Die Bestimmung - Zwischen zwei Welten

vor 2 Tagen
Kiaras Eltern streiten sich nur noch. Aber ihre Freundinnen in der Schule stehen hinter ihr – denkt sie. Als sie an einem Mittag, als sie von der Schule kommt Divergent liest, wird sie in einen Unfall verwickelt, fällt ins Koma und erwacht nicht mehr. Niemand hat eine Erklärung dafür. Was keiner weiß, ist, dass Kiara durch den Unfall in der..
Die Bestimmung (Divergent) Romanze P18 Drama In Arbeit
Bemerkung des Authors: Vorwort: Diese Geschichte entspringt meiner Fantasie und nichts davon ist wirklich passiert. Alles just for fun, das bedeutet ich verdiene mit der FF kein Geld und will damit auch keiner Person schaden. Die Originalgeschichte genauso wie alle Charaktere (außer dem OC) gehören der Autorin und ich habe die ganze FF frei erfunden. Handlungen aus dem Buch oder den Filmen werden vielleicht auftauchen, sind aber nicht eins zu eins übernommen und werden meist aus der Sicht des OC erzählt. Danke und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen<3 Und hier einmal von mir ein herzliches Willkommen zu dieser Geschichte. Ich bin zwar auf anderen Seiten bereits länger aktiv, habe mich aber entschlossen nun auch hier meine Ideen mit euch zu teilen. Ich hoffe, dass euch die Geschichten, die ich hier hochladen möchte, gefallen werden und freue mich natürlich über jede Art der Rückmeldung. Da diese FF schon etwas älter ist, bitte ich Rechtschreib- und Kommafehler zu entschuldigen. Niemand ist perfekt;) Und nun viel Spaß beim Lesen!

Vorwort & Prolog

Als am Montagmorgen um halb sieben der Wecker klingelt, drehe ich mich müde nochmal um. Wie ich frühes aufstehen hasse! Aber als Schülerin in der 10. Klasse hat man keine Wahl. Vor allem nicht, wenn die Prüfungen bald anstehen. Meine Eltern liegen mir in den Ohren, dass ich viel mehr lernen müsste, aber es kümmert mich nicht wirklich. Ich lerne oft genug und darüber hinaus müssen sie gerade etwas sagen mit ihren dauernden Streitereien. Wenn es nach mir ginge, wäre ich schon mit 16 ausgezogen. Aber nach mir geht ja keiner. Müde richte ich mich auf und höre von unten schon Schreie nach oben hallen. Heute beginnt es aber früh. Wobei, was will ich erwarten. Meine Eltern streiten sich jeden Tag und über jede Kleinigkeit. Ich frage mich schon lange, warum sie noch zusammen sind. Vielleicht wegen mir und meinem Bruder? Ich weiß es nicht und ich frage auch nicht nach. Ich bin froh, wenn ich mich da raushalten kann. Meistens fallen mein Bruder und ich unseren Eltern nicht mal auf. Bei ihm ist es besser, er wohnt zwar noch im Haus, aber ein Stockwerk über uns und hat eine eigene Wohnung. Ich aber lebe noch hier. Meine Eltern reden meistens den ganzen Tag nicht. Wenn, dann schreien sie oder streiten sich. Auf mich achten sie nicht mal. Es sei denn es geht um die Schule, dass wechseln sie mal ein paar Worte mit mir. Ich glaube es liegt nur an meinem Bruder, dass ich noch nicht verrückt geworden bin.

„Morgen“, murmle ich meinem Vater zu, als ich eine halbe Stunde später nach unten komme. Er nickt nur und meine Mutter knallt mir mein Essen und die Vesperbox hin. Wortlos setze ich mich und sehe zwischen den beiden hin und her. Sie haben anscheinend sehr stark gestritten, denn meine Mutter hat geweint. Sie hat rote Augen und schnieft immer wieder leise. Ich esse ohne einen Ton zu sagen, nehme dann meine Schultasche und verlasse das Haus. Das ist mein üblicher Morgen.

