Fall

vor 2 Tagen
Seit der Drogensucht ihrer Mutter hat sich Zoe Summers Leben komplett verändert. Von ihrem Zuhause in Texas nach Kansas geflohen, trifft sie auf den reichen Anwalt Brad Huntington. Nach drei Jahren Beziehung ist sie mit ihm verlobt. Doch die Verlobung ist nicht Alles was sich in ihrem Leben verändert hat. Im Laufe der Zeit hat sie eine Fassade ..
Liebe/Romantik Romanze P16 Romanze In Arbeit
Bemerkung des Authors: Ich widme dieses Buch, all jenen die aufgehört haben an die wahre Liebe zu glauben. Irgendwann wird sie euch finden, glaubt mir ;). Musik inspiriert mich immer wieder zum Schreiben. Deshalb hier der Song, der mich zum ersten Kapitel inspiriert hat: Till we ain´t strangers anymore- Bon Jovi&LeAnn Rimes Viel Spaß damit :) Ich hoffe es gefällt euch :D

Till we ain´t strangers anymore

Klack, Klack, Klack. Meine Schuhe hallen auf dem Boden wieder, als ich aus einer der Umkleidekabinen komme um mich meinen Freundinnen zu präsentieren.´Und meinem Verlobten. Ja meinem Verlobten! War es nicht eigentlich verboten, dass der Verlobte das Kleid vor der Hochzeit sah? „ Liebling bist du fertig?“ ruft Brad vom Sofa und ich höre Roxanne kichern. Ich verdrehe die Augen. „ Ja ich bin gleich da.“ Die Spitze des Kleides kratzt an meinem Oberarmen und ich habe das Gefühl, dass ich keine Luft mehr bekomme. Ich sehe die Schuhe der Verkäuferin, wie sie vor dem Sofa auf und ab gehen, als ich um die Ecke biege. Brad sitzt auf dem Sofa. Sein Anzug ist wie immer maßgeschneidert ohne eine klitzekleine Bügelfalte. Links von ihm sitzt Roxanne, einer meiner Freundinnen aus der KU. Kurz für University of Kansas. Ja Kansas, das ist der Ort in dem ich lebe, der Ort in dem ich mir eine Zukunft aufgebaut habe. Eine solide, stabile und wohlhabende Zukunft. Das Gegenteil von All dem vor dem ich geflohen bin. Ein Stich durchfährt mich, wenn ich an Texas zurückdenke. Texas, das einmal mein Zuhause gewesen ist. Texas, das ich über alles geliebt habe, und wo ich meine Familie und meine beste Freundin Amber zurückgelassen habe. Amber. Wenn sie jetzt nur hier sein könnte... Sie würde über all Dies lachen und sagen, dass das nicht Ich sei. Dass das Mädchen mit dem gesträhnten Haar, den manikürten Fingernägeln und dem hochgeschlossenen, weißen spitzenbesetzten Kleid nicht Ich sei. Seit wir Teenager waren, hatten wir diesen Tag geplant. Den schönsten Tag unseres Lebens. Den Tag, an dem wir den Mann nach dem wir unendlich verrückt wären, heiraten würden. In meinem Kopf hallt die Frage, die ich mir seit Wochen stelle immer wieder nach. Ist Brad der Mann nach dem ich unendlich verrückt bin ? Ich schaue in den Spiegel und sehe wie mir meine blauen Augen leblos entgegenblicken. Brad mag mich zwar nicht verrückt machen, aber er ist beständig und macht mich zu einem besseren Menschen. Befreit mich von dem Menschen, der ich nicht mehr sein will. Dem Mädchen, das vor knapp drei Jahren aus Texas nach Kansas geflohen ist. Ich erinnere mich, als ob es gestern gewesen ist, als ich meine