Das Experiment

vor 7 Tagen
Das Straßenmädchen Kristie, wird vom Wissenschafftler Jen überredet, an illegalen Forschungen als Probandin teilzunehmen. Das Experiment macht aus ihr einen Sukkubus mit starken kräften. Von Stund an muss sie lernen damit umzugehen und zu unterscheiden, wer Gutes und wer Böses im Sinn hat.
Mystery Fantasy P18-Slash Romanze In Arbeit
Bemerkung des Authors: Huhu, willkommen zu meiner neuen Geschichte. Ich hoffe sehr, dass sie euch gefällt. Viel Spaß beim Lesen. LG eure Chrissy

Kapitel 1

Ich war einige Stunden orientierungslos umhergelaufen. Bis ich in eine Gegend kam, die ungewöhnlich fein war. Erst wollte ich wieder umkehren. Die Leute hier würden niemanden wie mich dulden, die kein Zuhause hatten und damit das leuchten ihrer Idylle trübten. Aber ein Gefühl trieb mich voran. Ich konnte es nicht genau bestimmen, aber es war als wartete hier etwas auf mich. Tatsächlich sollte sich einiges ändern, aber das Ausmaß konnte ich mir zu dem Zeitpunkt noch nicht ausmalen. Die reichen Leute schmissen immer noch recht gute Sachen in den Müll, vielleicht war heute mein Glückstag. Ich war nicht gut im stehlen, die Angst erwischt zu werden war bei mir so stark vertreten, dass sie sogar immer noch größer als mein Hunger war. Ich machte mich gerade an den Mülltonnen zu schaffen, als ein Wagen hinter mir hielt. Ich hatte das ungute Gefühl, dass er wegen mir hielt. Ich würde jeden Moment hier vertrieben werden. Meine Entscheidung fiel auf ignorieren, ich wagte es nicht mich umzudrehen, vielleicht fuhren Sie dann wieder fort.
"Hey, Kleine", vernahm ich eine Stimme. Damit musste ich gemeint sein. Ich hatte gehofft, dass ich vielleicht für eine Anwohnerin gehalten wurde, aber da wurde mir mein Zustand schmerzlich klar. Meine Kleider waren verschlissen. Mager war ich allerdings noch nicht. Eher aufgeschwemmt von allem was ich mir immer so einwarf und konsumierte. Und meine braunen Haare waren verfilzt. Ich drehte mich langsam um. Vor mir hatte eine echte Limousine gehalten, hinten geöffnet, sodass ich den Typ beäugen konnte, der chauffiert wurde. Er musste es sein, der nach mir gerufen hatte.
"Hast du Hunger?", fragte er. Ich sah ihn skeptisch an. Er war groß und schwarzhaarg und alles in einem eine sehr angenehme Erscheinung. Das war doch wie in den schlechten Filmen. In mir stieg die Angst hoch. Jemanden wie mich würde niemand suchen, damit wäre ich doch für jemanden mit welchen Absichten auch immer, ein willkommenes Fressen. Meine Beine wurden so weich, dass ich mich auf die Tonne stützen musste an der ich gerade zu Gange war. "W-was wollen Sie von mir?", stotterte ich, denn an fortlaufen war mit diesen Beinen gerade nicht zu denken.
"Ich möchte dir ein Angebot machen", sagte der Kerl freundlich. Ah, so war das also. Ich hatte es in den 8 Monaten auf der Straße, bis jetzt vermeiden können, die Beine breit zu machen. Das lag daran, dass ich vor meinem Verschwinden, das Konto meines Vaters leer geräumt hatte, nur hatte ich mich für den Stoff entschieden, statt mir davon eine Unterkunft zu leisten, außerdem wäre dann inzwischen nichts mehr übrig, und mir graute auch jetzt vor dem Tag wo alles aufgebraucht war, da die immer stärker werdende Sucht ihren Tribut zollte.
Mein Entsetzen muss er mir angesehen haben. Er grinste. "Nicht, dass was du jetzt denkst. Wie wärs wenn du einsteigst, dich ein wenig aufwärmst und dir meinen Vorschlag anhörst. Wenn er dir nicht gefällt, darf du wieder gehen, ich werde dich nicht aufhalten", sagte er und in seiner Stimme lag eine solche Aufrichtigkeit, dass meine Beine wieder etwas stärker wurden und ohne, dass ich es bemerkte einen Schritt auf ihn zugingen. Er war auf jeden Fall charismatisch. Aber war das nicht ein klassischer Charakterzug von Serienkillern?
