Nebel der Nacht

vor 2 Mon.
Song und Karuah haben es geschafft. Sie haben den Rand der Nebel erreicht und alles scheint gut zu sein. Doch der Kampf gegen die Ninjas ist noch nicht gewonnen und ein neues Problem kommt auf sie zu. Werden sie es schaffen, dieses zu bewältigen? An der Seite von neuen und alten Freunden... Achtung! Fortsetzung der Fortsetzung *grins*: 1. Te..
Abenteuer Abenteuer P12 Fantasy In Arbeit

6 . Man sollte seinen eigenen Namen kennen, oder nicht? (Song)

Ungeduldig wartete ich auf den Aklimantis, der mich begleiten sollte. Ich war das erste Mal für eine Patrouille eingeteilt und mein Partner verspätete sich zusehend.
Ich schaute mich suchend um, als mich plötzlich etwas an der Hand berührte und ich sah nach unten. Ein Aklimantis saß vor mir. "Bist du mit mir für die Patrouille eingeteilt?", fragte ich sofort und er nickte nur leicht.
Ich seufzte leise auf: "Na endlich, du hast dir wirklich Zeit gelassen." Dafür erntete ich einen Ich-bring-dich-um-Blick, der mir seltsam bekannt vorkam. Ich überlegte. "Kennen wir uns?", fragte ich einfach gerade heraus. Der Aklimantis legte den Kopf schief, bevor er langsam nickte. Ich hob erstaunt die Augenbrauen: "Woher." Darauf bekam ich keine Antwort, doch der Aklimantis stand plötzlich auf und bedeutete mir ihm zu folgen, wobei das leise Klingeln eines Glöckchens erklang.
Ich schlug mir die Hand vor die Stirn: "Du hast Karuah und mir damals geholfen, das Portal zum Rand der Nebel zu öffnen!"
Mein Begleiter nickte, vermied es aber mich anzusehen. "Sag mal, redest du überhaupt auch mal?", fragte ich mit einem irritierten Blick.
"Wenn du wüsstest was ich so den ganzen Tag rede, würdest du dir wünschen, dass ich wieder still sein soll.", erklärte der Aklimantis trocken und ich stockte kurz. Diese Stimme kam mir so extrem vertraut vor. Aber ich wusste nicht warum.
"Und verwandelst du dich auch mal in einen Menschen?", fragte ich weiter und sie, wie ich an der Stimme festgestellt hatte, warf mir einen genervten Blick zu. "Kommt vor. Aber nicht heute.", erklärte sie.
"Warum nicht?"
"Weil ich darauf keine Lust habe."
"Warum?"
"Hör auf das immer zu fragen."
"Warum?"
"Verdammt nochmal, Song!", rief sie entnervt und ich stockte kurz. Ich hatte ihr nicht gesagt, wie ich hieß.
"Woher kennst du meinen Namen?", hakte ich misstrauisch nach. Sie verdrehte genervt die Augen: "Weil es mir gesagt wurde."
"Und wie heißt du?"
Sie wandte mir den Kopf zu: "Warum willst du das wissen?" Ich legte den Kopf schief: "Weil man die Dinge beim Namen nennen sollte."
Sie schnippte kurz mit der Pfote: "Ich bin also ein Etwas."
Ich grinste: "Ein Neutrum so gesehen."
"Ich bin kein Neutrum."
"Wie du meinst."
Ich hatte nicht bemerkt, dass wir während unserer Unterhaltung an der Grenze zum Rand der Nebel angekommen waren. Wir liefen schweigend nebeneinander, da weder ich, noch sie Gesprächsthemen hatten. Keine Ahnung wie viel Zeit vergangen war, doch schließlich schlug sie ein Pause vor und ich war mehr als erfreut darüber, da die Sonne die ganze Zeit auf uns herunter schien und wir uns hier im Schatten niederlassen konnten.
"Wird man eigentlich als Aklimantis geboren?", fragte ich, in dem Versuch ein Gespräch anzufangen.
"So etwas in der Art. Man ist vorbestimmt ein Aklimantis zu werden. Alle vorbestimmten Aklimantis haben silberblaue Augen und wenn sie sterben, dann können sie ihr Leben als offizieller Aklimantis antreten."
Ich schauderte. Die Vorstellung, dass alle Aklimantis auferstanden waren jagte mir einen kalten Schauer über den Rücken.
"Und wann bist du gestorben?", fragte ich vorsichtig.
Sie blickte mich an. In ihrer Miene lag Schmerz: "Ist nicht allzu lang her. Vielleicht vor 4 Monaten."
Ich ließ den Kopf sinken: "Das tut mir leid."
"Muss es nicht."
Ich blickte wieder auf: "Was ist mit deinen Freunden und deiner Familie? Wissen sie, dass du wieder lebst?"
Sie seufzte traurig: "Meine Familie weiß nicht einmal, dass ich gestorben bin. Und meine zwei besten Freunde wissen nicht, dass ich lebe. Noch nicht zumindest."
Ich nickte leicht: "Ich hab auch eine Freundin vor nicht allzu langer Zeit verloren."
Sie blickte interessiert auf und bewegte mich so weiterzusprechen.
"Sie war mit Karuah-, kennst du Karuah?", fragte ich und sie nickte. Ich fuhr fort: "Sie war mit Karuah und mir auf dem Weg zum Rand der Nebel. Aber ein Dolch der Ninjas hat sie vergiftet und sie starb. Wir fanden sie eines Morgens in unserem Zelt liegen. Wir wussten nichts von der Verletzung und es war schlimm sie zu verlieren, besonders für Karuah."
Meine Begleiterin sah mich traurig an: "Tut mir leid."
Ich wank ab: "Du kannst nichts dafür."
Sie sah mir in die Augen: "Bist du dir da so sicher?"
"Wie meinst du das?", fragte ich irritiert und auf ihrem Gesicht erschien ein trauriges Lächeln.
"Bist du dir sicher, dass ich nichts mit Kagomes Tod zu tun habe?"
Ich kniff die Augen zusammen: "Woher kennst du ihren Namen?"
Sie lachte leise auf: "Man sollte seinen eigenen Namen kennen, oder nicht?"
"Kagome?!"
"Hallo Song.", murmelte sie mit einem traurigen Lächeln.

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