Who'll come with me?

vor 22 Tagen
Was passiert, wenn eine junge Frau das Leben eines männlichen Bandmitgliedes von mitte der 90er an bis in die Gegenwart gehörig durcheinander bringt? Oder ist es doch eher umgekehrt? Kelly Boy && Elaine James (oc)
Kelly Family Romanze P16 Drama In Arbeit

4.

Mitten in der Nacht stand Elaine zwischen Trucks und Wohnmobilen auf einem großen Platz in Paris und küsste John Kelly, den Bruder ihres Freundes. Schon recht lange schwärmte die 16-jährige für den zwölf Jahre älteren Musiker, doch dass es jemals zu so einer Situation kommen könnte, hatte die junge Frau sich allerhöchstens in ihren Träumen ausgemalt. Nie wäre sie auf die Idee gekommen, dass John auch nur im Ansatz etwas ähnliches für sie empfinden könnte. Er schien es dennoch zu tun, denn dieser Kuss war tatsächlich von ihm ausgegangen und er beendete selbigen schließlich auch wieder, wobei er sich zweifelsfrei wirklich sehr viel Zeit ließ.
“What are you doing to me?”, fragte John leise und ein wenig atemlos, doch Elaine schüttelte wie in Zeitlupe den Kopf. “Me? You are the one who did this”, gab sie flüsternd zur Antwort. Die Brünette sprach im Normalfall aus Gewohnheit fast immer deutsch, weil sie hauptsächlich hier aufgewachsen war, doch beherrschte sie eigentlich beide Sprachen gleich gut. Der Musiker schmunzelte leicht und konnte ihr in dem Punkt nicht einmal widersprechen. “You’re so damn right…”
Er hatte sie geküsst und nicht anders herum, wobei Elaine sich nicht unbedingt große Mühe gab, ihn von sich fern zu halten.
“You’re only sixteen, Elaine. And I am nearly thirty”, versuchte er weitere Gründe dafür aufzuzählen, warum das hier absolut jeden Rahmen sprengte. “Ich weiß sehr gut, wie alt ich bin. Und du wirst kommenden Frühling 29. Dein Geburtstag ist der 9. März 67..”.
John war ein wenig erstaunt, dass sie das alles so ohne weiteres aufzählen konnte und öffnete gerade den Mund um eine Frage zu stellen, als Elaine sich ein wenig streckte und ihm jetzt von sich aus wieder näher kam. “Frag bitte einfach nicht”, flüsterte sie und wollte gerade zum nächsten Kuss ansetzen. Nun wo er sich zuerst vorgewagt hatte, schien es ihr selbst viel leichter zu fallen.

“ELAINE?”, rief jemand nicht weit entfernt und ließ die beiden zusammen zucken. Es war die Stimme ihres Vaters und man hätte beinahe meinen können, dass er sie zur Ordnung rufen wollte. Sofort trat John einen Schritt zurück und brachte somit einen angemessenen Abstand zwischen sich und die Tochter seines alten Freundes. “It’s alright, Ed. She’s with me!”, gab der Blonde rufend zur Antwort und keine zehn Sekunden später tauchte Elaine’s Vater aus der Dunkelheit auf. Sie war einmal, im Alter von zwölf Jahren in einer fremden Stadt bei Nacht verschwunden gewesen und seither reagierte Edmund James einfach empfindlich darauf, wenn sie nachts nicht dort war, wo er sie vermutete. Dass sie in der Gesellschaft von John war schien ihn zu beruhigen, denn immerhin war er kein junger und verantwortungsloser Taugenichts.
“Sorry Dad, ich konnte nicht schlafen und wollte dich nicht aufwecken”, entschuldigte sie sich bei Ihrem Vater, der sich bereits wieder beruhigt zu haben schien. “I thought you might be.. well..”. Er räusperte sich etwas verlegen und Elaine rollte mit den Augen. “Nein, ich war nicht in einem anderen Bett, falls du das gemeint hast.”
Zwar dachte Elaine, dass sie es gerne wäre, doch würde es sich dabei um ein anderes Bett handeln als das, in welchem Ed sie vermuten würde. Ein erneutes Hüsteln ihres Vaters verriet, dass sie richtig geraten hatte und während er mit schuldbewusst erhobenen Händen wieder davon ging sog John hörbar die Luft ein. “Er hält mich für viel ehrenhafter, als ich es bin”, gab er leise zu verstehen, worauf Elaine ihren Kopf schüttelte und langsam nach seiner Hand griff, um sie vorsichtig zu drücken. “Geh jetzt bitte zurück. Erstens wird dein Vater nun auf dich warten und…” Noch einmal kam er ganz nahe. “Zweitens traue ich mir heute selbst nicht mehr richtig”. Damit küsste er sanft ihre Stirn und ging dann davon.

