Thin Line

vor 2 Tagen
Studienbeste, Vorzeigetochter, Papas Liebling - das beschreibt Kate Houlston wohl am besten. Doch was passiert, wenn die taffe, junge Medizinstudentin in ihrer Ausbildungszeit ausgerechnet dem undurschbauren und unverschämt gutaussehendend Jungarzt Dr. Dan Jackson zugeteilt wird? Durchstarten, in die Fußstapfen ihres bekannten Vaters treten -..
Liebe/Romantik Romanze P16 Drama In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Hallo :). Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meines Buches "Thin Line.". Ich hoffe, ihr begleitet mich auf der kleinen Reise durch die ganzen Auf und Abs von Kate Houlston. Lasst mir gerne eure Meinung da, Vorschläge und Anregungen. Für Kritik bin ich natürlich immer offen! LG hope_catcher

Prolog

Schon in der Grundschule werden wir gefragt, was wir mal werden wollen. Die meisten antworten „Cowboy“ oder „Polizist“. In meinem Fall ist die Antwort schlichter ausgefallen „geliebt werden“. Später werden wir dann nochmal gefragt. Antworten, wie „Rockstar“ oder „Superheld“ fallen plötzlich. Und dann kommen die wirklich bedeutenden Fragen. „Wie soll deine Zukunft aussehen?“, „Was willst du mit deinem Leben machen?“, „Was willst du werden?“
Jetzt da wir erwachsen sind, erwartet man eine vernünftige Antwort.
Also, wie wäre es damit….
Wer zum Teufel weiß das schon?
Jetzt ist nicht die Zeit feste Entscheidungen zu treffen, jetzt ist die Zeit, Fehler zu machen, den falschen Zug zu nehmen und irgendwo zu stranden. Sich zu verlieben, mehrfach. Den Bachelor in Philosophie zu machen, denn damit kann niemand seinen Lebensunterhalt verdienen. Die Meinung zu ändern, nur um sie dann wieder zu ändern, denn nichts ist von Dauer. Also, sollte man doch so viele Fehler, wie man kann machen, solange man jung ist. Wer will schon ein Leben haben, das durchgeplant ist? Denn irgendwann, eines Tages wird man uns wieder fragen, was wir werden wollen und dann müssen wir nicht mehr raten, wir werden es wissen.
So sollte es doch sein, oder?
Aber fragt man meinen Vater, sah das ganz und gar anders aus.
Schließlich hatte man seine Schulzeit nicht unnötig mit all den Kursen, der Nachhilfe und den besten Privatlehrern verbracht, um dann sein Leben zu vergeuden. Es war keine Frage gewesen, dass ich nach meinem Schulabschluss in die Fußstapfen meines Vaters treten sollte. Genauso wenig war es überraschend gewesen, dass ich das Medizinstudium absolvierte. Doch als ich nun in meine Praxiszeit kam, schienen die Fußstapfen meines Vaters so unglaublich unbequem.
Doch war es eine Frage?
Egal, wie groß diese waren, und vor allem angsteinflößend. In die Fußstapfen des Chefarztes und Leiter des Lenox Hill Hospitals trat natürlich jeder liebend gern. Und wenn dies die eigene Tochter war, war es natürlich noch besser!
Doch so hatte ich mir mein Leben nicht vorgestellt. Ganz und gar nicht. Natürlich wollte ich Menschen helfen, Leben retten. Aber war ich schon bereit Ärztin zu werden? Woher sollte ich wissen, was ich wollte, wenn ich mich noch nicht mal entscheiden konnte, was ich abends zum Abendbrot essen wollte? Mein Vater hatte mir seit Monaten damit in den Ohren gelegen mich für die Praxisphase für das Lenox Hill zu entscheiden, letztlich hatte ich mich sogar beworben. Und was eine Überraschung, die Stelle im Krankenhaus war mir zugesagt worden.
Kein Wunder, durch meinen Vater genoss ich Privilegien, die kein anderer Student aufweisen konnte. Die meisten Menschen benedeiten mich um die Reichtümer, die Macht und den Ruhm meines Vaters. Doch mir war das alles ziemlich egal. Ich strebte nicht nach Macht und Reichtum. Mein Herz ließen solche Dinge nicht schneller schlagen. Nein, das alles interessierte mich nicht. Gerechtigkeit ließ mein Herz höher schlagen. Mitleid. Liebe. Hoffnung. Als Hätte das Leben mich nicht ebenso schlecht behandelt, wie die anderen. Tritte und Schläge, Schmerzen und Hunger. All das hatte ich im Übermaß genossen. Woraus war das Mitleid gewachsen, das mich antrieb? Die Adoption? Dass mich zwei herzensgute Menschen aus dem Sumpf heraus geholt hatten? Mich seitdem als ihr Kind bezeichneten? Sie mich pflegten, als wäre ich ihr eigenes?
Nach sechs Jahren der Hölle hatte mich mein Vater, oder auch Dr. Raven Houlsten, wie die meisten ihn kannten, gemeinsam mit seiner Frau, Lucy, dort hinaus geholt. Es hatten sich Türen für mich geöffnet, die ich im Leben niemals erwartet hätte, ich hatte Dinge genossen, die ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Und doch spürte ich die Wärme in meinem Herzen, nach all dieser Zeit in der Hölle, hatte ich mir das Lachen auf meinem Gesicht bewahren können. Trotz der schlimmen Dinge, die ich als Kind gesehen und selbst erlebt hatte, ging es mir gut.
Ich sah die Welt einfach so, wie sie war.
Es ging nicht um die Welt an sich, sondern um die Menschen darin. Das hatte ich längst begriffen.

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Fairygodmother 19. Oct 2017

Oh mein gott der arme Jake :(. Aber ich shippe Dan und Kate und das wird auch immer so bleiben! Das wird noch mal ganz schlimm ausgehen da bin ich mir sicher :( und irgendwem wird das Herz gebrochen

Gelöschter Kommentar
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