Sachen gepackt und einfach aus Texas geflohen bin. Weg von Zuhause. Weg von meiner drogenabhängigen Mutter, die ständig einen neuen Freund hatte. Einen Freund der schmierigen Sorte, der sich bei uns Zuhause einnistete ohne Job und ohne Geld. Der mich anschaute, wie ein Kerl in dem Alter von meiner Mutter mich nicht anzuschauen hatte. Ohne Geld begab ich mich per Anhalter auf den Weg nach Kansas. Ich hatte ein Jahr nach dem Highschoolabschluss Zuhause gelebt, weil meine Mutter ohne mich nicht zurecht kam. Während all meine Freundinnen aufs College gingen, musste ich Zuhause bleiben und auf meine drogenabhängige Mutter aufpassen. Meinen Freunden erzählte ich allerdings, dass ich ein Jahr Pause machen wollte, weil ich noch nicht wusste, was ich später mit meinem Leben anfangen sollte. Allen außer Amber. Amber kannte die Geschichte mit meiner Mutter. Es war sehr gefährlich und leichtsinnig per Anhalter einfach nach Kansas zu fahren, aber hätte ich es mich nicht gewagt, hätte ich niemals Brad kennengelernt. Ich weiß noch, als ich mit nichts als meinen Jeanshorts, meinem Lieblingstop, und meinen Cowboyboots am Straßenrand stand, als ein niegelnagel neuer Audi TT direkt vor mir anhielt. Ich erinnere mich, dass ich Brad mit einem Engel verglichen hatte, wie er da stand mit seinem hellblonden Haar, dass er zurückgegeelt hatte, und seinem Anzug, der ihn irgendwie intelligent wirken ließ. „ Oh mein Gott Zoe, du wirst die schönste zweiundzwanzig jährige Braut in ganz Kansas sein!“. Brittany wirft mich unsanft aus meinen Gedanken, in dem sie sich heulend in meine Arme wirft. Ich lache. „ Britanny du wirst noch mein ganzes Kleid ruinieren, wenn du so weiter machst.“ Sie schluchzt weiter, befreit sich aber aus meinen Armen, tritt einen Schritt zurück und schaut mich weiterhin an. „ Du wirst so wunderschön aussehen und so erwachsen.“ schluchzt sie weiter und schnäuzt in ihr Taschentuch. Erwachsen .Will ich erwachsen auf meiner Hochzeit aussehen ? Roxanne, die neben Brad auf der Couch sitzt, steht auf und lächelt mich an. „ Das wird das Event des Jahres. Zoe Summers heiratet Brad Huntington. Top Anwalt von ganz Kansas...ich sehe schon die Schlagzeilen!“ Sie hüpft aufgedreht auf und ab, während ich bei dem Gedanken meine Nase kraus ziehe. „ Liebling du siehst wundervoll aus. Wer hätte vor drei Jahren gedacht, dass du zu so einer schönen Frau werden würdest. Das ich die Ehre hätte so eine schöne Frau vor den Altar zu führen.“ Er umschlingt meine Taille und dreht mich wieder zum Spiegel. „ Schau dich an Zoe. Das ist meine Zukünftige.“ Seine Zukünftige? Wer hätte vor drei Jahren gedacht, dass ich zu so einer schönen Frau werden würde?! War ich damals nicht auch schon schön? Ich betrachte mich im Spiegel. Das Kleid ist grässlich und ich fühle mich nicht, als ob ich in diesem „Sack“ den schönsten Tag meines Lebens erleben würde. Aber ich weiß, dass es Brad gefällt, weshalb ich ein Lächeln hervorbringe, während die Worte „ Es ist wunderschön“ mir über die Lippen kommen.


