." "Oh...", kam es von Karuah und mir wie aus einem Munde. Eine Minute des Schweigens trat ein, in der sich Karuahs Blick immer mehr verfinsterte.
"Karuah?", fragte ich vorsichtig und stupste sie sanft an, "Alles in Ordnung?" Sie holte kurz zitternd Luft und wandte sich dann an Maat: "Ich weiß, dass du Kagome sehr nahe standest..." Ah, dahin wehte also der Wind. Ich streichelte kurz ihre Schulter und sie warf mir einen dankbaren Blick zu. "Aber sie ist nicht hier.", endete Karuah, mehr brachte sie anscheinend nicht zu Stande.
Ich könnte meinen ein seltsames Funkeln in Maats Augen wahrzunehmen, doch im nächsten Moment war es verschwunden, sodass ich mir nicht sicher sein konnte: "Wo ist sie dann?"
Ich sah ihm mit einem finsteren Blick ins Gesicht: "Sie ist tot."
Die Worte hingen schwer in der Luft und Maat schluckte angestrengt: "Tot?" Wir beide nickten betrübt und Maat fuhr sich keuchend durch die Haare: "Woran?" "Was?" "Woran ist sie gestorben?"
Karuah holte kurz Luft: "An einer Verletzung, die ihr die Ninjas zugefügt haben." Maat nickte langsam und ich musterte ihn: "Obwohl ich ja glaube, dass das auch was mit dem Alkohol zu tun hatte."
Seine Gesichtszüge entgleisten ihm für einen Moment und ich wurde misstrauisch: "Was weißt du darüber?" Er blickte zur Decke: "Das mit dem Alkohol ist wohl meine Schuld."
"Wie bitte?"
"Ich hab ihn ihr verkauft."
Am liebsten hätte ich ihm dafür eine Ohrfeige verpasst, doch ich beherrschte mich und ballte die Hände zu Fäusten. Karuah sah Maat ebenfalls böse an: "Du hast ihr den Alkohol verkauft?!"
Maat nickte langsam und machte einen Schritt zurück, während Karuah einen Schritt nach vorn machte. Ihr Gesicht war wutverzerrt, doch dann beruhigte sie sich wieder und sah ihn wieder an: "Alkohol hin oder her. Sie wäre wahrscheinlich sowieso gestorben. Und jetzt kommt sie nie wieder."
Die letzten Worte hatte sie nur geflüstert und ich legte ihr tröstend einen Arm um die Schulter. Auf Maat Gesicht war ein gequälter Ausdruck erschienen.
Ich hatte das Gefühl, dass er mit sich selbst kämpfte. "Ist was?", fragte ich ihn deshalb vorsichtig und er zuckte erschrocken zusammen. Scheinbar war er in Gedanken versunken gewesen. "Mir geht's gut.", erklärte er schnell, "Ich muss jetzt auch los. Ich hab noch eine Patrouille." Er umarmte Karuah noch einmal kurz und reichte mir die Hand, doch als ich sie ergriff, zog er mich zu sich heran und flüsterte mir ein "Pass auf Karuah auf" zu. Im nächsten Moment war er auch schon um die nächste Ecke gerauscht.
"Was war das denn gerade?", fragte Karuah perplex und starrte auf den Punkt, an dem er verschwunden war. "Keine Ahnung.", antwortete ich ebenso verwirrt und starrte sie an. "Was?", fragte sie irritiert.
"Du bist recht blass, kann das sein?"
Karuah zuckte nur traurig die Schultern: "Es fällt mir einfach immernoch schwer über Kagome zu reden."
Sie schüttelte sich kurz: "Naja wird schon...sag mal, warum hast du Hikaro und Ava eigentlich so komisch angestarrt?"
"Keine Ahnung von was du redest."
"Das weißt du ganz genau."
"Nein." Ich schaute sie fragend an. Ich wollte ihr nicht von dem Traum erzählen. Vorerst jedenfalls nicht. Und solange würde ich den Unwissenden spielen. Leider hatte das vorhin in der Großen Halle nicht ganz so gut geklappt und ich hoffte, dass nur Karuah das aufgefallen war.
"Was machen wir jetzt?", fragte ich, in einem Versuch das Thema zu wechseln.
Sie runzelte die Stirn und sah nach oben, als sie nachdachte: "Also entweder schauen wir uns den Rand der Nebel mal komplett an oder wir gucken, ob wir ein paar Aufgaben von Maera bekommen. Und die Ältesten würde ich auch gerne mal kennenlernen. Und neue Waffen wären vielleicht auch nicht schlecht. Mein Stab hält nicht mehr lange durch und dein Katana sieht auch ganz schön stumpf aus."
"Dann schauen wir uns erst hier um, fragen dann nach Aufgaben und treffen dann die Ältesten?", schlug ich vor, "Und nach den Waffen fragen wir ein anderes Mal.
Karuah nickte langsam und plötzlich schlich sich ein Grinsen auf ihr Gesicht: "Weißt du was lustig ist?"
"Nein, aber du wirst wahrscheinlich gleich dein Wissen mit mir teilen."
"So ist es.", erklärte sie mit einem Lachen, "Aber ist dir schon einmal aufgefallen, dass plötzlich alle immer auf Patrouille mussten? Sind wir wirklich so schlimm?"
Ich schmunzelte: "Dabei kennen sie nicht einmal unsere schlimme Seite.
Sie ließ ein belustigtes Glucksen hören und sah mich dann mit einem Blick an, der mich darauf schließen ließ, dass sie gerade etwas anderes gedacht hatte, als ich "Ach. Und was ist unsere schlimme Seite?"
"Wenn ich die ganze Zeit angepisst bin und wir uns versuchen mit Blicken zu erdolchen?", schlug ich vor und sie feixte wieder.
"Wir sind wirklich schlimm."

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