Die Sonne Jagen

vor 1 Tagen
Der Orden des Phönix’. Hermine will eigentlich nur mehr über Heilkunde lernen. Dabei entdeckt sie eher unfreiwillig, dass Professor Snape eigentlich auch nur ein Mensch ist und wie wichtig das, was er tut, für den Verlauf des Krieges ist.: Irgendwann SS/HG Romanze
Harry Potter Romanze P18 Drama In Arbeit
Bemerkung des Authors: Warnung: Irgendwann SS/HG Romanze (aber erst wenn Hermione volljährig ist), ein paar blutige Szenen, Schimpfwörter und dann auch ein paar Lemons. Wenn Du das nicht magst, dann lies es nicht. Dies ist eine weitere wahnsinnig lange Geschichte, weil diese Beiden wahnsinnig stur sind. Diese Geschichte bleibt bis zum Ende des vierten Buches den Inhalten treu und beginnt im Sommer zwischen dem Feuerkelch und dem Orden des Phönix‘. Ich werde viele Szenen aus den Büchern auslassen, es sei denn, ich habe einen Grund, sie entweder aus Hermiones oder Severus‘ Sicht zu erzählen. Ihr kennt alle die Bücher, also wisst ihr auch, was passiert. Die Kapitellänge wird variieren. Ich schreibe im Romanstil und so wird es nicht immer einfach sein, alles in einzelne Kapitel zu teilen.

Kapitel 1

Es war ein sehr langer Sommer gewesen.

Severus saß in seinem Wohnzimmer im Halbdunkel. Die verschlissenen Vorhänge waren zugezogen und die einzige Lichtquelle in dem trostlosen, stickigen Zimmer war die schwache Glut im Kamin, die eher aus Notwendigkeit brannte, als um Wärme zu spenden. Er starrte ausdruckslos und mit leeren, dunklen Augen auf die glühenden, halb verbrannten Scheite und nahm gelegentlich lustlos einen Schluck aus der Flasche, die er locker in der Hand hielt. Etwas steif hob er die andere Hand, begann seinen Nasenrücken mit seinen langen Fingern zu massieren und schloss für einen Moment die Augen.

Flammen loderten im Kamin auf, er beugte sich im Sessel vor und kniff ein wenig die Augen zusammen, während er in einer fließenden Bewegung den Zauberstab aus dem Ärmel zog. Einen Augenblick später färbten sich die Flammen grün, mit einem schwachen Seufzen entspannte er sich geringfügig und richtete seinen Zauberstab flüchtig auf das gefärbte Feuer. „Ja?“

„Ah, Severus. Ich bin froh, Sie zu Hause anzutreffen. Ich störe doch nicht?” Albus Dumbledores aufdringlich heitere Stimme hallte seltsam und störte die melancholische Ruhe des Hauses, die beinahe als friedlich angesehen werden konnte, solange man nicht genauer hinsah.

Wo sollte ich wohl sonst sein, Sie penetranter alter Bock? Es ist ja nicht gerade so, als ob ich irgendwohin in Urlaub fahren könnte und ich werde nicht vor Einbruch der Nacht gerufen. Zugegebenermaßen war es nicht so, dass er im Moment irgendeine Ahnung hatte, wie spät es tatsächlich war. „Selbstverständlich nicht, Schulleiter“, antwortete er tonlos, nahm einen weiteren Schluck, steckte seinen Zauberstab weg und sackte mit geschlossenen Augen zurück in den ramponierten Sessel.

„Ich wollte mit Ihnen sprechen, bevor ich mich an den Rest des Kollegiums wende. Es tut mir leid, aber ich muss Ihre Bewerbung für den Posten der Verteidigung schon wieder ablehnen.“

Er hatte nichts anderes erwartet. Er bewarb sich inzwischen nur noch aus reiner Gewohnheit oder Sturheit. Ganz sicher nicht, weil er glaubte, dass er den Posten erhalten würde. Dumbledore hatte seine Gründe nie wirklich erklärt, aber er hatte es auch nicht aussprechen müssen. „Und wie werden Sie Ihre bisherigen Erfolge diesmal übertreffen?“ fragte er die Flammen ironisch und machte sich nicht mal die Mühe die Augen zu öffnen. „Sie hatten zwei kleine Handlanger des Dunklen Lords, einen inkompetenten, armseligen Kriminellen und zu guter Letzt einen Werwolf an der Spitze einer langen Reihe von nutzlosen Idioten und beurkundeten Verrückten. Was kommt als Nächstes?“

„Die diesjährige Besetzung lag nicht in meiner Verantwortung.“

Diese Aussage, zusammen mit der fehlenden munteren Note in der Stimme seines Arbeitgebers ließ Severus die Stirn runzeln und schließlich seinen Kopf ein wenig heben, um die Flammen anzustarren. „Ich habe keine Energie für Rätsel. Was meinen Sie damit?“

„Das Ministerium bestand darauf, den Posten für Verteidigung zu besetzen.“

„Wie bitte? Das Ministerium hat nicht die Autorität, sich dermaßen einzumischen.“

„Sie haben sie jetzt“, erwiderte Dumbledore etwas grimmig. „Es gab natürlich keine weiteren Bewerbungen, aber ich glaube kaum, dass es irgendetwas geändert hätte, wenn es denn welche gegeben hätte. Harrys Geschichte allein ist einfach nicht genug gewesen. Merlin weiß, dass sie bereits genug Übung darin haben, den Jungen zu ignorieren. Aber Sie haben seine Geschichte bestätigt, Severus, auch wenn ich sicher bin, dass Sie ihn niemals unterstützen wollten. Sie haben Cornelius in meiner Gegenwart Ihr Mal gezeigt und damit klargemacht, dass Hogwarts Harry glaubt. Der Minister will uns im Auge behalten. Nicht zu erwähnen, dass bestimmte Mitglieder aus dem Beirat sicherlich nicht verärgert sind, wenn wir in der nächsten Zeit mit den Freuden der Bürokratie beschäftigt sind.“

Ich hätte wissen müssen, dass es wieder mal meine Schuld ist, dachte Severus. Missmutig nahm er einen weiteren Schluck aus der bereits fast leeren Flasche. „Fein. Wer wird uns aufgehalst? Irgendeine federschwingende Hofschranze?”

„Ganz und gar nicht. Tatsächlich die erste Untersekretärin des Ministers persönlich. Eine erlauchte Persönlichkeit, die auf den herrlichen Namen Dolores Umbridge hört.“

Severus kniff seine Augen zusammen, um nachzudenken. „Ein plumpes Weib mit dem Gesicht einer Kröte?“ Er hatte sie bisher nur ein oder zweimal getroffen, erinnerte er sich. Er verbrachte nie viel Zeit im Ministerium, wenn er es vermeiden konnte.

