Half way there

vor 14 Tagen
Es funktionierte. Es funktionierte für die beiden, in diesem kleinen Mikrokosmos, den sie sich geschaffen hatten. Und sie waren mehr als nur glücklich. Doch was, wenn die Realität die beiden einholte? Konnten sie so stark sein, wie sie es mussten? Oder würde unter dem Druck von Band, Fans und Familie alles zerstört werden?
The Vamps Romanze P16 Drama In Arbeit

+ Kapitel 15: We just fall +

November/Dezember 2018

„Wie lange bleibst du?“, fragte Connor mich, während er mir die Tür nach draußen aufhielt und mich in die richtige Richtung lotste. Ich kannte mich hier ja noch weniger aus als er.
„Ich muss morgen schon zurück…“, murmelte ich leise und hoffte sehr, dass er nicht all zu traurig deswegen wäre.
„Und was, wenn ich dich kidnappe?“, fragte Con auch nur und ich seufzte.
„Ich hab bald Abgaben und muss noch einiges tun“, meinte ich und er nickte.
„Ich weiß ja. Und ich hoffe du weißt, dass ich es sehr schätze, dass du hier bist. Beste Überraschung überhaupt“, lächelte er mich an, während er die Tür eines schwarzen Vans öffnete. Vorne am Lenkrad saß irgendein Fahrer, den ich nicht kannte, aber das war auch nicht so schlimm. „Wo ist dein Hotel und deine Sachen?“, fragte er dann und ich schmunzelte.
„Bahnhofsschließfach. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass ich ein eigenes Hotel brauche“, zuckte ich mit den Schultern und Connor lachte nur leise.
„Gute Entscheidung. Dann holen wir deine Sachen vom Bahnhof und fahren dann zu meinem Hotel?“, fragte er und ich nickte. Das klang nach einer hervorragenden Idee.

‚Ich bin so froh, dass du da bist‘ (Connor, 22:51)

Mein Handy vibrierte in meiner Tasche und ohne weiter drüber nachzudenken hatte ich es in die Hand genommen.
„Hast du mir gerade echt eine Nachricht geschrieben?“, fragte ich perplex, nachdem ich auf das Display blicken konnte und Connors Namen dort aufblinken sah.
„Kann gut sein?“, meinte dieser aber nur leise und sah mich an. Er hatte einer seiner Hände mit meiner verschlungen. Das hatte ich echt vermisst.
‚Ich bin auch froh, hier sein zu können‘, schrieb ich einhändig und schickte Connor eine Nachricht zurück.
„Vor allem heute“, setzte ich laut hinzu und sah ihn an.
„Wie oft musstest du deine Seele verkaufen, um das möglich zu machen?“, fragte Connor dann und ich schmunzelte nur.
„Drei oder vier Mal. Ich musste meinen inneren Schweinehund davon überzeugen, dass ein paar Tage ohne Uni mich nicht umbringen und dass meine Noten das verkraften werden. Ich hab viel gearbeitet. Und die Reise hierher hat mich auch nochmal ne Seele gekostet. Also wertschätze das!“, grinste ich breit und lehnte mich näher an Connor, soweit es der Sicherheitsgurt zu ließ.
Als ich Connors Lippen dann auf meinen spürte, konnte ich ein Kichern nicht unterdrücken. Es war so klischeehaft. Auf der Rückbank eines Vans rummachen. Und dennoch konnte ich nicht glücklicher sein.
„Du musst deine Sachen holen“, murmelte Connor irgendwann in den Kuss und ich löste mich seufzend von ihm. Das Auto war stehengeblieben, wir waren am Bahnhof.
„Gleich wieder da“, erwiderte ich schnell und war im nächsten Moment aus dem Van gesprungen. Connors „Soll ich mitkommen?“ ignorierte ich – er hatte heute schon genug getan – und so lange würde es nicht dauern. Ich hatte nur eine kleine Tasche, nicht viel mitgenommen, also brauchte ich keine Hilfe.
Gerade, als ich mit meiner Beute den Bahnhof wieder verlassen wollte, blieb ich stehen. Mein Blick ging nach rechts, ich sah diesen kleinen Laden. Und mein Grinsen wurde breiter.

