Das neue Leben im Internat

vor 11 Std.
Sarina kommt neu auf ein Internat. Dort lernt sie ihre neue Mitbewohnerin Franzi kennen. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Sarina die starke Person, die alles aussprach was ihr auf der Seele lag. Im Gegensatz dazu war Franzi, die ruhige unauffällige. Beide freunden sich schnell jedoch an und erleben eine verrückte Zeit in ihrem neuen..
Nevada Tan - Panik - Zorkkk Allgemein P16 Humor In Arbeit

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Sarina´s Sicht:

„Sarina kommst du jetzt bitte?“ rief meine Mum durch das Haus. Aber ich wollte nicht gehen. Ich saß mit meinem Hund auf dem Fußboden und kuschelte ihn. Nebenbei dachte ich nach, ob ich auch alles dabei hatte. Hatte ich all meine Tabletten dabei? Ich löste mich von meinem Hund und schaute in meiner kleinen Tasche nach. Ja ich hatte alles, dann nahm ich meinen Hund Rocco auf den Arm und ging aus meinem Zimmer. Es war so gut wie leer, weil ich einiges mitnehmen wollte und ich auch gar nicht so viel besaß. „Sarina, Komm jetzt endlich, sonst kommen wir zu spät.“ schrie meine Mutter von unten, mir war es egal, ob wir zu spät kommen würden. Ich wollte nicht von hier weg. Auch wenn ich meine Eltern ab und an echt hasste. „So mein Schatz, du bist lieb ja? Ich komme hoffentlich ganz schnell wieder.“ flüsterte ich meinem kleinen Hund zu und setzte ihn ab. Er schaute mich mit seine treudoofen Augen an. Eine Träne verließ meine Wange. Ich drehte mich zu Tür und ging hinaus, dabei zog ich diese hinter mir zu. Meine Mutter stand schon an ihrem Auto und wartete. Ich setzte mich ohne ein Wort zu sagen auf die Hinterbank und steckte mir meine Kopfhörer in die Ohren. Die Bäume, Häuser und Landschaften zogen an mir vorbei.

Ich sollte mich wohl mal vorstellen. Ich bin Sarina Mayer, bin vor kurzen 15 Jahre alt geworden. Ich leide seit fast 1,5 Jahren an Depressionen. Mein Vater hatte uns von knapp 8 Jahren verlassen. Meine Mutter ist voll berufstätig und hat keine Zeit für ihre kranke Tochter. Aber irgendwann bekam sie heraus, dass ich nie zu Schule gegangen war und sie wollte, dass aus mir was wird. Deshalb waren wir gerade auf dem Weg zu einem Internat, wo sie mich gegen meinen Willen angemeldet hatte. „Hey.“ sagte meine Mutter, nachdem sie mich an getickt hatte und ich mir meine Kopfhörer heraus gezogen hatte. „Was?“ fragte ich forsch. „Du wirst da bestimmt tolle Freunde kennen lernen. Neue Leute und du wirst endlich schaffen, zur Schule zu gehen.“ sagte sie. „Und du bist mich endlich los. Schön! Dann brauchst du dich wenigstens nicht mehr um mich kümmern. Machen ja dann ab jetzt andere Idioten.“ sagte ich sauer, wie konnte eine Mutter ihre depressive Tochter auf ein Internat schicken? Genau dann, wenn man sie brauchte? Ich verstand sie nicht. Aber sie war schon immer eine Egoistin. Ich hatte einen Bruder, mit dem leider kein Kontakt bestand. Unsere Mutter war glücklich, als er weg war. Sie hatte nur darauf gewartete mich endlich los zu werden. Damit sie wieder feiern gehen konnte ohne Sorgen zu haben. Sie konnte wieder Leute zu uns einladen, ohne Angst zu haben, dass jemand fragen würde, warum ich nie aus meinen Zimmer kommen würde.