Eine Stunde später fühle ich mich so energiegeladen wie seit Langem nicht mehr. Obwohl der Morgen absolut schrecklich war. Brad musste schon wieder in die Kanzlei, weshalb ich alleine in meinem Mercedes die Straße entlang fahre. Die Sonne bricht so langsam durch den wolkenbehangenen Himmel, weshalb ich meine Sonnenbrille aus dem Handschuhfach hole und sie mir aufsetze. Ich vermisse mein altes Auto. Meinen Chevy Pick Up. Mein Baby, dass ich zurücklassen musste, mit all den Sachen, die mir sonst so ans Herz gewachsen sind. Ich bin auf dem Weg zum Flughafen, denn Amber kommt mich besuchen. Ich bin aufgeregt, wie ein kleines Kind, denn ich habe sie zehn ganze Monate nicht mehr gesehen. Als ich zur Straße zum Flughafen einbiege merke ich wie nervös ich eigentlich bin. Ich weiß, dass Amber Brad nicht mag und sie denkt, dass er mich verändert hat. Ich hab Angst, dass sie schlecht von mir denkt, oder sie den Sinn in unserer Freundschaft nicht mehr sieht. Doch als ich am Flughafen stehe und mir eine kreischende Amber entgegenrennt sind alle schlechten Gedanken vergessen und ich freue mich einfach sie wieder zu sehen. „ Z ich hab dich so vermisst!“ Sie schließt mich in ihre Arme und drückt mich ganz fest. Ich merke, wie mir die Tränen bei meinem alten Spitznamen kommen. „ Ich dich auch A!“ Ich drücke sie zurück und so verharren wir für ein paar Minuten in der Mitte vom Flughafen, bis uns ein älteres Paar ermahnt, sie haben ja nichts gegen Homosexuelle, aber irgendwann wäre es ja auch mal gut. Als das Ehepaar verschwindet, brechen Amber und ich in lautes Gelächter aus. „ Homosexuell? Dafür steh ich viel zu sehr auf Kerle! Sorry Süße.“ zwinkert Amber mir zu, während sie ihr Gepäck hinter sich her zieht. Ich lache und trotte ihr mit meinem Autoschlüssel in der Hand hinterher. An meinem Auto angekommen sehe ich wie Amber die Augen verdreht. „ Sag mir nicht, dass Sugar Daddy dir jetzt noch ein neues Auto gekauft hat.“ „ Amber nenn ihn nicht so ! Nur weil er acht Jahre älter als ich ist, heißt das nicht, dass er ein Sugar Daddy ist!“ Ich höre wie sie lacht und ihr Gepäck in den Kofferraum verstaut. „ Bist du dir sicher, dass er es bei seinem Alter denn noch im Bett bringt?“ „AMBER!“ Amber hatte schon immer eine lockere Zunge, wenn es um unser Sexleben ging. „ Nur weil du schon deine Unschuld mit sechzehn verloren hast, heißt das nicht, dass jeder in deinem Umkreis ein wildes Sexleben führen muss. Es gibt wichtigere Dinge in einer Beziehung, so was wie Beständigkeit zum Beispiel.“ Ich höre wie Amber schnaubt. „ Z sag mir bitte nicht, dass du nach deinem ersten Mal keinen Sex mehr mit dem Kerl gehabt hast.“ Ich spüre wie ich rot werde. Ambers Kinnlade fällt herunter und ich möchte nichts lieber als automatisch im Boden zu versinken. „ Wir wollen halt warten, bis wir verheiratet sind. Und Sex ist sowieso nicht so toll wie andere sagen.“ murmel ich leise. Bei meiner Antwort vergrößern sich Ambers Augen noch mehr und ich wünsche mir nun nichts sehnlicher, als das sich der Fußboden unter mir auftut und mich verschlingt. „ Sex nicht toll? Zoe, Sex macht süchtig und ist absolut wundervoll, wenn du ihn mit der richtigen Person hast. Hat er dich überhaupt zum Orgasmus gebracht?“ Bitte Erde verschlinge mich. Bitte tue dich unter mir auf! Als Amber meinen Gesichtsausdruck sieht, sehe ich wie sich ihr Mund schon wieder öffnet. „ Zoe erinnerst du dich, was wir uns als Teenager versprochen haben?“ Ich merke, wie mir die Tränen in die Augen steigen. „ Amber, er liebt mich und das ist alles was zählt.“ bringe ich hervor, als sie mich weiterhin mit ihren grünen Augen ansieht. „ Z, manchmal ist Liebe nicht das einzige was in einer Beziehung zählt. Manchmal muss man einfach verrückt nach dem Anderen sein. Er muss wie die Luft zum Atmen für dich sein. Er muss der Mensch sein, ohne den du nicht leben kannst. Und nicht leben willst. Ist Brad der Mensch ohne den du dir dein Leben nicht vorstellen kannst?“ Ich hole tief Luft. Ist Brad der Mensch ohne den ich nicht leben kann? Ich sehe seine grünen Augen vor mir, seine weißen Zähne, wenn er lächelt, und höre seine vertraute Stimme. Ich drehe mich um und nicke, beiße mir aber gleich wieder auf die Zunge, um meine Lüge nicht zu verraten.


