Who'll come with me?

vor 22 Tagen
Was passiert, wenn eine junge Frau das Leben eines männlichen Bandmitgliedes von mitte der 90er an bis in die Gegenwart gehörig durcheinander bringt? Oder ist es doch eher umgekehrt? Kelly Boy && Elaine James (oc)
Kelly Family Romanze P16 Drama In Arbeit

23.

Das Thermometer zeigte angenehme 21 Grad, als die kleine Gemeinde von etwa 100 Personen am 1. Mai 2005, einem Sonntag, die Kapelle am Lohmarhohn-Hof verließ und vor dem Eingang darauf wartete, dass das frisch getraute Ehepaar sich zu seinen Gästen gesellte. Bei dem Brautpaar handelte es sich um Angelo und Kira Kelly, die sich nach der heimlichen standesamtlichen Hochzeit im Januar 2002 endlich dazu entschlossen hatten, ihren Bund auch kirchlich segnen zu lassen. Der Hof auf dem gefeiert wurde, gehörte Joey Kelly, Angelo's älterem Bruder, der das Anwesen gut ein Jahr zuvor von der katholischen Kirche gekauft hatte.

Vor dem Eingang waren Bögen aus bunten Blumen aufgestellt, unter welchen das Ehepaar hindurch gehen musste. Direkt vor ihnen her gingen ihr eigener fast vierjähriger Sohn Gabriel mit seiner kleinen Schwester Helen (zweieinhalb) an der Hand, sowie Luke (Joey's Sohn, 5) und Alexander (dreieinhalb, von Patricia) um Blumen zu streuen. Die nächste Generation der Kellys hatte zwar noch einige Mitglieder mehr, doch manche der Kinder waren eindeutig noch zu klein für diese Aufgabe. Die Messe war schlicht, aber dennoch schön gewesen und nach einem kleinen Stehempfang draußen, gingen auch schon alle gemeinsam in den Anbau des Hofs, wo di anschließende Feier stattfinden sollte.

Elaine James war nach fast drei Jahren zum ersten Mal wieder bei einem Fest dabei, auf dem die ganze Familie ihrer guten alten Freunde zusammen kam. Mit Kira und Angelo hatte sie über all die Jahre immer Kontakt gehabt und auch Besuche beiderseits waren vorgekommen, doch ansonsten hatte Elaine tatsächlich seit der Beerdigung von Vater Dan Kelly im August 2002 keines der anderen Geschwister persönlich wiedergesehen. Kontakt per Telefon war gelegentlich trotzdem vorhanden gewesen. Sie hatte aus nicht ganz klaren Gründen einige Zeit in London verbringen müssen und schien nun wieder zurück zu sein. Dementsprechend groß war das Hallo gewesen und auch die Überraschung darüber, was sich in den vergangenen Jahren so ereignet hatte. „Ihr sitzt natürlich mit am Familientisch!“, legte Kira völlig klar fest, als sie und Angelo an Elaine vorbei gingen. Wo ihr Vater war, das wusste sie nicht, doch vermutlich unterhielt er sich mit irgendwem. Auch nachdem Elaine Deutschland vor drei Jahren verlassen hatte, war er weiter bei der Band geblieben, bis dann im vergangenen Jahr endgültig jeder seiner eigenen Wege gegangen war.

„Was für eine schöne Überraschung“, sagte eine sehr ausgeglichen klingende Stimme zu Elaine und als sie sich umdrehte war das Erstaunen umso größer. Hinter ihr stand Paddy Kelly, sein Haar war raspelkurz geschnitten und er trug einen dunklen Anzug mit einem angesteckten silbernen Kreuz an der linken Brust. Fast wirkte er wie ein Priester, doch Elaine wusste natürlich, dass er „nur“ Mönch war und seit etwa einem Jahr in einem Kloster in Frankreich lebte. „Wow, du....“, doch die passenden Worte fehlten ihr tatsächlich. Es war schwer zu beschreiben. „einfach wow..“, plapperte sie dann noch einmal und er grinste so typisch, wie er es schon früher getan hatte. Die inzwischen 26-jährige trat auf ihren Exfreund zu, zögerte jedoch, bevor sie ihn wie geplant umarmte. „Es gibt irgendein Gelübde, das sowas verbietet, oder?“ Er fing an zu lachen, schüttelte dabei den Kopf und umarmte sie dann von sich aus. „Ganz so weltfremd sind wir nicht und Freundschaften sind für jeden Menschen unverzichtbar“. Wie es eigentlich immer gewesen war, tauchte auch Raelyn neben ihm auf, nur dass die beiden jetzt eben kein Paar mehr waren.

