Please don't throw me away...

vor 9 Tagen
Riku Juhani Rajamaa ist ein junger, leidenschaftlicher und in vieler Leute Augen sehr talentierter finnischer Gitarrist. Seit mehreren Jahren ist sein Hobby nun schon sein Beruf, doch seit einiger Zeit hat er ein ziemlich großes Problem. Die Sängerin, für die er gespielt hat, hat ihn herausgeschmissen und er findet einfach keine neue feste Ans..
Sunrise Avenue Romanze P16-M+M In Arbeit
Bemerkung des Authors: Alle beschriebenen Personen gehören ausschließlich sich selbst oder sind Werke meiner Phantasie, in diesem Fall gehören sie mir. Die Handlung ist ebenfalls frei von mir erfunden, obwohl sie sich auf reale Ereignisse wie Konzerttermine stützt. Verwendete Songtexte stammen nicht von mir, außer es wird explizit so ausgeschrieben. Ich verdiene durch diese Geschichte kein Geld, sondern lebe lediglich meine Kreativität aus und freue mich, Leute damit gleichzeitig noch etwas unterhalten zu können. Sämtliche Kapitel werden aus der Sicht von Riku Rajamaa, dem Protagonisten dieser Geschichte, erzählt und eventuelle Zeitsprünge klar gekennzeichnet, so dass es zu keinen Verwirrungen kommen sollte. Der Storytitel wurde dem Song ‚Monk Bay‘ von Sunrise Avenue entnommen. Viel Spaß beim Lesen, eure Anja.

