Die letzte Erbin der Blacks

vor 2 Tagen
Das Leben könnte so einfach für ein junges amerikanisches Mädchen sein. Gerade den Schulabschluss in der Hand und bereit das Leben in vollen Zügen zu genießen. Doch an ihrem 17. Geburtstag steht Stellas Leben auf einmal Kopf. Plötzlich steht ein Britischer Ministeriumsangstellter in der Tür und wedelt mit einer Geburtsurkunde vor ihrer Nas..
Harry Potter Romanze P16 Abenteuer In Arbeit
Bemerkung des Authors: Die Geschichte spielt nach dem Krieg. Ich fand es schon immer interessant, wie es nach der Schlacht um Hogwarts weitergeht und wie die einzelnen Charaktere sich verändert haben. Vor allem, dass es gar nicht so einfach ist eine "bessere Welt" aufzubauen. Neben zahlreichen bekannten Figuren, kommen auch einige neue Figuren vor. Ich war kreativ und habe mir einige neue ausgedacht.:) Ich bin auch nicht jemand der nur der nur über Beziehung oder Romanzen schreibt. Für mich gehört, dass zwar in in diese Geschichte mit rein, aber es ist nicht Hauptbestandteil. Also es dreht sich nicht immer nur darum.;)

Prolog

Wie beginnt man am besten eine Geschichte oder besser gesagt seine eigene? Hast du dir darüber schon mal Gedanken gemacht?

Nein?! Ich mir ehrlich gesagt auch noch nicht. Also bis zu dem jetzigen Moment! Mein Leben habe ich zuvor noch nicht interessant genug dafür gehalten. Dazu musst du erst einmal wissen, dass ich vor drei Jahren noch ein stinknormales amerikanisches Mädchen war. Was gerne shoppen ging oder einfach seine Freizeit mit seinen besten Freunden verbrachte. Klar es war jetzt nicht langweilig und als Unternehmenstochter eines Weingutes hatte man immer viel zu tun. Aber etwas habe ich immer vermisst und ich fühlte mich oft sehr fehl am Platz. Deplatziert wie ein Elefant im Porzellanladen. Eine tiefe Unsicherheit hatte mich lange beherrscht und ich hatte das Gefühl nirgendwo dazuzugehören. Aber genug davon. Schließlich bin ich ja nicht nur der Mittelpunkt der Geschichte und ich höre schon euren Aufschrei. „Heul leiser du Heulsuse!“

Aber wo fange ich am besten mit dem Erzählen an? Märchen fangen ja immer mit dem berühmten Satz: „Es war einmal“ an. Diese handeln aber von perfekten Barbie-Prinzessinnen und ihrem ach so tollen fantastischen Leben. In der Story sind diese meist wunderschön, haben einen perfekten Körper und sind unendlich reich. Ihre Intelligenz ist unermesslich und selbst die Mathegenies des Landes beneiden sie dafür. Die Barbie Mary Sue wird von allen vergöttert besonders von dem Prinzen ihres Herzens, den Ken Gary Stue. Dieser ist ein richtiger Mann, also keiner der bei einer Männergrippe gleich zwei Wochen im Bett liegen bleibt. Nein er ist das blanke Gegenteil. Er ist höchst exotisch, muskulös und lässt sich von so etwas nicht unterkriegen. Außerdem sind die Beiden der Schwarm des ganzen Königreichs. Egal ob es die Magd, der Koch, der Friedhofsgärtner, der Serienmörder oder das Hausschwein ist. Alle lieben und vergöttern sie.

Halt! Stopp! Bei solchen Geschichten kommt einem eigentlich sofort das Würgen und man kennt schon von vornherein das Ende. Die Beiden heiraten und leben bis ans Ende ihres Lebens glücklich zusammen. Alle applaudieren und stehen mit durchnässten Taschentüchern neben dem Traualtar. Dann reiten die Beiden in den Sonnenuntergang und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Bla bla bla. Das kann sich nur jemand ausdenken, der zu viel Zauberhaschich genommen oder zu lange an der an einem Stechapfel-Joint gezogen hat!