Von Kira und Angelo erfuhr Elaine damals von der Sache mit dem Kloster und es war wohl so, dass die Schottin dem Sänger sogar dazu geraten hatte, sich wegen all seiner Probleme für eine Weile zurück zu ziehen. Nicht jeder in der Familie war damit gleich zurecht gekommen, doch inzwischen schienen sich alle einig: Wenn ihr Bruder bei den Mönchen glücklich war und sein leben in den Griff bekam, dann waren es für sie ebenso okay.

„Elaine!“, rief ihr Vater schon von weitem, kam angerannt und erklärte ihr hektisch etwas, so dass sie sich von Raelyn und Paddy verabschiedete und davon rauschte. Die beiden sahen sich fragend an, gesellten sich dann aber zu den anderen Gästen, denn auch Paddy war zum ersten Mal seit seinem Eintritt ins Kloster wieder bei der Familie und man hatte sich das ein oder andere zu erzählen.

John Kelly stand unterdessen bereits im Saal wo der Rest der Feier stattfinden sollte und sah gerade Gregor Harms, Kira's Bruder, hinterher, mit dem er sich unterhalten hatte, als er seitlich unterhalb der Knie angerempelt wurde und blinzelnd hinab sah. Am Boden saß ein kleiner hellblonder Junge, hatte die Unterlippe leicht vor geschoben und war eindeutig den Tränen nahe, nachdem er den Zusammenstoß fabriziert hatte. „Hey Kleiner“, redete der Musiker leise mit dem Kind und ging in die Knie, um besser mit ihm auf einer Augenhöhe zu sein. „Nicht weinen, es ist nichts passiert“, sprach er weiter, als dem Knirps dann doch kleine Tränen über die Wangen liefen. „Na komm, zu wem gehörst du denn, hm?“ John fackelte nicht lange und nahm den Jungen kurzerhand auf den Arm, der vor lauter Erstaunen sogar vergaß, dass er eigentlich am Heulen war. Stirnrunzelnd stellte der Ire fest, dass er die Kinder seiner Geschwister wohl öfter besuchen sollte, wenn er nun nicht einmal wusste, mit wem er es zu tun hatte. „Wo ist deine Mama?“, fragte er den kleinen Blonden und der sah tatsächlich suchend umher. „Ist sie hier irgendwo?“ Doch es kam nur ein Kopfschütteln und John war einigermaßen ratlos, als er eine kleine silberne Kette mit Gravur am Handgelenk des Kindes auf seinem Arm entdeckte. „Noah. Ist das dein Name?“ Und der Kleine machte leise „mhm“ als Antwort. „Weißt du was, wir gehen Kira fragen, zu wem du gehörst“. Noah hob den Kopf. „Kira!“, wiederholte er und John musterte ihn schmunzelnd. „Genau. Und dann werden wir bestimmt auch deine Eltern bald finden“.

„Noah?“, rief eine Stimme von weitem und John versuchte über ein paar Köpfe hinweg zu sehen. Er war zwar größer als die meisten Anderen, aber dafür reichte es dann doch nicht. Nach kurzem sah der Musiker ziemlich verdattert drein, als jemand ihm sehr wohl bekanntes plötzlich vor ihm stand und Noah mit einem freudigen „Mama!“ seine kleinen Händchen nach der Person ausstreckte. „Du kannst doch nicht einfach davon laufen. Mama hat sich sorgen gemacht!“, erklärte Elaine ihrem Sohn, als sie ihn wieder auf dem Arm hatte und schüttelte mahnend den Kopf. John musterte sie von oben bis unten, denn wieder einmal – wie meist wenn sie sich unerwartet begegneten – fehlten ihm kurz die Worte bei ihrem Anblick. Ihr Haar, welches früher bis zur Schulter gereicht hatte fiel jetzt lang bis auf den Rücken und über die Schultern hinab, wobei das dunkle Braun von rötlichen Strähnen durchzogen war.