Ich steckte mir meine Kopfhörer wieder in die Ohren und starrte wieder aus dem Fenster. Hoffentlich wurde ich da nicht so gemobbt, wie auf meiner alten Schule. Ich hatte nie wirklich Freunde. Vielleicht eine, aber die es auch nie wirklich ernst meinte. Ich weiß selber, dass ich eine komische Person bin, ich lebe etwas zurück gezogen und vertraute kaum jemanden. Irgendwann hielt meine Mutter den Wagen an. Ich schaute mich um und erkannte ein riesig großes Gebäude vor mir. Es sah alt aus. Ein altes Backsteinhaus, es sah fast schon aus wie ein kleines Schloss. Ich stieg aus dem Wagen und ging an den Kofferraum, um meine Koffer heraus zu holen. „So dann wollen wir mal zur Direktoren gehen.“ sagte meine Mutter und ging voraus, natürlich hatte sie nichts von meinem Gepäck abgenommen, warum sollte sie auch. Ist ja auch schließlich mein Scheiß. Wir kamen in einem großen Einganghalle an, in einer Ecke stand eine etwas ältere Dame, meine Mutter zog mich am Arm mit sich und blieb vor ihr stehen. „Einen schönen guten Tag. Ich würde gerne mit meiner Tochter einmal zur Direktorin.“ sagte meine Mutter liebevoll. „Dann kommen Sie mal bitte mit.“ sagte die Dame, mit meinem Gepäck lief ich ihr hinter her. Wir liefen viele Korridore entlang, von denen viele Räume abgingen. Als wir dann in keine Ahnung wie vielten Stock waren, blieben wir vor einer großen Tür stehen, wo an der Seite ein Schild stand. 'Direktorin Frau Cornelia Schmidt'. Die Dame klopfte an der Tür und von innen hörte man ein „Herein“. Die großen Türen setzten sich in Bewegung und wir traten hinein. „Ah Sarina, da bist du ja.“ sagte sie und kam sofort auf mich zu. Ich mochte es nicht, wenn mich fremde Menschen anfassten. Also ging ich einen Schritt zurück, als die Direktorin vor mir stehen blieb. „Du brauchst keine Angst vor mir haben.“ sagte sie und hielt mir ihre Hand hin. „Na los Sarina, jetzt blamiere mich hier nicht.“ sagte meine Mutter mit strengen Ton. Jedoch schüttelte ich mit dem Kopf. „Ist ja kein Problem.“ lächelte mir die Frau nett entgegen. Es wurden noch ein paar Formelle Sachen geklärt, dann ging meine Mutter. Sie sagte mir noch nicht mal richtig Tschüss. Ich schaute ihr traurig hinter her. So egal war ich ihr also.

„So Sarina, dann wollen wir dir mal dein Zimmer zeigen.“ lächelte Frau Schmidt. Sie nahm mir einen Koffer und eine Tasche ab. „Danke.“ flüsterte ich schüchtern. Wir liefen nur zwei Korridore entlang. „Hier sind die Mädchenzimmer, die Jungenzimmer sind auf der anderen Seite.“ erklärte sie, wir gingen diesen Korridor bis zum Ende durch und blieben vor einem Zimmer stehen. „Hier wird dein Zimmer sein, du wirst dieses Zimmer mit der Franzi teilen.“ erklärte sie weiter, ich nickte. Dann klopfte Frau Schmidt an der Tür und schon ging die Tür auf. „Hallo Frau Schmidt.“ lächelte das Mädchen vor mir. „Hallo Franzi, ich hab dir deine neue Mitbewohnerin mitgebracht.“ sagte Frau Schmidt und Franzi öffnete die Tür weiter und wir betraten das Zimmer. Das Mädchen war blond und ungefähr in meinem Alter. Ich sah mich in dem Raum an, es war relativ groß. Auf der einen Seite war ein leeres Bett, ein großer Schrank und ein ziemlich großer Schreibtisch. „Da drüben ist deine Seite.“ wurde mir von der Frau gesagt, sie stellte mein Koffer und meine Tasche vor meinem Bett ab. „Wenn es Probleme gibt, gilt für dich wie die anderen. Komm zu mir, ich helfe immer. Keine Scheu haben.“ lächelte sie und ging dann aus dem Zimmer. „Schönes Einleben.“ wünschte sie noch und schloss die Tür hinter sich.

