Fated - Who can you trust?

vor 9 Tagen
Valerya ist anders, das hat sie schon immer gespürt, denn ihre Träume waren nicht einfach nur Fiktion, sondern sie zeigten ihr die Zukunft und diese wurde immer bedrohlicher. Doch ihre Eltern haben ihr klar gemacht, dass alles in Ordnung sein - und sie hat es geglaubt. Sie wuchs am Rande von Newcastle, England heran und lebte dort ein ganz no..
Dramatik Tragödie/Leid P16 Fantasy In Arbeit

Prolog

Die Menschen schrien und rannten um ihr Leben. Sie waren hilflos und wurden von all dem Chaos einfach so überrannt. Die Menschheit wurde, wie ein Schiff von einem Tsunami, zerschmettert und konnten nichts dagegen tun. Sie waren dem Untergang der Welt wehrlos ausgeliefert und daran ergötzten die Kinder des Kyūketsuki sich gnadenlos. Voller Euphorie genossen sie die Angst und Panik, die überall auf der Welt herrschte. Sie sogen den Schmerz tief in sich auf und schöpften ihre Kraft daraus und aus dem, was in Zukunft noch auf die Menschheit wartete.
Die Welt, wie ihr sie kennt, existiert in diesem Universum nicht.
Sie wurde zerstört, für immer verändert und gebrochen, um etwas ganz Bestimmtes wiederzufinden und zu vernichten, denn es bedeutete in einer fernen Überlieferung den Tod aller Kreaturen, die durch die Hand von Onryō erschaffen wurden, wenn dieses Wesen oder der Gegenstand, man war sich dessen nicht sicher, hervorgebracht wurde.
Aber das wollte Onryō verhindern – sein Schmerz und Hass sollte bis in alle Ewigkeit wehren und jeder sollte ihn zu spüren bekommen.
Diese Wesen, die er erschuf, überfielen die Erde nun zu Hauf und waren dem erlauchten Totengeist absolut hörig. Ihr einziger Wunsch war es, die Welt mit Finsternis zu überschatten, um seine Qualen, durch die er starb, zu rächen und für jeden offenzulegen. Dafür würden sie alles tun; alles, was er von ihnen verlangte, egal welche Qualen sie dabei selbst erleiden würden, sie würden ihm dadurch nur noch näher sein und kostbarer für ihn.
Viel ist über diesen rachsüchtigen Geist nicht bekannt, nur das er einst ein Mensch war, der einen langsamen, brutalen, gnadenlosen Tod voller Leid durchlitt und der erst nach viele Tage oder gar Wochen eintrat. Daraufhin war dieser Mann, der er einst war, durch das Gefühl der Ungerechtigkeit und dem daraus resultierende Drang nach Rache im Augenblick seines Todes so stark, dass sein Geist in dieser Spirale des Zorns und der Ruhelosigkeit gefangen wurde und nicht ins Jenseits übergehen konnte, vielleicht wollte er es auch einfach nicht.
Der Onryō ist für gewöhnlich gestaltlos, ein Schatten seiner einstigen Hülle, ein Geist, weder Fleisch noch Knochen und ist damit auch nicht an die Naturgesetze gebunden.
Er kann das Aussehen des Verstorbenen, aus dem er entwich, annehmen und dann sogar handgreiflich werden.
Er kann den eigenen, ehemaligen Körper, wann immer es ihm beliebt annehmen, denn dieser Körper wird niemals verwesen, weil er während seiner Pein mit einem Zauber belegt wurde.
Wie eine Marionette kann er ihn steuern, um seinem größten Ziel, unendliche Rache zu erlangen, näher zu kommen und nur diese treibt ihm bei allem an, was er tut.
Es gibt zwei Wege einer seiner Anhänger zu werden. Entweder sein Geist nimmt von einer noch lebenden Personen Besitz und treibt diese in den Selbstmord, das passiert aber nur, wenn er den Mensch als wichtig oder in irgendeiner Weise besonders erachtet. In den letzten 20 Jahren geschah das häufiger als jemals zuvor.
Oder ein Sterblicher kann sein Getreuer werden, wenn er herausfindet, in welchem Menschen er sich gerade befindet oder wo sein Körper in dem Augenblick verweilt. Dann kann er ihn darum bitten, von seinem Blut trinken zu dürfen und wird somit ein Teil von ihm, willenlos und rachsüchtig.
Durch diese Handlungen erschuf er eine neue Spezies, die Kinder des Kyūketsuki, die weder Lebendig noch Tod war, man könnte sie mit Vampiren oder Zombies vergleichen, und die nur seinem Wunsch nach Rache entsprachen. Sie schworen ihm Treue – einige gewollt, andere unwissentlich, aber diese würden aus dem Kontrakt mit ihm nicht austreten können, egal wie sehr sie bitten und bettelten, denn solche gab es, wenn auch nur sehr selten und dafür segnete er sie mit ewigem Leben und immer währender Schönheit, denn auch ihrer Körper zersetzten sich nicht, sondern behielten die Form, die sie zu ihrer Verwandlung hatten. Die einzige Unterschiede war, dass ihre körperlichen Leiden verschwanden, von Krankheit gebeutelte Korpusse wurden geheilt und ihr Äußeres verschönerte sich, sodass sie überaus anziehend für Menschen und andere Lebewesen waren.