Auf dem Weg zur Schule lese ich wieder. Divergent. Ein unglaubliches Buch. Es fesselt richtig. Meistens vergesse ich damit alles um mich herum und darüber hinaus geht es schneller, wenn man mit einem Buch zur Schule läuft. Obwohl ich natürlich auch sehr leicht hinfallen kann, was auch schon einige Male passiert ist.
„Hey Kiara!“, schreit meine Freundin Lissa, als ich das Klassenzimmer betrete. Sie fällt mir um den Hals und kichert leise. „Du hast was verpasst. Stefan und Eve haben sich getrennt. Er hat sie betrogen, kannst du dir das vorstellen?!“, beginnt sie zu reden und ich lächle. Meine Freundinnen lenken mich meistens von meinen Eltern ab und das schaffen sie auch sehr gut. „Was du nicht sagst. Mit wem denn?“, frage ich und setze mich an meinen Platz. Lissa ist die beliebteste Schülerin hier. Ihre Eltern sind beide sehr wohlhabend und sie bekommt alles, was sie will. Manchmal ist sie zwar etwas überheblich, aber sonst verstehen wir uns gut. In letzter Zeit ist sie etwas zickig und in Lästerlaune. Ich weiß nicht einmal, warum sie sich mit mir abgibt. Viele Mädchen wollen sie als Freundin. Ich bin nicht so beliebt wie sie, eher der Durchschnitt. Meine langen schwarzen und wilden Locken fallen mir bis an die Taille und wollen sich oft nicht bändigen lassen. Das Einzige, was ich selbst mag sind meine Augen. Strahlendes blau. Dazu habe ich eine normale Figur und ganz gute Schulnoten. Lissa hat im genauen Gegenteil zu mir lange silberblonde Haare, ist schlank, hat viele Kurven und grüne Augen. Eigentlich ist sie perfekt und darauf bildet sie sich manchmal zu viel ein. Dazu ist sie Einzelkind und kann einen wunderbaren Charakter haben. Wenn man sie auf dem richtigen Fuß erwischt. Sonst kann es auch sein, dass sie zu einem kaltherzigen Miststück wird. Heute Morgen ist sie aber gut gelaunt und so unterhalten wir uns sehr lange, bis der Unterricht anfängt. Eine Stunde Deutsch, mein Lieblingsfach. Lissas Eigenschaft ist es auch, dass sie bei manchen Fächern abschreibt um dann selbst gut dazu stehen. Wenn man sie nicht abschreiben lässt, dann bekommt man zu spüren, wie sie werden kann. Meine anderen Klassenkameradinnen gesellen sich zu uns und wir fangen an zu reden. Lola, Sandra und Kim sind stehen bei uns. Sie sind alle gut mit mir und Lissa befreundet. Ich komme mit Lola am besten zurecht. Sie ist etwas ruhiger und sehr schüchtern. Dazu hat sie fünf ältere Brüder, die alle sehr beliebt auf der Schule sind. Lissa hat daher Respekt vor Lola, denn wenn sie sich mit ihr anlegt, bekommt sie es mit fünf sehr großen Jungs aus den obersten Klassen zu tun. Sandra und Kim sind einfach nur falsch in meinen Augen. Lissa ist sehr gut mit den beiden, weil sie mit ihnen gut lästern kann. Kim ist ein Modefreak und außerdem der Meinung ich und Lola würden uns schrecklich anziehen. Sandra hingegen ist Lissas Spionin. Sie findet alles für sie raus und erzählt es jedem anders weiter. In diesem Sinne haben sie schon viele Schüler in den Dreck gezogen. Lissa hat mich zur Gruppe geholt, als sie von meiner Familiensituation erfahren hat. Ob man es glaubt oder nicht, aber sie hatte Mitleid und als sie mich besser kennen lernte, hat sie sich in den Pausen zu mir gestellt und irgendwann haben wir uns dann angefreundet.
Anfangs dachte ich nur, dass sie wegen dem Mitleid zu mir kommt, aber sie hatte mich wirklich gern. Weil sie auch schon einmal fast eine Trennung ihrer Eltern mitmachen musste und daher jemanden hatte, mit dem sie darüber reden konnte.
Das ist jetzt aber schon zwei Jahre her und seit sie Kim und Sandra kennt, ist sie sehr anders geworden. Ich glaube, dass sie sich viel zu schnell für andere ändert. Sie will andere ängstigen, bevor man ihr Angst machen kann. Eigentlich ist sie die perfekte Mitläuferin, hat sich aber mit ihrer manchmal sehr großen Klappe dann zur Anführerin gemacht. Eine Überlebenskünstlerin, war Lissa ja schon immer.

