Der Tätowierer der eigentlich vergeben war

vor 4 Mon.
Diese Geschichte ist beim stechen entstanden worden. Alles was dort steht ist rein fiktiv bis auf die Namen und einige kleine Dinge. Sonst ist alles rein Fiktiv! Viel Spaß beim Lesen <3
Liebe/Romantik Drama P16 Romanze In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Das ist der Anfang der Geschichte. Dies kann sich aber immer noch ändern. Es können Kleinigkeiten geändert werden. Alle Rechte vorbehalten. Viel Spaß beim Lesen <3

Ab zum Tätowierer

Den ganzen Tag war ich schon aufgeregt. Ich hatte mit meinem Tätowierer geschrieben und er hatte mit mir meinen Termin für mein nächstes Tattoo ausgemacht. Dieser sollte Donnerstag sein. Da ich unbedingt mein neues Tattoo so schnell wie möglich haben wollte, sagte ich meinem Tätowierer (der übrigens Hotte heißt), dass ich dann an dem Donnerstag um 12:00 Uhr bei ihm bin, damit er so schnell wie möglich alles vorbereiten kann.

Gesagt,getan. Ich stand früh genug auf um all meine Sachen zu erledigen die auf meinem Zettel standen und machte ich mich so schnell wie möglich auf zu meinem Termin.
Ich war die ganze Zeit nervös und trommelte, während der gesamten Busfahrt auf meinem Handy rum. Selbst die Musik, die ich im Ohr hatte, konnte mich nicht runterbringen.
Als ich dann an der Haltestelle ausgestiegen war, beschleunigte sich mein Puls erneut und ich wurde immer nervöser.
An dem Studio angekommen, raste mein Herz und ich hörte meinen Tätowierer draußen reden.
"Na du", sagte ich und grinste ihn an. Er drehte sich zu mir um und ich taxierte ihn von oben bis unten. Er sah gut aus. Seine Cap saß auf seinem Kopf und seine Hände waren wie immer gepflegt.
Es war schön ihn wiederzusehen nach so einer langen Zeit.
"Hey, Hotte hat dich schon vermisst", kam es von Tom, dem anderen Tätowierer als ich rein gegangen war und draußen mit Hotte soweit alles besprochen hatte. Er grinste mich an und neben ihm stand ein etwas kleinerer Junge, ziemlich schlaksig und er sah aus als würde er beim gehen die Hose verlieren.
Er bekam, so wie es aussah, von Tom ein Cover up. Anscheinend war die Mutter von ihm auch mit dabei, denn sie redete die ganze Zeit mit Tom und versuchte ihren Sohn Mut zu zusprechen. Aber ich sah Tom an, dass er sie am liebsten nicht dabei haben wollte.
Anscheinend hatte der vorherige Tätowierer dem sein Schmuckstück versaut, denn es sah überhaupt nicht gut gestochen aus. Es war total blass und ziemlich hässlich.
"So, dann leg dich mal hin", sagte Tom zu ihm und er tat das was er sagte. Ich grinste Tom nur an. Er schaute mir einige Sekunden in die Augen, bevor er sich dem Stück Papier widmete und das Cover Up-Tattoo von dem Jungen auf die Haut brachte. Ich mochte es, wie er mit voller Konzentration an seiner Hüfte arbeitete. Er stellte die kleinen Hütchen mit den Farben auf und befüllte sie. Danach nahm er seine Maschine und befüllte seine Nadel mit einer der verschiedenen Farben.
Nachdem er die Maschine angemacht hatte und gerade loslegen wollte, schaute er plötzlich hoch, sofort in meine Augen. Mein Herz blieb fast stehen. In mir kribbelte alles und ich wollte unruhig auf meinem Stuhl hin und herrutschen, aber dann hätte Hotte mein Tattoo versaut. Deswegen blieb ich ruhig und genoss das Spiel zwischen Tom und mir.