Onryō lebt Ewig, genauso wie seine Anhänger die Unendlichkeit mit ihm teilten, was seine Vor- und Nachteile hatte. Denn sie zu töten war ein fast aussichtsloses Unterfangen. Nur eine Klinge aus speziell gefertigtem Metall konnte durch ihre Körper hindurch gleiten und sie damit ins Jenseits befördern. Nur das Eisen, welches im Himmel geschmiedet wurde, wie es die Sage überliefert, konnte diese Ausgeburten aus der Hölle töten.
Doch das war nicht die einzige Einschränkung, außerdem konnte nicht jeder so eine Waffe halten oder damit umgehen. Das konnten nur Auserwählte, mit besonderen Gaben, die sich bewähren mussten in verschiedenen Übungen.
Dafür wurden sie durch eine besondere Begabung davor abgeschirmt, dass sein Geist oder der einer seiner Anhänger in sie fahren konnte, um sie ebenso willenlos zu machen.
Zum Glück, denn sonst würde diese Welt vermutlich schon längst nicht mehr existieren.
Onryō zeigte sich nicht vor Menschen, die seinen Tod wollten – diese Genugtuung würde er sich bis zum letzten Tag aufsparen, wenn er den letzten Menschen eins zu eins gegenübertreten würde, mit einem hämischen Grinsen im Gesicht. Denn das Jüngste Gericht stand ihnen unweigerlich bevor und niemand konnte es mehr verhindern.
Er würde seine Rache endlich bekommen und dafür hatten einige treue Anhänger gesorgt. Denn sie hatten Fähigkeiten, über die er nicht verfügte und so brachten sie die Vulkane zum Feuerspeien, die Erde zum Beben und Sterne zum Abstürzen.
Und es würde erst enden, wenn alle Menschen tot waren und im Höllenfeuer loderten.
Mit ihrer Hilfe, ihren übernatürlichen Begabungen und Stärken würde er endlich siegen und dann vielleicht ins Jenseits schreiten können.
Doch bis es soweit war, sah er mit Befriedigung und Wohlgefallen zu, wie die Welt der Menschen zerbrach und kurz vor der unwiderruflichen Auslöschung stand.
Die Menschen wussten noch nicht einmal, wem oder was sie dort gegenüberstanden. Sie dachte, die Welt würde von alleine rebellieren und untergehen, weil die Menschheit diese nicht genug behütet und mit Dankbarkeit übersät haben. Die törichte Menschen dachten, dass es einfach nur Naturgewalten sind, die sich gegen sie auflehnten. Doch sie hatten keine Ahnung, was wirklich hinter all dem steckt und das viele der altertümlichen Geschichten und Mythen wahr waren, dass es Kyūketsuki, rachsüchtige Geister, Hexen, Dämonen, Gestaltwandler und Warrior tatsächlich gibt und diese die Menschheit nun versuchten zu beschützen.
Vermutlich würde es den Warrior noch nicht einmal irgendjemand danken, denn es wusste ja bisher kaum ein Mensch, das sie existierten und welche Opfer sie in der Vergangenheit bereits gebracht hatten und wer wusste letztendlich, welche Seite dieses Szenario überlebte.
Denn natürlich war Onryō davon überzeugt, das nur seine erschaffene Rasse das Gemetzel überdauern würde, welches bald beginnen wird und alle anderen dahinraffen würde.
Er genoss es, wie seine treuen Anhänger sich, im übertragenen Sinne, um ihn scharten und ihn huldigten, wie einen Gott. Er schwelgte in Glück, als er mitansah, wie immer Neue hinzukamen, die durch die Seuche, wie die Menschen sie nannten, welche durch einen mächtigen Zauber hervorgerufen wurde und eigentlich viel eher einer Selektion entsprach. Es begann die Auslese zwischen denen, die ihm bedingungslos dienen wollten oder mussten, weil sie in dem Fall schwach waren und sich nicht dagegen wehren konnten oder Fähigkeiten hatten, die der Kyūketsuki für seine Zwecke besitzen wollte und nur einem Sinn diente – die Gefolgschaft von Onryō immer mächtiger zu machen, bis jeder vernichtet werden konnte und würde, der gegen ihn war.
Und derer, die sich gegen ihn wandten und immun waren gegen die dunkle Magie, die gewirkt wurde und welche die Welt der Menschen retten wollten.

Aber an diesem Tag änderte sie etwas. Er konnte spüren, wie die mächtigste Waffe; das Instrument, welches ihn zu Grunde richten konnte, sich rührte und kurz davor stand zu erwachen und sich seiner Kraft bewusst zu werden. Denn es hatte bereits fast alles Mittel dafür zusammen, nur konnte es noch nicht umgesetzt werden. Noch wusste niemand genau, um was es sich handelte, selbst der Onryō konnte nur mutmaßen. Aber bald würden sich das ändern und er musste dem zuvorkommen, er musste sie in die Finger bekommen. Er würde nicht verlieren, koste es was es wolle.

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