Zuerst stand Elaine einfach nur da, blickte John hinterher und anschließend für mehrere Minuten in den dunklen Himmel. Es war wirklich kein Traum gewesen. Das musste sie sich mehrmals selbst stumm sagen, um nicht an ihrem eigenen verstand zu zweifeln. Wie in Trance hob sie auf dem Rückweg zum Trailer die Hand zu ihren Lippen und ließ den Zeigefinger vorsichtig darüber fahren. Nein, der Kuss war echt gewesen und sie würde diesen Moment auch garantiert nicht so schnell wieder vergessen. Oder viel eher niemals.
Ed beschäftigte sich sehr aufmerksam mit einer Flasche Wasser, als Elaine hinein kam und als sie sich wieder in ihren Schlafbereich zurückzog, ging auch er in sein Bett.  Noch eine ganze Weile lag die Brünette wach, bis der Schlaf sie irgendwann doch übermannte. War es sehr verwerflich, sich zu wünschen dass jemand neben einem lag?

Elaine schlief den Rest der Nacht gut und ruhig. Geweckt wurde sie irgendwann von der vorsichtigen Berührung einer Hand an ihrer Schulter. Ihr Vater konnte es nicht sein, denn er hatte ganz andere Methoden, jemanden wach zu kriegen. War es möglich, dass…?

“Hallo Schlafmütze”, plauderte jemand gut gelaunt und Elaine war insgeheim ein wenig enttäuscht, dass es eine andere Stimme war als jene, auf die sie hoffte. Blinzelnd setzte sie sich auf und sah einen breit grinsenden Paddy an ihrer Bettkante sitzen. „Morgen“, grüßte sie etwas verzögert zurück und gähnte noch einmal ausgiebig. „An deiner Stelle wäre ich auch Müde. Dich nachts mit meinem Bruder draußen herum zu treiben ist wirklich unter aller Kanone“, erzählte der 18-jährige nun mit ernstem Gesicht und Elaine fühlte sich sofort ertappt. „W-was? Wir haben uns nur zufällig draußen getroffen“. Paddy begann laut zu prusten und gab ihr dann überschwänglich einen Kuss auf den Mund .“Du solltest dein Gesicht sehen, herrlich! Ich hab doch nur Spaß gemacht“. Nicht im Traum dachte der junge Sänger daran, dass nachts tatsächlich etwas passiert war, für das Elaine sich schämen oder sich schlecht fühlen müsste.
„Ich wollte nach dir sehen, ich muss leider gleich weg“, sagte er mit bedauerndem Tonfall und hatte einen verlegenen Blick aufgesetzt. „Ich weiß, wir wollten heute zusammen was machen, aber jetzt kamen zwei Termine für das französische Fernsehen rein, naja“. Es tat ihm ganz offensichtlich ehrlich leid, doch Elaine war auch klar, dass man sich einen solchen Auftritt nicht entgehen ließ. „Nur du allein?“, fragte sie nach und ging davon aus, dass wohl alle seine Geschwister dazu eingeladen worden waren. Er jedoch schüttelte den Kopf. „Mit Angelo und Maite. Aber Patricia und Joey wollen ein wenig in die Stadt, vielleicht kannst du sie ja begleiten?“ Hier in Frankreich waren die Kellys etwas weniger bekannt als in Deutschland und konnten sich so offenbar freier draußen bewegen. „Ja mal sehen“, antwortete Elaine lächelnd und kletterte dann aus dem Bett.

„Wie lange bist du weg?“, fragte sie Paddy und kämmte nebenbei durch ihr Haar, welches doch ziemlich zerzaust ausgesehen hatte. „Die wollen, dass wir nach der Sendung noch ein paar Autogramme geben. Es wird also... wohl später Abend werden. Sorry... ich kann mir denken, dass du dir das anders vorgestellt hattest“. Elaine hob leicht die Schultern, sie war es schon gewohnt inzwischen. „Sie wollen dich? Dann kriegen sie dich auch, dagegen kann ich nichts ausrichten“, plapperte sie mit einem übertriebenen Seufzen und grinste ihn dann an. „Dein Vater kommt mit uns, du solltest die Zeit vielleicht nutzen, um dich überall dort herum zu treiben, wo er es nicht gerne sieht“, witzelte er und sah dann auf seine Uhr. „Ich muss leider. Wir sehen uns heute Abend?“ Die Brünette nickte und es folgte ein weiterer kurzer Kuss zum Abschied. Warum nur konnte sie ihn nicht so behandeln, wie er es verdient hatte? Nachdenklich blickte Elaine zur Tür, wo ihr Freund gerade verschwunden war, als ihr auf der Ablage daneben ein Zettel auffiel. Sie ging hinüber und las die Zeilen, die ihr Vater geschrieben hatte. Im Prinzip war es das selbe, was Paddy ihr schon gesagt hatte und so machte sie sich nach kurzem erst einmal an ein spätes Frühstück. Ein sehr spätes um genau zu sein, denn es war bereits kurz vor 14 Uhr.

