Domhan - Die Strafe der Götter

vor 2 Tagen
Als Maia im Wald einem Fremden begegnet, ahnt sie nicht, dass dieser ihr gesamtes Leben verändern wird, denn er bringt eine Nachricht von ihrem Vater, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Und so macht sie sich auf die Reise zu einem Volk, das mehr Geheimnisse hat, als sie sich je hätte vorstellen können. Immer tiefer wird Maia darin verwickelt ..
Fantasy - klassisch Abenteuer P16 Romanze In Arbeit

Kapitel 4 - Das Anliegen des Fremden

Der Fremde tauchte zwei Tage später wieder vor ihrer Tür auf. Am Morgen war Leah zurückgekehrt, was die Vermutung nahelegte, dass er das Anwesen tatsächlich beobachtet hatte, gesehen hatte Maia ihn jedoch nicht. Sie saß gerade mit ihrer Mutter, Cyrian, Leah und den Kindern der beiden am Abendbrottisch, als es an der Tür klopfte. Yara legte seufzend ihr Besteck zur Seite und stand auf, um zu öffnen.
Maia erkannte seine Stimme sofort, obwohl sie nicht verstehen konnte, was er sagte. Der tiefe, etwas raue Klang jagte ihr eine Gänsehaut über den Körper, die sie jedoch als überraschend angenehm empfand. Ungeduldig rutschte sie auf ihrem Stuhl hin und her, bis sie bemerkte, dass Leah sie beobachtete. Entschuldigend lächelte Maia sie an, was die Rothaarige mit einem Schmunzeln erwiderte.
„Ich werde mal schauen, ob Yara Hilfe braucht“, erklärte Cyrian, als nach einer Weile aufgebrachte Stimmen aus dem Flur zu hören waren. Er stand auf und ging ebenfalls zur Tür.
„Weißt du, wer an der Tür ist?“, erkundigte sich Leah bei Maia, als ihr Mann den Raum verlassen hatte.
Sie nickte. „Es ist ein Fremder, der sich seit einer Weile in der Gegend aufhält. Keir hat ihn vorgestern vom Grundstück geschickt.“
Leah nickte angespannt. „Er hat davon erzählt, um mich zu warnen.“
„Ist er jemand, vor dem man gewarnt werden muss?“
„Das hängt davon ab, was er will.“
Maia brummte unzufrieden angesichts dieser nichtssagenden Antwort. Wieso war momentan bloß jeder der Meinung, dass man ihre Fragen nicht vollständig beantworten musste? Selbst der Fremde hatte ihre Nachfragen ignoriert.
Zu allem Überfluss kehrte Cyrian nun zurück, nur um Leah auch noch zu dem Gespräch mit dem Fremden zu bitten. Sie warf Maia ein entschuldigendes Lächeln zu und folgte ihrem Mann dann ins Arbeitszimmer, wohin sich das Gespräch inzwischen verlagert hatte.
Missmutig lehnte sich Maia auf ihrem Stuhl zurück. Nun war endgültig klar, dass die Erwachsenen sie wie ein Kind behandelten und alles unter sich klärten. Und das, obwohl der Fremde nicht viel älter sein konnte als sie.
„Du willst wissen, worüber sie sprechen, oder?“, durchbrach Alec die Stille zwischen ihnen.
„Ja“, gab Maia das Offensichtliche zu.
Der Elfjährige grinste wissend und beugte sich dann ein Stück zu ihr vor. „Ich weiß, wie wir lauschen können.“
„Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist.“ Sie zögerte, obwohl sie insgeheim zugeben musste, dass ihr dieser Vorschlag gefiel.
„Ich habe das schon öfter gemacht. Keiner wird uns bemerken.“
„Und wer passt solange auf Elias, Phil und Freya auf?“
„Ich!“, verkündete Elias selbstbewusst. „Ich bin schon groß, ich kann das.“
Maia bezweifelte, dass er wirklich auf die beiden Kleinen aufpassen konnte, schließlich war er erst sieben Jahre alt, zankte sich gerne mit seinem jüngeren Bruder und interessierte sie kaum für seine Schwester.
„Also gut“, stimmte sie schließlich trotzdem zu, weil sie zu ungeduldig war, um abzuwarten, ob sie doch noch von jemandem eingeweiht werden würde. „Aber kein Streit.“
„Ja“, versprach Elias und nickte bekräftigend.
Alec nickte und ging zu dem Schrank, in dem Leah Becher aus Glas aufbewahrte, die nur zu besonderen Anlässen verwendet wurden, da sie sehr wertvoll waren. Vorsichtig nahm er eins heraus und bedeutete Maia, ihm zu folgen.