Als unser Deutschlehrer ins Klassenzimmer kommt, setzen sich alle auf ihre Plätze. Lissa setzt sich neben mich und kritzelt in ihrem Heft herum. Woher ihre Mitarbeitsnoten kommen weiß keiner. Denn wirklich mitmachen tut sie im Unterricht eigentlich nie. „Guten Morgen. Ich habe eure Arbeiten von letzter Woche dabei“, fängt der Lehrer an und zieht einen Stapel Hefte aus der Tasche. Er beginnt sie aufzuteilen und sagt zu jedem Schüler ein paar Sätze. „Sehr gut, Lissa. Du wirst immer besser“, lobt er Lissa und legt ihr Heft auf den Tisch. Eine 1,4. Lissa tut überrascht und sieht zu unserem Lehrer auf. „Aber das habe ich nur schnell geschrieben“, meint sie bescheiden und fächelt sich Luft zu. Die Jungs machen ein paar Kommentare, denn wenn Lissa bei Leuten nicht beliebt ist, sind diese meistens männlich. Die Jungs halten sie für eine verwöhnte Barbie mit viel zu viel Selbstbewusstsein. Lissa stört das aber weniger, denn sie hat ihre Leute um sich. „Kiara, das war sehr gut. Deine beste Arbeit bisher“, bekomme auch ich mein Heft und linse auf die Note. 1,2 also besser als Lissa. Sofort reißt diese die Augen auf. „Das kann nicht sein, wir haben doch fast immer die gleichen Noten“, schimpft sie und steht auf. „Das will ich nicht. Kiara muss schlechter sein, sie haben einen Fehler gemacht!“, schreit sie zum Pult nach vorne. Der Lehrer sieht sie strafend an. „Kiara ist genauso gut wie du, Lissa. Aber ihre Arbeit war einfach ein kleines bisschen besser“, antwortet er fast gelangweilt. Es ist üblich, dass Lissa es nicht akzeptiert, wenn ich besser bin als sie. Ich habe mich fast schon daran gewöhnt, das von ihr zu hören.
„Du hast bestimmt bei mir abgeschrieben!“, faucht Lissa mich an und ich zucke zusammen. „Nein, habe ich nicht. Du eher von mir!“, sage ich zurück. „Als ob ich das nötig hätte!“ „Musst du wohl, sonst wärst du nicht schlechter als ich!“ Jetzt ist sie still. Das jemand etwas gegen sie sagt, ist sie nicht gewohnt und gibt sogar dann meistens nach. Lissa ist ein komischer Mensch. Sie fühlt sich wohl, wenn sie die Krone trägt. Wenn aber jemand sie ihr wegnehmen will, dann wird sie ganz klein.

Nach der Schule verabschiede ich mich und gehe über den Schulhof. Lissa redet mit ein paar Mädchen vor mir und sieht dabei immer wieder zu mir nach hinten. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie über mich reden. Wenn Lissa etwas an mir nicht passt, dann sagt sie das gleich jedem. Als ich sie aber darauf mal angesprochen habe, hatten wir zwei Wochen lang Krach. Daher lasse ich sie einfach machen und erzähle ihr einfach immer weniger von mir, dass sie nichts zum kritisieren findet. Ich weiß, dass wir uns nicht so verstehen wie es viele denken. Im Grunde verstehen wir uns nur, weil wir in manchen Sachen ähnlich sind und sie gerne alle um sich herum hat. „Bis Morgen, Kiara!“, ruft Lissa und reißt die Tür von dem Auto ihrer Eltern auf. Sie wird jeden Tag von ihnen abgeholt. Mit dem Bus fährt sie nämlich nicht gern. Es ist ihr zu voll und zu laut, sagt sie immer. Was das angeht ist sie wirklich verwöhnt.
Ich laufe alleine nach Hause und vergrabe mich wieder in meinem Buch. Heute stolpere ich fast vier Mal und laufe auch einmal ausversehen fast auf die Straße. Ich müsste besser auf mich achtgeben, aber im Moment, bin ich viel zu vertieft in mein Buch.
Zuhause gehe ich sofort nach oben in mein Zimmer und mache meine Hausaufgaben. Meine Arbeit habe ich meinen Eltern nach unten auf den Tisch gelegt. Heute Abend wird sie unterschrieben sein. Ich bin ziemlich schnell fertig mit den Hausaufgaben und höre von unten meine Eltern nach Hause kommen. Sie kommen beide fast gleichzeitig von der Arbeit und meistens fängt der Streit schon beim Mittagessen an. Sowie auch heute.
„Da siehst du es, Marla, deine Tochter wird auch immer dünner. Von deinem Fraß, den du als Essen bezeichnest kann man sich zu Tode hungern!“, beschwert sich mein Vater, kaum sitze ich am Tisch. „Ich finde das Essen gut“, murmle ich und nehme mir eine Portion. „Du kannst ja auch gerne selbst mal kochen, Uwe. Dann würde es bestimmt Tote geben!“, herrscht meine Mutter zurück ohne auf mich zu achten. „Du bist ja oft Zuhause, dann kannst du dir auch mehr Mühe geben!“ „Ich bin genauso spät Zuhause wie du! Und dann soll ich das Haus putzen und das Essen kochen, während du vor dem Fernseher sitzt! Du kannst auch mal etwas tun!“, schreit meine Mutter herum und so geht es das ganze Essen, bis mein Vater den Teller in die Spüle schmeißt, seine Tasche nimmt und wieder zur Arbeit fährt. Sie sind beide mittags nur eine Stunde Zuhause und dann gehen sie wieder. Meine Mutter legt meine Arbeit vor mich hin, mit ihrer Unterschrift und räumt ihre Handtasche zusammen. „Es wird spät mein Schatz. Räumst du das auf?“ Kaum mache ich den Mund auf, ist sie auch schon weg und ich sitze alleine am Tisch. Wie fast jeden Tag. Langsam fange ich an das Geschirr aufzuräumen und gehe dann wieder nach oben. In meinem Bett mache ich den Laptop meines Vaters an und schiebe eine DVD in das Laufwerk. Mit Kopfhörern und in einem dunklen Zimmer bringe ich den Tag so hinter mich. Ein Tag, wie fast jeder andere. Bei mir enden alle Tage gleich.

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