‚Wo bleibst du denn?‘ (Connor, 23:13)

„Ich hab ne Überraschung mitgebracht!“, erwiderte ich gut gelaunt, als ich wieder in den Van stieg, und in Connors fragendes Gesicht blickte. Meine Tasche ließ ich einfach neben dem Sitz fallen und präsentierte meine glorreiche Entdeckung.
„Was zu essen?“, fragte Connor verwirrt und ich verdrehte die Augen.
„Besser!“, meinte ich und drückte Con die beiden Boxen in die Hand, bevor ich mich anschnallte und wir wieder fahren konnten.
„Was ist denn besser als Essen? Jetzt von dir mal abgesehen?“, meinte er und ich musste nur wieder grinsen. Es war die beste Idee, die ich je gehabt hatte, Connor endlich zu besuchen.
„Deine Musik ist teilweise auch besser als Essen, aber schau doch mal. Es ist indisch!“, erwiderte ich und die Augen meines Freundes wurden groß. Er verstand wohl.
„Indisch also“, stellte er fest und ich nickte. „Manchmal weiß ich echt nicht, was ich von dir halten soll. Du bist genial“, meinte er dann noch und ich lehnte mich wieder vernünftig in meinen Sitz, um dann die Box zu öffnen. Ich hatte verdammt Hunger.
„Wann bin ich das mal nicht? Aber ich brauchte echt was zu essen und ich hab ehrlich gesagt keine Lust mehr, nachher auch nur ne Fußspitze aus deinem Hotelzimmer zu setzen“, erwiderte ich dann noch und so saßen wir da, im hinteren Teil des Vans, mit unserem indischen Essen und wir redeten. So, wie es sein sollte. Er fragte mich, wie ich das Konzert gefunden hatte, und ich textete ihn zu. Mit allem, was ich heute erlebt hatte, ganz bis hin zum Meet&Greet.
„Das mit dem Brad-Girl kriegst du trotzdem noch zurück“, murmelte Connor bei meinen letzten Erzählungen noch und ich freute mich viel zu sehr darüber, wie er sich aufregte.
„Ich weiß. Ich hab‘s ja auch verdient. … Unser Foto ist aber auch ziemlich gut geworden“, meinte ich dann und holte mein Handy raus, um das Foto aufzurufen.
Wir beide lächelten, Connor strahlte die Fotografin an, und sein Arm lag um meine Taille. Und wenn man die Hintergrundgeschichte nicht kannte, könnte man auch meinen, dass es einfach ein ganz normales Pärchenfoto gewesen wäre.
„Und weißt du was? Ich bereue es ein wenig, dich nicht schon vorher auf YouTube gestalkt zu haben?“, gab ich dann zu und blinzelte zu Connor hinüber.
„Hast du echt nicht?“, fragte er dann und ich schüttelte den Kopf.
„Nein. Ich wollte euch erstmal live erleben, aber das muss ich wohl nachholen“, meinte ich dann und Connor seufzte.
„Gott bist du süß. Aber schau dir bitte nur die guten Videos an. Und nicht die Zusammenstellungen, wo ich stolpere, irgendwas Bescheuertes mache oder von der Bühne falle“, forderte er dann aber noch und ich horchte auf.
„Du bist mal von der Bühne gefallen? War das schlimm? Hast du dir dabei was getan? Und wieso weiß ich das nicht?“, redete ich auf ihn ein und Connor legte einen Hinterkopf an die Kopfstützte.
„Wieso hab ich da nur mit angefangen?“, grummelte er, erzählte mir dann aber doch die glorreiche Geschichte, wie er damals einfach weg von der Bühne war. Und ich musste mir das Video davon unbedingt anschauen.