"Mein Name ist, Jennar, aber alle nennen mich Jen", sagte er stieg langsam aus dem Wagen aus, kam auf mich zu und streckte mir die Hand entgegen. Ich sah ihn mir noch einmal genauer an. Er war so gutaussehend, dass ich es jetzt fast schade fand, dass sein Angebot angeblich nicht so obszön war, wie ich zuerst angenommen hatte. Und schlagartig schoss es mir durch den Kopf, dass ein solcher Kerl niemals jemanden wie mich reizvoll finden würde. Was sollte also passieren? Es ging mir eigentlich immer nur darum, niemandem zu erlauben zu nah an mich ran zu kommen. Im körperlichen Sinne. Ich ertrug es zwar wenn es sein musste eng neben jemandem zu stehen, aber ich hatte immer an dem Prinzip festgehalten, dass die Straße mich nicht zu körperlichen Diensten zwingen sollte.
Ich merkte, dass ich zitterte, nicht vor Kälte, die zwar gerade herrschte, aber die ich inzwischen einigermaßen abkonnte. Auch nicht vor Angst. Es war der Entzug. Ich versuchte so lange wie möglich ohne Stoffe klar zu kommen, aber eigentlich war es nie besonders lange möglich. Ich verfluchte den Tag, als ich damit angefangen hatte, aber die Gründe, die mich dazu getrieben hatten fortzulaufen, sollten danach vergessen werden, koste es was es wolle. Auch Jen schien das merkt zu haben. Er lächelte nur verständnisvoll. Nun, da mein einziges Prinzip nicht verletzt werden sollte, entschloss ich mich, mir anzuhören was mir gesagt werden sollte. Ich war schließlich zu weit fort von meinen Leuten, dass ich mir neuen Stoff besorgen konnte. Und vielleicht würde die Fahrt die ich nun machen sollte, beschleunigen, dahin zu kommen, sollte ich tatsächlich danach wieder laufen dürfen.
Ich weiß nicht, was mich ritt, diesen Schritt zu wagen, es konnte eigentlich nur von meinem vom Entzug benebelten Hirn kommen, aber in dem Moment hatte ich auch noch so ein Gefühl, dass sich was ändern würde. Und anscheinend zum Besseren. Niemand würde eine schlechte Veränderung willkommen heißen. Aber um ehrlich zu sein, alles war besser als das hier, solange er kein Serienkiller war.
Ich stieg also ein und sofort empfand ich wärme. Der Wagen war gut geheizt. Er stieg nach mir ein. Wir fuhren los. Jen reichte mir zwei Stäbchen und eine Pappschachtel Asiafood. Ich machte mich sofort darüber her. Wunderte mich nicht mal darüber, dass er wissen konnte, dass ich mit Stäbchen essen konnte, und dass ich asiatisches Essen liebte.
Wahrscheinlich wusste er es nicht, aber es war merkwürdig, dass er richtig getippt hatte. Das waren die Fragen, die mich später an diesem Moment beschäftigten. Aber nicht jetzt.
Jen wartete, bis ich fertig war und begann dann schließlich. Mir viel erst jetzt sein amerikanischer Akzent auf. "Ich bin Wissenschaftler." Mit irgendwelchen Schlenkern hielt er sich anscheinend wirklich nicht auf. "Ich suche Leute, die eine neue Medizin für mich testen. Wenn du bereit wärst da mitzumachen, würde dich eine Unterkunft und Verpflegung erwarten." Er nahm mein Zittern erneut wahr. "Und was du noch so brauchst."
"Da ist doch sicher ein Haken dran", begann ich. Das Angebot klang verlockend und wenn ich da richtig heraus gehört hatte würde ich sogar meinen Stoff bekommen.
"Du bist klug", gab er zu. "Nein ich will ehrlich sein, es ist kein bisschen Legal und darum suche ich auf diese Weise nach Versuchsobjekten."
"Warum ist es nicht legal", fragte ich.
"Nun die Gesetze sind da nun mal sehr streng. Sie sagen was immer auf den Markt kommen soll muss zuvor zur Genüge an Tieren ausprobiert werden, aber unser Mittel ist nun mal speziell auf die Humane DNA ausgerichtet und so ergeben Tierversuche, nicht die Ergebnisse, die wir brauchen. Sagen wir das illegale an der Sache ist, dass wir den Teil überspringen wollen."
"Wenn es nicht ausreichend getestet wurde, bestehen da doch einige Gefahren."
Jen lächelte erneut, er schien es zu genießen, dass er Überzeugungsarbeit leisten musste, so als wollte er es gar nicht zu leicht haben.
"Du wärst nicht die Erste, somit musst du dir keine Sorgen machen, wir brauchen halt nur jede Menge Vergleichsmöglichkeiten."
Die Sache war kein bisschen legal und womöglich gefährlich. Aber dieses merkwürdige Gefühl kam wieder. Ich war neugierig. Ich wollte es versuchen.

