Nebel der Nacht

vor 2 Mon.
Song und Karuah haben es geschafft. Sie haben den Rand der Nebel erreicht und alles scheint gut zu sein. Doch der Kampf gegen die Ninjas ist noch nicht gewonnen und ein neues Problem kommt auf sie zu. Werden sie es schaffen, dieses zu bewältigen? An der Seite von neuen und alten Freunden... Achtung! Fortsetzung der Fortsetzung *grins*: 1. Te..
Abenteuer Abenteuer P12 Fantasy In Arbeit
Bemerkung des Authors: Hey! Ein neues Kapitel von der lieben Asatira, viel Spaß beim Lesen ^^ - Carottenelfe

5. "Maat!" "Was?" "Hör auf damit!" "Warum?" (Kagome)

Mit einem Schnaufen ließ ich mich auf mein Hinterteil sinken und beobachtete Maat argwöhnisch, der in seiner Menschengestalt vor mir stand und mich angrinste. "Du musst dich mehr konzentrieren. Probier's nochmal.", erklärte er aufmunternd.
Ich warf ihm einen sarkastischen Blick zu und versuchte mich wieder auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Ich sollte mich in einen Menschen verwandeln, so wie es jeder geübte Aklimantis konnte.
Bisher hatte ich das noch nicht gemeistert, doch ich hatte in Maat einen geduldigen Lehrer gefunden. Er meinte, ich stünde kurz davor, es hinzubekommen.
"Du bist abgelenkt.", erklärte er mir und ich rief ihm ein trockenes "Klappe. Ich muss mich konzentrieren." zu.
Plötzlich zuckte eine eisige Kälte mein Rückgrat hinauf und im nächsten Moment saß ich im Schneidersitz vor Maat. Ja, im Schneidersitz. Ich hatte es tatsächlich geschafft. Er grinste zufrieden: "Geht doch." Ich sprang auf und fiel ihm um den Hals. Er kuschelte sich an mich und ich vergrub mein Gesicht in seiner Schulter. Es war so schön, nach langer Zeit wieder jemanden umarmen zu können. Endlich wieder seine gewohnte Gestalt annehmen zu können. Er löste sich langsam von mir und trat einen Schritt zurück: "So. Und jetzt verwandle dich zurück."
Ich zog eine Augenbraue in die Höhe: "Damit ich wieder ein Aklimantis werde und du mich dann wieder ärgern kannst, weil ich mich nicht mehr zurück verwandeln kann?" Er hob die Hände leicht und ein schelmisches Lächeln schlich sich auf sein Gesicht: "Würde ich sowas machen?"
"Ja, würdest du.", lachte ich. Maat schmunzelte kurz: "Stimmt. Du kennst mich zu gut." Ich verdrehte lächelnd die Augen und konzentrierte mich auf die Verwandlung. Wenn man es ein Mal raushatte ging es ganz leicht, denn es klappte beim ersten Versuch und ich sah ihn triumphierend an.
Er verwandelte sich ebenfalls und preschte mit einem "Folge mir." los.
Es war leicht mit ihm mitzuhalten, da ich um Längen schneller war als er, was ihn des Öfteren frustrierte. Er führte mich zu einem kleinen Platz. Eine Klippe, um genau zu sein, von der man eine wunderbare Sicht auf den Rand der Nebel hatte. Maat verwandelte sich in Sekundenschnelle zurück und setzte sich auf den Boden. Ich tat es ihm gleich und lehnte mich ein wenig an ihn.
"Ich hab gestern übrigens Song und Karuah getroffen.", fing er plötzlich an und ich zuckte schuldbewusst zusammen. Bisher hatte ich mich noch nicht getraut ihnen zu sagen, dass ich noch, beziehungsweise wieder, lebte. Doch das war ich ihnen eigentlich schuldig.
Maat drehte seinen Kopf zu mir: "Wann willst du's ihnen sagen?"
Ich seufzte. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, dass er meine Gedanken lesen konnte.