„ Z, das kann doch nicht dein Ernst sein! Willst du das wirklich auf einer Collegeparty anziehen?“ Ich schaue an mir herunter und weiß beim besten Willen nicht, was Amber an mir auszusetzen hat. Ich sehe eigentlich ganz schick aus. Ich trage meinen braunen Rock und dazu meine weiße ärmellose Bluse. „ Z, das ist eine Collegeparty. Da laufen heiße Kerle rum!“ „ Amber, falls du es wissen solltest, ich bin verlobt!“ Amber verdreht ihre Augen und zieht ihre Cowboyboots an. Genau die Selben, die ich vor ein paar Jahren auch immer getragen habe. Sie trägt ein kurzes Minikleid. In Rot. Passend zu ihrer Haarfarbe. Früher hätte ich so was auch getragen. Aber diese Zoe bin ich einfach nicht mehr. Auf dem Weg zum Community College, kann ich immer noch nicht glauben, dass Amber mich zu dieser Party zwingt, geschweige denn, wie sie überhaupt von dieser Party erfahren hat. „ Ich will nur noch kurz Brad anrufen...“ „ Zoe, es ist nur eine Collegeparty. Bleib mal locker!“ Ich hole tief Luft und versuche mich zu beruhigen.Was ist aus dem früheren verrückten, sorgenfreien Mädchen geworden? Es ist als ob sie tief in einer Schublade versteckt ist . Ganz tief. Mit einem kugelsicheren Eisenschloss. Als Amber in die Einfahrt des Verbindungshauses fährt, habe ich das Gefühl, dass ich mich gleich übergeben muss. So etwas war mal normal. Früher einmal. Doch jetzt fühle ich mich so fehl am Platz wie eh und je. „ Wir sind da.“ Amber hüpft auf dem Sitz auf und ab und klatscht in die Hände. Als ich die Beifahrertür öffne ist Amber schon fast an der Haustür und ich muss rennen um mit ihr mithalten zu können. Ein Typ in unserem Alter öffnet die Tür und lächelt uns mit einem schiefen Grinsen an. Sein Blick gleitet langsam Ambers Körper entlang und ich spüre, wie ich rot werde. Amber wirft sich kokett ihre Haare über die Schultern und streckt ihm die Hand entgegen. „ Hi ich bin Amber und das da ist meine Freundin Zoe, und wer bist du?“ Sie flirtet mit ihm. Jahrelange Freundschaft lässt mich das sofort erkennen. Ich kann es ihr allerdings auch nicht verübeln, denn der Typ, der uns gegenüber steht sieht alles andere als Scheiße aus. Seine dunkelblonden Haare hängen ihm bis zu den Schultern, die nebenbei bemerkt sehr breit sind, und wenn er lächelt erscheinen auf seinem Gesicht Grübchen. „ Schön euch kennenzulernen.“ Sein Blick bleibt an Ambers Brüsten hängen und er fährt sich langsam mit der Zunge über die Lippen. „Ich bin Chris.“ Ich sehe wie Amber und Chris sich beinahe mit ihren Augen ausziehen und ich habe das Gefühl, dass es nicht lange dauern wird, bis ich auf dieser Party alleine bin. „ Ähhm ich geh mir mal was zu Trinken holen.“ murmel ich und quetsche mich an Chris und Amber vorbei ins Haus. Oh mein Gott, dass kann doch nicht ihr Ernst gewesen sein? Sie kennt diesen Typen gerade erst einmal fünf Minuten und will schon mit ihm ins Bett steigen?! Mein Magen krampft sich zusammen, wenn ich nur alleine an Sex denke. Das erste Mal mit Brad war furchtbar. Ich weiß noch, was ich für Schmerzen gehabt hatte und wie schnell es vorbei gewesen war. Danach hatte ich leise in mein Kopfkissen geweint, weil ich mir mein erstes Mal wohl anders vorgestellt hatte. Seitdem hatte ich Brad immer wieder abgeblockt, wenn er etwas versucht hatte. Was allerdings auch nicht wirklich viel war. Nach unserem ersten Mal, hätte ich gedacht, dass er so verrückt nach mir wäre, dass er es immer wieder wollen würde. Anscheinend hatte ich mich in ihm getäuscht. Nach unserer ersten Nacht hatte er mich nicht mehr angefasst, worüber ich eigentlich auch ganz froh war, aber ein kleiner Teil in mir fragte sich, warum er mich nicht anfasste, und ob ich nicht sexy genug für ihn sei. Das Haus ist voll von Menschen und die Musik dröhnt mir in den Ohren, während ich versuche den Leuten, die wild im Flur tanzen auszuweichen. Bei dem Versuch um einen bulligen Typen herumzulaufen, stolpere ich und falle fast hin. Zum Glück kann ich mich noch an dem Treppengeländer festhalten. Die