Und so kam es, dass ich mit Jen mitgegangen war. Wir erreichten mit der Limousine ein riesiges Haus. Es war mit einem schwarzen Gatter und einer stacheligen Hecke umzäunt. Ich wollte gar nicht erst wissen was noch in der Hecke war. Ich war mir nur sicher; hier kam keiner unbemerkt rein und raus, der es nicht sollte. Und da hätten die Alarmglocken wohl klingen sollen, aber ich war nur noch aufgeregt und gespannt. Eine lange Auffahrt führte zu dem von einem riesigen Rasen umgebenen Haus. Wir stiegen aus. Die riesigen... Tore des Hauses öffneten automatisch. Dies war das reinste Hightech Haus wie mir drinnen auffiel. Jen reichte mir einen flachen Kreis, wie die Dinger die immer für die Einkaufswagen benutzt wurden. "Damit kommst du im Haus in alle Räume für die du autorisiert bist", sagte Jen. Wir stiegen eine lange Treppe hoch, in jedem Stock zweigten Gänge davon ab. Im zweiten Stockwerk folgten wir einem.
"Benutz den Schlüssel", riet mir Jen als wir vor einem verschlossenen Raum angehalten hatten. Ich hielt ihn vor einen weiteren Kreis in der Wand, und augenblicklich fiel ein Lichtstrahl darauf. Es summte kurz, dann schwangen wie bei einem Fahrstuhl die Pforten zu beiden Seiten auf.
"Das ist dein Zimmer", sagt Jen. "Und ich hab noch was für dich." Er holte ein wirklich schickes Armband hervor und reichte es mir. "Daran kannst du ihn befestigen."
Eigentlich stand ich nicht besonders auf Schmuck aber dieses Band gefiel mir in seiner Schlichtheit. Der einzige Anhänger war der Kreis.
"Frühstück ist um 8, danach wird sich um alles gekümmert. Und nun wünsche ich einen erholsamen Schlaf."
Er drehte sich um. Ich traute mich nicht zu fragen, was ich wegen meines Zitterns unternehmen sollte. Für den Moment war ich auch von MEINEM Zimmer überwältigt. Hier gab es jeden Technikschnickschnack den sich ein normaler Teenie nur wünschen würde.
In der Mitte des Raumes stand ein schmaler Tisch, darauf ein Schälchen mit Pillen und einem Zettel. "Die sind gegen die Entzugserscheinungen", stand darauf. Ich stürzte sofort eine davon herunter. Als die Wirkung langsam einsetzte begann ich mich zu fragen, wie diese Pillen und der Zettel hierher gelangt waren. Jen war die ganze Zeit bei mir geblieben, er hatte nichts vorbereiten können und gesprochen hatte er auch niemanden. Das bedeutete er suchte genau solche Leute wie mich. Aber warum?
"Weil uns keiner sucht", schoss es mir durch den Kopf. Dann überwältigte mich der Schlaf, oder der Rausch, eins von beidem auf jeden Fall.

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CreatyPoi 06. Apr 2017

WOW! ALDAAAAAA GEIL!❤