„Bitte beleidigen Sie die Frau nicht, bevor sie überhaupt angefangen hat, Severus. Sie würden dann nichts mehr haben, worauf Sie hinarbeiten können.“ Dumbledore hielt kurz inne, bevor er leise weitersprach. „Ich muss Sie bitten, etwas Zurückhaltung zu üben, Severus. Ich hege keinerlei Zweifel, dass Ihre Geduld ausgereizt wird, aber das Ministerium kann ziemlich lästig werden. Ich weise jeden an, mit Dolores zu kooperieren.“

„Darf ich dabei sein, wenn Sie das Minerva erzählen?“ fragte er trocken, bevor er seufzte. „Warum haben Sie dem zugestimmt, Schulleiter? Das Allerletzte, was wir jetzt gebrauchen können ist, dass das Ministerium herumschnüffelt. Sagen Sie Fudge, dass er seine Paranoia nehmen und sich in den...“

„Severus, bitte. Wir können es uns nicht leisten das Ministerium zu verärgern, zumindest jetzt noch nicht. Wir werden sie brauchen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich es schwierig finde mich zu erinnern, wozu eigentlich.“

„Schon gut, schon gut. Sie soll mir nur nicht über den Weg laufen. Ich habe bereits mehr als genug zu tun , ohne auch noch nett zu Fudges Schoßhund sein zu müssen.“

„Wie geht es Ihnen, Severus?“ fragte Dumbledore ernst und Severus öffnete seine Augen, um dem Feuer einen giftigen Blick zuzuwerfen. Er hasste diese Frage wirklich. Es wäre nicht so schlimm, wenn sie auch ernst gemeint wäre, aber er kannte alle die Gründe des Schulleiters, sie zu stellen, und sollte auf dieser Liste irgendwie echte Sorge um seine Gesundheit zu finden sein, dann stand sie ganz unten.

„Ich überlebe, wie immer. Das nächste Treffen ist am Dienstag?“

„Ja.“

„Dann sehe ich Sie dort, es sei denn, es passiert vorher noch etwas Wichtiges.“ Er zog erneut seinen Zauberstab und zuckte damit zum Kamin, um Dumbledore abzuschalten, bevor er antworten konnte. „Bastard“, seufzte er, leerte sein Bier und beugte sich zur Seite, um die Flasche neben ein paar anderen auf dem Boden abzustellen. Ein Lakai des Ministeriums also. Was für ein Spaß. Es war für ihn so schon schwer genug alles im Gleichgewicht zu halten, ohne dass sich die Scheißregierung einmischte. Er wurde das Gefühl nicht los, dass da noch mehr dahinter steckte, als der Schulleiter sagte. Was wiederum auch nichts Neues war.

Er hatte es sich gerade wieder einigermaßen bequem gemacht, als der Kamin erneut in grünen Flammen aufloderte. „Gott, was bin ich heute beliebt“, murmelte er gereizt, zog erneut seinen Zauberstab, bevor er schroff schnauzte: „Was ist?“

„Hallo, Severus. Ich bin auch erfreut, wieder Ihre Stimme zu hören.“

Er verzog das Gesicht. „Poppy, ich habe es Ihnen bereits gesagt, wenn ich wieder in Hogwarts bin, dann dürfen Sie mich endlos bemuttern. Und auch nur deswegen, weil ich Sie nicht aufhalten kann. Bis dahin habe ich Urlaub. Lassen Sie mich in Ruhe.“
Severus runzelte bei seinem unfreundlichen Ton die Stirn und versuchte sein Temperament zu zügeln. In Wahrheit mochte er Poppy Pomfrey und er hatte nicht so viele Freunde, dass er es sich erlauben konnte, sie zu vergraulen.
Glücklicherweise kannte ihn Hogwarts‘ Medihexe seit seinem elften Lebensjahr und war es mehr als gewohnt, seine gewöhnlichen Wutausbrüche zu ignorieren. „Wenn ich das nur könnte, aber ich muss mit Ihnen wegen des nächsten Semesters reden. Eine Schülerin ist an mich herangetreten, um ein informelles Praktikum in der Kunst der Heilung zu beginnen und da Sie vermutlich recht häufig im Krankenflügel sein werden, wollte ich es mit Ihnen besprechen.“

„Unmöglich“, antwortete er knapp. „Ende der Diskussion.“

„Severus...“

„Poppy...“, imitierte er. Seufzend beugte er sich vor, stützte seine Ellbogen auf die Knie und blickte ins Feuer. „Sie wissen genauso gut wie ich, dass es unmöglich ist. Ich weiß nicht, warum Sie überhaupt fragen.“

„Diese bestimmte Schülerin weiß bereits über gewisse Details Bescheid und hat Gründe, warum sie gerade jetzt diesen Wunsch äußert“, antwortete die Krankenschwester vorsichtig. Severus‘ dunkle Augen verengten sich, als er in die tanzenden, grünen Flammen starrte, seinen Geist klärte und ihm plötzlich alles kristallklar vor Augen stand.

„Oh, das kann nicht Ihr Ernst sein. Granger?“

„Woher wussten Sie das?“

„Gib mir Kraft“, murmelte er mit blitzenden Augen. „Ich bin kein Idiot, Poppy. Wer sollte es sonst sein?“

„Ja, gut, es ist Miss Granger. Sie weiß, dass wir im Krieg sind und sie will helfen. Außerdem ist die Idee nicht schlecht. Sie ist ganz sicher fähig dazu und ich könnte durchaus etwas Hilfe gebrauchen. Und Sie können nicht bestreiten, dass es günstig wäre, jemanden zu haben, der Mr. Potter so nahe steht und dann auch weiß, wie man Verletzungen behandelt, wenn man bedenkt, wie oft der Junge sich zu verletzen scheint, ganz besonders jetzt.“

Er verzog wütend das Gesicht und antwortete nicht. Er massierte sich erneut seinen Nasenrücken. Granger, in der Tat. Es schien, als würde sie niemals lernen die Leute einfach in Ruhe zu lassen. Dennoch hätte es schlimmer sein können. Es hätte auch Potter sein können. Das war wiederum ein Gedanke, der ihn schaudern ließ. „Nein.“

Poppys Ton, als sie schließlich wieder sprach, war brüsk und geschäftlich. „Wenn Sie mir einen guten Grund nennen können, Severus, dann werde ich ihr schreiben und ihr sagen, dass es nicht möglich ist. Wenn es Ihre Sicherheit gefährden, die Pläne des Ordens durchkreuzen, oder wenn es sie selbst in Gefahr bringen sollte. Aber wenn Ihr einziger Grund dagegen zu sein der ist, dass Sie sie nicht dabei haben wollen, dann halten Sie den Mund.“

Sein Blick verfinsterte sich, da er sehr wohl wusste, dass er nichts sagen konnte. Das war sein einziger Einwand und er hielt ihn für ziemlich gut. Er war immerhin Derjenige, der sich der Realität stellen musste, der am Ende zulassen musste, dass die Besserwisserin lernte an ihm herumzustochern und ein Getue um ihn machte. Sie war jetzt schon unerträglich genug. Nein, das war nicht wirklich fair... Er hasste sie immerhin nicht so sehr wie einige andere seiner Schüler und selbst er gab, wenn auch nur widerwillig zu, dass sie intelligent war. Dennoch, irgendwie musste er doch aus der Sache herauskommen.