Irgendwann fragte ich, ob ich ein paar Geschichten vorlesen sollte. Denn ich konnte die Stille in diesem Raum nicht mehr ertragen.
Tom grinste mich an und seine Antwort kam prompt.
"Ja klar, ich muss doch wissen was Du so schreibst"
"Damit er heute Abend Spaß mit sich selbst hat", sagte Hotte und lachte. Tom grinste mich nur an und sagte anfänglich nichts zu Hottes Kommentar.
"Wenn die Geschichten gut sind warum nicht?", kam es dann von ihm und lachte erneut. Ich beobachtete ihn weiter und scrollte gelegentlich in meinem Handy rum, um eine neue Geschichte anzufangen. Die Musik war gut und immer mal wieder blitzten so kleine Ideen vor meinem innerem Auge auf. Diese spornten mich dann auch an weiterzuschreiben, während ich immer noch tätowiert wurde. Währenddessen war ich in meiner Fantasie gefangen und schaute Tom an. Sein Gesicht sah sehr gut aus. Seine braunen Augen schauten mich intensiv an und ich merkte, dass ich rot wurde. Deswegen schaute ich auf mein Handy und hoffte, dass meine anfängliche Fantasie nicht den Bach unterging, nur weil er mich so anschaute.
Deswegen kramte ich im Internet nachein paar Stories von mir raus und las sie einfach vor.
"Deine Geschichten sind gut", sagte Tom und grinste mich an. Ich lachte nur und beobachtete ihn weiter, während ich weiter fleißig auf meinem Handy meine Gedanken abtippte. Immer mal wieder schauten Tom und ich uns an. Ich spürte die tausend Nadeln, die Hotte in meinen Oberschenkel stach überhaupt nicht. Denn ich war so in meiner Inspiration gefangen, dass ich es einfach nicht spürte. Mittlerweile waren 2 Stunden vergangen und Hotte wurde langsam fertig. Es brannte ab und an, wenn er die überschüssige Farbe von meiner Haut wischte.
Während der schlaksige Junge wieder auf Toilette gegangen war, beobachtete Tom mich und ich ihn ebenfalls. Plötzlich stand er auf und kam zu mir. Da ich mich ausgezogen hatte, sah er natürlich auch die ganzen Narben auf meinem linken Oberschenkel. Einige waren leider frisch dazugekommen, als ich mich mal betrunken und mich dann auch wieder selbst verletzt hatte. Aber diese heilten auch schnell.
Seine Hand an meinem Oberschenkel zu spüren löste eine Gänsehaut in mir aus.
Ich musste schmunzeln und beobachtete seine Hand auf diesem. Dann schaute ich ihm in die Augen und schüttelte den Kopf.
"Nein?",sagte er und schlug leicht auf die Narben. Es tat nicht weh und es brannte auch nichts.
"Nein",erwiderte ich und schaute ihm erneut in die Augen.
"Na dann", sagte er und schlug erneut auf meinen Oberschenkel. Das es mich anmachte, merkte er natürlich nicht, außer er konnte meinen Blick deuten.
"Entlässt du Hotte für ne Kippe?",fragte er und grinste mich und dann Hotte an.
"Ich bin gleich eh fertig", sagte Hotte konzentriert und grinste.
"Na komm. Du kannst eine rauchen gehen. Ich bleib dann hier liegen",sagte ich und grinste beide an.
"Wenn Du das sagst",sagte Hotte und lächelte mich an.
"Jetzt geh schon bevor ich es mir anders überlege", sagte ich und grinste ihn schelmisch an.
"Ihr stellt schon nichts an?", sagte Tom und schaute zwischen dem Jungen und mir hin und her.
"Ich bin frisch gestochen, denkst du dass ich hier mit dem rummache?",sagte ich und schaute ihn mit hochgezogener Braue an. In Gedanken fügte ich aber nur hinzu:" Wenn du mit mir hier bleiben würdest, könnte ich für nichts garantieren" Ich beobachtete ihn und zeigte ihn mit meinen Augen was ich dachte. Anscheinend merkte er es denn er schaute mir länger in die Augen als nötig. Dann verschwanden beide raus, um zu rauchen. Ich lief derzeit nur im Hoodie bekleidet durch den Laden und setzte mich auf den Thron ähnlichen Stuhl, der mir es die ganze Zeit schon, seit ich mein erstes Tattoo von Hotte hatte, angetan hatte. Nach ungefähr 5 Minuten kamen die beiden wieder rein und ich folgte Hotte und Tom nach hinten. Damit mein Tattoo fertig wurde.
Ich legte mich also wieder hin und rutschte nah genug an Hotte ran, damit er gut an meinen linken Oberschenkel kam. Während er die Nadel wieder mit Farbe befüllte, beobachtete ich derzeit Tom und den Jungen.