Unsicher schaute ich mich weiter in dem Zimmer um. Die Franzi saß an ihrem Schreibtisch und hing über einem Zettel. Sie hatte Kopfhörer in den Ohren. Ich machte mich langsam daran, meine Koffer auszuräumen. Die Schränke waren wirklich groß, so viele Klamotten hatte ich gar nicht, um diesen zu füllen. Nach gefühlten zwei Stunden hatte ich meine zwei Koffer und meine eine Sporttasche geleert. Da waren wie gesagt nicht nur Klamotten drin. Der ganze andere Kram, lag auf dem Schreibtisch und auf dem Bett verteilt. Ich steckte mir meine Kopfhörer in die Ohren und hörte leise Wincent Weiss und räumte mir meinen Schreibtisch ordentlich ein. Mein Bett bezog ich und setzte mich dann an meinem Schreibtisch und fing an zu zeichnen. Ich zeichnete am liebsten Graffiti und genau dies zeichnete ich nun auch wieder. Ich versank in die Texte die in meine Ohren drangen und zeichnete frei aus dem Kopf irgendeinen Mist. Gerade als mein Lied zu ende war, hörte ich, dass die Zimmertür aufgerissen wurde. Ich schaute rüber und sah zwei Mädels, die mich dumm angafften. „Du bist also die Neue.“ sagte die eine, die Platinblond und eine Knallrote Brille auf der Nase trug. Ich sagte nichts und schaute sie nur an. Die andere war genauso Platinblond. „Du siehst komisch aus. Hast wohl keine Ahnung von Mode oder?“ fragte sie, wieder sagte ich nichts. Ich wollte nicht auffallen. „Hallo ich rede mit dir. Dann möchte ich auch gerne eine Antwort.“ quietschte sie und stand auf einmal vor mir. Franzi schaute nur zwischen uns hin und her.

„Du bist ein richtig komisches Mädchen. Wie die Franzi da drüben. Ihr passt richtig gut zusammen.“ sagte sie und schaute kurz zu Franzi. „Warum bist du hier? Hat deine Mutter kein Bock mehr auf dich?“ lachte sie, der hatte gesessen, weil es stimmte. „Sprich nicht über meine Mutter.“ zischte ich. „Oh sie kann ja doch was sagen.“ lachte Brillenschlange. Ich schaute sie nur an. In mir brodelte es und ich wollte nicht schon wieder Körperlich ausrasten. „Na komm du hässliches Entlein.“ lachte sie. „Nenn mich noch einmal hässlich und ich funke dir eine.“ zischte ich. „Oh schau mal Chantal, sie droht mir.“ kicherte die Brillenschlange vor mir. „Ach sie droht doch nur. Große Klappe nichts dahinter.“ lachte diese Chantal. „Raus jetzt. Ich will meine Ruhe haben.“ sagte ich sauer. Beide lachten. „Du wirst hier kein einfaches Leben haben.“ lachte die Brillenschlange wieder. Ich schubste sie aus der Tür heraus. „Fass mich noch einmal an und es gibt richtig ärger.“ zischte das Mädel. „Mädels, sollt ihr die anderen immer fertig machen?“ hörte ich eine männliche Stimme. Ich hörte Schritte auf unser Zimmer zu kommen. „Nein Jan, wir haben nur die neue begrüßt.“ lächelte sie. „Das klang aber ganz anders.“ sagte er noch einmal und stand dann bei uns in der Tür.

