Half way there

vor 14 Tagen
Es funktionierte. Es funktionierte für die beiden, in diesem kleinen Mikrokosmos, den sie sich geschaffen hatten. Und sie waren mehr als nur glücklich. Doch was, wenn die Realität die beiden einholte? Konnten sie so stark sein, wie sie es mussten? Oder würde unter dem Druck von Band, Fans und Familie alles zerstört werden?
The Vamps Romanze P16 Drama In Arbeit

+ Kapitel 21: And nothing would tear us apart +

Juli 2019

„Wo ist sie?“, fragte ich, ohne James und Tristan überhaupt zu begrüßen, und drängte mich zu den beiden ins Zimmer, doch Victoria war nicht da.
„Beruhige dich erstmal!“, versuchte James auf mich einzureden, aber heute war absolut nicht der richtige Tag dafür.
„Tut mir leid, aber beruhigen ist gerade echt schwer. Wo ist sie?“, fragte ich daher nur und sah ihn an. Irgendwas in meinen Augen schien ihn überzeugt zu haben.
„Sie schläft“, meinte er nur und gab mir die Schlüsselkarte zu meinem Zimmer.
Ich drehte mich sofort um, verschwand aus dem Zimmer und schlitterte über den Flur zur richtigen Zimmernummer. Und da lag sie, auf dem Bett und hatte die Augen geschlossen.
Vor ihrer Seite des Bettes kam ich zum Stehen, sah sie an und strich ihr ein paar ihrer Strähnen aus der Stirn.
„Es tut mir so leid“, hauchte ich leise und betrachtete sie. „Es tut mir alles so leid.“
„Mir auch“, hauchte sie leise und ich schreckte zurück, fiel hinten über und landete auf dem harten Boden.
„Ich dachte, du schläfst“, seufzte ich und starrte sie an. Sie sah wirklich nicht gut aus.
„Ich weiß. Das macht es nur noch süßer. Und ich hab mich nur ein wenig ausgeruht, weißt du“, antwortete sie dann und setzte sich auf, sodass ich Platz hatte, mich zu ihr zu setzen.
„Wie geht es dir?“
„Es ist okay“, meinte sie dann und lehnte ihren Kopf an meine Schulter. „Ich hab mir das alles nur anders vorgestellt, weißt du?“
Ich nickte langsam. Ich mir auch. So komplett anders. Und ich wusste wirklich nicht, wie ich das alles schaffen sollte. Ich hatte Victoria so lange mit allem alleine gelassen und hatte es nicht geschafft, zu ihr zu kommen. Und jetzt saß sie hier neben mir, war hier hergeflogen, schwanger.
„Es tut mir leid“, wiederholte ich mich nur und blickte auf meine Hände. Meine rechte Hand tat immer noch ein wenig weh.
„Hast du dich mit Brad ausgesprochen?“, wechselte Victoria aber das Thema und ich nickte langsam.
„Ja. Ich habe mich bei ihm entschuldigt und er wollte nochmal mit dir reden…“, meinte ich gedehnt und sie nickte.
„Wo sind die anderen denn? Wir können rüber gehen, wenn du willst“, schlug sie dann vor, aber ich antwortete nicht sofort. Wollte ich?
„Wie du möchtest“, antwortete ich aber nur und sie lächelte mich an.
„Dann komm. Ich hab die Jungs alle ewig nicht mehr gesehen und das erste Wiedersehen gerade eben war ja nicht so gelungen“, meinte Tori dann und piekte mir in den Oberarm, damit ich aufstand. Und ich ergab mich meinem Schicksal. Beobachtete Victoria, wie sie da stand, mit erhobenem Kopf, mit dieser Hoffnung in den Augen, und sie gab mir die Sicherheit, die ich brauchte.
Sie war es, die an James Hotelzimmertür klopfte. Sie war es, die sich mit all dem konfrontieren wollte, dem ich aus dem Weg gegangen war. Und ich bewunderte sie für diese Stärke.
„Hey“, lächelte James sie an und ließ uns beide dann rein. Es war circa eine halbe Stunde vergangen, seitdem ich James so angefaucht hatte, und es hatte sich alle anderen in seinem Zimmer versammelt und redeten wohl.
„Wie geht’s dir?“, fragte Tristan nach und klopfte neben sich, damit Victoria sich setzen konnte.
„Besser. Danke, dass ihr da wart“, lächelte sie und ließ sich aufs Bett fallen, lehnte sich hinten an und lächelte mir aufmunternd zu. „Und es tut mir leid“, meinte sie dann noch, vor allem auch an Brad gerichtet, der an Tristan gelehnt dasaß und seinen Blick gesenkt hielt. Doch als Victoria diese Worte sagte, sah er verwirrt auf. „Ich wollte mich niemals zwischen euch drängen und ich hoffe, dass wisst ihr. Und ich wollte auch niemals, dass das alles so eskaliert, sonst wäre ich gar nicht einfach so hergekommen. Und ich wollte ganz sicher niemals in so eine skurrile Situation kommen. Bitte verzeiht mir das“, meinte sie und ich war auch ziemlich perplex. Sie entschuldigte sich, obwohl sie nichts getan hatte. Absolut nicht.
Und allen anderen schien es ähnlich zu gehen, sie waren verwundert, bis Brad anfing zu reden.
„Mir auch. Ich bin vorhin total ausgetickt, das war nicht fair und das, was ich dir alles vorgeworfen habe, war auch nicht ernst gemeint, Victoria. Es tut mir leid“, meinte er in Toris Richtung, aber sie wank ab.
„Sind wir wohl quitt? War auch ne merkwürdige Situation“, meinte sie nur. „Und wenn euer Management das geahnt hätte, dann hätten sie mich wahrscheinlich auch nicht eingeladen“, meinte sie dann und mir wurde dann erst klar, warum sie eigentlich hier war.
„Hättet ihr dann vorgehabt, mit uns darüber zu reden?“, fragte James dann und Victoria sah mich an.
„Da ich davon ausgegangen bin, dass ihr schon Bescheid wisst… Aber wahrscheinlich bald. Ich bin hier, um alles einmal in Ruhe zu besprechen und alles zu regeln, wie es weiter geht, und dann hätten wir euch wahrscheinlich alles erzählt. Mit Masterplänen und so“, erklärte sie und ich nickte langsam. Und alle anderen wurden wieder ruhiger. Gingen im Kopf das durch, was heute geschehen war.