Aber wenn ich ehrlich war, musste ich mir gerade eingestehen, dass ich mir genau dies von ganzen Herzen herbeisehnte. Jedenfalls das Happy End der Beiden und ich spürte einen tiefen Neid in mir. Wollten wir nicht alle tief in unserem Herzen glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende sein? Jetzt gerade in diesem Moment, wo ich durch den Flughafen eilte und mich durch Menschengruppen durchschlängelte, wünschte ich mir jedenfalls das Leben einer Barbie Mary Sue herbei. Diese wurde niemals für ihr Handeln kritisierte oder musste für ihre Taten einstehen. Alle liebten und schätzten sie. Aber so ist das reale Leben nun mal nicht und dieses war für niemanden perfekt. Leider!

Meine Gedanken beendete ich nun vorerst, denn völlig außer Atem erreichte ich gerade den Warteraum meiner Airline. In diesem tummelten sich schon einige Leute und ich ließ mich etwas abseits von ihnen in einem Sessel nieder. Es herrschte eine heitere Stimmung und viele schienen gerade auf dem Weg in den Urlaub zu seien. Ganz nach ihrer lockeren Kleidung und ihrem entspannten Gesichtsausdrücken zu urteilen Ein paar Kinder quiekten fröhlich umher und konnten es wahrscheinlich nicht erwarten bis sie endlich im Hotel angekommenen waren. Ich fühlte mich seltsam fremd und fernab von dem Geschehen. Angespannt warf ich einen Blick auf die Uhr im Raum. Es würde noch 40 Minuten dauern bis der Flug nach San Francisco starten würde. Eine wirkliche Freude konnte ich aber nicht empfinden, obwohl dies mein Heimatland war. Zu viele Dinge waren inzwischen geschehen und eine schwere Last lag auf meinen Schultern.

Verschiedene Dinge kamen wieder in mir hoch und ich merkte, dass ich immer noch nicht alles verarbeitet hatte, wie ich es mir gerne wünschte. „Verdammt „ brüllte ich auf einmal laut und lief sofort rot an, als ich die Blicke der Muggel mitbekam. Auch ihre Kinder hatten mit dem fröhlichen Quieken aufgehört und sahen mich erschrocken an.

Selbst heute konnte ich meine ungestüme Art nicht zurückhalten und musste mal wieder negativ auffallen. Ich zwang mich zur Ruhe und schloss meine Augen. Dies realisierte ich aber sofort als Fehler, da mir sofort alle Geschehnisse der letzten Jahre durch den Kopf gingen. Das führte dazu, dass ich mit zittern anfing und meine Tränen unterdrücken musste. „Reiß dich zusammen.“, befahl ich mir sofort und zwang mich zur Ruhe. Wo war nur mein Stolz? Ich heulte hier wie ein Baby herum. Dabei war meine Entscheidung, ihn zu verlassen, die Beste für alle beteiligen gewesen. Mein Verlobter würde dies bestimmt nicht so sehen, wenn er aufwachen und meinen Abschiedsbrief vor sich liegen sah. Vermutlich würde er ausrasten und sich auf die Suche nach mir begeben. Auch konnte ich mir gut vorstellen, dass er nicht so schnell von seinem Vorhaben aufzuhalten war. Kurz biss ich mir auf meine Unterlippe und mir wurde wieder bewusst, wie ähnlich wir uns waren. Wir beide waren ziemlich engstirnig und sehr stur. Aber ich wollte nicht, dass er mir folgte und wünschte mir, dass er mich aus seinem Gedächtnis löschte. Dies würde er ohnehin tun, wenn er erst einmal realisierte, dass ich für immer aus seinem Leben verschwunden war.

Jetzt erinnerte ich mich daran, wie ich vor ein paar Stunden noch meinen Entschluss gefasst und die notwendigsten Klamotten in eine kleine Reisetasche gepackt hatte. Zum Glück hatte mein Verlobter tief und fest geschlafen. So hatte er nichts davon mitbekommen. Von meinen Freunden hatte ich mich gar nicht verabschieden können und dies löste einen heftigen Schmerz in mir aus. Meine Schuldgefühle zogen mich in ein dunkles Loch und drohten mich innerlich zu zerreißen. Ich fühlte mich wie ein egoistisches Miststück, das einfach so aus ihrem Leben verschwand.