‚Darf ich dich nie wieder loslassen?‘, (Connor, 23:37)
‚Versuchs doch mal‘ (Victoria, 23:38)

Wir waren mittlerweile in Connors Hotelzimmer angekommen. Einzelzimmer, Doppelbett, ziemlich gut ausgestattet, so unfassbar schön, dass ich mich fragte, wieso ich wirklich nicht länger bleiben konnte.
Connors Tasche war schon da, meinen kleinen Rucksack stellte ich einfach dazu, bevor ich das Bad aufsuchte. Kurze Pause, einmal tief durchatmen und realisieren, dass das hier wirklich so passierte und dass das hier Connors eigentliches Leben war, ein wenig frisch machen und nochmal tief durchatmen.
Ich betrachtete mich im Spiegel, mein Zopf war mittlerweile ein wenig zerzaust, viele Strähnen hingen heraus, und man sah mir an, dass ich den ganzen Tag schon auf den Beinen stand. Aber vor mir sah ich auch eine junge Frau, die lächelte, die glücklich war und die eindeutig die richtigen Entscheidungen getroffen hatte in den letzten Wochen und Monaten.
Es war gut, dass ich hier war.
„Connor? Wann muss du morgen aufstehen?“, fragte ich meinen Freund, als ich wieder in den Hauptbereich des Hotelzimmers kam. Er hatte sich seine Schuhe ausgezogen, lag ausgesteckt auf dem Bett und sah mich an.
„Egal. Wann musst du los?“
„Mein Zug geht um 12.10 Uhr, wenn ich mich richtig erinnere“, erwiderte ich und kam auf ihn zu. Er sah müde aus. „Möchtest du schlafen?“
„Schlafen kann ich auch, wenn du nicht mehr da bist“, antwortete er aber nur und ich grinste ihn an.
„Das trifft sich gut. Ich hab auch geplant, die Zeit mit dir zu verbringen anstatt mit dem Kissen hinter dir“, schmunzelte ich und schaute ihn an. „Ich war übrigens shoppen. Das Oberteil ist neu“, meinte ich dann aus dem Zusammenhang gerissen und Connor schaute mich kurz verwirrt an.
„Das Oberteil steht dir“, erwiderte er dann und ich musste noch mehr schmunzeln.
„Ich weiß. Soll ich dir zeigen, was ich noch gekauft habe?“, redete ich dann weiter und verwirrte meinen Freund nur noch mehr. Aber ich hatte hinterhältige Pläne.
„Klar?“, meinte er und sah mich stirnrunzelnd an. Ich lächelte nur, während ich den Saum meines neuen Oberteils in die Finger nahm und mir das Shirt über den Kopf ziehen wollte. „Moment mal, was tust du da?“, unterbrach mich Con dann aber und setzte sich auf.
„Ich will dir zeigen, was ich gekauft habe?“, meinte ich ganz unschuldig. „Kann ich?“ Connor nickte nur komplett verwirrt, beobachtete jede kleinste Bewegung von mir, betrachtete meinen Körper. Und auch, wenn ich das früher nie gemocht hatte, so betrachtet zu werden, liebte ich es bei Connor. Er gab mir wirklich das Gefühl, dass ihm das alles wirklich gefiel, was er sah. Dass ich ihm gefiel. „Und, wie sieht es aus?“, fragte ich dann in meinem unschuldigsten Ton und sah meinen Freund an, der mittlerweile wusste, was ich vor hatte. Und was ich getan hatte. Und seine großen Augen waren unfassbar süß. „Connor?
„Ich fühl mich gerade wie pubertäre 16“, erwiderte er nur und ich musste anfangen zu grinsen. Ich liebte diese Anspielung einfach viel zu sehr.
„Ich will echt nicht wissen, was du mit 16 dann alles angestellt hast“, erwiderte ich und kam auf ihn zu. Ich schaute zu ihm herunter und stellte fest, dass einer meiner Träger ein wenig verrutscht war, sodass ich ihn wieder an die richtige Stelle setzte.
Ich hatte mich vorher nie getraut, sowas zu tragen. Dessous. Unterwäsche, die gut aussah und die mir das Gefühl gab, wirklich hübsch zu sein. Und wenn ich jetzt so in Connors Augen sah, würde ich sowas hier wohl öfter tragen wollen.
„Du…“, grummelte Connor aber und streckte die Hand nach mir aus, im nächsten Moment hatte er mich zu sich gezogen und ich saß auf seinem Schoß.
„Gefällt dir die Farbe?“, ärgerte ich ihn noch ein wenig und betrachtete das dunkle Rot auf meiner hellen Haut. Es war wirklich eine schöne Farbe, ich mochte sie sehr und ich fühlte mich wohl darin.
„Ich glaube das ist mehr als nur gefallen“, erwiderte Connor dann endlich. Seine Stimme war mittlerweile rau, kratzig, und ich erschauderte leicht.
„Ist ein Zweiteiler“, raunte ich ihm dann noch zu und fand mich im nächsten Moment mit dem Rücken auf dem Hotelbett wieder.