Viel zu sehr damit beschäftigt, den Junior zu finden, registrierte Elaine erst jetzt so richtig, wer ihren Nachwuchs da eigentlich eingesammelt hatte. „Hey...“, grüßte sie ein wenig schüchtern wirkend und bemerkte dann gleich, dass auch er sich optisch ein wenig verändert hatte. Das Hüftlange Haar war ab, hatte jetzt eine dunklere Farbe und reichte stufig bis knapp unterhalb der Schultern. „Ich wusste nicht, dass du...Wie alt ist er? Ich hätte schwören können, er ist einer von uns. Diese Haarfarbe...“, begann John zwar, konnte seine Sätze aber nicht so ganz richtig zu Ende bringen. „Sein Vater ist blond“, sagte Elaine und strich Noah vorsichtig über den Kopf. „Er ist knapp über ein Jahr. Und das wusste so gut wie niemand“, erklärte die Dunkelhaarige und sah sich dann kurz um. „Ich muss sehen wo mein Vater ist, er sucht ihn auch. Bis später?“ Der Ire nickte und sah wortlos hinter seiner ehemaligen Freundin her. Unübersehbar brachte ihn diese plötzliche Neuigkeit gehörig durcheinander, doch das war gerade wirklich der falsche Ort für sentimentale Erinnerungen.

Elaine hatte schließlich tatsächlich einen Platz am Tisch bekommen, wo auch die Familien des Brautpaars saßen und sie fühlte sich doch ein wenig merkwürdig, direkt neben Maite, John's Frau, die sich jedoch hervorragend mit Noah verstand und ihn mehr oder weniger hinter dem Rücken von Elaine vorbei die ganze Zeit über bespaßte. Die Spanierin hatte ein Gipsbein, weil sie bei einem Auftritt unglücklich ausgerutscht war und konnte nun sowieso nicht mehr tun, als am Tisch sitzen zu bleiben und sich zu unterhalten. „Wenn du willst, wir können tauschen Plätze“, sagte Maite nach einer Weile, die für Noah gerade aus einer Serviette einen kleinen Vogel gebastelt hatte und ihn nun in seine Richtung „fliegen“ ließ. „Ihr wollt bestimmt sprechen, weil ihr habt euch nicht gesehen für drei Jahre, oder?“ Sie sah zwischen Ihrem Mann und der Brünetten hin und her, so dass Elaine sich irgendwann geschlagen gab und Maite ihren Platz überließ. Noah quietschte vergnügt und war jetzt mit einem Such die Münze – Spiel beschäftigt, während Elaine sich neben John setzte. Sein Blick heftete sich gleich an ihre Hand, mit der sie ihr Glas festhielt und an der ein auffällig schöner Brillantring die Aufmerksamkeit auf sich zog. „Bist du verheiratet?“, fragte John sofort und beobachtete Elaine von der Seite, die langsam den Kopf schüttelte. „Verlobt. Mit Noah's Vater“. Sie lächelte und nippte am Wein. „Jemand den ich kenne?“ Und erneut reagierte sie mit einem Kopfschütteln. „Sein Name ist Ryan Beckett und er ist Engländer“. John grinste in sein Glas und machte dann leise „oh oh“, was die Dunkelhaarige dazu veranlasste, den Kopf zu ihm zu drehen. „Ein Engländer. Der Feind ist unter uns“, neckte er sie und Elaine konnte es sich nicht verkneifen, ihm mit dem Handrücken eins gegen die Schulter zu verpassen. „Blödmann“. So hatte sie ihn schon früher genannt, wenn er sie ärgerte und nun schmunzelten beide wieder.

Es wurden schließlich einige Reden gehalten, unter anderem von Kira's Bruder und von Paddy, die beide Trauzeugen waren. Es folgte der Brautvater und da Angelo keine Eltern mehr hatte, übernahm Kathy als seine älteste anwesende Schwester den Part, da sie ihn schließlich auch großgezogen hatte. Es wurden einige Spiele angesagt und so wie es aussah, bekam dabei jeder sein Fett weg, da das Brautpaar sich die Teilnehmer am Spiel zu ihrer Belustigung jeweils selbst aussuchte. Es ging nun um etwas mit Luftballons und Tanzen, bei dem Angelo sich das Mikro geschnappt hatte, um ein paar Leute auszusuchen. Patricia hatte wieder mal mit ihrem alten Rückenleiden zu kämpfen, weswegen ihr Mann Dennis kurzerhand mit Joey zusammengesteckt wurde, da dessen Frau vorübergehend abwesend war, um die Kinder schlafen zu legen. Dieses „Paar“ Sorgte für einiges Gelächter und ebenso Adam, der Cousin der Kellys, welcher mit einer älteren Tante von Kira ein Duo bildete. „Außerdem meine Schwester Barby und Lucas“, rief Angelo durch die Lautsprecher „Und zu guter letzt John und Maite“. Die anderen klatschten, doch neben Elaine kam protest von der Spanierin. „Ich kann doch nicht mit meine kaputte Fuß“, rief sie und wedelte mit den Krücken, was alle zum lachen brachte. „Elaine springt für sie ein!“, rief Kira, die sich das Mikro von ihrem Mann geklaut hatte. „Los, oder ich kündige dir fristlos die Freundschaft“.