„Sie ist ein Kind.“

„Das habe ich ihr auch gesagt, als sie mich das erste Mal darauf angesprochen hat“, antwortete Poppy trocken. „Sie schrieb zurück und erklärte mir, ich zitiere: ‚Okay. Dann sagen Sie bitte Sie-wissen-schon-wem, dass wir im Moment noch zu jung sind und ob er bitte seine Schreckensherrschaft ein paar Jahre verschieben könnte, bis wir alle alt genug sind.‘“

Ungewollt schnaubte er leise. Das Mädchen hatte recht, so ärgerlich das auch war. Die Drei würden stark beteiligt sein, egal was irgendjemand anders von der Idee hielt. Scheiße. Er hatte keine Argumente und das wusste er. Es gab wirklich keinen logischen, rationalen Grund diesen Wunsch abzulehnen, aber er wollte wirklich nicht, dass irgendeines der Kinder wusste, was wirklich los war. Er wollte es geheim halten und es war einfach unmöglich, dass sie nicht jedes Detail dem kleinen Ungeziefer erzählte, das sie ihre Freunde nannte. Gott, vermutlich würde es sich in der gesamten Schule herumsprechen.

„Was haben Sie ihr bisher erzählt?“ fragte er kalt.

„Nicht in diesem Ton, Severus Snape“, schnappte sie. „Der Schulleiter selbst hat sie über den Orden des Phönix‘ informiert. Falls Sie also damit ein Problem haben, sollten Sie das mit ihm klären. Ich habe ihr noch nichts von Ihnen erzählt. Ich wollte es erst mit Ihnen besprechen. Wie ich bereits sagte, wenn Sie nur einen vernünftigen Einwand haben, dann wird es nicht passieren, aber falls das nicht der Fall sein sollte, werde ich mich Anfang des nächsten Schuljahres mit ihr zusammensetzen und ihr erklären, was es wirklich bedeutet, Heilerin im Orden zu sein.“

Severus knirschte mit den Zähnen. Er hasste es wirklich, in eine Ecke gedrängt zu werden. „Es wird gewisse Bedingungen geben“, knurrte er und ergab sich nur äußerst widerwillig.

„Ich werde ihr nur das erzählen, was sie wissen muss. Und worauf Sie bereits so klug hingewiesen haben, Severus, sie ist immer noch ein Kind und sollte es mir möglich sein, will ich sie aus dem Schlimmsten heraushalten. Falls Sie darauf bestehen sollten, dass sie Geheimhaltung schwören soll, seien Sie nicht beleidigend. Glauben Sie wirklich, dass sie der Typ ist, der tratscht? Oder, dass ich das zulassen würde?“

Das war ein weiterer guter Grund. Er wünschte sich, er wäre das nicht. Alles in allem schien das hier nicht einer seiner besten Tage zu sein. In hilfloser Frustration starrte er in das Feuer und schüttelte den Kopf. „Wir werden es versuchen“, stimmte er schließlich geschlagen zu. „Wenn es nicht klappt, ist Schluss.“

„Danke, Severus.“ Nach einer Pause fragte die Krankenschwester behutsam: „Geht’s Ihnen gut?“ und er unterdrückte ein Seufzen. Das war eine etwas bessere Frage als die des Schulleiters - zumindest glaubte er, dass sie die Antwort tatsächlich ein wenig kümmerte - wenn auch nicht viel.

„Ich bin noch immer da, oder nicht?“ antwortete er gereizt. „Ich werde Sie dann vermutlich in der Schule sehen. Versuchen Sie sich bitte daran zu erinnern, dass Sie nicht meine Mutter sind.“ Seine Lippen verzogen sich bei dem Gedanken zu einem bitteren Lächeln, als er nur halbherzig auf ihre Verabschiedung reagierte und die Verbindung schloss. Es sah also ganz danach aus, als ob er das nächste Jahr damit verbringen würde für Grangers endloses Verlangen, einfach alles zu lernen, als Versuchskaninchen zu dienen, während er zwischendurch einen Drahtseilakt zwischen zwei Herren vollführte und die ganze Zeit die plumpen Einmischungen des Ministeriums abwenden musste. Was für ein Spaß.

Gerade als das Feuer erlosch und das Zimmer in Dunkelheit tauchte, flammte heftiger Schmerz in seinem linken Arm auf, ein nur allzu vertrautes Gefühl, welches als ein Brennen begann und sich in einen tiefen, fast stechenden Schmerz verwandelte. „Oh, das ist ja so verdammt wunderbar“, spuckte er, als er über seinen Arm rieb, aufstand und seine Robe und Maske herbeizauberte. „Ein perfektes Ende für einen vollkommen beschissenen Tag.“

++++

Hermione war nicht sicher, was sie erwartet hatte, wie das Hauptquartier des Ordens aussah, aber ein terrassenförmiges, georgianisches Haus im Herzen Londons war es sicherlich nicht. Professor McGonagall hatte vor ihrer Ankunft erklärt, dass das Haus Sirius gehörte und dass es während seiner Zeit im Gefängnis und später seinem Aufenthalt im Ausland leer gestanden hatte und verwahrlost war. Aber dennoch hatte sie etwas... Größeres erwartet.

Zu ihrer freudigen Überraschung wartete draußen auf den Stufen Ron auf sie. Er war schon wieder gewachsen, bemerkte sie abwesend, als sie ihn umarmte. „Du hättest nicht hier draußen auf mich warten müssen.“

Er grinste sie an. „Doch, musste ich. Mum hat uns alle dazu verdonnert, das Haus zu putzen. Es ist grauenvoll. Ich war froh wegzukommen.“

„Mensch, danke.“

„Kein Problem. Okay, also ein paar Dinge solltest du wissen. Da gibt es ein Gemälde von Sirius‘ Mutter im Flur und sie ist eine richtig elende alte -“ Er schielte schuldbewusst zu seiner Hauslehrerin, die seinen Blick fest erwiderte und fuhr fort, „- Frau. Wir müssen im Flur sehr leise sein, denn wenn sie aufwacht, schreit sie jedem Beleidigungen entgegen. Ich denke alles Andere kann warten, bis wir oben bei den anderen sind.“ Er verzog sein Gesicht. „Viel mehr gibt es nicht zu sagen, um ehrlich zu sein. Niemand wird uns hier viel erzählen.“

„Weil Sie es nicht wissen müssen, Mr. Weasley“, erklärte McGonagall ihm knapp. „Hier wären wir also, Miss Granger. Ich werde Sie jetzt Ihren Freunden überlassen.“

„Danke, Professor.“

Ron führte sie mit übertriebener Vorsicht durch die düstere Eingangshalle und direkt die Treppen hinauf. Im Gang hielten sie an und während Hermione Krummbeins Box öffnete und ihn auf Entdeckungstour gehen ließ, lauschte Ron und verzog das Gesicht. „Ich glaube, sie arbeiten noch immer am Ende des Flurs. Lass uns da noch nicht reingehen.“

Hermione grinste ihn an. „Große Spinnen?“

Er erschauderte. „Gigantische. Das ist nicht lustig.”