Musik ist so laut, dass ich das Gefühl habe einen Hörsturz zu bekommen, wenn ich mich nicht augenblicklich von dieser Szene hier entferne. Der einzige Ort der mir einfällt, wo ich mich von all diesen Leuten verstecken kann, ist das Badezimmer. Ich laufe die Treppe hoch in der Hoffnung, dass ich ein Badezimmer finde. Ich öffne die nächstbeste Tür und schließe sie gleich wieder, als ich sehe wie ein halbnackter Kerl auf einem Mädchen liegt. Bei der zweiten Tür habe ich Glück. Ich öffne sie und will sie gerade schließen, da stemmt sich eine muskulöse Schulter gegen die Badezimmertür. Sie gibt nach und öffnet sich. Ich stolpere von dem Druck einen Schritt zurück und sehe wie er die Badezimmertür hinter sich schließt. Seine Augen sind auf mich gerichtet, während er mir immer näher kommt. Ach du heilige Scheiße! Mein Blick wandert seinen muskulösen Körper entlang und wieder nach oben bis zu seinem Gesicht. Sein dunkelblaues Shirt betont die Farbe seiner Augen. Ich spüre, wie mir die Luft im Hals stecken bleibt, als mein Blick auf seine zerzausten braunen Haare fällt. Sein Haar sieht aus, als ob er gerade wilden Sex hatte...Oh mein Gott, dass hab ich jetzt nicht wirklich gedacht. Mein blick wandert weiter zu seinen muskulösen Oberarmen, die von Tattoos verziert sind. Seine langen Beine stecken in schwarzen ausgewaschenen Jeans. Seine schwarzen Boots kommen mir immer näher, als er langsam einen Schritt weiter nach vorne geht. Ich komme mir vor wie in einem Horrorfilm. In einem sexy Horrorfilm. „ Wenn du mir zu Nahe kommst, dann schreie ich.“ Meine Stimme klingt sehr piepsig, und ich bezweifele, dass er sich von meiner Stimmer eingeschüchtert fühlt. Ich höre, wie er leise lacht, als er mir noch näher kommt. Mein Atem bleibt in meiner Kehle stecken, als ich in seine nun fast schwarzen Augen blicke. Wie der Himmel um Mitternacht. Wer ist dieser Kerl und was will er von mir? Ich gehe noch einen Schritt zurück, bis ich mit der Hüfte an die Waschmaschine stoße. Das scheint sein Stichwort zu sein, denn ehe ich mich versehen kann hat er meine Hüfte gepackt und setzt mich auf die Waschmaschine. Erschrocken reiße ich meine Augen auf, als sein Mund plötzlich auf meinem landet. Oh mein Gott !!! Oh mein Gott! Er knabbert leicht mit seinen Zähnen an meiner Oberlippe und drückt meinen Kopf leicht nach hinten, damit sich mein Mund weiter für ihn öffnet. Ich weiß nicht, ab welchem Punkt ich meine Augen geschlossen habe, aber sie sind definitiv zu. Seine Zunge gleitet langsam in meinen Mund und plötzlich höre ich ein Stöhnen. War das etwa ich? Seine Zunge ist warm und umspielt meine. Er schmeckt nach Minze und seufz Mann. Ich spüre ein Ziehen zwischen meinen Beinen, als er meinen Nacken packt und mich noch näher zu sich heranzieht. Ich schlinge meine Beine instinktiv um seine Hüften und presse mich an ihn. Whoaaaah...hab ICH das etwa...? Ich spüre, wie sich etwas Hartes an mich reibt. Plötzlich höre ich ein Knurren und ehe ich mich versehe bin ich mit dem Rücken gegen die Badezimmertür gepresst. „ Du bist so sexy“ Seine heisere Stimme dringt durch meine Ohren, bevor er mir aufs Ohrläppchen beißt. Oh mein Gott...Nie in meinem Leben hat mich jemand jemals so geküsst. Nicht einmal Brad... Es ist als ob ein eiskalter Kübel Wasser sich auf mir ergießt. Plötzlich öffne ich die Augen und schaue in das Gesicht dieses Fremden. Dieses heißen Fremden. „ Oh mein Gott. Was hab ich getan?“ Mein Herz rast auf 180 und ich habe das Gefühl, dass ich mich gleich übergeben muss. Ich laufe zur Toilette und würge mein Essen hoch. „ Oh mein Gott. Oh mein Gott, Oh mein Gott.“ Ich höre Schritte hinter mir, als ich mich erneut übergebe. „ Du weißt schon, dass eine Frau mich noch nie so beleidigt hat.“ höre ich eine tiefe männliche Stimme hinter mir. Seine Stimme. Es ist als ob etwas Klick macht, denn bevor er noch mal blinzeln kann, hat er meine Hand im Gesicht. Ich stolpere über meine Füße und renne aus dem Badezimmer. Oh mein Gott was hab ich getan ?“