John und Elaine ergaben sich schließlich, da selbst Maite sie anfeuerte, die inzwischen den kleinen Noah auf dem Schoß hatte, der begeistert mit ihr zusammen klatschte. „Mama tanzen!“, erklärte er begeistert und die Spanierin stellte fest, dass der Junge für einen Einjährigen ziemlich groß und unglaublich weit entwickelt war.

Sie bekamen einen Luftballon, sollten den selbigen zwischen sich klemmen und dann so lange passend zur Musik tanzen, bis sie entweder den Ballon verloren, ihn zum platzen gebracht hatten, oder als letzte noch übrig waren. John hatte sein Whiskeyglas mitgenommen, leerte es nun in einem Zug und zog Elaine an der Hand zu sich. „Wir haben 96 ein ganzes Dorf voller Spanier gerockt, da wird das hier doch der reinste Witz!“, rief er und alle anderen lachten und klatschten. Elaine fühlte sich etwas unwohl, weil seine Frau in der Nähe war und generell doch John war schon immer gut darin gewesen, sie für sich zu gewinnen. „Nicht darüber nachdenken“, sagte er leise zu Elaine, ehe die Musik los ging. Zuerst war es etwas unverkennbar irisches, da im Hintergrund Bagpipes zu hören waren. Joey und Dennis waren die ersten, die unter polterndem lachen ihren Ballon verloren und beide auf dem Hosenboden landeten, weil sie versucht hatten das entflohene Teil nochmal irgendwie einzufangen.

Sie versprachen schließlich, für Angelo und Kira im August das ganze Haus zu putzen. Die Idee kam von Dennis und sein Schwager Joey verpasste ihm für „den scheiß Einfall“ geradewegs eine Kopfnuss, denn der Sportler hasste nichts mehr als putzen.

John und Elaine schlugen sich unterdessen ganz gut und nach einiger Zeit waren nur noch sie sowie Lucas und Barby übrig. Die beiden hatten sich in der Therapiegruppe kennengelernt, in welche Barby seit mehreren Jahren ging und auch wenn man es nicht als Beziehung im herkömmlichen Sinne betrachten konnte, waren die beiden fast unzertrennlich. Elaine freute sich für die immer sehr zurückhaltende Schwester der anderen, denn sie hatte sie immer schon sehr gerne gehabt. Barby war ruhig aber zu jedem lieb und nett und so etwas war speziell in heutiger Zeit eine Menge wert.

„Ich dachte eine Weile wirklich, ich würde dich nie wiedersehen“, begann John plötzlich wie aus heiterem Himmel und Elaine zuckte tatsächlich kurz zusammen, ehe sie zu ihm aufsah. „Als du damals weder zu Weihnachten, noch Ostern da warst... ich hab mir solche Sorgen gemacht“, erzählte er leise weiter in ihr Ohr. Es fiel nicht auf, dass er ihr so nahe gekommen war, denn die anderen hielten es wegen dem Ballon-Spiel ja für absolut nötig. „Kira hat mir immer versichert, dass es dir gut geht, wollte mir aber auf meine Fragen keine Antwort geben. Jetzt weiß ich auch, warum“. Die Dunkelhaarige verstand nicht ganz und sah ihn dementsprechend fragend an. „Kanntest du Ryan schon, als wir noch...“, deutete er an und sie schüttelte sofort den Kopf. „John...i made a lot of mistakes in all my life“, begann sie leise auf englisch und musste dann kurz überlegen. „Ich habe viele Leute enttäuscht, aber ich hätte DICH nie betrügen können“, antwortete sie wahrheitsgemäß und merkte wie bei seinem Blick sofort ihre Knie weich wurden. Knapp drei Jahre Abstand waren nicht genug gewesen, um sämtliche Gefühle ihm gegenüber zu beseitigen, dazu hätte es wohl ein ganzes Leben benötigt. Wenn Elaine ehrlich war, dann wollte sie das eigentlich auch gar nicht. Er jedoch war verheiratet und Maite war so ein netter Mensch, dass Elaine sich allein beim Anblick der Spanierin mies fühlte. Die Sopranistin war um so vieles besser als sie selbst es jemals sein könnte und somit hatte John eigentlich die absolut richtige Wahl getroffen.