„Was willst du damit?“, fragte sie flüsternd und deutete auf das Gefäß.
„Wirst du schon sehen“, antwortete Alec nur geheimnisvoll und legte den Finger auf die Lippen, um ihr zu zeigen, dass sie leise sein sollte.
Kopfschüttelnd folgte sie dem Jungen, der sie in sein Schlafzimmer führte und dort mittig vor der rechten Wand stehenblieb. Auf der anderen Seite befand sich das Arbeitszimmer, stellte Maia fest.
Alec deutete zwischen zwei Bilder. „Hier funktioniert es am besten“, erklärte er kaum hörbar und reichte ihr das Glas. „Du musst den Becher an die Wand halten und dein Ohr daran legen.“
Sie nickte. „Wie rum?“
Er drehte ihre Hand, in der sie das Glas hielt, so, dass die Öffnung in Richtung der Wand zeigte. „So.“
Sie befolgte die Anweisungen und staunte, als sie tatsächlich verstehen konnte, was auf der anderen Seite gesprochen wurde.
„...sehr wichtig“, sagte der Fremde gerade.
„Das sehe ich auch so“, stimmte Leah ihm zu. „Es ist außerdem eine große Chance für sie.“
„Ich weiß nicht“, zögerte Yara. „Ich kann meine Tochter doch nicht mit einem Wildfremden losschicken, noch dazu zu einem Mann, der sich kein bisschen für uns interessiert hat.“
Maia horchte auf, als sie die Worte ihrer Mutter hörte. Offensichtlich ging es um sie. Doch welchen Mann meinte sie? Etwa ihren Vater? Oder handelte es sich um einen Verwandten ihrer Mutter?
„Lass mich auch mal hören“, forderte Alec leise, doch Maia winkte seine Bitte mit einer ungeduldigen Handbewegung ab. Enttäuscht verschränkte er die Arme vor der Brust, sagte aber nichts weiter.
„Cyrian, was denkst denn du darüber?“, wollte Leah auf der anderen Seite der Wand nun von ihrem Ehemann wissen.
„Ich...“, setzte dieser an, verstummte dann jedoch wieder. Schritte waren zu hören, dann wurde die Tür des Arbeitszimmers geöffnet. Maia ahnte was los war, konnte jedoch vor Schreck nicht mehr rechtzeitig reagieren. Sie schaffte es lediglich, die Hand, in der sie das Glas hielt, zu senken und einen Schritt von der Wand wegzutreten, dann wurde die Tür von Alecs Zimmer geöffnet. Ertappt starrten die beiden zu Cyrian, der nun in der Tür stand und sie mit einer Mischung aus Wut und Enttäuschung musterte.
„Es tut mir leid“, stammelte Maia hastig, bevor er auch nur einen Ton von sich gegeben hatte.
„Ihr sollt eure Nase nicht in Dinge stecken, die euch nichts angehen!“, rügte Cyrian sie und seinen Sohn.
„Aber es ging doch um mich“, widersprach sie und senkte dann erschrocken über ihre vorlauten Worte den Kopf. „Entschuldige.“
„Sie hat recht“, ertönte nun die Stimme des Fremden, der hinter Cyrian aufgetaucht war.
„Nicht, solange ihre Mutter nicht zugestimmt hat“, widersprach dieser.
„Das wird sie.“
„Vielleicht. Ich werde noch einmal mit ihr reden.“
Der Fremde nickte wortlos. Er schien sich seiner Sache ziemlich sicher zu sein, was Maia bewunderte. Sie war nie so selbstbewusst wie er, auch wenn sie sich das schon häufig gewünscht hatte.
„Worum geht es hier eigentlich?“, wollte sie von ihm wissen, nachdem Cyrian wieder in den Nebenraum verschwunden war.
„Um dich“, antwortete er knapp.
Sie verdrehte die Augen. „Das weiß ich. Was wollt Ihr von mir?“
„Nichts.“
Ungeduldig wippte Maia mit dem Fuß. Warum konnte dieser Kerl bloß keine vernünftigen Antworten auf ihre Fragen geben? Immerhin reagierte er überhaupt darauf und ignorierte sie nicht, wie er es vorgestern getan hatte.
„Dein Vater will dir seinen Besitz vererben“, fügte er nach einer Weile hinzu, in der sie sich schweigend angestarrt hatten.