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Jovita 11. Sep 2017

So, ich bin dabei die Geschichte von dir zu Lesen und muss sagen, dass ich sie echt mag
Gerade die Charaktere Zoe und West mag ich sehr und vor allem kann ich mich in die beiden echt einfühlen :)

Da ich selbst ein großer Musikfan bin, finde ich es toll, wie du die Lieder mit einbaust :)
Aber es gibt auch einen Grund, weswegen ich gerade bei diesen Kapitel 'Untangle me' schreibe, weil du gerade einen Sänger mit eingebaut hast, der für mich eine besondere Bedeutung hat, die auch sogar zur Szene mit den Wasserturm passt - sie ist echt schön, auch wenn sie leider zu früh unterbrochen wurde. Damit beantworte ich deine Frage: Ja,ich höre die Lieder. Gerade die von Eros Ramazzotti und das Lied do you wanna miss a thing von Aerosmith sind Lieder,die für mich deine Geschichte mit einem nostalgischen Gefühl lesen lassen und das passiert auch nun wirklich nicht oft :)

Gelöschte Antwort
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Fairygodmother 12. Sep 2017
Erst einmal freut es mich, dass dir meine Geschichte gefällt :) Musik ist wirklich ein großer Bestandteil meines Lebens und hilft mir durch alle Lebensphasen. Besonders inspiriert sie mich auch zum Schreiben. Manchmal hör ich einen Song und dann macht es klick und auf einmal sehe ich eine Szene vor meinem inneren Auge, oder höre West´s Stimme wie er irgendetwas zu Zoe sagt. Hört sich krank an, ist aber wahr:p. Und meine Liebe zu Aerosmith äußert sich wohl in West. Mehr muss ich glaub ich nicht dazu sagen. Hahaha. Lg Fairygodmother
Zeilenausblut 31. Aug 2017

Deine Geschichte ist einfach perfekt!
Als ich sie gestern Abend entdeckt hab könnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und sie hat mich sofort in ihren Bann gezogen!
Ich hab schon als roxanne gesagt hat, zoey soll auf sich aufpassen geahnt, dass mit Brad etwas nicht stimmt und er vielleicht gewalttätig wird aber die Art wie du es umgesetzt hast war einfach klasse!
Ich freu mich schon aufs nächste Kapitel ☺️
Ganz liebe Grüße
Lisa