Sie tätschelte seine Schulter und sah sich um als sie das Zimmer betrat, welches sie sich mit Ginny teilen würde. „Das ist also das Haus vom Orden des Phönix?“

„Yeah, nicht viel, was?“ stimmte er ihr trocken zu und ließ sich auf das Bett seiner Schwester fallen. „Nichts hier ist wirklich so, wie wir dachten. Wir haben schon den gesamten Sommer darüber gesprochen, aber... ich weiß auch nicht. Alles, was wir getan haben, war verdreckte Zimmer zu putzen und jedes Mal, wenn ein Treffen stattfindet, werden wir ins Bett geschickt. Fred und George arbeiten an etwas, damit wir sie belauschen können. Du wirst es später sehen, aber bis jetzt funktioniert es noch nicht richtig. Wir werden von allem ferngehalten.“ Er seufzte. „Die einzige Person, die etwas anderes als ein ‚Hallo‘ sagt, ist Dumbledore und er hat mir nur gesagt, dass ich Harry nichts erzählen soll, aber er will mir nicht sagen warum.“

„Er hat mir geschrieben und genau dasselbe gesagt. Armer Harry. Nach allem, was ihm passiert ist, sollte er dort nicht alleine sein.“

Sie tauschten unbehagliche Blicke aus, bevor Ron das Thema wechselte. „Hast du Madam Pomfrey wegen der Heilungsgeschichte gefragt?“

„Ja. Sie sagt, sie muss das zuerst noch mit ein paar anderen Leuten absprechen, aber sie denkt, dass es in Ordnung sein wird. Ich vermute, dass Professor Dumbledore zustimmen muss, aber ich weiß nicht, wer sonst noch. Ich sollte schon bald von ihr hören.“

„Das ist doch gut, denke ich.“

„Also, ist Sirius hier?“

Ron zuckte mit den Schultern. „Ist er, aber... nun, du kannst ihn vielleicht später sehen. Er verbringt die meiste Zeit eingeschlossen in seinem Zimmer. Er ist etwas deprimiert. Er darf nirgendwo hingehen, weil er ja ein gesuchter Verbrecher ist und so. Also hockt er hier trübselig herum. Oder er streitet sich mit Snape.“

„Professor Snape ist hier?“

„Merlin sei Dank, nein.“ Er erschauderte und grinste sie sarkastisch an. „Nee, wir haben ihn nur zweimal gesehen. Er bleibt niemals lange. Taucht zu den Treffen auf und verschwindet dann wieder so schnell er kann. Die Anderen kommen auch mal zum Essen und so vorbei, aber er nicht, zum Glück.“

„Und wer ist sonst noch hier?“

„Die ganze Zeit nur Sirius und jetzt auch wir bis zum Schulbeginn. Lupin ist oft hier, aber wir glauben, dass er meist unterwegs ist, um mit den anderen Werwölfen zu reden, weißt du, um sie zu überzeugen, sich nicht du-weißt-schon-wem anzuschließen. Wir wissen wirklich nicht, was die anderen tun. Manchmal sind ein paar Auroren hier, Kingsley und Tonks. Tonks ist cool, du wirst sie mögen und Mad-Eye ist auch irgendwo hier, diesmal der Echte. Dumbledore und McGonagall sind ziemlich oft da, Hagrid bisher nur einmal, aber jetzt ist er irgendwo auf geheimer Mission. Niemand will uns irgendwas sagen. Ernsthaft, ich bin kurz davor Bill zu erwürgen, er ist nämlich ein Teil von ihnen und wir anderen werden wie kleine Kinder behandelt, die ins Bett geschickt werden, damit die Erwachsenen reden können.“

Er klang frustriert, aber sie konnte ihm nicht antworten, weil eine Stimme von draußen rief: „Ron!“

„Was ist?“ schrie er zurück und betäubte Hermione damit fast, die ihn dafür anblitzte.

„Ist Hermione schon da?“

Sie verdrehte die Augen. Sie liebte die Weasleys meist, als wären sie ihre eigene Familie, aber gelegentlich wollte sie sie umbringen. Sie trat zur halb geöffneten Tür, um ihren Kopf durch den Spalt zu stecken. „Du könntest mich auch selbst fragen.“

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Während der nächsten Tage verstand sie Rons Frustration. Sie wurden streng von allem, was auch nur im Geringsten wichtig war, ferngehalten und die Stunden krochen geradezu dahin in einem Nebel von schmuddeligen Zimmern, die mit schmierigen und in einigen Fällen ziemlich gefährlichen Objekten vollgestopft waren. Sie war von den Langziehohren sehr beeindruckt, unglücklicherweise hatten sie es bisher jedoch nur einmal geschafft, sie vernünftig einzusetzen. Danach hatte einer der Erwachsenen herausgefunden, was sie anstellten und hatte die Küchentür mit besseren Schutzzaubern belegt. Sie hatte Sirius nur ein oder zweimal gesehen und war schockiert über seine Veränderung. Er war ungewöhnlich apathisch geworden.

Mrs. Blacks Porträt wurde schnell zu ihrem Fluch. Hermione liebte es unten auf den Stufen zu sitzen und zu lesen, wo sie das Kommen und Gehen beobachten konnte, aber wenn das Gemälde sie sah, wurde das Haus von ohrenbetäubendem Geschrei über Schlammblüter, die das Haus verschmutzten, erfüllt. Niemand hatte herausgefunden, wie man sie zum Schweigen bringen konnte, außer man kämpfte sie nieder, indem man die Vorhänge zuzog.

Ende Juli traf Madam Pomfrey im Grimmauldplatz ein und schleppte Hermione prompt in ein leeres Zimmer. „In Ordnung, Miss Granger, Ihr Wunsch wird Ihnen erfüllt. Wenn Sie noch immer wollen, werden Sie Anfang des nächsten Schuljahres mit mir zusammenarbeiten und zur Heilerin ausgebildet.“

Ihr erster Impuls war vor Freude zu schreien, aber die Euphorie verschwand sofort. Sie tat das nicht aus Spaß, sondern für den Fall, dass ihre Freunde verletzt wurden. Trotzdem lächelte sie ein wenig. „Danke.“

„Danken Sie mir nicht. Sie wissen nicht, worauf Sie sich eingelassen haben - noch nicht - aber ich will nicht bestreiten, dass ich die Hilfe gebrauchen könnte.“ Die Krankenschwester betrachtete sie einen Augenblick lang, bevor sie lächelte. „Für jetzt erst mal genug von Elend und Trübsal. Glauben Sie mir, Sie werden später noch genug Zeit haben, deprimiert zu sein. Zunächst jedoch gestatten Sie mir, Sie dem anderen Mitglied unseres kleinen Teams vorzustellen.“ Sie griff in ihre Tasche und holte etwas kleines, rechteckiges heraus, zog ihren Zauberstab und vergrößerte das, was sich als Porträtrahmen herausstellte. „Dies ist Dilys Derwent, ehemalige Schuldirektorin und Meisterheilerin. Dilys, dies ist Hermione Granger.“

Die Frau in dem Gemälde betrachtete Hermione von oben bis unten nachdenklich durch zusammengekniffene Augen. Sie war eine korpulente Hexe mit lockigen, grauen Haaren und einer sachlichen Aura, die komplett ruiniert wurde, als sie heiter grinste. „Also, Hermione, jetzt treffen wir uns endlich. Ich habe schon viel von Ihnen gehört. Sind Sie auch nur halb so gut, wie sie alle sagen?“