‚Ich vermisse dich, Victoria. Du musst wieder zurückkommen!‘ (Connor, 12:11)

Seitdem ich zurück war, nein, eigentlich seit dem Zeitpunkt, wo ich Connor begegnet war, war ich in einer Zeitschleife gefangen. Ich steckte fest. Und ich wusste nicht, ob das gut oder schlecht war.
Connor war immer noch Connor. Dieser wunderbare Mensch mit dieser Begeisterungsfähigkeit und seinem Willen, alles hinzukriegen, und mit der Art, mich so zu behandeln, wie ich es noch nie gesehen hatte. Und er versuchte alles, damit das hier mit uns funktionierte. All die freie Zeit, die er hatte, verbrachte er mit mir. Er besuchte mich, wenn er das konnte. Er schickte mir Nachrichten – und Blumen. Er half mir, er war für mich da und dennoch lief alles wie in einem gleichen Muster ab: Connor war weg, ich vermisste ihn, Connor war wieder da, ich war die glücklichste Person auf der Welt. Und anscheinend würde das hier jetzt mein Leben werden. Eine halbe Fernbeziehung. Immer, wenn er auf Tour war oder Termine hatte, war er weg und ich musste es schaffen, nicht komplett abhängig von seiner Aufmerksamkeit zu sein. Und wenn er hier war, war alles so gut, dass es die nicht so guten Tage kompensierte. Und dennoch merkte ich, wie es mir zusetzte. Dieses Vermissen war nichts für mich…
Dennoch, ich hatte trotz allem ziemlich Glück, da wir das alles kannten. Mit den Nachrichten und den Telefonaten und nun waren auch Skypegespräche hinzugekommen. Und es hatte doch auch bevor wir zusammen gekommen waren funktioniert.
Und ich hatte noch mehr Glück, was den ganzen Bandkram anging. Ich war nicht in den Medien aufgetaucht. Und da Connor in keinen Interviews oder auf den Social Media-Plattformen von mir erzählte, mich totschwieg, blieb ich geheim. Und genau so gefiel mir das. Ich wollte mit Connor zusammen sein, der bemerkenswertesten Person, die ich bis dato kennen gelernt hatte, und nicht mit dem Bassisten von The Vamps. Also auch, aber nicht nur.
Also eigentlich war alles gut. Unsere Beziehung wurde stärker, so schnell würde uns wahrscheinlich nichts aus der Bahn werfen. Und zum ersten Mal war ich mit meinem Leben, meiner Beziehung und mit mir so richtig, richtig zufrieden. Die letzten Monate waren die besten meines Lebens gewesen. Und ich hoffte so sehr, das alles einfach funktionieren würde.
Lächelnd lief ich in Connors Wohnung auf und ab, brachte das Chaos, das ich hier veranstaltet hatte, wieder in Ordnung und warf immer mal wieder einen Blick auf die Kekse, die im Ofen vor sich hin bräunten.