"Ich weiß es noch nicht.", erklärte ich langsam, "Sie sollten sich erst einmal einleben, bevor ich plötzlich auch noch wieder in ihr Leben trete."
Maat nickte verständnisvoll und plötzlich fing er an zu grinsen. Ich schaute ihn irritiert an: "Was ist?"
"Ava hat mir erzählt, dass sie und Hikaro Song und Karuah kennen gelernt haben. Und laut ihr, muss Song sie wie zwei Auserirdische angestarrt haben."
Ich lachte auf: "Dieses Bild, welches sich in meinem Kopf anbahnt ist einfach göttlich."
Er grinste ebenfalls und fuhr dann fort: "Aber anscheinend kommen sie gut miteinander aus."
Diese Nachricht freute mich zu hören. Song und Karuah waren meine besten Freunde, aber ich hatte in den letzten Wochen Ava und Hikaro ins Herz geschlossen. Ich würde gerne mal Song und Ava in Aktion sehen, da beide das komplette Gegenteil voneinander waren. Song, ruhig und zurückhaltend. Und öfter sehr angepisst. Und Ava, energiegeladen und frech. Sie stürzte sich meistens halsüberkopf in ein Abenteuer und brachte sich damit meistens in Schwierigkeiten. Aber sie hatte Hikaro, der auf sie aufpasste. Er war für sein Alter extrem schlau und es war lustig, wenn er plötzlich einen sinnlosen Fakt in ein Gespräch einbrachte, dessen Thema etwas vollkommen anderes gewesen war.
Durch ihn hatte ich zum Beispiel erfahren, dass man eine Fliege, die in ein Glas mit Wasser gefallen war, mit Kochsalz wiederbeleben konnte.
Ehrlich gesagt, wartete ich immernoch auf den Moment, in dem er über einer Fliege hing und sie mit Kochsalz bestreute. Zutrauen würde ich es ihm ja.
Plötzlich fiel mir mein Gespräch mit Corna vor ein paar Tagen ein.
"Duuuuuu Maat...", fragte ich unschuldig und stupste ihn leicht an. Er hob eine Augenbraue und legte den Kopf schief: "Was?"
"Ist dir was Merkwürdiges zwischen Song und Ava aufgefallen?" Er schaute mich irritiert an: "Außer, dass er sie die ganze Zeit so merkwürdig angestarrt hat, nicht. Wieso?"
Ich legte den Kopf in den Nacken: "Corna meinte, dass eine Verbindung zwischen den beiden besteht." Seine Miene nahm ein paar nachdenkliche Züge an: "Aber wenn ich genauer drüber nachdenke. Sie sehen sich recht ähnlich. Aber das kann auch Zufall sein, oder?"
"Wie ähnlich?"
"Die gleichen Augen, die selben Gesichtszüge, fast die gleiche Haarfarbe."
Wie von der Tarantel gestochen sprang ich auf: "Ich muss was überprüfen gehen! Bis später!" Doch bevor ich losrennen konnte, rief Maat mir noch hinterher: "Aber wir haben gleich eine Patrouille! Was soll ich denn Maera sagen?" "Das ist doch nur eine Ausnahme.", erwiderte ich abwinkend, "Oder du suchst jemanden, der diese Woche noch eine Patrouille machen muss und ich tausch mit ihm den Dienst." Ich wollte wieder losrennen, als Maat mich noch einmal aufhielt: "Und wo willst du jetzt hin?" Argh, seine verflixte Neugier! Ich wollte doch einfach nur schnell los! "In die Bibliothek."
"Und was willst du da?"
"Maat!"
"Was?"
"Hör auf damit!"
"Warum?"
Ich atmete hörbar genervt aus und massierte mir die Schläfen: "Weil ich endlich los will und nicht deine Fragen beantworten. Also geht das jetzt mit der Patrouille klar?" Er nickte nur mit einem schelmischen Grinsen. Ich wusste, dass er das mit Absicht gemacht hatte.
Dieser Idiot.
Dieser verflixte tolle Idiot.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Es wurden noch keine Kommentare geschrieben.