Fated - Who can you trust?

vor 12 Tagen
Valerya hat Träume, die nicht einfach nur Fiktion sind, sondern ihr die Zukunft zeigen. Ihre Eltern haben ihr allerdings von klein auf eingebläut, dass alles in Ordnung sei - und sie hat es geglaubt. Sie wächst am Rande von Newcastle, England heran und lebt dort ein ganz normales Leben. Bis sich eines Tages alles ändert. Die Welt spielt ..
Fantasy - modern Utopie/Dystopie Tragödie/Leid P16 Mystery Beendet

Prolog

Die Menschen schrien und rannten um ihr Leben. Sie wurden von all dem Chaos überrannt. Die Menschheit wurde, wie ein Schiff von einem Tsunami, zerschmettert und sie konnte nichts dagegen tun. Sie waren dem Untergang der Welt hilflos ausgeliefert und daran ergötzten die Kinder des Kyūketsuki sich gnadenlos. Voller Euphorie genossen sie die Angst und Panik, die überall auf der Welt herrschte. Sie sogen den Schmerz tief in sich auf und schöpften dadurch ihre Kraft für die unsichere Zukunft.
Die Welt, wie ihr sie kanntet, existierte in diesem Universum nicht.
Sie wurde zerstört, für immer verändert und gebrochen, damit der Onryō seine grenzenlose Rache bekam. Sein Schmerz und Hass sollte bis in alle Ewigkeit währen und jeder sollte ihn zu spüren bekommen.
Diese Wesen, die er erschuf, die Kinder des Kyūketsuki, überfielen die Erde nun zuhauf und waren dem erlauchten Totengeist absolut hörig. Ihr einziger Wunsch war es, die Welt mit Finsternis zu überschatten, um seine Qualen, durch die er starb, zu rächen und für jeden offenzulegen.
Dafür würden sie alles tun. Alles, was er von ihnen verlangte, egal welches Martyrium sie dabei selbst erleiden mussten, sie waren ihm dadurch nur noch näher und kostbarer für ihn.

Viel war über diesen rachsüchtigen Geist nicht bekannt, zumindest nicht für die breite Masse der Menschheit. Nur dass er einst ein Mensch war, der einen langsamen, brutalen, gnadenlosen Tod voller Leid durchlitt und der erst nach vielen Tage oder gar Wochen eintrat. Daraufhin war dieser Mann, der er einst war, durch das Gefühl der Ungerechtigkeit und dem daraus resultierenden Drang nach Rache im Augenblick seines Todes so stark, dass sein Geist in dieser Spirale des Zorns und der Ruhelosigkeit gefangen wurde und nicht ins Jenseits übergehen konnte. Vielleicht wollte er es auch einfach nicht.
Der Onryō war für gewöhnlich gestaltlos, ein Schatten seiner einstigen Hülle, ein Geist, weder Fleisch noch Knochen und war damit auch nicht an die Naturgesetze gebunden.
Er konnte das Aussehen des Verstorbenen, aus dem er entwich, annehmen und dann sogar handgreiflich werden.
Er konnte den eigenen ehemaligen Körper wann immer es ihm beliebte annehmen, denn dieser Körper würde niemals verwesen, weil er während seiner Pein mit einem Zauber belegt wurde.
Wie eine Marionette konnte er ihn steuern, um seinem größten Ziel, immer währende Rache zu erlangen, näher zu kommen und nur diese trieb ihn bei allem an, was er tat.

Es gab zwei Wege einer seiner Anhänger zu werden. Entweder sein Geist nahm von einer noch lebenden Personen Besitz und treibt diese in den Selbstmord. Das passierte aber nur, wenn er den Mensch als wichtig oder in irgendeiner Weise besonders erachtete. Zum Beispiel hat er über die Jahrzehnte hinweg ein Gespür dafür entwickelt, wer magische Fähigkeiten hat, manchmal wussten diese Menschen selbst noch nichts davon, aber er spürte es und grub seine Fangzähne in ihr Fleisch, um sie für sich zu beanspruchen.
Weitere Kriterien für ihn waren ein besonderes Geschick im Kampf, Beharrlichkeit, Mordlust oder einige andere Charakterzüge, die für ihn in irgendeiner Weise hilfreich waren. Dabei spielte das Alter meist keine Rolle für ihn.
In den letzten 20 Jahren geschah es häufiger, dass er jemanden für sich erwählte, als jemals zuvor, weil durch eine aufkommende Seuche die Spreu vom Weizen getrennt wurde und er so bei der Überbevölkerung der Erde einen bessern Überblick hatte, wer es wert war zu seiner Armee zu gehören. Denn all jene, die das nicht waren, starben.
Der zweite Weg, wie ein Sterblicher sein Getreuer werden konnte, war, wenn er herausfand, in welchem Menschen er sich gerade befand oder wo sein Körper in dem Augenblick verweilte. Dieses Wissen konnte pures Glück sein, durch eine übernatürliche Fähigkeit geschehen, zum Beispiel bei einer Hexe durch einen Ortungszauber oder jemand hatte etwas von seiner Geschichte aufgeschnappt, die seit jeher überliefert wurde, aber nach und nach in Vergessenheit geriet.
In dem Fall, konnte er ihn darum bitten, von seinem Blut trinken zu dürfen und wurde somit ein Teil von ihm – willenlos und rachsüchtig.
Durch diese Handlungen erschuf er eine neue Spezies, die Kinder des Kyūketsuki, die weder lebendig noch tot waren. Man könnte sie mit Vampiren oder Zombies vergleichen, diesen Wesen sind sie am ähnlichsten und sie haben nur einen Wunsch: Rache.
Sie schworen ihm Treue – einige gewollt, andere unwissentlich, aber diese konnte aus dem Kontrakt mit ihm nicht austreten, egal wie sehr sie baten und bettelten, solche gab es, wenn auch nur sehr selten. Sie würden schon noch begreifen, dass er sie segnete, indem er von ihnen Besitz ergriffen hatte. Denn sie würden ewig Leben und immer währender Schönheit ihr Eigen nennen können. Denn, obwohl sie tot waren, zersetzte sich ihre Körper nicht, sondern behielt die Form, die sie zu ihrer Verwandlung hatten. Die einzigen Unterschiede waren, dass ihre körperlichen Leiden verschwanden, von Krankheit gebeutelte Korpus wurden geheilt und ihr Äußeres verschönerte sich, sodass sie überaus anziehend für Menschen und andere Lebewesen waren.