Überrascht blinzelte Hermione, bevor sie zurück grinste. „Kommt drauf an, mit wem Sie gesprochen haben, glaube ich.“

„Ha. Gute Antwort. Ich freue mich, Sie kennenzulernen. Willkommen an Bord.“

„Danke.“

„Sie werden von jetzt an keinen Moment der Ruhe mehr haben“, warnte Madam Pomfrey sie lächelnd, als sie das Porträt zurück in ihre Tasche steckte. „Dilys redet unaufhörlich über alles und jeden. Sie ist eine unheilbare Klatschtante, unglaublich neugierig und hat einen bösen Sinn für Humor, der gelegentlich eine Hure beschämen würde. Aber sie hat ein gutes Herz, kann ein Geheimnis bewahren, duldet keinen Schwachsinn und hat über Heilung bereits mehr wieder vergessen, als ich je gewusst habe. Sie war mir immer eine gute Freundin und ich hoffe, sie wird dasselbe auch für Sie sein.“

„Das hoffe ich auch“, stimmte Hermione ihr zu. Sie hatte das Porträt auf Anhieb gemocht.

„So, das war der lustige Teil. Jetzt müssen wir das hier ernsthaft besprechen.“ Madam Pomfreys Lächeln verschwand, als sie sich vorbeugte. „Es wird schwer für Sie werden, Miss Granger. Ich werde Sie zu seltsamen Zeiten mitten in der Nacht rufen und Sie werden sehr schnell lernen müssen, damit Sie in der Lage sind, alles zu tun, wofür ich Sie brauche. Es wird nichts so sein, wie eine Heilerausbildung eigentlich ablaufen sollte. Ab sofort sind Sie Heilerin in einem Krieg. Ich werde nicht viel Zeit haben, Ihnen beizubringen mit weinenden Kindern oder Quidditchverletzungen umzugehen. Sie werden mit Wunden, Zaubern und Flüchen, äußerst schlimmen noch dazu, konfrontiert werden. Sie werden auch weit deutlicher erkennen, als überhaupt jemand gezwungen sein sollte zu sehen, welche Langzeitschäden dieser Krieg bei einigen Ordensmitgliedern hinterlassen wird. Sie werden eine Menge elementarer Psychologie, speziell Trauma-bezogene, mitnehmen.
Am wichtigsten, Hermione, wenn Sie sich dazu entschließen, das hier zu machen, werden Sie einen Großteil der Zeit mit Professor Snape verbringen.“

„Professor Snape? Warum?“ fragte sie verblüfft. Ihr war vage bewusst, dass der Tränkemeister den Großteil, wenn nicht sogar sämtliche der Heiltränke für den Krankenflügel braute, aber nur sehr wenige Heiler lernten selbst ihre Tränke zu brauen, also verstand sie nicht, warum sie überhaupt Zeit mit ihm verbringen sollte.

Madam Pomfrey sah sich besorgt um. „Was ich Ihnen jetzt erzählen werde, ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse des Ordens“, sagte sie schließlich und wandte Hermione ihren angespannten Blick zu. „Sie dürfen es niemandem gegenüber erwähnen.“

Verwirrt und unglaublich neugierig nickte Hermione langsam und fragte sich, wie das mit Snape zusammenhängen könnte. „Werde ich nicht. Ich schwöre es.“

Die Heilerin nickte und seufzte. „Sie wissen, dass Professor Snape Todesser gewesen ist?“

„Ja.“

„Nun, soweit es Sie-wissen-schon-wen und die anderen Todesser betrifft, ist er das auch noch.“

Sie blinzelte und runzelte die Stirn, überdachte das, bevor sie die Medihexe anstarrte. „Ein Doppelagent?“ flüsterte sie schockiert. Sie hatte bis jetzt nie wirklich darüber nachgedacht, warum Snape im Orden war oder warum er kein Todesser mehr war.

Madam Pomfrey nickte. Ihr Ausdruck war jetzt eher düster. „Ja. Professor Snape wandte sich vor vielen Jahren an den Orden des Phönix und wurde unser Spion. Sie-wissen-schon-wer glaubt, er sei ein loyaler Todesser, der uns belügt und den Orden für ihn ausspioniert. Wir unterstützen diesen Glauben, indem wir gelegentlich Informationen herausgeben, um ihn zu überzeugen, dass Professor Snape ihm treu ergeben ist, während er Informationen für unsere Seite darüber sammelt, was die Todesser vorhaben.“

Snape war eine seltsame James Bond Figur? Das war so verrückt, dass sie jetzt nicht darüber nachdenken konnte. Kopfschüttelnd sah sie sich ziellos im Zimmer um. „Woher wissen Sie das?“ fragte sie schließlich sehr leise. Harry und Ron hatten seit Jahren behauptet, dass Snape ein Verräter war und sie hatte ihn immer verteidigt, aber sie musste zugeben, dass es auch bei ihr Momente gab, wo sie gezweifelt hatte.

Die Krankenschwester warf ihr einen strengen Blick zu. „Ich tue jetzt einfach mal so, als ob ich das nicht gehört hätte, Miss Granger“, flüsterte sie. „In diesem Fall denke ich, wäre es am Besten, wenn Sie einfach akzeptieren nicht die wahre Geschichte zu kennen und hinnehmen, dass es nichts mit Ihnen zu tun hat.“

Schuldbewusst nickte sie und akzeptierte die Zurechtweisung. „Entschuldigung. Ich wollte nur... Nein. Es tut mir leid.”

Madam Pomfrey behielt ihren strengen Blick noch einen Moment, bevor sie langsam nickte und sich wieder entspannte. „Schon gut. Mir ist absolut bewusst, welches Bild die Menschen von Professor Snape haben. Er weiß es ebenso. Sehr viele Menschen zweifeln an ihm, aber ich gehöre nicht dazu.“

Die ruhige Sicherheit in Poppys Stimme führte dazu, dass Hermione sich noch mehr schämte, als sie erneut nickte. „Was hat das mit mir zu tun?“

„Das Leben eines Doppelagenten ist sehr gefährlich“, erklärte die Heilerin rundheraus. „Professor Snape ist häufig verletzt. Das Leben unter den Todessern ist unangenehm und schmerzhaft, sogar noch viel mehr für einen Mann, dem nie komplett vertraut wurde und der gelegentlich direkte Befehle missachten muss. Der Krieg hat gerade erst begonnen, aber wenn er demselben Muster folgt wie der letzte Krieg, dann wird er einen Großteil seiner Zeit im Krankenflügel verbringen. Die wichtigste Aufgabe eines Heilers im Orden ist es unseren Spion am Leben und funktionsfähig zu halten. Das ist meine Hauptaufgabe hier. Offen gesagt könnte ich ab und zu etwas Unterstützung gebrauchen. Zumindest sollte noch jemand die Wahrheit darüber wissen, was wir tun.“

Sie seufzte. „Ich werde Sie nicht belügen, Hermione. Es wird extrem unangenehm werden. Nicht nur die Arbeit selbst wird extrem blutig und unangenehm sein, sondern Professor Snape... Nun, Sie kennen seine allgemeine Veranlagung“, erklärte sie mit vorsichtiger Diplomatie. „Er steht im Moment unter sehr großem Stress, verständlicherweise, und hat häufig starke Schmerzen. Um es gerade heraus zu sagen, Hermione, er wird es an Ihnen auslassen.“

„Weil er weiß, dass Poppy nicht zulässt, dass er es an ihr auslassen kann“, mischte sich Dilys heiter aus der Tasche in das Gespräch ein.