Es war gut, Connors Schlüssel für die letzten drei Monate gehabt zu haben. Seine Wohnung lag einfach so wunderbar auf dem Weg und vor allem bei diesem schrecklichen Wetter, das so düster und grau und regnerisch gewesen war, hatte es mir gut getan, einfach mal nach der Arbeit hier kurz vorbei zu schneien, einen Tee zu trinken und dann nach einer halben Stunde wieder zur Uni zu gehen. Wenn ich erst zu mir nach Hause gemusst hätte, wäre das zeitmäßig nicht aufgegangen.
Seufzend rückte ich die Stühle zum zehnten Mal an den richtigen Platz, bevor ich mich wieder vor den Ofen stellte und zum elften Mal überprüfte, ob die Kekse schon fertig waren. Es war immerhin Mitte Dezember und ich fand es eine schöne Idee, dass Connor – jetzt wo er endlich frei hatte und wo bald Weihnachten war – wirkliche Weihnachtsplätzchen bekam.
Mein Handy klingelte und ich stellte schnell den Timer aus, bevor ich nach den Backhandschuhen griff, die ich mir von Zuhause mitgebracht hatte, da Con so etwas einfach nicht besaß.
Gerade, als ich das heiße Blech auf dem Herd abstellte, hörte ich, wie sich ein Schlüssel im Schloss umdrehte und verdrehte selbst die Augen. So ein Timing war klar.
„EINBRECHER?!“, hörte ich Connor rufen und musste breit grinsen.
„FAST! BIN IN DER KÜCHE!“, rief ich zurück und transportierte schnell die ganzen Kekse auf ein Abkühlgitter – das hatte ich auch aus meiner Wohnung mitgebracht – und versuchte mich zu beeilen. Ich wollte Connor begrüßen, so richtig.
„Du backst“, hörte ich dann aber seine Stimme, während er in seinen Wohnbereich kam und sich aus seiner warmen Jacke kämpfte. Ich nickte nur, schlüpfte aus meinen Backhandschuhen und sprang auf ihn zu.
„Hätte ich nicht sollen?“, fragte ich mit einem Hauch von schlechten Gewissen, da ich es mir hier in seiner Wohnung zu gemütlich machte, er schüttelte aber lächelnd den Kopf, bevor er seine Jacke einfach über die Sofalehne warf und dann seine Hände nach mir ausstreckte.
„Kommt man nach drei Monaten endlich mal wieder nach Hause und die ganze Wohnung riecht nach Weihnachten und Keksen. Ich meine, Hallo?“, erwiderte er aber nur und ich verschränkte seine Händen mit meinen, konnte immer nur weiter lächeln.
„Und mich zu sehen stimmt dich gar nicht glücklich?“, ärgerte ich ihn ein wenig und kam näher auf ihn zu, spürte im nächsten Moment seine Lippen auf meinen. Ich war jedenfalls sehr, sehr glücklich.
„Aber Kekse“, murmelte er aber irgendwann und ich verdrehte die Augen, konnte ihm aber einfach nicht böse sein.
„Du bist so ein Idiot, Connor. Und die Plätzchen müssen noch abkühlen. Also komm erstmal an und dann sehen wir weiter“, erwiderte ich und schubste ihn rüber zu seiner Jacke. Con grinste nur amüsiert und verließ den Wohnbereich, bevor ich mich wieder dem Chaos in der Küche widmete und versuchte, dieses zu beseitigen.

‚Nicht erschrecken, ja?‘ (Connor, 16:43)
‚Du bist nicht mehr auf Tour, du kannst auch ganz normal mit mir reden?!‘ (Ich, 16:45)