Onryō lebte ewig, genauso wie seine Anhänger die Unendlichkeit mit ihm teilten, was seine Vor- und Nachteile hatte. Denn sie zu töten war ein fast aussichtsloses Unterfangen. Nur eine Klinge aus speziell gefertigtem Metall konnte durch ihre Körper hindurch gleiten und sie damit ins Jenseits befördern. Nur das Eisen, welches im Himmel geschmiedet wurde, wie es die Sage überlieferte, konnte diese Ausgeburten aus der Hölle töten.
Doch das war nicht die einzige Einschränkung, denn nicht jeder konnte so eine Waffe halten oder damit umgehen. Das konnten nur Auserwählte, mit völlig verschiedenen besonderen Gaben, die sich in verschiedenen Übungen bewähren mussten.
Dafür wurden sie durch eine besondere Begabung davor abgeschirmt, dass sein Geist oder der einer seiner Anhänger in sie fahren konnte, um sie ebenso willenlos zu machen. Zum Glück, denn sonst würde diese Welt vermutlich schon längst nicht mehr existieren.
Trotzdem hatte es einen Hacken: wenn sie von ihm oder seinen Kindern gebissen werden, starben sie daran und dieser Tod war äußerst qualvoll.

Onryō zeigte sich vorerst nicht vor Menschen, die seinen Tod wollten – diese Genugtuung wollte er sich bis zum letzten Tag aufsparen, wenn er dem letzten Menschen eins zu eins gegenübertreten würde, mit einem hämischen Grinsen im Gesicht und einer riesigen Armee von Gefolgsleuten.
Denn das Jüngste Gericht stand ihnen unweigerlich bevor und niemand konnte es mehr verhindern. Er sollte seine Rache bekommen und dafür hatten einige treue Anhänger gesorgt. Sie hatten Fähigkeiten, über die er nicht verfügte und so brachten sie die Vulkane zum Feuerspeien, die Erde zum Beben und Sterne zum Abstürzen.
Und das alles sollte erst enden, wenn alle Menschen tot waren und im Höllenfeuer loderten.
Mit ihrer Hilfe, ihren übernatürlichen Begabungen und Stärken, würde er endlich siegen und dann vielleicht ins Jenseits schreiten können.
Doch bis es soweit war, sah er mit Befriedigung und Wohlgefallen zu, wie die Welt der Menschen zerbrach und kurz vor der unwiderruflichen Auslöschung stand.
Die Menschen wussten noch nicht einmal, wem oder was sie dort gegenüberstanden. Sie dachten, die Welt würde von alleine rebellieren und untergehen, weil die Menschheit diese nicht genug behütet und mit Dankbarkeit übersät hatte. Die törichten Menschen dachten, dass es einfach nur Naturgewalten waren, die sich gegen sie auflehnten. Doch sie hatten keine Ahnung, was wirklich hinter all dem steckte und das viele der altertümlichen Geschichten und Mythen wahr waren. Das es Kyūketsuki, rachsüchtige Geister, Ghule, Hexen, Dämonen und Venandi tatsächlich gab und Letztere, die Menschheit nun versuchten zu beschützen.
Vermutlich würde es den Venandi noch nicht einmal irgendjemand danken, denn es wusste ja bisher kaum ein Mensch, das sie existierten und welche Opfer sie in der Vergangenheit bereits gebracht hatten.
Und wer wusste letztendlich, welche Seite dieses Szenario überlebte.
Onryō war überzeugt, das nur seine erschaffene Rasse das Gemetzel überdauerte, welches bald begann und alle anderen dahinraffen würde.
Er genoss es, wie seine treuen Anhänger sich, im übertragenen Sinne, um ihn scharrten und ihn huldigten wie einen Gott. Er schwelgte im Glück, als er mit ansah, wie immer neue Anhänger hinzukamen, die durch die Seuche, wie die Menschen sie nannten, welche durch einen mächtigen Zauber hervorgerufen wurde und eigentlich viel eher einer Selektion entsprach, sich immer weiter ausbreitete.
Es begann der unerbittliche Kampf zwischen denen, die ihm bedingungslos dienen wollten oder mussten und denen, die sich gegen ihn wandten und immun auf die dunkle Magie reagierten.
Er war seinem Sieg zu nahe, um sich von seinen Widersachern in die Quere kommen zu lassen. Und genau deswegen sandte er seine fähigsten Männer und Frauen aus, um diesen lästigen Kreaturen aufzuhalten und ihnen, den Venandi, die Aussicht auf Erlösung und Rettung streitig zu machen.
Er würde nicht verlieren, koste es was es wolle.

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Anerya 08. Nov 2017

Hallo KatharinaDynaria,

Dein Text passt besser in die Kategorie Mysterie (Vampire gehören da hinein) oder Utopie/Dystopie. Bitte ändere die Einordnung entsprechend.

Gruß, Anerya

KatharinaDynaria 18. Nov 2017
Hallo Andrea, Hab Dystopie noch dazu genommen :) Gruß