Freunde sind für einen da

vor 9 Tagen
Alina, 16 Jahre, hat erfahren dass ihre beste Freundin ein zweites Leben führt. Natürlich ist Alina erst mal stink sauer - aber wenn jemand in Not ist, muss man dieser Person doch helfen, vor allem wenn es Hanna ist!
Freundschaft (Poesie) Allgemein P6 Fantasy In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

"Ich muss los!"

Ich suchte verzweifelt nach meinem Handy, wie so oft in letzter Zeit. Es war schon halb zwei und ich musste mich echt beeilen um rechtzeitig zum Treffen da zu sein. "Wo bist du, mein kleiner Fratz?" versuchte ich mein Handy anzulocken, als ob es ein Mensch wäre der sich gerade vor mir versteckt. Ich durch suchte meine Schublade, wo nur lauter Stifte, Kopfhörer und zwei Radiergummi lagen. "Jetzt zeig dich! Ich muss los!" schrie ich schon fast. Aber nein, dieses arrogante Handy will sich nicht zeigen. Pff, was für eine Diva. Auf einmal klingelte es an der Tür und ich fluchte innerlich, da ich dringend los musste und keine Zeit für spontanen Besuch hatte. Ich schob die Schublade wieder zu und lief zur Tür. "Alina. Wo bleibst du?" Vor mir stand ein genervter Tarik, den ich ganz vergessen hatte. "Wie?" "Ä-hem. Termin um Ein Uhr?" Ich setzte ein entschuldigendes Gesicht auf, schnappte meinen Schlüssel und ging aus der Tür. "So, Tarik, ich muss dir was erzählen." fing ich an und rannte die Treppe runter. Ich hörte, dass Tarik mir folgte. "Was?" "Eigentlich würde ich es ja niemanden erzählen, aber weil du es bist: Ich bin auf dem Weg zu Hanna. Sie ist ins Krankenhaus gebracht worden, weil bei ihr ein Tumor am Hals wächst." Ich erzählte es nur Tarik, da er zusammen mit Hanna einer meiner besten Freunde ist. Jedoch verstehe ich es nie, dass sie wenn ich Blödsinn baue meine Freunde bleiben. Bei mir ist das so eine Krankheit mit der Verspätung und mit der Tollpatschigkeit. Letztens musste ich mich richtig beeilen zur Schule zu fahren. Ich bin mit dem Fahrrad gefahren, aber dann hab ich es irgendwie geschafft mit der Fahrradkette meine Hose aufzureißen. Ich musste wieder nach Hause und musste mich umziehen. Danach musste ich mit dem Bus fahren, aber der ist dann vor meiner Nase weg gefahren. Hat wohl eher etwas mit Pech zu tun. "Wurde sie schon operiert?" fragte Tarik fürsorglich. "Jep. Jetzt besuche ich sie. Das Problem ist aber: Die Besuchszeit ist um Zwei Uhr um. Ich muss mich echt beeilen, bis dann! Tut mir übrigens Leid, dass ich dich vergessen habe." Ich umarmte ihn schnell und setzte an zu rennen, aber er stoppte mich. "Ich hab mein Fahrrad dabei." Mit breitem Grinsen stieg ich auf's Fahrrad.
"Ist es wirklich okay?"
"Ja."
"Wirklich?"
"Ja, verdammt."
"Echt?"
"Jetzt fahr endlich!"
Ich fuhr los. Es dauerte ganz genau elf Minuten mit dem Fahrrad. Ich ließ das Fahrrad neben dem Eingang stehen und betrat das Krankenhaus. Die Eingangshalle war ziemlich groß und volle Bude war auch. Mindestens fünfzehn Ärzte eilten in eine Richtung, mindestens dreißig Kinder liefen schreiend rum und es gab eine große Schlange vor der Anmeldestation. Seufzend stellte ich mich an. Geschätzt dauert es etwa zehn Minuten. Dann habe ich ja nur noch 8 Minuten Hanna zu sehen!
Endlich. Ich bin an der Reihe. "Was kann ich für sie tun?" fragte eine blonde Frau hinter dem Tresen. "Ich würde gerne zu Hannah Liebmann." "Liebmann... Liebmann..." Sie guckte auf ihren Desktop und tippte etwas auf die Tasten. Während sie suchte betrachtete ich ihr Haar. Es war glatt und Schulterlang, kein Spliss oder etwas ähnliches. "Entschuldigung, es gibt hier keine Hanna Liebmann."

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