„Ich bin so feige“, dachte ich und ließ die vergangen Stunden Review passieren. Verschiedene Szenen schossen mir dabei durch meinen Kopf. Erst waren es zusammenhaltlose Szenen. Aber immer mehr fügten sich diese zu einem Film zusammen, der in meinem Kopf unaufhaltsam abgespielt wurde. Ich sah mich wieder vor seinem Bett stehen und wie ich ihm zum Abschied durchs Haar gestreichelt hatte. Dabei betrachtete ich sein Gesicht und gab ihm einen letzten Kuss auf seine Wange. Er sah so friedvoll und zufrieden wie schon lange nicht mehr aus. Am liebsten wäre ich bei ihm geblieben, aber ich blieb standhaft. Ich legte den Brief mit meiner Erklärung auf den Nachttisch und hoffte, dass er mich irgendwann verstehen würde. Ein letztes Mal drehte ich mich an der Tür zu ihn um und flüsterte: „Ich wünsche dir noch ein langes und glückliches Leben, mein Schatz. Ich liebe dich.“ Dann schlich ich mich aus seinem Leben hinaus.

Versteht ihr jetzt, warum ich mir das Leben einer Barbie Mary Sue herbei wünsche? Diese wäre nicht in so eine verdammte Situation geraten und hätte ihren Verlobten heiraten können. Dann wären die Beiden schlussendlich glücklich geworden und hätten bis an ihr Lebensende zusammengelebt. Aber nein, mir war nicht so ein Ende gegönnt. Ich befand mich in einem Warteraum umgeben von mehreren Nichtmagiern und war der unglücklichste Mensch auf der ganzen weiten Welt. Keine Menschmenge war um mich herum die Applaudierte oder mich bewunderte für meine Perfektion.

Jetzt schossen die Tränen in mir hoch. Wegblinzeln half leider nichts und ich verfluchte mich selbst dafür. Gefühle zu zeigen, war mir schon immer schwer gefallen und ich hasste solche derartigen Ausbrüche. Aber sie ergriffen schließlich die Obermacht und ich konnte sie nicht mehr aufhalten. Schnell stand ich auf, schnappte mir meine Tasche und lief zur nächsten Toilette. Dort schloss ich sofort ab und warf diese grob von mir. Dann klammerte ich mich an das Waschbecken und ließ meinen Tränen freien Lauf. Nach einer Weile hörte ich auf und schaute in den Spiegel.

Von meinem eigentlichen sonst so hübschen Gesicht war im Moment nicht fiel zu erkennen. Dafür waren meine Augen ziemlich rot und deutlich geschwollen. Meine langen schwarzen Haare fielen mir zerzaust ins Gesicht und meine dunklen Augen hatten ihren Glanz verloren. Sie wirkten auch viel zu dunkle für mein blasses Gesicht und ließ es unnatürlich wirken. In diesem Moment sah ich einfach nur grässlich aus und fühlte mich so hässlich wie noch nie in meinem Leben.

Während ich mich im Spiegel betrachtete, begann ich mich ihn diesem zu verlieren und fing an mich zu erinnern. Jetzt fiel mir auch endlich ein, wie ich meine Geschichte erzählen konnte.

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ATheobald84 09. Jul 2017

Bin über deine Story gestolpert und finde sie bis jetzt super. Ist mal was anderes. Bin sehr gespannt wie es weiter geht

Eiskatze 09. Jul 2017
Vielen lieben Dank. Auch für das Kompliment, dass es mal, was anderes ist. Dies ist auch mein Ziel gewesen und es freut mich ungemein, das ich es erreicht habe. ;) Auch macht es mich richtig happy, dass dir meine Story gefällt und ich hoffe das tut sie auch weiterhin.^^ lg Eiskatze
GwendeBoer2004 04. Jun 2017

Ich bin schon gespannt, was passiert, wenn Stella und Draco beim Projekt aufeinandetreffen.
Ich freue mich auf neue Kapitel.
LG, Gwen

Eiskatze 04. Jun 2017
Da musst du dich noch etwas gedulden. Aber nicht mehr lange versprochen. ;) Beim übernächsten Kapitel treffen sie wieder aufeinander. Es freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt. ^^
Borussia1909 14. May 2017

Gute Story :D

Eiskatze 15. May 2017
Vielen lieben Dank. :) Ich hoffe sie wird dir weiterhin gefallen.^^