„Stimmt“, bestätigte die Medihexe mit einem traurigen Lächeln. „Da haben Sie es, Hermione. Wenn Sie entschlossen sind, das hier durchzuziehen, werden Sie die hässliche Wahrheit des Krieges sehen. Es ist blutig, brutal, sinnlos, gewalttätig und es wird für Sie sowohl emotional als auch mental sehr schwer werden. Sie werden es nicht mit Ihren Freunden besprechen können. Sie werden wahrhaft schreckliche Dinge sehen und Sie werden mir helfen die Stücke wieder aufzusammeln und man wird es Ihnen nicht danken. Wollen Sie noch immer helfen?“

Darüber zumindest musste sie nicht nachdenken. Sie schaute die ältere Hexe geradewegs an und nickte.

++++

Inmitten der Sorgen um Harry nach seinem Zusammenstoß mit den Dementoren und der kontinuierlichen Frustration darüber, dass niemand im Orden ihnen etwas erzählen wollte, wurde Hermione Anfang August vollkommen unvorbereitet von Professor Snapes Anblick getroffen, als dieser gerade ein weiteres geheimes Ordenstreffen verlassen wollte. Seine dünne schwarze Silhouette stach aus der Gruppe von Hexen und Zauberern, die die Eingangshalle durchquerten, heraus. Über Mrs. Blacks Gekreische hinweg stand sie auf von ihrem Platz auf den Stufen, wo sie gesessen und gelesen hatte und bevor sie sich stoppen konnte, rief sie. „Professor Snape?“

Während die Anderen das Haus verließen, drehte sich ihr Lehrer um und blitzte sie an, als sie auf ihn zuging. Im Gegensatz zu den anderen trug er seine normalen Lehrerroben, schwarzer Umhang über schwarzem Gehrock und schwarzen Hosen. Abwesend fragte sich Hermione, ob er bei diesen vielen Schichten schwarz im Sommer nicht überhitzte. „Darf ich Sie einen Moment sprechen?“

„Miss Granger“, sagte er kalt und brachte es fertig, seine Stimme sogar noch unfreundlicher als gewöhnlich klingen zu lassen. „Bis zum ersten September bin ich nicht dazu verpflichtet, Ihnen oder irgendeinem anderen Schüler zuzuhören. Verschwinden Sie.“

Bei seinem Blick innerlich vor Angst zitternd schluckte sie und erinnerte sich streng daran, dass sie eine Gryffindor war. Sie versuchte sich auch daran zu erinnern, dass Professor Snape auf ihrer Seite war. Bei seinem Gesichtsausdruck schien dies jedoch schwer zu glauben, denn der Blick seiner schwarzen Augen teilte ihr beredt mit, dass er sie und alles, wofür sie stand, hasste. „Ich... ich wollte Ihnen danken, Sir. Ich weiß, dass ich nicht bei Madam Pomfrey lernen könnte, wenn Sie nicht zugestimmt hätten.“

Sie zögerte und fragte sich, ob sie noch etwas darüber sagen sollte, was er für den Orden tat, aber er nahm ihr die Entscheidung ab, indem er knurrte: „War das alles?“

Entschlossen ihr Glück nicht überzustrapazieren, nickte sie leicht und seine Lippen kräuselten sich, bevor er sich umdrehte und hinausmarschierte.

Nun, das hätte auch besser laufen können, entschied sie kläglich, während ihr rasendes Herz sich langsam wieder beruhigte.

++++


Severus war nicht ganz sicher, ob er lachen oder sich übergeben sollte. Aus dem kümmerlichen Schutz seiner hinteren Ecke im Lehrerzimmer beobachtete er einigermaßen ungläubig, wie Dumbledore den versammelten Lehrern, die alle denselben Gesichtsausdruck zeigten, Dolores Umbridge vorstellte. Die Frau konnte einfach nicht echt sein, entschied er hoffnungsvoll. Die menschliche Rasse war doch sicherlich nicht derart degeneriert.
Sogar der heitere Ausdruck des Schulleiters sah ziemlich angespannt aus, als diese unmögliche Erscheinung mit schrillem Quietschen verkündete, dass es absolut entzückend sei, sie alle schließlich kennenzulernen und sie wäre sicher, dass sie alle hervorragend miteinander auskommen würden. Wenn sie jetzt kichert, ersteche ich mich, beschloss er und versuchte verzweifelt nicht zu Minerva hinüber zu schauen. Wäre seine Kollegin in ihrer anderen Gestalt gewesen, hätte ihr Gesichtsausdruck angedeutet, dass in Kürze ein Haarball ausgewürgt werden würde.

Severus war durchaus bewusst, dass er von allen anderen konzentriert beobachtet wurde, als sich Umbridge ihm mit ihrem strahlenden, funkelnden und absolut falschen Lächeln näherte. Dumbledores Blick mahnte ihn, sich zu benehmen. Die Anderen sahen ihn alle mit kaum verhohlener Erwartung an. Das muntere Lächeln auf dem Krötengesicht geriet ins Wanken, als die neueste Lehrerin den Anblick in sich aufnahm und Severus erlaubte für den Bruchteil einer Sekunde einem sehr dünnen Lächeln seine Lippen zu berühren, als er sie beobachtete. Er war sich durchaus darüber im Klaren, wie er aussah, vielen Dank auch, und er hatte sich seinen finstersten Blick für genau diesen Moment aufgehoben.

„Und dies ist Severus Snape, unser Tränkemeister“, stellte Dumbledore ziemlich unnötig vor und versuchte fröhlich zu klingen und so zu tun, als sei er nicht leicht besorgt darüber, was als Nächstes passieren könnte.

Ihr Handschlag war genauso fürchterlich, wie er erwartet hatte. Nur mühsam widerstand er dem Drang, seine Hand an seiner Robe abzuwischen, nachdem er sie zurückgezogen hatte. Er unterdrückte seinen finsteren Blick gerade lange genug, um ihr einen neutralen, leicht unfreundlich desinteressierten Blick zuzuwerfen und beobachtete, wie ihre Augen flackerten, als sie ihn von oben bis unten ansah - mit einigen Schwierigkeiten, denn er war fast zwei Köpfe größer als sie. Da war ganz sicher Missbilligung, als sie kurz sein fettiges Haar und seine übergroße Nase betrachtete, und ja, da war er, der nur für Sekundenbruchteile zu seinem linken Arm zuckende Blick. Fudge hatte es ihr also erzählt. Und sie hatte Angst. Der erste Punkt geht an mich, glaube ich. Vielleicht würde das hier ja doch nicht so schlimm werden, besonders wenn er die Gesichter einiger seiner Kollegen ansah.