Verwundert runzelte sie die Stirn. „Ist er schon so alt, dass er bald sterben wird?“, fragte sie, obwohl die für sie viel wichtigere Frage gewesen wäre, ob das überhaupt möglich war. Sie war schließlich nicht nur unehelich geboren, sondern auch noch eine Frau. Normalerweise bekamen die Söhne einer Familie das gesamte Erbe, da die Töchter ihren Anteil bereits durch die Mitgift erhielten, die allerdings deutlich geringer ausfiel als der Anteil für die männlichen Nachkommen.
Der Fremde schüttelte den Kopf. „Nein.“
„Wie kann er mir etwas vererben wollen, wenn er nicht sterben wird?“, wunderte sich Maia.
„Er wird sterben, aber nicht aufgrund seines Alters.“
„Ist er krank?“
„So ähnlich.“
Maia seufzte. Was sollte das nun wieder bedeuten? Reichte es nicht aus, dass der Fremde schon durch sein Aussehen geheimnisvoll wirkte? Musste er sich auch noch so verhalten?
„Wieso will er ausgerechnet mir alles vererben?“, fragte sie weiter, weil sie den Grund für den baldigen Tod ihres Vaters wohl nicht mehr von dem Fremden erfahren würde.
„Du bist sein einziges Kind.“
Sie konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Das war wohl die Strafe der Götter dafür, dass er sie und ihre Mutter im Stich gelassen hatte, sobald er von Yaras Schwangerschaft erfahren hatte. Dass sie beide auf so verständnisvolle und hilfsbereite Leute wie Cyrian und Leah treffen würden, konnte er damals nicht einmal geahnt haben.
„Stammt er auch aus dem Waldvolk?“ Maia wusste genau, dass ihre Mutter nicht wollte, dass sie Fragen zu diesem Thema stellte. Eigentlich durfte sie nicht einmal mit ihm reden.
„Zu viel Neugier ist nicht gut“, meinte der Fremde.
„Finde ich nicht“, widersprach sie. „Wie sollte man sonst wichtige Dinge erfahren? Man kann doch nicht immer darauf warten, dass andere einem alles verraten.“
„Manchmal ist es besser, nicht alles zu wissen.“
Maia fragte sich, was er damit meinte, konnte jedoch nichts mehr sagen, da nun ihre Mutter den Raum betrat.
„Ich möchte kurz mit dir unter vier Augen reden“, wandte sie sich an Maia.
Alec, der so still auf seinem Bett gesessen hatte, dass sie seine Anwesenheit kaum noch bemerkt hatte, und der Fremde verstanden und verließen wortlos das Zimmer. Yara schloss die Tür hinter ihnen und blickte dann ihre Tochter mit ernster Miene an.
„Es gefällt mir nicht, was die Anderen sagen, aber ich fürchte, sie haben recht“, meinte die Blonde mit einem Seufzen.
„Was ist so schlimm daran, dass mein Vater mir etwas vererben möchte?“, wollte Maia wissen.
„Wenn du das Erbe annimmst, wirst du für eine Weile fortgehen müssen. Die Reise ist gefährlich und keiner von uns wird dich begleiten können. Du wirst alleine mit einem Mann unterwegs sein, der uns beiden fremd ist.“
„Und wenn ich das Erbe ablehne?“ Auch wenn sie sich wünschte, dass sich in ihrem Leben etwas änderte, machte diese Art von Veränderung ihr Angst. Sie wollte sich nicht in Gefahr bringen und weit fort von denen sein, die sie kannte, denn es störte sie zwar, dass ihr außerhalb von Cyrians Haus niemand mit Respekt begegnete, doch sie wusste, dass sie zumindest innerhalb dieser Familie keine Angst vor Anfeindungen zu haben brauchte. Ihre Mutter und Cyrians Familie achteten sie unabhängig von den Umständen ihrer Geburt.
„Normalerweise würde alles beim Alten bleiben, aber Leah und Cyrian haben mir klar gemacht, dass das nicht so ist. Dein Vater ist in Dinge verstrickt, die bedeutungsvoller sind als wir. Ein Orakel hat prophezeit, dass vom Ausgang dieser Dinge die Zukunft des gesamten Landes abhängt. Ich kann dir nicht sagen, welche Rolle du darin spielst, aber du bist Teil davon und bist mit dafür verantwortlich, dass sich alles zum Guten wendet.“
Ungläubig starrte Maia ihre Mutter an. „Das ist absurd. Kann mein Vater mir überhaupt etwas vererben? Er hat mich doch gar nicht als sein Kind anerkannt und war nie mit dir verheiratet. Außerdem bin ich eine Frau.“