Ein Brötchen mit Käse und eine Tasse Kaffee später stieg Elaine zuerst unter die Dusche und ging dann für einen Spaziergang nach draußen. Fast zwei Stunden lief sie über das gelände, unterhielt sich hier und da mit einem Mitarbeiter ihres Vaters und kehrte gegen halb 6 zum Trailer zurück, wo sie sich mit einem Buch auf ihr Bett legte. Sie würde Rest des Abends wohl allein hierbleiben. Zwar mochte sie Joey und Patricia gerne, aber was sie mit den beiden auf einer mehrstündigen Tour durch Paris reden sollte, wusste sie ehrlich gesagt einfach nicht. Es klopfte leise an der Tür und vermutlich hatte Paddy seinen Geschwistern gesagt, sie sollten Elaine mitnehmen, wenn sie irgendwo hin gingen, damit sie sich nicht einsam fühlte, weil ihr Freund den versprochenen gemeinsamen Tag nicht einhalten konnte. „Kommt rein“, rief sie und ließ den Blick vorerst auf ihr Buch gerichtet, weil sie Seite noch fertig lesen wollte.
„Hey“, hörte sie eine Stimme von der Tür her und vergaß das Buch in ihrer Hand sofort völlig, da es John war, der dort stand und sie lächelnd musterte. „Ich dachte, du könntest ein wenig Gesellschaft vertragen? Patricia und Joey haben dich vorhin gesucht, weil sie dich in die Stadt mitnehmen wollten. Du warst nicht da und ich dachte, ich versuche es einfach später nochmal“. Beinahe hatte Elaine befürchtet, er würde sie nach dem Zwischenfall der letzten Nacht meiden. Anscheinend war ihr Eindruck völlig falsch, den ganz im Gegenteil schien er den Umgang mit ihr sogar ganz bewusst zu suchen. „Sie haben extra auf mich gewartet?“, hakte die junge Frau nach, doch ihr Gegenüber schüttelte den Kopf. „Ich hab ihnen gesagt, sie sollen einfach los gehen und ich werde schauen wo du bist. Willst du immer noch Paris sehen? Ich kann dir zeigen, wo wir früher Musik gemacht haben... wenn du möchtest“.

Es war albern, doch Elaine fühlte sich fast, als wäre sie gerade nach einem Date gefragt worden. Das Buch war längst vergessen, und noch während er sprach zog sie bereits ihre Schuhe an und schnürte sie zu. „Ich will!“, sprudelte es aus ihr hervor und John musste über die Wortwahl lachen. „We are not ready for that yet, my dear“, schmunzelte er und ließ Elaine den Vortritt, während er seitlich der Tür wartete, bis sie hinaus gegangen war. „Darf ich bitten, Mylady?“, spielte John weiter den Gentleman und deutete auf ein kleines Auto, Marke VW Golf, welches einem der Mitarbeiter ihres Vaters gehörte, d er stets mit seinem Privatfahrzeug fuhr, anstatt mit den anderen in den Wohnmobilen, wo ihm laut eigener Aussage immer übel wurde. Sie stieg ein und legte den Gurt an, beobachtete währenddessen, wie John den Fahrersitz für sich beanspruchte. „Warum machst du das?“, fragte sie ehrlich interessiert und lauschte dem Geräusch des gestarteten Motors. „Ich muss mir über das klar werden, was letzte Nacht passiert ist. Hier, wo ständig jemand dazwischen kommt ist das nur schwer möglich. Natürlich nur, wenn du einverstanden bist und..“ Elaine war es, die ihm das Wort abschnitt, indem sie ihren Zeigefinger kurz vor seine Lippen legte und ihm somit andeutete, dass es ihrerseits keine Einwände gab. „Ich bin. Und nun fahr“, forderte sie John auf und er musste wieder grinsen. Sie hatte einfach eine unglaublich erfrischende Art, die ihm von Tag zu Tag besser gefiel – auch wenn sie das nicht sollte.