Fairygodmother 31. Aug 2017
Oh danke <3 Freut mich, dass sie dir so gefällt :D Ich hatte echt Zweifel, dass ich diese Seite von Brad gut hinbekommen würde... aber ich hab mein Bestes gegeben :p Da werden auf jeden Fall noch einige Dinge kommen ;) Du kannst gespannt sein :)
Supergirl94 24. Aug 2017

Hey,

nachdem ich mir die bisherigen Kapitel durchgelesen habe muss ich Dir unbedingt eine Rezension hinterlassen.
Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die mit so viel Liebe zum Detail und einer Leidenschaft geschrieben ist, die man spüren kann!
Deine Protagonisten haben so viel Tiefe, dass man meinen könnten, sie wären realen Personen entsprungen.
Zoe und Wsst sind für mich das Traumpaar schlechthin.
Mir scheint als ergänzen die beiden sich perfekt und das obwohl sie sich eigentlich eher ähneln als unterscheiden.
Wobei West eher ein Mensch ist, der sein wahres Ich nicht versteckt, wohingegen Zoe sich einer realitätsfernen Illusion hingibt.
Sie kann also viel von ihm leren!^^
Ich hoffe nur, dass er sich zwischenzeitlich nicht wie ein Arsch benimmt.
Arsch ist ein gutes Stichwort - Brad.
Ich msg ihn nicht.
Er ist mir total unsympathisch und sehr arrogant, aber das auf einer negativen Art und Weise.
Hast Du wirklich gut hinbekommen.
Man merkt richtig, dass er nur für seine Arbeit lebt und alles andere ihm völlig gleichgültig ist, außer es ist nicht das was er möchte.
Dass er mit Zoe noch über ihre neue Frisur sprechen möchte ist wirklich dreist.
Hoffentlich lässt sie sich nicht weiter von ihm unterkriegen und trennt sich endlich von ihm!!
Brittany würde besser zu ihm passen, sie ist nämlich genauso oberflächlich wie er.
Roxanne dagegen finde ich durchaus in Ordnung, wobei sie mehr aus sich herauskommen muss.
Ich glaube sie kann Zoe eine gute Freundin werden, vorausgesetzt sie spielt ihr nichts vor.
Amber und Chris finde ich süß, sie geben schön Acht auf Zoe. :')
Aber zurück zu West. *schmacht*
Er ist unglaublich toll!
Bei ihm gefällt mir seine Tiefgründigkeit und Aufmerksamkeit, ich glaube so einen Partner wünscht sich jeder.^^
Außerdem interessiert er sich wirklich für Zoe und lässt sich viele originelle Dinge für sie einfallen.

Bevor ich hier aber noch sabbere komme ich mal zum Abschluss. :D
Wie gesagt, mir gefällt deine Geschichte bisher sehr und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Supergirl94 <3

Fairygodmother 24. Aug 2017
Oh mein Gott danke :) du weißt nicht, wie viel mir das bedeutet, dass zu lesen <3 Ich hab gehofft, dass West genauso sehr von euch als Leser geliebt wird, wie von mir, denn für mich ist er einfach nur, wie du schon gesagt hast *schmacht* Bei Brad hatte ich anfangs echt Angst, dass ich seine Art nicht richtig rüberbringen könnte, weil so eine Art Mensch will glaub ich niemand in seinem Leben haben... Jaaa die Leidenschaft zu der Geschchichte ist echt groß und teilweise bin ich während des Schreibens so in der Story drin, dass ich auf meinem Bett sitze und entweder heule oder schmachtende/ laut quiekende Geräusche von mir gebe :p . Für meine Umwelt ist das glaub ich nicht so toll, aber egal... Auch freu ich mich, dass Amber und Chris genauso wahrgenommen werden, wie ich sie darstellen wollte. Und ja Roxanne ... Lass dich am Besten überraschen, was da noch kommt :) Liebe Grüße Fairygodmother :)