„Das ist irgendwie total… verrückt“, meinte James dann irgendwann. „Ich hab immer gedacht, Brad wird als erstes ungewollt Vater“, setzte er dann hinzu und im nächsten Moment flog ein Kissen durch den Raum in James Richtung.
„Und ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass James zuerst ne Familie gründet, so richtig“, meinte Tristan dann und das Kissen flog weiter zu dem Drummer und hätte fast auch Victoria und Brad erwischt.
„Und ich bin froh, dass Tristan gerade nicht mit der Situation klar kommen muss“, grinste Brad schief und Tristan haute Brad das Kissen gegen den Kopf. „Hey?!“
„Und dann kommt das Küken an und schnappt euch den Triumph weg“, scherzte ich und seufzte. „Aber ernsthaft mal. Denkt ihr wirklich, ich freu mich darü… HALT! Falsch, falsch, falsch, falsch, falsch“, ruderte ich sofort zurück und alle sahen mich verwirrt an. „Ich hätte fast etwas gesagt, was ich wahrscheinlich mein Leben lang bereut hätte. Ich freu mich natürlich darüber“, korrigierte ich mich. „Ich hätte aber auch nichts dagegen gehabt, wenn ich erst in fünf oder zehn Jahren in dieser Situation stecken würde, wisst ihr? So mit knapp 30 und mit einem anderen Lebensstil und alles, aber so ist das nun halt nicht. Und was sollen wir denn sonst anderes machen? Es ist jetzt so, es gibt keine Alternative“, erklärte ich dann und alle sahen mich an, einige nickten langsam.
„Da hast du recht. Und wir kriegen das irgendwie schon hin, nicht?“, meinte Brad dann und sah sich um.
„Habt ihr schon Pläne?“, wollte auch James wissen und ich schnaubte nur.
„Nachdem das Management mich schon fast umgebracht hat, kann der Rest ja nicht all zu schlimm werden“, meinte ich gedankenverloren
„Was haben die getan, Connor?“, wollte Victoria sofort wissen und ich biss mir auf die Lippe. Hätte ich bloß nichts gesagt. „CONNOR!“, verlangte sie aber und ein weiteres Kissen flog durch den Raum, traf mich an der Schulter.
„Ist ja schon gut. Die waren alles andere als begeistert. Wir haben uns ziemlich angeschrien, bevor ich ihnen gedroht habe, einfach auszusteigen“, murmelte ich und sofort waren alle wieder hellwach.
„DU HAST WAS?“, meinten James und Tris gleichzeitig und ich hob abwehrend die Hände.
„Was denn? Sie haben mir Sachen vorgeschlagen, die … es war die einzige Möglichkeit, ihnen zu drohen“, versuchte ich das ganze Gespräch irgendwie wieder runter zu bringen, was aber nicht klappte. Im Gegenteil.
„Was haben sie vorgeschlagen?“, fragte Victoria leise und ich sah sie an, schüttelte den Kopf.
„Das willst du nicht wissen.“
„Connor!“, meinte sie aber nur mit Nachdruck in der Stimme und sah mich an. Mit diesem Ausdruck in den Augen.
„Sie wollten mich dazu bringen, dich dazu zu bringen, abzutreiben. Oder sie hätten dich selbst mit diesem Vorschlag behelligt. Und noch ein paar andere nicht nette Sachen. Es war skurril. Joe war richtig verzweifelt“, murmelte ich und sah auf den Boden, während die Stimmen der anderen über mich herein brachen.
„Joe hat was?!“, fauchte James, bevor Brad ein „Das dürfen die doch nicht!“ einwarf und Tristan irgendwas vor sich hin fluchte. Tori sah mich einfach nur an.
„Joe war wahrscheinlich nur geschockt und hat sich ja wieder eingekriegt. Und er behandelt Victoria so, wie sie behandelt werden sollte. Sonst bin ich ganz schnell weg. Und das weiß er auch“, meinte ich dann und sah den anderen in die Augen. Und sie wussten, dass ich das todernst meinte.
„Aber du liebst es, auf der Bühne zu stehen“, meinte James dann nur und ich zuckte mit den Schultern.
„Ja und? Ich würde mir niemals verzeihen, wenn meiner Familie irgendwas passieren würde, weil die irgendetwas machen würden, was… Nein. Das würde ich niemals zu lassen“, erwiderte ich und ballte meine Fäuste, versuchte tief durchzuatmen. Aber das, was sie mir damals alles vorgeworfen hatten, saß immer noch tief.
„Wow“, murmelte Brad dann und ich sah auf.
„Was ist denn?“
„Ich weiß echt nicht, wie du das gemacht hast, Victoria“, fing Brad dann an und stand auf. „Und es tut mir wirklich, wirklich leid, dass ich das alles eben gesagt hatte. Das war … ich lass euch mal alleine“, meinte er und stand auf, verließ James Zimmer und ich sah ihm hinterher.
„Ich schau mal nach ihm“, meinte dann auch Tristan und lächelte in die Runde. „Gute Nacht, Leute.“
Und so waren wir nur noch zu dritt.
„Was war das denn?“, fragte ich perplex und sah die anderen an.
„Er macht sich Vorwürfe für das, was er Victoria vorgeworfen hat. Und nach dem, was du da gerade gesagt hast, ist das noch schlimmer geworden. Wann bist du bitte so verantwortungsbewusst geworden? Ich hab es noch nie erlebt, dass du etwas so ernst meinst“, erklärte James mir und ich sah ihn an, versuchte den Ausdruck in seinen Augen zu deuten, aber mir gelang es nicht.
„Bleibt mir was anderes übrig?“, erwiderte ich leise und sah dann zu Victoria, die in den letzten Minuten so still geworden war. „Und wir gehen vielleicht auch wieder rüber. Danke, dass du da bist, James“, meinte ich noch, während ich vom Boden aufstand und dann Victoria vom Bett half.
„Wir sollten nochmal drüber reden, wenn wir ein paar Nächte drüber geschlafen haben und ihr mit dem Management geredet habt“, schloss James aber nur und ich nickte.
„Danke“, meinte ich leise, bevor ich mit Victoria das Zimmer verließ.
Sie sah müde aus und sollte dringend ins Bett.