Dumbledore geleitete sie höflich aus dem Lehrerzimmer, nickte, lächelte und gab vor ihr zuzuhören, während sie darüber sprach, dass sie die einzelnen Fächer überprüfen wollte. Als die Tür dann ins Schloss gefallen war, atmete Minerva hörbar aus und sagte zu niemand bestimmtem: „Hat jetzt das ganze Land den Verstand verloren?“

„Sie mögen sie, nicht wahr?“ fragte Filius trocken und fing sich dafür ein Schnauben und einen finsteren Blick ein.

„Sie kommt mir bekannt vor“, sagte Severus nachdenklich. „Als ich klein war, hat meine Mutter kurzzeitig versucht mich in eine Muggel-Spielgruppe zu schicken.“

„Und wie lange hat das gedauert?“ fragte Rolanda Hooch.

„Ungefähr eineinhalb Wochen“, erwiderte er milde und lächelte bei dieser Erinnerung leicht. Selbst als ganz kleiner Junge besaß er keinerlei soziale Fähigkeiten und hatte ganz entschieden nicht friedlich mit den anderen gespielt. „Jedenfalls war die Aufseherin ihr sehr ähnlich. Dieselbe grässliche quietschende Stimme, dieselbe unglaublich herablassende Art zu reden, dieselbe scheußliche pinkfarbene Strickjacke. Sie hat vermutlich Taschentücher in ihre beiden Ärmel gestopft“, fügte er mit einem leichten Schauder des Abscheus hinzu. „Sie hat schon begriffen, dass wir nicht mehr vier oder fünf Jahre alt sind, oder?“ Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sie die Schüler behandeln wird. Die kleinen Bastarde werden sie bei lebendigem Leib auffressen.

„Das Beste haben Sie noch gar nicht gehört“, sagte Minerva finster. „Das Ministerium hat es geschafft, alle möglichen lächerlichen Zugeständnisse zu bekommen. Die Macht, die sie dieser Frau gegeben haben, ist einfach widerlich, ehrlich...“

Als sie anfing einen erschreckenden Albtraum von Inspektionen, Befragungen und Verboten auszumalen, spürte Severus einen kalten Schauer der Vorahnung seinen Rücken hinunter rieseln, als er endlich die Warnung des Schulleiters verstand. Das Ministerium tat sein Bestes, um Hogwarts zu schließen oder zumindest einen Großteil der Lehrer zu entfernen. Sie konnten die Dinge hier so viel schwerer machen. Er hatte bei dieser Sache ein sehr schlechtes Gefühl.

Als das Treffen überstanden war, hatte er eigentlich beabsichtigt, hinunter in seinen schönen ruhigen Kerker zu verschwinden, um sich etwas zu entspannen und etwas Ruhe zu finden, da Ruhe wahrscheinlich bald sehr knapp sein würde, aber er hatte es noch nicht einmal bis zur Tür geschafft, bevor Poppy ihn in die Ecke gedrängt und ihn mehr oder weniger für seinen Gesundheitscheck in den Krankenflügel gezerrt hatte. Nach so vielen Jahren ihrer Schikane gegenüber resigniert, machte er sich nicht die Mühe seinen Atem beim streiten zu verschwenden und ergab sich überraschend sanftmütig. Eine halbe Stunde später stand er nur mit seiner Unterwäsche bekleidet mitten in ihrem Büro und versuchte nicht zurückzuzucken als sie ihn mit ihrem Zauberstab anstieß.

„Ich weiß überhaupt nicht, warum Sie sich die Mühe machen“, sagte er leicht zitternd. Es mochte ja August sein, aber das hier war immer noch ein Schloss aus Stein in Schottland und es war einfach nicht warm genug, um hier nur in Unterwäsche herumzustehen. „Ich kann Ihnen sagen, was Sie finden werden.“ Er nahm einen gelangweilten Gesichtsausdruck an und begann die Punkte an den Fingern aufzuzählen. „Ich habe wieder abgenommen, meine Nervenimpulse sind abnormal, mein Herzschlag ist leicht arrhythmisch, meine Stoffwechsel- und Schilddrüsenaktivität ist gestiegen, es gibt Anzeichen von Verschleiß und Entzündungen in meinen Gelenken und mein Verdauungssystem funktioniert auch nicht so, wie es sollte.“

„Aber leider geht es Ihren sarkastischen Reflexen noch sehr gut“, antwortete Poppy gereizt und stieß ihm warnend ihren Zauberstab in die Rippen. „Wir werden das hier jeden Monat wiederholen. Wenn Sie weiter mit mir streiten, mache ich das jede Woche. Halten Sie jetzt still und nicht blinzeln.“ Sie umfasste sein Kinn, um seinen Kopf in Position zu halten, leuchte ihm direkt in die Augen und untersuchte dann schnell seine Ohren, seine Nase und seinen Hals. „Okay, wir sind für jetzt fertig. Ziehen Sie sich an und hören Sie auf mich so finster anzustarren.“

Mit einem Augenrollen tat Severus, wie sie gesagt hatte und beobachtete ihr Gesicht, als sie ihre Ergebnisse auswertete, während er sich sein Hemd und dann seinen Gehrock überzog. „Und?“

„Ja, ja, Sie hatten Recht. Als ob dies etwas wäre, um stolz darauf zu sein.“ Sie schüttelte den Kopf und warf ihm einen verzweifelten Blick zu. „Das ist verdammt viel Schaden für nur ein paar Monate, Severus.“

„Über den Sommer wurde es schon immer schlimm“, erinnerte er sie und setzte sich, um seine Stiefel anzuziehen. „Jetzt, wo ich wieder arbeiten bin, werde ich nicht annähernd so oft gerufen werden.“

„Trotzdem, das ist für einen so kurzen Zeitraum zu viel.“ Sie seufzte. „Sie müssen besser auf sich aufpassen, Severus. Sie wissen genauso viel wie ich, wenn nicht sogar noch mehr über die Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und Sie sind nicht dumm.” Sie schnalzte mit der Zunge und schaute auf ihre Notizen. „ Sie sollten insbesondere mit dem Trinken aufhören. Sie haben seit dem letzten Jahr mehr als fünfunddreißig Prozent Ihrer Leberfunktion verloren. Sie müssen fast den ganzen Sommer in einem Alkoholkoma verbracht haben, um das zu schaffen.“

„Das hört sich annähernd richtig an“, stimmte er gleichgültig zu und schlüpfte in seine Roben. „Sehen Sie mich nicht so an. Ich werde mich während der Arbeit bestimmt nicht bis zum Exzess betrinken.“

„Sie sollten überhaupt nicht trinken. Es gibt bessere Möglichkeiten der Bewältigung. Das habe ich Ihnen schon mehrmals gesagt.“ Poppy schüttelte den Kopf. „Ich würde Sie ja gerne versprechen lassen, dass Sie sich etwas zurückhalten, aber ich weiß, dass Sie das nicht tun werden. Seien Sie bitte einfach nur vorsichtig. Und Sie müssen auch sorgfältiger auf Ihre Ernährung achten. Es stimmt, Sie haben wieder Gewicht verloren und Sie haben nicht so viel davon, was Sie verlieren können.“

Er schnaubte. „Ich bin mein ganzes Leben untergewichtig gewesen. Daran wird sich nichts ändern. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass ich immer Gewicht verliere, wenn ich unter Stress stehe. Außerdem habe ich in letzter Zeit wenig Lust zu essen.“

„Sie sind kein Idiot, also hören Sie auf, sich wie einer zu benehmen. Sie wissen, Sie müssen besser auf sich achten oder Sie werden das hier nicht durchstehen.“

„Sie sind auch kein Idiot“, erwiderte er, „und Sie wissen, dass ich funktionieren werde.“

„Leben ist mehr als nur zu überleben, Severus“, erklärte sie ihm traurig.