Die Fahrt dauerte eine gute halbe Stunde, bis der Kleinwagen abgestellt wurde und Elaine beim aussteigen neugierig um sich blickte. „Wir müssen noch ein wenig gehen“, erklärte John und wartete, bis sie sich auf seiner Höhe befand, ehe er die ersten Schritte machte. „Ich habe nicht damit gerechnet, dich heute zu sehen“, gestand Elaine ehrlich, was ihr gerade durch den Kopf ging. „Viel eher hatte ich die Befürchtung, dass du mir aus dem Weg gehst, nachdem was war“. Er hatte sie dann ja doch ziemlich eilig los werden wollen, wobei das wohl hauptsächlich am auftauchen ihres Vaters lag.
Es machte den Eindruck, dass John sich hier gut auskannte, denn er musste sich nicht großartig auf den Weg konzentrieren, den sie zurücklegten. „Ich kenne mich im Moment selbst nicht richtig“, gab er stirnrunzelnd zu und musterte die Frau neben sich kurz, als sie sich an seinem Arm einhakte. Elaine fiel auf, dass zu ihrer rechten Seite der Fluss in Sichtweite gekommen war und nachdem John sie durch einen kleinen Durchgang in einer Reihe aus Büschen geführt hatte, gingen sie direkt am Ufer der Seine entlang.
Es gab eine menge netter kleiner Ecken, wo man sich gemütlich und fast ungestört hinsetzen konnte, denn sie kamen an vielen Pärchen vorbei, die jedoch nur bei genauem hinsehen entdeckt wurden zwischen all dem Grün, kleinen Parks und Statuen.

„Wenn ich dich letzte Nacht in Verlegenheit gebracht habe, dann tut es mir leid“, sagte Elaine nach einer Weile und drehte den Kopf zur Seite, um John anblicken zu können. Er war Paddy zwar ähnlich, aber trotzdem so anders und sie mochte seine Art einfach in all ihren Aspekten unheimlich gerne. Er war erwachsen und das kam ihr gelegen, da sie selbst in ihrem Verhalten eigentlich weit reifer war als die 16 Jahre, die offizielle Dokumente belegten. Ihre Blicke begegneten sich wieder und es machte den Anschein, dass erneut dieser besondere Zauber zwischen ihnen entstand, wie es schon in der vorigen Nacht passiert war. „Hier ist es!“, unterbrach John dann aber doch und legte einen Arm leicht um ihre Schultern, wobei er mit der anderen Hand in eine Richtung deutete, wo sich inmitten von schön geformten Bäumen und Sträuchern ein Platz mit mehreren kleinen Cafés befand. „Dort drüben standen wir mit unseren Instrumenten und die Leute kamen von den Stühlen herüber und haben uns Geld in einen kleinen Teller geworfen“. Es beeindruckte Elaine, wie sie sich von Straßenmusikern so weit hochgearbeitet hatten. Natürlich kannte sie die Geschichten, aber es war trotzdem noch einmal anders und besonders, tatsächlich an so einem Ort mit ihm zu stehen.
Sie mochte seine Erzählung nicht unterbrechen und folgte einfach nur jedem seiner Worte ganz genau. „Ich war damals so alt wie du jetzt. Nach dem Tod unserer Mutter sind wir '83 nach Paris gezogen. Wir haben in einem heruntergekommenen Hotel gewohnt und überall in der Stadt vor Passanten gespielt. Im Winter meist in der Metro, weil es vor allem für die jüngeren draußen zu kalt war“. Es klang nicht nach einem einfachen Lebensabschnitt, aber irgendwie hatte es auch etwas Romantisches.