‚Du bist wunderschön‘ (Ich, 23:43)
‚Du sitzt genau neben mir, du Schwachkopf‘ (Victoria, 23:43)

Ich lächelte nur und schaute zu Victoria rüber. „Du glaubst gar nicht, wie ich es vermisst habe, dich einfach nur anschauen zu können“, flüsterte ich leise und drehte mich in Toris Richtung.
„Du wirst kitschig, Connor“, erwiderte sie nur und ich sah sie an, lächelte.
„Mein Leben ist auch gerade ziemlich kitschig. Du liegst hier neben mir und wir sind bald eine Familie. Wenn ich jetzt nicht kitschig sein darf, wann denn dann?“, schmunzelte ich und streckte meine Hand aus. Ich konnte einfach nicht aufhören, ihren Bauch zu berühren. Es machte das Ganze irgendwie weniger surreal.
„Du bist manchmal schon ein wenig verrückt“, meinte Tori dann aber und sah mich an. „Wenn das so weiter geht, wird das Baby nachher komplett verzogen.“
Ich grinste nur, zuckte mit den Schultern.
„Wenn du meinst. Vielleicht sollten wir schlafen gehen. Wir haben morgen ein anstrengendes Gespräch vor uns“, seufzte ich irgendwann und richtete mich auf.
„Was genau besprechen wir denn alles?“
„Vor allem, wie lange ich Zeit Zuhause in Birmingham kriege und wie es danach mit dem nächsten Album und den Touren aussieht. Ich werde nicht mehr so lange am Stück touren. Das können die anderen vergessen“, erklärte ich und Tori lächelte mich an.
„Wir kriegen das schon hin“, erwiderte sie und ich nickte.
„Wir kriegen das hin“, wiederholte ich und stand dann auf, um mich fertig zu machen. Und ich hoffte so sehr, dass wir das wirklich alles hinkriegen würden…