“Damals in Irland..“setzte John zum weitersprechen an, ließ sich jedoch durch ein Kopfschütteln von Elaine unterbrechen. „Lass uns bitte über etwas anderes reden. Das ist lange her und in der Vergangenheit zu leben hilft niemandem“, sagte die Dunkelhaarige vorsichtig, aber dennoch direkt. Der Musiker schien noch etwas sagen zu wollen, doch da verabschiedete der Ballon zwischen ihnen sich mit einem lauten Knallen, da Elaine mit einem Anhänger ihrer Armkette daran hängen geblieben war. Barby und Lucas hatten somit gewonnen, „Ich übernehme das!“, meldete Elaine sich und ging dann zu Angelo und Kira hinüber, wohin John ihr folgte. „Welcher Monat ist noch frei?“, erkundigte sie sich und sah auf die Liste, auf welcher die anderen ausgeschiedenen Spieler vor ihnen sich eingetragen hatten. „Okay, im Dezember lassen wir für euch ein Romantik-Wochenende springen. Und damit ihr auch wirklich für euch seid, werde ich von Freitag- bis Sonntagabend auf eure Kinder aufpassen?“ Die beiden freuten sich sichtlich und John schien mit dem Vorschlag auch einverstanden zu sein. „Soll ich denn nicht helfen beim Kinder hüten?“, fragte er nach, als sie zurück zu ihren Plätzen gingen. „Als hättest du Zeit dafür“, schmunzelte Elaine und wurde am Tisch freudig von ihrem Sohn empfangen. „Mama getanzen!“, sagte er begeistert, musste dann aber gähnen und rieb sich kurz die Augen.
„Ich glaube, da ist jemand müde“, meinte Elaine zu dem kleinen blonden Jungen und Ed schien das als sein Stichwort gesehen zu haben. Er verließ seinen Stuhl und hob Noah hoch, der bis eben noch bei Maite gesessen hatte. „Ich nehm ihn mit, bleib du ruhig noch hier und hab Spaß. Ist sowieso viel zu lange her, dass du was einfach nur für dich gemacht hast“, recht hatte ihr Vater ja schon, denn seit der Geburt von Noah war Elaine praktisch nirgends mehr allein gewesen.

„Ich muss auch mich hinlegen“, seufzte die spanische Sängerin und sofort stand John neben ihr, wie es sich als anständiger Ehemann eben so gehörte. „No. Bleib hier. Das ist Hochzeit deines Bruders, da gehst du nicht schon früh“, lehnte sie eindeutig ab, dass er sie begleiten musste. Sie küssten sich kurz – wobei Elaine möglichst unauffällig weg sah – und dann stand sie allein neben John. „Wir sind mal wieder übrig, was?“, grinste er und Elaine hob schmunzelnd die Schultern. „Ich weiß nicht, was du machst, ich geh tanzen. Ich muss die seltene Freiheit nutzen“. Damit schlenderte die Brünette zur Tanzfläche und John beobachtete sie eine Weile, bevor er dann doch auch folgte.

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mpk1981 02. Aug 2017

Hallo, ich habe hier schon ganz vieleFF gelesen, aber erst deine hat mich dazu bewogen das ich mich hier anmelde. Ich wollte einfach los werden wie toll ich deine Geschichte finde. Ich hoffe es geht bald weiter. Eine Vermutung lässt mich seit mehreren Kapiteln nicht mehr los: Ich glaube ja das John Noahs Vater ist und hoffe inständig das sie es ihm bald sagt, weil er kinder ja so liebt. Am anfang musste ich mich erstmalan die Geschichte gewöhnen, da es nicht um Paddy ging(er hat mich schon immer fasziniert) und mit John konnte ich nichts anfangen, da er viel älter ist. Aber durch deine FF hast du ihn mir näher gebracht und man könnte meinen das man ihn und seine Familie schon ewig kennt.
Ich freue mich auf neue Kapitel
Liebe grüße

Casnix 02. Jul 2017

Die Geschichte ist wirklich schön :) Ich hoffe auf ein Happy End - nach so langer Zeit. Echt schön, jeden Abend was Neues zu lesen. Und mir gefällt, dass auch mal John der Hauptcharakter ist. Tolle Idee.

JuliehCan 29. Jun 2017

Ich freue mich jedes Mal wenn du wieder ein neues Kapitel hochlädst...du schreibst so toll und deine Geschichte ist einfach nur interessant :-) mach weiter so

Cherry84 29. Jun 2017
Aww, vielen Dank für die netten Worte ^-^