„Aber wovor soll ich mich nicht erschrecken?“, fragte ich Connor beiläufig, während ich die mittlerweile ausgekühlten Kekse auf einem Teller anrichtete und sie rüber zum Sofa stellte. Ich schaute nicht wirklich auf Connor, der mittlerweile geduscht und sich in bequeme Klamotten geschmissen hatte, sondern musste aufpassen, dass keines der Kekse herunter fiel.
„Ich hab nen Kumpel mit gebracht“, antwortete er mir und ich sah dann wirklich auf.
„Kump…“, wollte ich fragen, aber verstummte mitten im ersten Wort. „Oh mein Gott“, sagte ich dann viel eher und meine Augen wurden groß. „Du hast nen Kumpel mitgebracht.“
Connor lachte nur, während Rex sich weiter an seiner Schulter festkrallte und ich konnte nur den Kopf schütteln.
„Ich war kurz bei meinen Eltern und hab ihn mitgenommen. Ich hab die nächste Tage ja ziemlich viel frei“, erklärte er und ich kam begeistert auf ihn zu.
„Er sieht noch viel besser aus als seine Replik“, grinste ich dann und konnte Connor ansehen, wie glücklich er war. „Du vermisst ihn, oder?“, fragte ich dann und streckte vorsichtig die Hand aus, um über Rex Panzer zu fahren.
„Mhm. Bruce aber auch“, murmelte er und versuchte sich trotzdem an einem Lächeln. „Und ich bin froh, dass du nichts dagegen hast.“
Ich sah ihn einfach nur an.
„Wieso sollte ich etwas gegen deine Haustiere haben? Und wer ist Bruce?“, wollte ich wissen und Con legte den Kopf schief.
„Hab ich dir nie von Bruce erzählt. Meiner Schildkröte?“, erwiderte er und meine Augen wurden groß.
„Das wüsste ich dann aber! Du hast ne Schildkröte und verschweigst es mir?! Ich LIEBE Schildkröten“, meinte ich nur und verschränkte meine Arme vor der Brust.
„Deswegen wundere ich mich gerade selbst darüber, dass du Bruce nicht kennst…“, murmelte er und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. Meine Abwehrhaltung wurde weniger und ich musste dennoch lächeln. Das hatte ich vermisst. Connors Aufmerksamkeit hatte mir wirklich, wirklich gefehlt.
„Passiert. Und jetzt komm, setz dich und iss ein paar Plätzchen. Und dann kannst du mir alles erzählen“, wank ich aber ab und schob ihn in Richtung Sofa.
„Was soll ich dir denn erzählen?“, fragte er und griff wirklich zu meinem Keksteller.
„Alles? Du kommst gerade von ner dreimonatigen Tour wieder?!“, zuckte ich nur mit den Schultern und ich machte es mir auf dem Sofa bequem, bettete meinen Kopf auf Connors Schoß und beobachtete Rex, der immer noch an seiner Schulter hing.
„Wir haben so gut wie täglich telefoniert. Spätestens jeden zweiten Tag. Es gibt nichts, was du noch nicht weißt“, erwiderte er dann aber und mein Blick ging zu ihm. Er hatte zwar recht, aber es klang irgendwie trotzdem nicht danach.
„Sicher?“, hakte ich nach und seine Hände hatten mittlerweile zu meinen Haaren gefunden und sich darin verfangen. Und ich liebte dieses Gefühl, wenn er mir durch meine Haare strich.
„Nein?“, zuckte er mit den Schultern und wich meinem Blick aus. „Können wir da wann anders drüber reden? Ich bin doch gerade erst wiedergekommen“, murmelte er und ich seufzte.
„Sag es mir. Bitte“, erwiderte ich aber nur und er schwieg. Versuchte wohl abzuwägen, ob es richtig war, mir jetzt davon zu erzählen.
„Die Tour geht Anfang März weiter. Viel in Amerika“, meinte er dann und ich seufzte. Ich hätte damit rechnen müssen und irgendwie hatte ich es auch getan, aber irgendwie wollte ich auch einfach nicht…
„Noch zweieinhalb Monate“, murmelte ich und sah zu ihm nach oben.
„Noch zweieinhalb Monate…“, erwiderte er und wich weiterhin meinem Blick aus.