„Als Königin Fahee vor einiger Zeit die Rechte von Frauen gestärkt hat, hat sie auch die Erbgesetze geändert, sodass sowohl Männer als auch Frauen erben können, auch uneheliche Kinder wurden dabei miteinbezogen. Sie müssen allerdings anerkannt sein, das stimmt. Deshalb musst du so schnell wie möglich zu deinem Vater. Solange er noch am Leben ist, kann er dich als sein Kind anerkennen.“
Wortlos setzte Maia sich auf Alecs Bett. Sie musste das soeben Erfahrene erst einmal verdauen. Sie konnte sich nicht so recht vorstellen, dass sie, ein einfaches Mädchen, derart wichtig sein sollte. Vielleicht war sie das auch gar nicht, sie sollte schließlich nur ein Teil dieser Entwicklung sein - wahrscheinlich ein ziemlich kleiner. Trotzdem kam ihr das Ganze so unwirklich vor wie eine der Geschichten, die die alten Leute abends am Kaminfeuer erzählten oder die in den seltsamen Büchern standen, die Leah manchmal mitbrachte und in denen jeder Buchstabe so gleichmäßig war, dass Maia sich oft fragte, wie jemand so genau schreiben konnte.
„Woher weißt du, dass das, was der Fremde sagt, stimmt?“, fragte Maia nach einer Weile. „Was ist, wenn er bloß einen Weg sucht, um an Leah oder gar an die Königin heranzukommen?“
„Er stand Leah direkt gegenüber, wieso sollte er den Umweg über dich gehen?“, wunderte sich ihre Mutter mit gerunzelter Stirn.
„Keine Ahnung. Vielleicht braucht er ein Druckmittel. Er hat uns beobachtet, also weiß er sicher, dass wir für Leah wie Familienmitglieder sind und dass sie uns immer helfen würde. Und Königin Fahee ist schließlich ihre Cousine.“
Yara schmunzelte über die Worte ihrer Tochter, obwohl deren Idee gar nicht so abwegig war.
„Dein Vater hat ihm einen Brief mitgegeben, der zum Teil mit Fírinne-Tinte geschrieben wurde“, erklärte die Blonde.
Erstaunt hob Maia die Augenbrauen. Fírinne-Tinte war sehr teuer, denn die Herstellung war wahnsinnig aufwändig, weshalb sie nur selten und für wichtige Dokumente genutzt wurde. Was sie jedoch besonders wertvoll machte, war, dass man mithilfe eines Zauberspruchs herausfinden konnte, ob das Geschriebene wahr war, denn dann begann die Tinte zu leuchten. Offenbar war ihrem Vater wirklich wichtig, dass sie seinen Besitz nach seinem Tod erhielt.
„Ich habe also keine Wahl“, stellte sie schließlich fest.
Yara nickte. „Nicht wirklich. Alle erwarten von dir, dass du es tust.“
„Was weißt du darüber, wie es bei meinem Vater sein wird?“
„Nicht viel“, gab ihre Mutter mit einem besorgten Seufzen zu. „Nur, dass dein Vater niemandem dort vertrauen konnte, außer dem Mann, den er geschickt hat, um dich zu holen.“
„Und du lässt mich trotzdem gehen?“
„Mir wäre es lieber, wenn du hierbleiben würdest, aber du weißt, dass sich Prophezeiungen immer bewahrheiten. Es scheint mir der sicherste Weg für dich zu sein, wenn du jetzt in Begleitung von jemandem aufbrichst, der sich auskennt und dem du trauen kannst.“
Maia atmete tief durch. „Wann geht es los?“
„Morgen.“
„Morgen?!“, wiederholte sie ungläubig. Sie würde nicht einmal Zeit haben, um sich an den Gedanken zu gewöhnen. Doch eigentlich war das nach den Worten ihrer Mutter klar gewesen, fiel ihr im nächsten Moment ein, schließlich musste sie so schnell wie möglich bei ihrem Vater sein.
Yara nahm sie ihn den Arm und drückte sie fest an sich. „Du bist stark und klug, du wirst das schaffen. Und du kannst jederzeit zurückkommen. Hier wird immer ein Platz für dich sein.“
Maia nickte und erwiderte die Umarmung ihrer Mutter.
„Also morgen“, stellte sie fest. Ein kribbelndes Gefühl der Aufregung durchlief sie und sie musste zugeben, dass sich zu der Angst auch etwas Neugier mischte.

