A new way [2]

vor 5 Tagen
Alona ist tot, da sie sich für die Menschen, die sie liebt, geopfert hat. Somit hat sie alle zurückgelassen, doch der am meisten leidet, ist Daniel, Alonas Bruder. Er möchte nicht akzeptieren, dass sie tot ist, nicht nachdem er sie wieder gefunden hatte. Als plötzlich Kyle von seiner Vergangenheit eingeholt wird, gibt es eine Chance, Alona wi..
The Vampire Diaries Fantasy P16 Übernatürlich In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 3: Das Jahr 1956 ~Kyle

„Wo willst du denn hin?“, fragt gerade Daniel, als ich stehen bleibe und mich kurz umsehe, ob wir auch richtig sind.
„Wirst du schon noch sehen. Du musstest raus. Aus dem Haus und aus der Stadt, oder?“ Ich ziehe eine Augenbraue nach oben und sehe den Bruder meiner besten Freundin an.
„Ja, ja stimmt schon“, gibt Dan zu und sieht den Boden an.
Ich klopfe ihm auf die Schulter. „Ich glaube dir“, sage ich bloß.
Er sieht wieder auf und sieht mich verwirrt an. „Das Alona noch irgendwie lebt“, füge ich hinzu. „Deine Schwester wollte Alona beerdigen... Ich habe da nichts gesagt“
Ich schließe meinen Mund, da ich merke, was für einen Scheiß ich da gerade von mir gebe. Doch irgendwie hat Daniel Recht.
Mit Alona habe ich sozusagen einen Faden. Einen unsichtbaren Faden, welcher uns verbindet. Es klingt verrückt, dass so ein Faden existiert, aber es ist so. Und dieser ist nicht gerissen, als Alona starb. Oder nicht starb.
Sie lebt noch irgendwie. Und irgendwie werden wir es schaffen, sie zurückzuholen.
Gerade als ich etwas sagen will, knallt irgendjemand gegen mich. Ich verdrehe die Augen und bändige meine aufkochende Wut sofort.
„T-tut mir leid“, stottert eine Stimme, welche ich unter allen erkennen wurde.
Ich drehe mich zum Mädchen um und spanne mich an.
Sie kann es nicht sein. Seit Anfang 1958 habe ich sie nicht mehr gesehen. Wir wurden auseinandergerissen. Sie starb.
„Bethany?“, flüstere ich. Vielleicht ist sie es doch und sie wurde nicht getötet, sondern wurde ein Vampir.
„Ehm... Tut mir leid, aber ich glaube, Sie verwechseln mich mit jemanden“, antwortet das Mädchen, welche genauso aussieht wie Bethany, höflich.
„Oh“ Das ist das einzige, was ich jetzt herausbringe. Beth hatte Recht. Alle 70 bis 80 Jahre wird ein Doppelgänger geboren und einer steht gerade vor mir.
Im Augenwinkel kann ich erkennen, wie Daniel verwirrt zwischen mir und dem blonden Mädchen hin und her sieht.
Sie nickt. „Tut mir nochmal leid, für das... hineinrennen“
„Macht nichts“, meine Stimme zittert leicht.
„Ehm... Ich bin Florence... Florence Scott“, stellt sie sich freundlich vor. „Kyle... Harper“, stottere ich. „Und das ist...“ - „Ich bin Daniel“, unterbricht Alonas Bruder mich und streckt Florence freundlich seine Hand hin.
„Freut mich, Daniel... Kyle“, sagt sie und schüttelt Dans Hand, bevor sie sie wieder loslässt und uns beide ansieht.
„Auf jeden Fall... Was bringt euch so spät am Abend noch hier raus?“, fragt sie.
„Wir... ähm... wollten in eine Bar“, stottert nun auch Daniel. Im Augenwinkel kann ich erkennen, wie er mich fragend ansieht, doch ich sehe immer noch Florence an. „Und was ist mit dir?“, fragt er deshalb.
„Ach... Ich... Ich hatte eben nur ein langes Gespräch mit einem Freund und einem...“, sie bricht kurz ab und scheint zu überlegen, „Bekannten“, beendet sie ihren Satz. „Ja, es lief nicht so gut und ich brauchte ein wenig Zeit um darüber nachzudenken“
Florence sieht zu mir. Bestimmt sehe ich so als, als hätte ich gerade einen Geist gesehen. Naja, irgendwie stimmt es ja...
„Ist er immer so?“, fragt sie deshalb Daniel, doch er schüttelt den Kopf. „Nein. Er ist eigentlich ganz anders. Vielleicht liegt es auch daran, dass...“, er bricht ab.
„Naja, ganz egal welchen Grund er hat... Vielleicht solltest du ihm dabei helfen“, schlägt sie freundlich vor.
„Kyle? Bist du so durcheinander, dass du sie mit dem falschen Namen angesprochen hast?“ Ich schlucke unauffällig, bevor ich den Kopf schüttle.
Nein, wegen Alona bin ich nicht durcheinander. „Ich bin nicht durcheinander. Florence ist eine Doppelgängerin“, sage ich gerade heraus.
„Entschuldige, was?!“, fragt sie sofort schockiert.
Ich schüttle erneut den Kopf. „Zu schwer es zu erklären“ Dann gehe ich ein paar Schritte auf sie zu. Vorsichtig hebe ich meine Hand und stocke, kurz bevor sie auf ihrer Wange liegt.
„Darf ich?“ Sie nickt nur. Also lasse ich meine Hand auf ihre Wange sinken und schließe die Augen.
Dann zeige ich ihr eine Erinnerung.