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StayingStrong 02. Oct 2017

Hey :)
Ich dachte, ich lass dir mal wieder einen Kommentar da. Da geht's ja ganz schön zur Sache bei den Vamps. Sehr viel Trubel haha
Aber mir gefällt's!
Außerdem finde es klasse, dass Connor Victoria so unterstützt. Und dein Schreibstil ist auch super!
LG

Aprocure 08. Oct 2017
Hey, vielen Dank für deine lieben Worte! Ich freu mich, dass du die Story immer noch verfolgst, dass ist klasse! Und ja, diese Story ist wohl eine der "typischeren" Fanfictions mit ein paar Klischees eingestreut, ich hatte da echt mal Lust drauf, sowas zu schreiben. Aber wenn es doch gut ankommt, ist ja alles super! Ich wünsche dir sehr viel Spaß bei den nächsten Kapitel :) Liebste Grüße!
StayingStrong 09. Jul 2017

Guten Abend,
das Kapitel ist echt der Hammer! :D
Ich musste so lachen, als sie Brad um den Wangenkuss gebeten hat!
Und der von Connor initiierte Abgang am Schluss ist auch sehr amüsant. Ich konnte quasi das ganze Kapitel bildlich vor mir sehen.
Hat mir sehr gut gefallen!
LG :)

P.s.: Die armen Bandmitglieder. Da hat Connor sie aber ordentlich verwirrt und geschockt haha

Aprocure 11. Jul 2017
Hallöchen! Mal ein wenig gute Laune und andere ärgern/verwirren muss ja auch mal sein, nach dem ganzen Kitsch :D. Ich freu mich, dass es dir so gut gefallen hat. Und vielen Dank für dein Review, natürlich! Liebste Grüße :)
NiiNchen0815 09. Jul 2017

Hey,

deine Gechichte ist wirklich gut.:)
Schade dass du nur Sonntags die Kapitel online stellst.

LG

Aprocure 11. Jul 2017
Hey! Vielen Dank, das freut mich! Leider schaffe ich es nicht noch öfter, aber ich bemühe mich, immerhin jeden Sonntas zu posten! Liebe Grüße!
StayingStrong 30. May 2017

Hey :)
Also ich bin eigentlich zufällig über deine FF gestolpert. Ich kenne weder die Namen der Bandmitglieder von The Vamps, noch viele Songs von ihnen. Aber ich muss wirklich sagen, dass mir deine Story und dein Schreibstil sehr gut gefallen. :)
Ich finde es gut, wie du mit den random WhatsApp-Nachrichten angefangen hast und wie sie sich jetzt, Monate später (was die Geschichte noch realer macht - tiefe Freundschaften und das dafür benötigte Vertrauen entstehen erst mit der Zeit), immer mehr näher kommen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Kapitel und bin gespannt, was sich zwischen den Beiden entwickelt! Und ich bin neugierig darauf, wann sie denn in Kontakt mit dem jeweiligen Freundeskreis treten!
LG

Aprocure 05. Jun 2017
Hallöchen! Ich freue mich sehr, dass du überhaupt über diese Story gestolpert bist. Das Fandom ist hier ja noch ziemlich leer und ich bin die einzige Story hier uuund wenn du die Jungs auch gar nicht kennst, find ich das noch toller! Die Bandmitglieder werden später - wenn es dann irgendwann dazu kommen sollte, dass Victoria sie kennen lernt - auch nochmal ganz kurz vorgestellt, damit auch jeder mitkommt, wer jetzt alles Teil der Band ist und so weiter. Ich liebe diese Nachrichten viel zu sehr, sodass ich sie nicht loslassen konnte und somit sie auch jetzt immer noch vorkommen. Von daher wird es auch später noch viele Nachrichten geben ;) Und ich bin wirklich kein Fan von diesen überstürzten FF-Beziehungen, von daher gibts das bei mir einfach nicht und ich freu mich, dass dir meine Art, das zu behandeln, gefällt ;) Und vielen, vielen Dank für deine ganzen lieben Worte! Liebste Grüße und ich wünsche dir weiterhin viel Spaß!
StayingStrong 05. Jun 2017
Ja, das stimmt. Ich finde auch, dass es generell immer weniger FFs hier auf der Seite gibt... Das freut mich, dann lerne ich quasi was über die Band :D Die Nachrichten sind auch unglaublich süß! Also behalte sie ruhig bei! Dein Schreibstil ist einfach toll, also keine Ursache und gern geschehen :D Danke dir! Den werde ich bestimmt haben! ;)