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cryptickid 17. Feb 2018

Hallo Caye,
Bislang habe ich bis zum vierten Kapitel gelesen. Ich freue mich sehr, vertraute Charaktere wieder zu finden. Auch die Wahl der Protagonistin finde ich spannend, wenn man bedenkt, in welchem Zustand sie sich in Teil 1 befand ;)
Ich habe ziemlich schnell gelesen, technische Fehler sind mir keine aufgefallen, aber wie gesagt, ich habe nicht speziell darauf geachtet.
Inhaltlich weckst du wieder die Neugier des Lesers. Später kommt bestimmt mehr von mir, bis dahin liebe Grüße ^^

Caye 19. Feb 2018
Hallo crptickid, vielen Dank für deinen Kommentar :). Es freut mich, dass dir die Geschichte bisher gefällt. Seit Teil 1 sind ein paar Jahre in Domhan vergangen, 18 um genau zu sein. In dieser Zeit hat sich Maias Zustand natürlich deutlich verändert ;D. Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören bzw. zu lesen ;). Liebe Grüße
aeffle 25. Jan 2018

Als ich gesehen habe, dass du mehr über Domhan schreibst, habe ich mich ziemlich gefreut. :-)
Heute kam ich dann einmal zum Lesen der ersten beiden Kapitel und ich bin dabei gleich neugierig geworden. Der Prolog wirft ja doch einige Fragen auf, was da wohl noch kommen mag - und auch Maias Abenteuer im Wald bringt die vage Ahnung, dass da sehr bald sehr viel geschehen wird.
Ich bin gespannt, wie diese Geschichte sich entwickelt und freue mich auf die Kapitel, die da noch kommen mögen.

Was mir außerdem positiv aufgefallen ist: dass ich den Eindruck habe, dass Leah, Raul und Co eben nicht direkt im Mittelpunkt der Geschichte stehen, sondern es um eine neue Hauptperson geht. :-)

So viel einmal von mir - vorerst. Demnächst gibt es dann zu neuen Kapiteln vielleicht auch einmal ausführlichere Rückmeldung.
Liebe Grüße
aeffle

Caye 25. Jan 2018
Hallo aeffle, vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich freue mich sehr, auch dich bei dieser Geschichte begrüßen zu dürfen :). Es freut mich sehr, dass ich dich mit dem Anfang neugierig machen konnte und dass du weiterlesen möchtest. Dein Eindruck täuscht dich nicht. Leah, Raul und Co kommen zwar noch vor, aber sie stehen nicht mehr im Mittelpunkt (momentan bin ich mir auch nicht sicher, ob Raul überhaupt auftauchen wird, mal schauen ;)). Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wieder von dir zu hören :)! Liebe Grüße Caye
Grinsekaetzchen 23. Jan 2018

Guten Morgeen! Aus irgendeinem Grund benutze ich das in letzter Zeit ständig als Begrüßung, obwohl es ja nun wirklich nicht mehr morgens ist xD Obwohl, wenn ich momentan irgendwo anders auf der Welt wäre ...
Wie versprochen habe ich in deine neue Geschichte reingelesen :) Ich werde versuchen, etwas strukturiert vorzugehen, aber das ist echt das erste Review das ich seit mindestens einem Jahr schreibe, also ... ich strenge mich an. Und wenn ich unser beklopptes Deutschbuch durchhabe, mache ich mich (hoffentlich) erstmal an die erste Geschichte um Domhan ;-)

I.) Aufmachung

Als ich heute Nachmittag auf myff gegangen bin, habe ich die Geschichte natürlich auf der Stelle am Titel erkannt :) Ich finde es schön, dass du deine Geschichten nach der Welt benennst, so ordnest du sie auch ein bisschen als eine Art Buchserie ein. Der Name Domhan klingt jedenfalls sehr schön und macht auch einen epischen Romantitel ^^ Der Untertitel "Die Strafe der Götter" gefällt mir auch sehr gut - ich bin mal gespannt wie sich das noch auflöst.

Das Cover mochte ich auch von Anfang an. Weil ich die Schrift mag. Und die Farben. Ich weiß gar nicht genau, warum - die gesamte Komposition passt, obwohl gar nicht so viel passiert.