Meine Augen weiteten sich. Ich hätte nicht gedacht, dass es hier hübsche Jungs geben würde. Hinter ihm tauchten zwei weitere auf. Ein großer schwarzhaariger, der musste um die 1,80 gewesen sein, neben ihm stand ein kleiner Hopper. Ich mochte noch nie Hopper. Und der andere, der die Mädels anmachte, war etwas kleiner als die anderen zwei, war blond und trug wie der Hopper weite Hosen. Die drei kamen herein. „Hey Franzi. Wie geht’s?“ fragte der große und stellte sich zu meiner Mitbewohnerin, mit der ich bis jetzt noch kein Wort gewechselt hatte. Komisch, ich war jetzt schon einige Stunden hier und wir hatten noch nicht geredet. Ich war doch eigentlich gar nicht so schüchtern. „Hi ich bin Timo.“ sagte der Hopper und reichte mir seine Hand. Da ich nicht komisch herüber kommen wollte, reichte auch ich ihm die Hand. „Sarina.“ sagte ich leise. „Ich bin Jan.“ lächelte der blonde und reichte mir die Hand, jetzt sah ich erst seine krass blauen Augen. Verdammt. „Hi, Sarina.“ ich ließ mich von seinem Lächeln anstecken. „Und ich bin der Chris.“ sagte der große schwarzhaarige und auch er reichte mir die Hand. „Sarina.“ sagte ich wieder etwas leiser. Die Jungs verteilten sich in unserem Zimmer. Sie waren nett, aber ich traute keinem von denen. Erst recht nicht, weil sie alle extrem gut aussahen. „Wollt ihr bei diesen hässlichen Mädels hängen?“ fragte die Brillenschlange wieder. „Cheyenne mach bitte die Tür hinter dir zu und verschwinde.“ sagte der Timo. Mir war es unangenehm, dass sie hier saßen und mich anstarrten. „Wenn es mal wieder Probleme mit anderen Schülern oder mit Cheyenne und Chantal, dann kommt zu mir. Ich bin der Schülersprecher, der ganzen lustigen Truppe hier auf dieser Schule.“ erklärte Timo. Ich nickte. Nett war er ja. „Na ja, wir wollten eigentlich auch nur mal eben 'Hallo' sagen. Zu uns gehören eigentlich noch drei weitere, aber die sind irgendwo hier in diesem Laden unterwegs. Schön dich kennen gelernt zu haben.“ sagte Timo und reichte mir die Hand, die anderen zwei auch und verließen unser Zimmer.

Verwirrt schaute ich ihnen hinter her. „Sind die immer so nett?“ fragte ich und schaute unsicher zu Franzi. Sie schaute auf und schaute mich genauso unsicher an. „Ja, aber ich glaube sie machen es nur, damit Timo der Schülersprecher bleiben kann.“ erklärte sie. „Wieso? Ist das eigentlich eine gemeine Gruppe?“ fragte ich und schaute überrascht zu ihr. „Nein, aber ich kenne den Timo von damals. Wir waren mal zusammen auf einer Klassenfahrt. Waren jedoch weder in einer Klasse noch auf einer Schule. Aber er hatte es auf mich und meiner damaligen besten Freundin abgesehen. Er hatte uns gemobbt bis zum geht nicht mehr.“ erklärte sie. „Mir kamen sie relativ nett rüber. Und hübsch sind sie eigentlich auch.“ bemerkte ich und verdrehte die Augen, als ich bemerkte, was ich da gerade gesagt hatte. „Ja schon, aber sie sind nicht in meiner Liga.“ sagte Franzi etwas enttäuscht und drehte sich wieder zu ihrem Schreibtisch. „Was machst du da eigentlich?“ fragte ich und schaute von meinem Schreibtisch zu ihr rüber. „Ich zeichne..“ sagte sie nur uns kritzelte sofort weiter. „Darf ich das mal sehen?“ fragte ich, sie nickte. Also stand ich auf und ging mit kleinen Schritte zu ihr herüber. Sie malte Mangas, ich hatte echt keine Ahnung von diesem Dingern, aber es sah gut aus. „Sieht verdammt gut aus.“ lächelte ich. „Danke und was hast du da drüben die ganze Zeit gemacht?“ fragte sie. „Ich hab auch gezeichnet.“ lächelte ich und zeigte ihr meins. Dann war erst mal wieder still um uns.

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Horselover 14. Oct 2017

OMG! Viel mehr fällt mir dazu nicht ein! Die neuen Kapitel sind wunderbar und ich konnte mich richtig gut in die Geschichte hineinversetzen!
Danke dass ihr immer so fleißig schreibt!♡

KleeneMaus 14. Oct 2017
Danke dass du so fleißig liest.
Horselover 04. Oct 2017

OMG! Die neuen Kapitel sind einfach der Hammer! Jedes mal wenn ein neues Kapitel kommt freu ich mich total!♡

Horselover 28. Sep 2017

Ich bin enddddlich mal dazu gekommen weiter zu lesen!
Und ich bin soooooooooo begeistert!
Ich freu mich total auf Franzis und Chris Date!
Und wie es mit Sarina und Jan weiter geht, das trinken könnte bestimmt lustig werden ;)

RinaBrina 28. Sep 2017
Vielen Dank, für deine netten Kommis <3