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StayingStrong 02. Oct 2017

Hey :)
Ich dachte, ich lass dir mal wieder einen Kommentar da. Da geht's ja ganz schön zur Sache bei den Vamps. Sehr viel Trubel haha
Aber mir gefällt's!
Außerdem finde es klasse, dass Connor Victoria so unterstützt. Und dein Schreibstil ist auch super!
LG

Aprocure 08. Oct 2017
Hey, vielen Dank für deine lieben Worte! Ich freu mich, dass du die Story immer noch verfolgst, dass ist klasse! Und ja, diese Story ist wohl eine der "typischeren" Fanfictions mit ein paar Klischees eingestreut, ich hatte da echt mal Lust drauf, sowas zu schreiben. Aber wenn es doch gut ankommt, ist ja alles super! Ich wünsche dir sehr viel Spaß bei den nächsten Kapitel :) Liebste Grüße!
StayingStrong 09. Jul 2017

Guten Abend,
das Kapitel ist echt der Hammer! :D
Ich musste so lachen, als sie Brad um den Wangenkuss gebeten hat!
Und der von Connor initiierte Abgang am Schluss ist auch sehr amüsant. Ich konnte quasi das ganze Kapitel bildlich vor mir sehen.
Hat mir sehr gut gefallen!
LG :)

P.s.: Die armen Bandmitglieder. Da hat Connor sie aber ordentlich verwirrt und geschockt haha

Aprocure 11. Jul 2017
Hallöchen! Mal ein wenig gute Laune und andere ärgern/verwirren muss ja auch mal sein, nach dem ganzen Kitsch :D. Ich freu mich, dass es dir so gut gefallen hat. Und vielen Dank für dein Review, natürlich! Liebste Grüße :)
NiiNchen0815 09. Jul 2017

Hey,

deine Gechichte ist wirklich gut.:)
Schade dass du nur Sonntags die Kapitel online stellst.

LG

Aprocure 11. Jul 2017
Hey! Vielen Dank, das freut mich! Leider schaffe ich es nicht noch öfter, aber ich bemühe mich, immerhin jeden Sonntas zu posten! Liebe Grüße!
StayingStrong 30. May 2017

Hey :)
Also ich bin eigentlich zufällig über deine FF gestolpert. Ich kenne weder die Namen der Bandmitglieder von The Vamps, noch viele Songs von ihnen. Aber ich muss wirklich sagen, dass mir deine Story und dein Schreibstil sehr gut gefallen. :)
Ich finde es gut, wie du mit den random WhatsApp-Nachrichten angefangen hast und wie sie sich jetzt, Monate später (was die Geschichte noch realer macht - tiefe Freundschaften und das dafür benötigte Vertrauen entstehen erst mit der Zeit), immer mehr näher kommen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Kapitel und bin gespannt, was sich zwischen den Beiden entwickelt! Und ich bin neugierig darauf, wann sie denn in Kontakt mit dem jeweiligen Freundeskreis treten!
LG

Aprocure 05. Jun 2017
Hallöchen! Ich freue mich sehr, dass du überhaupt über diese Story gestolpert bist. Das Fandom ist hier ja noch ziemlich leer und ich bin die einzige Story hier uuund wenn du die Jungs auch gar nicht kennst, find ich das noch toller! Die Bandmitglieder werden später - wenn es dann irgendwann dazu kommen sollte, dass Victoria sie kennen lernt - auch nochmal ganz kurz vorgestellt, damit auch jeder mitkommt, wer jetzt alles Teil der Band ist und so weiter. Ich liebe diese Nachrichten viel zu sehr, sodass ich sie nicht loslassen konnte und somit sie auch jetzt immer noch vorkommen. Von daher wird es auch später noch viele Nachrichten geben ;) Und ich bin wirklich kein Fan von diesen überstürzten FF-Beziehungen, von daher gibts das bei mir einfach nicht und ich freu mich, dass dir meine Art, das zu behandeln, gefällt ;) Und vielen, vielen Dank für deine ganzen lieben Worte! Liebste Grüße und ich wünsche dir weiterhin viel Spaß!
StayingStrong 05. Jun 2017
Ja, das stimmt. Ich finde auch, dass es generell immer weniger FFs hier auf der Seite gibt... Das freut mich, dann lerne ich quasi was über die Band :D Die Nachrichten sind auch unglaublich süß! Also behalte sie ruhig bei! Dein Schreibstil ist einfach toll, also keine Ursache und gern geschehen :D Danke dir! Den werde ich bestimmt haben! ;)