Um ehrlich zu sein, habe ich den Klappentext tatsächlich erst nach dem Lesen des ersten Kapitels gelesen - mir ist erst da aufgefallen, dass der ja auch noch existiert ...
Ich finde es schön, dass du ihn kurz genug gehalten hast, dass er zumindest in der Rubrik und auf deinem Profil ganz angezeigt wird ._. Den ersten Satz mag ich am liebsten, ich freu mich schon darauf, wenn das mehr vorkommt ^^ Alles was ich hier sonst noch kritisieren könnte, wäre nur weil es nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht, und das wäre schlichtweg unfair :) Außerdem bin ich echt grausig im Kurzbeschreibungen schreiben, also - Hut ab!

II.) Text

a.)Prolog

Nach dem ersten Teil hatte ich schon einen Prolog in dem "Stil" und der Länge erwartet. Ich find es sehr schön, dass du dich daran "gehalten" (mir fällt gerade kein passenderer Ausdruck dafür ein) hast, das gibt dem Ganzen ein schönes Gefühl von Kontinuität. Ich hatte damit schon bei Beginn der Geschichte das Gefühl, wieder in dieses Universum einzutauchen, und dabei hab ich nur die ersten drei Kapitel von Teil 1 gelesen xD

Dieser Prolog hat mir aber sehr viel besser gefallen als der des anderen Teils (dazu kann ich dir mehr schreiben wenn ich Domhan 1 tatsächlich gelesen habe).
Ich fand es gut, dass du so wenig darüber gesagt hast, wer die Personen sind - die Gefühle und die Handlung kamen trotzdem sehr gut rüber, und du hast damit auch ein gutes Rätsel aufgeworfen. Alles in allem habe ich also echt nichts zu meckern :)

Eine Sache wollte ich aber noch anmerken: ich persönlich finde, du hast das "Er" vielleicht etwas zu sehr betont. Zweimal ist es schließlich groß und kursiv geschrieben und aus irgendeinem Grund musste ich dabei an Gott denken, da der als "Er" erwähnt, ja auch oft großgeschrieben wird (zumindest in der englischen Literatur die wir in der Schule lesen xD). Vor allem hast du "er" danach ja auch immer normal geschrieben ...
Deshalb hatte ich auch schon die Idee, dass "Er" vielleicht sein Titel/Name/etc. sein könnte? Ich bin schon ein wenig verwirrt, aber vielleicht löst du das ja später noch auf :)
Ich wollte nur anmerken, dass es vielleicht etwas zu sehr betont wird, aber wahrscheinlich bin ich einfach nur unwissend :-)


b.) Kapitel 1

Um das erst einmal so einzuwerfen - ich mag den Titel. Generell mag ich minimalistische Titel immer recht gerne, ich finde, das hat immer was :)
Auch der Einstieg in das Kapitel ist sehr gut. Es wirft direkt einige Fragen auf: Warum wollen und warum sollten sie umkehren? Was haben sie überhaupt vor? Sehr gelungen, finde ich.

Die Namen von Maia und Sorcha gefallen mir sehr gut, ich finde der Klang passt auch zu dem Namen der Welt. Ailsa und Moira sind auch schön, allerdings fällt es mir da etwas schwerer mir vorzustellen, wie sie klingen, weil sie ja etwas kompliziertere Laute haben. Ist aber auch nur eine Eigenart von mir, dass ich Namen gerne in Gedanken ausspreche. Es wird auch mit jedem Mal einfacher, beide Namen gefallen mir sehr gut, nur neben den ganzen neuen Namen kommt es mir wahrscheinlich so vor. Je öfter ich sie schreibe, desto leichter fällt es mir, aaaalso ...
A propros - wie spricht man Moiras Namen eig aus? Nur aus Neugier, ist eigentlich total irrelevant. Ich denk mir das nur irgendwie die ganze Zeit auf Französisch xD

Der Rest der Handlung war auch ziemlich interessant, obwohl ja eigentlich kaum etwas passiert ist. Ich frage mich, welche Rolle dieser seltsame Typ noch spielen wird. Wollte er Maia absichtlich in seine Richtung treiben? Auch, was es mit der Grenze und dem Wald auf sich hat, würde ich gern bald erfahren :)
Hier zu einer Sache, die ich kurz anmerken wollte: ich habe ja die erste Geschichte noch nicht gelesen, weshalb ich nicht weiß, was schon alles vorgekommen ist oder erklärt wurde. Allerdings hat mich die ganze Sache mit der Grenze ein kleines bisschen verwirrt. Vor allem, als du sie einmal als "Grundstücksgrenze" bezeichnet hast. Vielleicht habe ich was überlesen, aber ich bin mir immer noch nicht hundertprozentig sicher, ob sie jetzt ein Grundstück verlassen, eins betreten oder beides haben.