Irgendwie fand ich das witzig, dass er die letzte halbe Stunde im fünf-Minuten-Takt auf Toilette ging. Ich schmunzelte die ganze Zeit und irgendwann konnte ich nicht mehr und musste lachen. Hotte schaute mich nur an und zog eine Augenbraue hoch.
Dann fragte er nach.
"Was ist so witzig?", er beobachtete mich eine Sekunde lang und dann schaute er wieder auf mein Bein.
"Tom tut mir nur leid", sagte ich und schaute ihn an. Er saß ziemlich deprimiert auf seinem Hocker und beobachtete Hotte und mich.
"Ich tue mir selbst auch leid. So fertig wie ich den mache", sagte er und grinste. Seine braunen Augen leuchteten.
"Dann viel Spaß noch.", sagte ich und nahm erneut mein Handy, um weiter an meiner Geschichte zu schreiben.
Inzwischen hatten wir schon halb 3 und so langsam wurde das zitternde Bündel neben mir fertig.
"Jetzt hast du es geschafft", sagte Tom und wischte nochmal über seine Hüfte.
"Und war es schlimm?", neckte ich ihn und grinste ihn an. Ich lag immer noch gemütlich auf der Liege und schaute den Jungen an, der ein ziemliches Weichei war.
"Gegen Ende war es echt schmerzhaft.", sagte er und verzog das Gesicht. Dann ging er zum Spiegel und schaute sich seinen Tiger an. Er sah gut aus. Tom hatte es sehr gut gestochen.
"Zeig mir mal dein Werk", sagte ich und grinste. Er drehte sich zitternd zu mir um und ich befürchtete schon, dass er umkippte, aber dies tat er nicht. Anscheinend war er einfach nur eine Schlaftablette.
Tom beobachtete erst den Jungen und dann mich. Dann zwinkerte er mir erneut zu. Nachdem der schlaksige Junge endlich fertig war, säuberte Tom seinen Platz und ich beobachtete ihn dabei. Er machte es alles grazil und ich beobachtete alles von ihm. Wie seine Mütze saß, wie er seine Arme bewegte, was er wie berührte und säuberte. Ich musste grinsen, als ich daran dachte, dass er mich so berühren könnte. Denn er würde mich so berühren, wenn ich eins dieser Instrumente gewesen wäre. Aber ich war leider keins dieser Instrumente, sondern eine junge Frau die chronisch untervögelt war. Deswegen stellte ich mir auch die ganze Zeit vor, wie ich von Tom berührt wurde und von ihm einfach nur gegen die Wand gedrückt und genommen wurde.
"So, dann haben wir es endlich geschafft", sagte Hotte und grinste mich an. Nettel kam gerade zu uns und schaute sich das Meisterwerk auf meinem Oberschenkel an.
"Sehr sehr gut gestochen", sagte sie und grinste mich und Hotte an.
"Ich bin auch sehr stolz darauf", sagte ich und grinste auch.
"So, jetzt kommt noch Folie drum und dann bist du entlassen" sagte Hotte und grinste mich an. Während er seine Folie suchte, ging er um mich rum und schlug mir mit seiner Hand auf meine Wade.
Er spielte mit mir. Das wusste er. Ich ebenso. Aber ich wollte ihn nicht, denn er hatte eine Freundin. Und keine offene Beziehung so wie Tom. Wäre er Single gewesen, hätte die ganze Sache anders ausgesehen.
"Ich danke dir vom ganzen Herzen Hotte", sagte ich und schaute ihn an. Er grinste. "Bitte, gern geschehen"
Während ich wartete, bis er die Folie um meinen Oberschenkel gewickelt hatte, lag ich noch auf der Liege und beobachtete die beiden Mädels, die jetzt zu Tom gingen. Anscheinend wurde nach gestochen. Es waren 2 kleine Pfeile am Unterarm/Handgelenk.
Ich beobachtete die beiden und sie beobachteten mich. Das sie blöd guckten merkten sie daran, dass Ich sie selbst auch nicht gerade freundlich anschaute. Irgendwie hatten die beiden etwas Schnepfen-Artiges. Aber man soll ja keine Menschen nur nach ihren kurzen Gesichtsausdrücken beurteilen.
Trotzdem fand ich es schon sehr seltsam, dass ihre Freundin die ganze Zeit am Handy hing und sie nicht unterstützte. Ja, ok was sollte man da auch unterstützen? Sie anfeuern beim tätowieren? Aber so war unsere heutige Jugend. Smartphone-süchtig und Aufmerksamkeitsgeil bis zum geht nicht mehr. Aber das sollte nicht meine Sorge sein. Ich war schließlich nur eine weitere Geldquelle für Hotte. Und sie eine weitere Geldquelle für Tom.

Nachdem ich mich wieder angezogen hatte, zog ich noch meine Jacke an und ging mit Hotte gemeinsam zum Tresen. Dann überreichte ich ihm das Geld und verabschiedete mich.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Es wurden noch keine Kommentare geschrieben.