Nicht für mich. Er zuckte nur mit den Schultern. „Sonst noch was?“

Sorgenvoll schüttelte sie leicht den Kopf, als sie erneut auf ihre Notizen blickte. „Sie hatten auch recht in Bezug auf die Gelenkentzündungen und Nervenimpulse. Obwohl es nicht so schlimm ist, wie ich erwartet habe. Es scheint, als ob Ihr Körper sich noch daran erinnert, wie er es bewältigen kann. Im Bereich der Heiltränke hat es im letzten Jahrzehnt einige Fortschritte gegeben. Dieses Mal sollten wir es effektiver behandeln können. Wenn Sie dafür sorgen, stark genug zu sein.“

„Ich habe es kapiert“, knurrte er entnervt.

„Wir beide wissen, dass dies nicht bedeutet, dass Sie mir auch tatsächlich zuhören, aber ich werde nicht weiter darauf herumreiten.“ Sie schnalzte erneut mit ihrer Zunge, als sie das Pergament noch einmal überflog. „Ich habe nicht erwartet, dass es so bald schon so schlimm aussieht.“ Sie schaute auf und traf ernst seinen Blick. „Wird es diesmal besser oder schlimmer als letztes Mal werden?“

Er zuckte erneut mit den Schultern. „Ich weiß es nicht, Poppy. Auf einige Arten wird es besser werden, da ich jetzt weit höher stehe als damals, aber schlechter auf andere Arten, da er inzwischen ziemlich irre ist und anfälliger zu sein scheint, seine Launen an uns auszulassen. Ich weiß nicht, in welche Richtung sich das Gleichgewicht verschieben wird. Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen.“

„Wagen Sie eine Vermutung.“

Severus dachte darüber nach. „Auf kurze Sicht besser“, sagte er schließlich. „Aber wir haben - vorsichtig geschätzt - einige Jahre des Krieges vor uns. Ich glaube, auf lange Sicht wird es schlimmer werden... für uns alle.“

„Das ist nicht, was ich zu hören gehofft habe, aber so ziemlich das, was ich erwartet habe. Gut, Severus, wir sind fürs Erste durch. Passen Sie bitte besser auf sich auf. Hoffentlich sehe ich Sie hier nicht vor dem nächsten Monat, aber ich fürchte, dass das eine vergebliche Hoffnung ist.”
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Und da waren sie wieder. Der erste September. Der Anfang eines neuen Jahres. Severus stand reglos auf den Zinnen und starrte durch die dichter werdende Dunkelheit eines Herbstabends hinunter auf die Kutschen, die eine weitere Ladung Schüler abluden. Die Thestrale standen teilnahmslos da, als sich die unwissenden Kinder zwischen und um sie herum versammelten, schnatterten und lachten, während sie ihre Freunde begrüßten und sich spielerisch stießen und schubsten. In den sich vertiefenden Schatten vor ihren Blicken versteckt - hätte sich einer von ihnen die Mühe gemacht hoch zu sehen - ballten sich seine Hände zu Fäusten, während er sie beobachtete.

Seine dunklen Augen waren trostlos, als er die Kinder dabei beobachtete, wie sie sich neckten und ihren Weg zur Schule hinauf nahmen, um ein neues Jahr zu beginnen und lauschte ausdruckslos ihrem Gelächter. Sie hatten keine Ahnung. Nur wenige kurze Wochen zuvor hatten diese Schüler noch in der Großen Halle gesessen und dem Schulleiter gelauscht, der ihnen erklärte, dass ihre Welt geendet hatte, dass ein Zauberer, den sie bisher nur aus irgendwelchen Geschichten kannten - nicht viel mehr als ein Schwarzer Mann - wieder zurück war. Und doch hatte diese Nachricht offensichtlich keinerlei Auswirkung. Ein oder zwei von ihnen schienen ruhiger, kleinlauter geworden zu sein. Beinahe gegen seinen Willen suchte sein Blick das dreimal verfluchte Goldene Trio, Potter und seine kleinen Kumpane. Keiner von ihnen lächelte und einige, leider größtenteils aus seinem eigenen Haus waren ruhig in der Art Jener, die geheimes Wissen verbargen, aber im Großen und Ganzen waren die Kinder unter ihm vollkommen unberührt.

Automatisch hob er die Hand zu seinem Ärmel und rieb ruhelos seinen linken Unterarm. Seine langen Finger fuhren über das Mal, das versteckt unter seiner schwarzen Kleidung lag. Wenn sie nur wüssten. Er ballte seine Hand zur Faust, als er sie von seinem Arm nahm und sich auf den Weg hinunter in die Große Halle machte, um dort seinen Platz am Lehrertisch einzunehmen und der Auswahl zuzusehen, bevor er in die Ruhe seines Kerkers zurückkehren konnte, um sich vor das Feuer zu setzen und hinein zu starren, während er in Angst auf das zunehmend bekannte Brennen wartete, das ihn einmal mehr in die Hölle rufen würde. Es war ein sehr langer Sommer gewesen und es hatte gerade erst angefangen.

Als er die Zinnen verließ, hörte er wieder das helle, fröhliche Lachen der ankommenden Jugendlichen. Sie waren so unschuldig, so völlig ahnungslos über die um sie herum zusammenbrechende Welt.

In diesem Moment hasste er sie.

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ATheobald84 26. Jun 2017

So jetzt schreib ich endlich wieder nicht wundern ich schreibe nur ab und an. Aber oh mein Gott ich liebe deine ff. Kann es kaum erwarten wie es weiter geht. Du hast snape so super beschrieben und ich finde es toll das er bei dir doch auch menschlich ist. Bitte schnell weiter

Sky 26. Jun 2017
Ich lade jeden Tag au?er morgen und übermorgen 2 Kapitel hoch. Ich hab die Geschichte so gut wie fertig. Die ersten 30 Kapitel sind schon Korrektur gelesen. Ich freue mich das sie dir gefallt.Ich finde das Snape Menschlich ist, sonst hätte er das alles Ja nicht auf sich genommen. :) Ich werde die nächsten Kapitel in knapp 60 min hochladen.
ATheobald84 19. Jun 2017

Huhu ich bin auf deine neue Story gestoßen und ich mag sie jetzt schon. Hab sie bis jetzt in einem happs gelesen. Bin schon sehr gespannt wie es weiter geht

Sky 19. Jun 2017
Hey:) Das freut mich zu hören. Ich werde heute Abend zwei weitere Kapitel hochladen. Ich hab 20 Kapitel schon fertig und es werden noch weitere folgen.