Wie du Hintergrundwissen eingestreut hast, hat auch gut funktioniert - es wirkte nie fehl am Platz. Beim ersten Lesen wirkte es auf mich wie ein kleines bisschen zu viel, aber das lag wahrscheinlich nur daran, dass ich beim ersten mal ziemlich schnell gelesen hab.
Die Charakterisierung der Figuren war auch sehr schön. Man hat bereits im Dialog gemerkt, wie wer tickt, was mir sehr gut gefallen hat. Normalerweise favorisiere ich eigentlich Leute wie Aisla, aber du hast es fertig gebracht, dass ich mehr auf Maias Seite stand. Insgesamt hast du sie als sehr sympathisch dargestellt; ich musste mit ihr wirklich mitfühlen, also: gut gemacht!

Was mir eventuell ein klein wenig gefehlt hat, ist eine nähere Beschreibung des Ortes, also wie es dort aussieht und Besonderheiten der anderen Sinneseindrücke. Schließlich scheinen die zwei mit dem Wald ein ihnen ganz fremdes Gebiet betreten, da könntest du vielleicht noch ein bisschen mehr rausholen, z.B. wie es dort riecht, wie die Luft sich anfühlt, etc. - einfach als kleiner Tipp für die Zukunft :)

Außerdem wollte ich hier auch noch einmal anmerken, dass mir die Länge des Kapitels sehr gut gefällt. Aber dazu noch etwas mehr im nächsten Teil.
Insgesamt sehr gelungen!

III.) Stil

Erst einmal Respekt - ich habe keinen einzigen Rechtschreib- oder Grammatikfehler gefunden! Mir ist zumindest überhaupt nichts negativ aufgefallen, alles ließ sich sehr flüssig lesen. Auch die Absätze hast du sehr gut platzert, sodass sich alles sehr gut lesen ließ. Auch die Länge des tatsächlichen Kapitels ist einfach perfekt.
Ich hab also überhaupt nichts auszusetzen - alles top!

Dein Schreibstil ist sehr sanft und leicht zu lesen und passt gut zum Setting. Wie oben schon erwähnt, kamen die Charaktere bereits nach so kurzer Zeit schon echt gut zum Vorschein - Kompliment dafür!
Mir gefällt dein Schreibstil auf jeden Fall sehr, weiter so!

Sehr viel mehr möchte ich nun tatsächlich nicht "herumschwafeln" :) Jetzt erstmal zurück zu der geilen Deutschlektüre, die leider nicht ansatzweise so gut ist wie deine Geschichte :( Schön, dass du solche Schachtelsätze vermieden hast, wie der Autor da verwendest.
Ich werde auf jeden Fall dranbleiben und hoffe, dass du das nächste Kapitel bald schon hochlädst. Ich hoffe, ich werde demnächst auch Zeit finden, in Teil 1 reinzuschauen, aber eigentlich sollte sich das definitiv einrichten lassen - schließlich habe ich in den nächsten zwei Wochen erst einmal überhaupt keinen Stress mit Schule etc mehr :'D


