Nebel der Nacht

vor 2 Mon.
Song und Karuah haben es geschafft. Sie haben den Rand der Nebel erreicht und alles scheint gut zu sein. Doch der Kampf gegen die Ninjas ist noch nicht gewonnen und ein neues Problem kommt auf sie zu. Werden sie es schaffen, dieses zu bewältigen? An der Seite von neuen und alten Freunden... Achtung! Fortsetzung der Fortsetzung *grins*: 1. Te..
Abenteuer Abenteuer P12 Fantasy In Arbeit

7. Nach ach ne. So weit war ich auch schon. (Kagome)

Er starrte mich einfach nur an. Er sagte nichts, er rührte sich nicht. Ich hatte in der Zwischenzeit meine menschliche Gestalt angenommen und wartete auf eine erste Reaktion. Nach etwa 5 Minuten hatte ich aber dann doch die Nase voll und wedelte mit meiner Hand vor seinem Gesicht herum:
"He, Erde an Song."
Er schüttelte sich leicht, bevor er zu sprechen anfing: "Du lebst."
"Na ach ne. So weit war ich auch schon.", lachte ich sarkastisch. "Und warum bist du ein Aklimantis? Du hattest doch keine silberblauen Augen, also warst du nicht vorbestimmt."
Ich zuckte mit den Schultern: "Keine Ahnung warum das so ist. Aber ich bin der erste Aklimantis mit andersfarbigen Augen."
Er atmete erleichtert aus: "Glück für uns." Ich nickte nur leicht und betrachtete ihn genauer. Ich fragte mich, warum mir erst jetzt auffiel, dass er extreme Ähnlichkeiten mit Ava aufwies.
Seitdem Maat mich darauf aufmerksam gemacht hatte, hegte ich den Verdacht, dass beide miteinander verwandt sein könnten. Aber wie genau und ob überhaupt hatte ich noch nicht raus.
"Was ist?", fragte Song irritiert. Ich schaute ertappt weg: "Hab nur nachgedacht."
"Aha."
"Wie war es eigentlich ohne mich?", fragte ich, im Versuch ein anderes Thema anzuschneiden. Song verzog das Gesicht: "Ich hab es wahrscheinlich besser aufgenommen als Karuah. Sie hat manchmal gar nicht beziehungsweise nur das Nötigste geredet..." Er wurde zum Ende hin immer leiser und ich hatte das Gefühl, dass er eine wichtige Information ausließ.
"Was ist?", hakte ich nach und er atmete schwer aus: "Sie hat versucht sich umzubringen."
Meine Gesichtszüge entgleisten mir und ich brachte nur ein entsetztes "Oh." über die Lippen.
Song warf mir einen vorwurfsvollen Blick zu: "Sie hat versucht sich im Meer zu ertränken."
Ich schluckte mit einem Kloß im Hals und krächzte: "Das wollte ich nicht. Tut mir leid."
Er fuhr sich durch die Haare: "War ja auch nicht deine Absicht. Und ich glaube, sie hat es langsam überwunden"
Ich nickte langsam. Es hatte mich doch schon ziemlich überrascht, dass Karuah sich wegen mir umbringen wollte.
Song schien meine Gedanken lesen zu können, denn er versuchte ein anderes Thema anzuschneiden: "Wusstest du, dass Maat auch hier ist."
Ich grinste: "Ja. Er hat mich hier her gebracht. Und ja, ich weiß, dass ihr ihn getroffen habt."
Song legte den Kopf schief und musterte mich: "Warum hast du nicht schon früher gesagt wer du bist?"
"Ich wusste nicht wie."
"Und wie sagen wir's Karuah?"
"Keine Ahnung.", gestand ich ehrlich, "Vielleicht einfach grade heraus?"
Er wiegelte den Kopf hin und her: "Das wird wohl das Einfachste sein." Eine peinliche Stille legte sich wieder über uns und ich räusperte mich: "Was hälst du eigentlich von Ava und Hikaro?" Ich könnte meinen Song kurz erröten zu sehen als er antwortete: "Sie scheinen ganz nett zu sein. Aber wahrscheinlich halten sie mich für einen komischen Kauz."
"Warum?"
"Weil ich die beiden bei unserem ersten Treffen hauptsächlich einfach nur angestarrt habe.", erklärte er peinlich berührt und ich lachte leise.
"So leid es mir auch tut, du hast bei beiden keine Chance.", neckte ich ihn. Song warf mir erst einen irritierten Blick zu, bis er realisierte was ich gesagt hatte. "Ich hab nicht...ich...doch nicht deswegen!", versuchte er sich mit hochrotem Kopf zu rechtfertigen.
"Jaja, sicher doch.", grinste ich und tätschelte ihm die Schulter.
Er wischte meine Hand widerwillig zur Seite und starrte stur geradeaus. Ich verzog meinen Mund zu einem Schmunzeln. Man konnte Song immer wieder so leicht zum Schmollen bringen. In dieser Beziehung erinnerte er mich an Maat, der genauso schnell schmollte.
Nach ein paar Minuten des eisernen Schweigens stupste ich Song vorsichtig an: "Song?"
"Was?", fragte er genervt.
"Bist du eingeschnappt?", fragte ich unschuldig und grinste ihn an.
"Nein.", bekam ich als Antwort zurück, in einem Tonfall, der seine Antwort zunichte machte.
"Doch bist du."
Er sah mich genervt an: "Ich bin nicht eingeschnappt." "Sicher, warum solltest du auch. Du bist ja nie eingeschnappt.", erwiderte ich sarkastisch.
"Hab dich trotzdem vermisst.", sagte ich nach einer Weile und umarmte ihn kurz. Ihm entglitten alle Gesichtszüge, doch dann setzte er wieder sein für ihn so typisches Ich-Bin-Eingeschnappt-Gesicht auf. Ich stand auf und klopfte mir den Dreck von der Hose: "Die Patrouille ist beendet. Wir sind zwar nicht alles abgelaufen, aber wenn das unter uns bleibt ist das kein Problem. Ich fuhr kurz, um ihn zu ärgern, durch seine Haare, da ich nochmal einen Anfall von seiner, wie ich es selbst "diagnostiziert" hatte, Berührungsangst sehen wollte. Ich wurde nicht enttäuscht und verabschiedete mich mit einem: "Sag's Karuah wann du willst."

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