56 Jahre zuvor / 1956
Ich lehne mich lächelnd gegen den Türrahmen und beobachte Beth, welche fassungslos die Wohnung ansieht, welche nun uns beiden gehört. Ja, vielleicht war dies ein wenig zu voreilig, diese Wohnung zu kaufen, aber... ich hab es getan.
„Ich kann einfach nicht glauben das du das hier gekauft hast!“, sagt Beth fassungslos, gleichzeitig hört man aber auch ihre Freunde heraus.
„Du solltest es aber langsam glauben, Beth. Schließlich stehst du gerade in der Wohnung“ - „Wie kamst du eigentlich auf die Idee uns eine Wohnung zu holen, Kyle Harper?“
Sie grinst mich an. Das Grinsen, was ich an ihr wirklich liebe.
Ich zucke mit den Schultern, bevor ich mit Vampirschnelligkeit zu ihr flitze, meine Hände an ihre Hüfte lege und sie somit näher zu mir ziehe. „Ich hab es einfach getan“, sage ich grinsend. Sie legt ihre Hände sanft um meinen Nacken.
„Naja... Sie ist schön. Die Wohnung...“
„Aber?“ Ich ziehe eine Augenbraue nach oben.
„Aber... Ich bin mir nicht sicher ob es das ist was du willst... - Du entscheidest immer alles spontan und das ist toll, Kyle, wirklich. Aber ich frage mich ob du dir sicher dabei bist?“
„Ich lebe seit 44 Jahren, Bethany. Und ich war mir noch nie so sicher, wie jetzt“, versichere ich ihr sofort. Und das stimmt auch. Ich liebe sie über alles und sie wird mich nicht einfach so schnell los.
„Ich hatte gehofft du würdest das sagen“, flüstert sie lächelnd und küsst mich dann sanft. Ich lächle in den Kuss hinein und lege meine Hände auf ihren Rücken, damit ich sie noch ein Stückchen näher zu mir ziehen kann.
„Aber... Dir ist schon bewusst, dass es in Zukunft welche gibt, die auch so aussehen wie ich?“, fragt sie mich sofort, als wir uns voneinander gelöst haben.
Ich nicke leicht. „Ja, aber ich werde keine so lieben, wie dich“, meine ich leise.
„Das hoffe ich auch...“, sagt sie leise und sieht mir in die Augen.
Ich grinse leicht und erwidere ihren Blick. „Da muss du nichts hoffen“

Langsam lasse ich meine Hand sinken und öffne meine Augen wieder. Dann trete ich ein paar Schritte zurück. „Das ist jetzt 56 Jahre her“, meine ich leise.
„Warte... Aber wenn das 56 Jahre her ist...“ Florence bricht ab, aber ich weiß genau, was sie denkt.
„Du denkst schon richtig. Ich bin ein Vampir“ Ich habe keine Angst davor, dass sie mich verraten würde. Schließlich ist sie selbst nicht normal.
„Oh... Okay... Und... Ehm... Dieses Mädchen, dass so aussieht wie ich... Was hat das zu bedeuten?“, stottert sie leicht.
„Bethany stammt, genauso wie du, von der gleichen Doppelgängerlinie ab. Alle 70 bis 80 Jahre passiert dies“ - „Aber ich..“,
Ich sage gar nichts mehr, da mich von einer Sekunde auf die andere meine Vergangenheit eingeholt hat. Und dies wird mir einfach zu viel. Zum Glück übernimmt Dan das Reden. „Aber du?“
„Ich..“ Sie macht eine Pause und atmet tief durch. „Aber... Ich bin eine Hexe“
Ruckartig sehe ich zu Daniel, der mich ebenfalls verwirrt ansieht. „Noch jemand der zwei Sachen auf einmal ist?“ Dans Stimme klingt etwas hoch. So überrascht scheint er zu sein. Doch ich bin auch überrascht.
Ich kannte eine Doppelgängerin. Florences Vorgängerin. Doch dass es eine gibt, welche auch noch hexen kann... Das ist mir nicht bekannt.
„Wie genau meinst du das?“, fragt sie sofort verwirrt nach.
Ich sehe, wie Daniel schluckt. „Meine Schwester sie...“ Er stoppt kurz. „ist Vampir und Hexe gleichzeitig“ Und jetzt weiß ich, warum er stockte. Er war sich nicht sicher was er sagen soll. 'War' oder 'Ist'.
Florence nickt, doch ich merke, dass sie es nicht so wirklich verstanden hatte. „Verstehe“, sagt sie dennoch.
„Vielleicht weiß Sera was darüber“, überlegt Dan laut. Ich zucke mit den Schultern. „Kann sein“
Schließlich ist sie eine Hexe und stammt auch noch von einer mächtigen Familie ab. Vielleicht kann sie uns weiterhelfen.
„Wer ist Sera, wenn ich fragen darf?“
„Eine Hexe“, antwortet Dan knapp, da dies auch das wichtigste ist.
Sie nickt erneut. „Okay. Ehm, wie auch immer Jungs... Ich sollte wohl möglich gehen“
Ich sage nichts, da erstens, Daniel das Reden übernommen hat und zweites, würde ich keinen richtigen Satz herausbekommen. „Lass dir Ruhig Zeit, das alles zu verarbeiten“, meint er mir einem leichtem Lächeln.
„Danke“
Florence sieht zu mir. „Sie war bestimmt eine tolle Frau“ Mit diesen Worten wendet sie sich von uns ab und verschwindet.
Erst, als sie weit genug weg ist, antworte ich darauf. „Ja, das war sie“, flüstere ich.

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