Liebe Grüße und frohes Schaffen!
Deine Grinsekätzchen

Caye 25. Jan 2018
Guten Morgen Grinsekaetzchen :), bei mir ist es wirklich noch Vormittag, wie spät es war, als du die Rezi geschrieben hast, kann ich nicht beurteilen, da die Uhrzeit nicht dabei steht, also merkt keiner, ob die Begrüßung passend ist ;D. Erst mal muss ich sagen WOW! Du hast mir eine wirklich lange und ausführliche Rezi geschrieben. Vielen, vielen Dank dafür!!! Ich werde mich bemühen, sie so gut wie möglich zu beantworten ;). Strukturiert war sie auf jeden Fall ;). Es freut mich sehr, dass dir das Cover gefällt. Ich habe es schon vor einigen Wochen erstellt und da hat es mir auch ganz gut gefallen und als ich es jetzt beim Veröffentlichen der Geschichte wiedergesehen habe, hatte ich plötzlich Zweifel... Es war mir wichtig, dass man den Klappentext komplett lesen kann, sonst bringt er ja nichts. Manches hätte ich auch anders geschrieben, wenn ich mehr Platz zur Verfügung gehabt hätte, aber das kann ich halt nicht ändern, also passe ich mich daran an ;). Dass dir der Prolog gefällt, freut mich natürlich ebenfalls. Mich würde natürlich sehr interessieren, warum er besser ist als der vom ersten Teil, aber da muss ich wohl noch etwas Geduld haben. Mach dir keinen Stress deshalb. Grundsätzlich ist Verbesserung ja auch immer gut, auf jeden Fall besser als sich zu verschlechtern ;). Ich werde mir das mit der Betonung von "Er" noch mal ansehen und eventuell überarbeiten. Gott ist damit natürlich nicht gemeint, denn den christlichen Gott gibt es in Domhan ja gar nicht, denn dort glauben die Menschen an mehrere Götter. Mit der Betonung hatte ich eigentlich nur vor, hervorzuheben, dass er wichtig und machtvoll ist sowie jemand, vor dem die Frau große Angst hat, aber wenn das nicht so gut rüberkommt, muss ich da vielleicht noch mal was ändern ;). Schön, dass dir auch das erste Kapitel größtenteils gefällt. Die Namen sind hauptsächlich irischer und schottischer Herkunft (Maia nicht ;D). Im Nachhinein hätte ich Maia auch einen anderen Namen gegeben, aber da sie schon in Teil 1 kurz vorkommt und dort namentlich genannt wird, wollte ich das nicht mehr machen. Moira wird eigentlich so gesprochen, wie man es schreibt, also Meu-ra (wenn man es deutsch schreibt, das a vielleicht etwas englischer: schau mal hier: https://www.behindthename.com/name/moira), die Betonung liegt auf der ersten Silbe. Wie man es französisch aussprechen würde, weiß ich gar nicht so genau, da ich der französischen Sprache nicht mächtig bin (daher verstehe ich auch nicht, wieso die so viele Buchstaben schreiben, wenn sie nur die Hälfte davon wirklich sprechen ;D...). Die Grenze ist wirklich nur als Grundstücksgrenze gemeint. Cyrian bzw. sein Bruder besitzen ziemlich viel Land und an dieser Stelle ist es halt zu Ende. Maia und Ailsa wurde verboten, dass Grundstück in diese Richtung zu verlassen, wie man Kindern sagt, dass sie nur bis zu einem bestimmten Punkt gehen dürfen, weil danach vielleicht eine vielbefahrene Straße kommt, was zu gefährlich wäre. In diesem Fall ist es eben der Wald. Da in Domhan die Bevölkerungsdichte nicht so groß ist wie z.B. in Deutschland ist dieser Wald riesig und wenn man sich einmal verlaufen hat, kommt man kaum wieder heraus. Und das Maia nicht in der Lage ist, sich dort zu orientieren, merkt man ja daran, dass sie nur durch die Hilfe des Fremden die richtige Richtung findet. Und zwei junge Frauen, die sich allein im Wald rumtreiben, sind auch ein leichtes Opfer für irgendwelche Verbrecher. Die gibt es schließlich immer, auch wenn das Land nicht mehr von einer grausamen Schwarzmagiergilde unterdrückt wird ;). Um es zusammenzufassen: Die beiden haben ein Grundstück verlassen ;). Ich werde darauf achten, mehr zu beschreiben. Ich habe mich irgendwie sehr stark auf die Charakterisierung der Figuren konzentriert, sodass das wohl etwas hinten runtergefallen ist. Sollte nicht passieren ;). Kein einziger Rechtschreib- oder Grammatikfehler, wow :D. Ich habe die Kapitel wohl so oft gelesen, dass mir irgendwann doch alles aufgefallen ist, obwohl ich meine eigenen Fehler meist nicht so gut sehe wie die anderer ;). Die Länge der Kapitel soll auf jeden Fall in etwa so bleiben, damit bin ich auch in vorherigen Geschichten gut zurechtgekommen und von den Lesern wurde sie immer positiv angesehen. Ich habe jedenfalls noch keine Kritik diesbezüglich bekommen. Hast du schonmal Kant gelesen? Da ist entspricht oft ein Satz einer Seite. Wenn man am Ende des Satzes angekommen ist, hat man vergessen, was am Anfang steht :o... Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen für deine Deutschlektüre! Vielen Dank noch mal für deine ausführliche Rezension :)! Liebe Grüße Caye