John führte sie langsam weiter und nun in den Abendstunden bereute Elaine die Tatsache, dass sie nur ein leichtes Shirt trug und keine Jacke mitgenommen hatte. „Wie lange habt ihr in Paris gelebt?“, fragte sie nach einer Weile und musterte sein Gesicht wieder. Er hätte ihr kaum einen größeren Gefallen tun können, als so diesen Spätnachmittag und frühen Abend gemeinsam zu verbringen.
„Drei Jahre. So lange bis uns die französischen Behörden hinterher waren, wegen unserer jüngeren Geschwister und der Schulpflicht. Mein Vater ist mit uns kurzerhand in die USA, bis er 89 dann das Boot gekauft hat und wir nach Deutschland kamen“, erklärte John ihr sehr ausführlich. Und genau das war das beste, was Dan Kelly nach Meinung von Elaine jemals getan hatte, dieses Boot in den Kölner Hafen zu legen. Erst in Deutschland war die Familienband richtig groß rausgekommen und bei dem Bekanntheitsgrad angelangt, wo sie sich jetzt befand. Sie gingen Weiter und Elaine hing nebenbei ihren Gedanken nach, wobei sie obendrein versuchte, das leichte Frösteln zu unterdrücken. Hier am Fluss war es doch etwas kühler und inzwischen sagte die Uhr bereits knapp vor sieben am Abend, die Sonne würde bald untergehen. „Warum bist du nicht mit zu dieser Fernsehshow?“ John hob gelassen die Schultern und schlüpfte gerade aus seiner Sweater Jacke. Fand er es etwa zu warm?
„Die jüngeren sind nun einmal bei Teenagern angesagt und nicht jemand wie ich kurz vor dreißig“, kam die Erklärung sofort. Nebenbei legte er Elaine seine Jacke um die Schultern und rückte sie etwas zurecht. „Besser?“ Sie nickte nur und war insgeheim für die Möglichkeit zum Aufwärmen wirklich sehr dankbar.

Sollte sie noch einmal versuchen, sich zu erklären, jetzt wo sie praktisch allein waren und auch nicht damit rechnen mussten, dass ihr Vater plötzlich auftauchte? Gut möglich, dass dies für lange Zeit die beste Möglichkeit bleiben würde. „Wegen gestern Nacht“, setzte die Brünette leise an und sah beim weiter Gehen nun sehr eifrig auf ihre Schuhe. „Es ist nicht nur eine Schwärmerei“. John sah ein wenig unglücklich drein, und blieb dann stehen, um seine Begleitung vorsichtig an den Händen zu fassen und sie zu sich zu drehen. „You are the most beautiful girl i've ever seen“, gestand er endlich leise ein, dass auch er etwas für sie empfand. Elaine's Herz schien einen Hüpfer zu machen, doch dann kam das unschöne 'aber'. „Du bist die Freundin meines Bruders und ich könnte niemals etwas tun, dass ihn unglücklich macht. Völlig gleich, wie sehr ich es mir auch wünsche. Kannst du das verstehen? Und ich bin überzeugt, dass du das ebenso siehst wie ich“. Ihr Gesichtsausdruck hatte nun etwas trauriges, was sie jedoch eifrig vor ihm zu verbergen versuchte. Sie hatte Paddy gern, viel Spaß mit ihm und wollte dass er glücklich war, ja. Aber liebte sie ihn? Elaine fürchtete sich selbst davor, darauf eine Antwort zu geben, auch wenn es nur in ihren eigenen Gedanken war.
„Du hast vollkommen recht“, sagte sie nach einer Weile leise und versuchte ein etwas verunglücktes Lächeln. „Aber wir sind trotzdem... Freunde, richtig?“ Anstatt eine Antwort zu geben, zog John sie vorsichtig näher und legte seine Arme sanft um sie. Es war nicht das, was sie sich so sehnlich von ihm wünschte, aber weit besser als gar nichts.

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mpk1981 02. Aug 2017

Hallo, ich habe hier schon ganz vieleFF gelesen, aber erst deine hat mich dazu bewogen das ich mich hier anmelde. Ich wollte einfach los werden wie toll ich deine Geschichte finde. Ich hoffe es geht bald weiter. Eine Vermutung lässt mich seit mehreren Kapiteln nicht mehr los: Ich glaube ja das John Noahs Vater ist und hoffe inständig das sie es ihm bald sagt, weil er kinder ja so liebt. Am anfang musste ich mich erstmalan die Geschichte gewöhnen, da es nicht um Paddy ging(er hat mich schon immer fasziniert) und mit John konnte ich nichts anfangen, da er viel älter ist. Aber durch deine FF hast du ihn mir näher gebracht und man könnte meinen das man ihn und seine Familie schon ewig kennt.
Ich freue mich auf neue Kapitel
Liebe grüße

Casnix 02. Jul 2017

Die Geschichte ist wirklich schön :) Ich hoffe auf ein Happy End - nach so langer Zeit. Echt schön, jeden Abend was Neues zu lesen. Und mir gefällt, dass auch mal John der Hauptcharakter ist. Tolle Idee.

JuliehCan 29. Jun 2017

Ich freue mich jedes Mal wenn du wieder ein neues Kapitel hochlädst...du schreibst so toll und deine Geschichte ist einfach nur interessant :-) mach weiter so

Cherry84 29. Jun 2017
Aww, vielen Dank für die netten Worte ^-^