Disclaimer + Prolog

Prolog - Rikus POV

„Bin wieder da!“, rufe ich in die Wohnung hinein. Geschafft ziehe ich Jacke und Schuhe aus. Kia kommt aus der Küche, während ich meinen Gitarrenkoffer zunächst neben der Garderobe abstelle.
„Na, wie war’s?“, fragt sie und gibt mir einen flüchtigen Kuss auf die Lippen.
„Naja, nicht so gut. Die erste Band hat schon jemanden gefunden und der zweiten hat mein Vorspiel nicht wirklich zugesagt“, erkläre ich seufzend.
Seit fast einem halben Jahr bin ich nun schon auf der Suche nach einer festen Anstellung als Gitarrist. Hanna Pakarinen, meine frühere Arbeitgeberin, hat mich Anfang des Jahres gefeuert. Warum genau weiß selbst ich nicht wirklich. Es hieß, irgendetwas von wegen ich sei zu gut. Aber ganz ehrlich, würde man dann nicht eher um denjenigen kämpfen, statt ihn rauszuschmeißen?
Die ersten Monate danach habe ich bis auf mein festes Nebenprojekt ‚a Hell of a Band‘ alles schleifen lassen. Sie konnte ich nicht so einfach im Stich lassen, wenn sie mich zu einzelnen Gigs brauchten, aber ansonsten… Ich glaube ich wurde mit der Zeit leicht depressiv. Kia war die ganze Zeit für mich da und hätte sie mir nicht immer wieder ins Gewissen geredet, dass ich mich nach neuen Projekten umschauen muss, nicht nur um irgendwie genug Geld heranzuschaffen, um die Wohnung zu bezahlen, denn sie verdient auch nicht sonderlich viel in dem Restaurant, in dem sie arbeitet, sondern auch, weil die Musik meine wahre Leidenschaft ist und ich einfach nicht ich selbst bin, ohne sie, dann würde ich heute noch immer die meiste Zeit auf unserem Sofa verbringen und nichts mit meinem Leben anzufangen wissen.
Also habe ich angefangen mich nach freien Stellen umzusehen. Ich hab einige einzelne Auftritte mit verschiedenen Solokünstlern gemacht, aber niemand von denen brauchte mich als fest engagierten Musiker. Als hätte sich die gesamte Musikindustrie gegen mich verschworen, hab ich selbst bis heute keine dauerhafte Stelle gefunden.
„Armer Schatz! Das wird schon noch. Die wissen dein Talent einfach alle nicht zu schätzen. Das ist einzig und allein deren Problem!“, ich lächle leicht gequält.
Wenn es nur wirklich so wäre! Die wenigen Auftritte reichen nicht aus, um uns beide lange über Wasser zu halten. Unsere Ersparnisse sind fast alle aufgebraucht. Ich bin froh, dass sie mir keine Vorwürfe macht, aber wenn ich nicht bald etwas Ansprechendes und Geldeinbringendes finde, dann werde ich wohl oder übel umsatteln müssen.
Ich sehe mich selbst schon manchmal am Steuer eines der Taxis sitzen, die tagtäglich an mir vorbeifahren.
„Ich bin gerade mit dem Essen fertig. Komm, danach zeige ich dir noch ein paar Angebote, die ich gefunden habe“, ich nicke und folge meiner Freundin ins Wohnzimmer. Irgendwie schafft sie es immer noch neue ausgeschriebene Stellen aufzutreiben. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich schon längst aufgegeben…
„Wow“, entfährt es mir, als ich durch die Tür trete.
Kia hat die Vorhänge zugezogen, somit den Raum genügend verdunkelt, damit die zahlreichen Kerzen richtig zur Geltung kommen und den Raum in ein angenehmes warmes flackerndes Licht tauchen. Auf dem Tisch ist das Essen bereits angerichtet und der angenehme Geruch von Wildbraten erfüllt den Raum.
Sie gibt sich wirklich alle Mühe, um mich abzulenken und aufzumuntern.
„Gefällt es dir?“, fragt Kia ganz nah an meinem Ohr.
Sie hat sich hinter mich gestellt und schlingt nun ihre Arme um meinen Körper. Ein leichtes Kribbeln steigt in mir auf und meiner Kehle entfährt ein wohliges Seufzen.
„Es ist wunderschön“, murmle ich und drehe mich zu ihr um.
„Danke“, brumme ich noch, bevor ich meine Lippen sanft auf ihre lege.
Ihre weichen Lippen umschließen meine und in mir explodiert ein kleines Feuerwerk. Vorsichtig streicht ihre Zunge an meiner Unterlippe entlang und ich öffne meinen Mund leicht, bereit den Kuss zu intensivieren. Ich ziehe sie näher an mich heran, presse mich regelrecht an sie, doch wir werden jäh in unserem Tun unterbrochen, als mein Magen laut und kompromisslos knurrt.
„Hm“, macht sie und löst sich leicht von mir.
Enttäuscht schaue ich sie an, doch es wäre wahrscheinlich wirklich besser, etwas Kalorienhaltiges zu mir zu nehmen, denn wenn ich es jetzt nicht tue, dann bestimmt überhaupt nicht mehr…
„Morgen“, brumme ich, als ich am nächsten Tag unsere Küche betrete. Kia hat schon Kaffee gekocht und deckt gerade den Tisch. Sie kommt auf mich zu und gibt mir einen Kuss.
„Morgen, Schatz“, meint sie, anscheinend in bester Laune.
Ich persönlich könnte direkt wieder in mein Bett fallen und weiterschlafen, aber sie war schon immer ein Frühaufsteher. Gegensätze ziehen sich schließlich an.
„Wie wär’s, wenn du schnell noch unter die Dusche hüpfst und danach vielleicht etwas wacher bist?“, schlägt sie vor und das ist wohl gar keine so schlechte Idee.
„Hm“, mache ich, lege meine Lippen noch einmal kurz auf ihre, bevor ich mich von ihr löse. Sie wuschelt mir durch die Haare, die wohl langsam auch wieder etwas zu lang geworden sind, und schiebt mich förmlich aus der Küche.
Frisch geduscht und angezogen trockne ich meine Haare notdürftig mit einem Handtuch, während ich mir schon die erste Tasse Kaffee einschenke. Ich lege das Handtuch ab und setze mich an meinen angestammten Platz am Tisch. Noch ein tiefer Schluck, dann stelle ich die Tasse wieder ab und greife nach dem Blatt, welches Kia anscheinend ausgedruckt hat.
„WANTED! Sunrise Avenue suchen neuen Gitarristen“, steht als große Überschrift da.
Das ist doch die Band, in der Sami auch Schlagzeug spielt, oder? Ich schaue mir das Pressebild genauer an. Jap, das dort ist eindeutig Sami. Ist das Kias Ernst? Will sie wirklich, dass ich bei diesem Chaotenhaufen einsteige? Sami erzählt ständig nur von einem verrückten Sänger und einem noch verrückteren Produzenten. Und Sami selbst wirkt nicht immer wirklich hundertprozentig erwachsen…
Ich lese kurz in die Anzeige hinein. Sie suchen fürs Erste jemanden, der mit ihnen ihre Europa-Tour zu Ende bringt.
Nein, danke. Ich bezweifle, dass das das ist, wonach ich suche.
„Und, was hältst du davon? Morgen ist das vorletzte Vorspiel“, sagt Kia, als sie sich zu mir setzt.
„Ich glaube nicht, dass ich hingehen werde“, sage ich so nebensächlich wie möglich und schneide mir ein aufgebackenes Brötchen auf.
„So wird das doch aber nie was! Du bist ein großartiger Gitarrist und auf der Suche nach einem Job. Da solltest du jede Möglichkeit ergreifen. Meinst du nicht?“
„Tue ich doch auch! Allein heute stehen noch zwei Bands an! Aber ich darf doch wohl eine einzige Stelle mal nicht wollen, oder?“, ich will mich nicht mit ihr streiten, aber ich spüre einfach, dass das nicht das Ultimative sein würde. Warum sollte ich es also versuchen? Es nicht zu tun spart wertvolle Zeit, in der ich mich einer anderen Band vorstellen kann.
„Du bist so ein Sturkopf!“, meint sie zu mir, doch ich kann ein Lächeln auf ihren Lippen entdecken. Über den Tisch greife ich nach ihrer Hand.
„Aber darum liebst du mich doch, oder?“, frage ich grinsend und streiche mit meinem Daumen sanft über ihren Handrücken.
„Naja…“, sagt sie zweifelnd, greift jedoch gleichzeitig ebenfalls nach meiner Hand und verschränkt unsere Finger miteinander. So unauffällig wie möglich verbanne ich mit meiner anderen Hand das Blatt vom Tisch.

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chenupet 09. Mar 2018

👍🏻 schreib bitte ganz schnell weiter 👍🏻

Suntigger 13. Dec 2017

Hallihallo Anja,
hab gerade Deine neue FF gefunden. Ichfinde sie bis jetzt wieder sehr gut und toll geschrieben. LG

AnjaAve 31. Dec 2017
Danke. Ich freue mich, dass sie dir gefällt. Liebe Grüße, deine Anja.