Time to Jump - Amilia und ihr Weg durch die Apokalypse

vor 12 Std.
Eine Apokalypse muss nicht zwangsweise bedeuten, das die Welt untergeht. Manchmal findet man durch sie den Weg, den man bestreiten muss, um voran zu kommen, um zu dem Menschen zu finden, den man lange versucht hat auszuschließen, vor dem man fortlaufen wollte. Okay, man verliert Menschen, Freunde, Familie und muss mit dem Schmerz und der Trauer..
Utopie/Dystopie Drama P16 Horror In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Prolog

Eine Gruppe von Mädchen kamen gerade im Oregon Convention Center an, um am Cosplay Wettbewerb der Kumoricon teilzunehmen.
Als sie den Raum betraten, stellten sie fest, das es übel nach Schweiß roch, was leider wegen den häufig sehr aufwendigen und ausladenden Kostümen, die meistens auch noch aus vielen Schichten bestanden, nicht zu verhindern war. Man schwitzte einfach unweigerlich und allein deswegen schon, aber durch die Menge an Menschen wurde das noch weiter begünstigt. Doch daran waren die Mädchen bereits gewöhnt, denn so war es auf jeder Convention. Das gehörte irgendwie zum Flair, fanden sie. Man konnte den Schweiß, die Mühe und Hingabe, die jeder in sein Kostüm gesteckt hatte, förmlich riechen.
Sie bestaunten ein Mädchen im Daenerys Targaryen Kostüm, die sogar einen mechanischen Drachen dabei hatte. Dann fiel ihr Blick auf viele Mädchen in Lolita Kleidern, die einfach wunderschön und verträumt aussahen. Sailor Kriegerinnen waren auch zu sehen, genauso wie so einige WOW angehauchten oder aus anderen Videospielen stammenden Charakteren. Ein Mädchen in Belles märchenhaftem Ballkleid zog besonders viele Blicke auf sich.
Es war brechend voll hier im Saal.
Die Fenster in dem riesigen Saal waren zwar offen, aber es regte sich trotzdem kein Lüftchen in dem überfüllten Raum. Und das obwohl der Herbst schon weit vorangeschritten und es Mitte Oktober war.
Es war heiß dort drinnen und die Gruppe war froh, dass sie sich wiedermal für ihr Love Live Gruppen Cosplay entschieden hatten, bei dem sie knappe Kleidchen bzw. so etwas wie Kimonos in sämtlichen Regenbogen Farben trugen – natürlich alle selbst genäht.
Das Mädchen, das Nico Yazawa verkörperte, die in der Serie die Präsidentin des Idol Research Club ist, ging zum Pult auf der Bühne und meldete die Gruppe für den Wettbewerb an.
„Seid ihr schon nervös?“, fragte sie die anderen mit einem breiten Grinsen, als sie zurückkam und ihnen erklärte, wann sie dran waren.
„Sollten wir etwa?“, fragte die Mädchen, die Kotori und Nozomi verkörperten wie aus einem Mund und fingen dann an zu lachen, worin alle mit einstimmten.
Die Stimmung war ausgelassen, nicht nur bei den Mädchen, sondern auch bei den anderen Anwesenden. Es war immer schön unter Gleichgesinnten zu sein und sein Hobby und seine Leidenschaft mit anderen zu teilen, die wussten, wie viel Arbeit in den Kostümen steckte.
Nachdem bereits zwölf Cosplayer ihre Kostüme präsentiert, ihre kleine Vorführung dargeboten und dann in den ersten Reihen Platz genommen hatten, waren die Mädchen dran.
Sie sangen und performten ihren Lieblingssong „Start:Dash“ live, ein Lied, dass sie sehr miteinander verband und an dem viele schöne Erinnerungen hingen. Und daher war es umso schöner für sie, dass sie dafür einen riesigen Applaus ernteten als sie fertig waren. Sie verbeugten sich und bekamen vor Euphorie erst gar nicht mit, das der Applaus in Schreie und Hilferufe überging. Verwundert schauten sie auf.
Die Stimmung war gekippt und das ganz fürchterlich.
Angst überkam die Mädchen und sie wankten intuitiv zurück, weg vom Rand der Plattform.
„Was ist hier los?“, wollte ein Mann aus der Jury lautstark wissen und schrie dann „VERDAMMT, BLEIBT DOCH RUHIG!“, in sein Mikro. Aber das half nichts.
Die verängstigten Menschen schrien weiter um sich, schubsten und zwängten sich in Lücken, versuchten sich aus dem Raum zu drängen, was aber völlig zwecklos war, denn die Tür war verstopft.
„Was passiert hier?“, fragte das Mädchen, das Rin darstellte und schaute ihre Freundinnen sorgenvoll an.
„Wir sollten zusehen, dass wir...“, doch weiter kam das Nozomi Mädchen nicht. Sie wurde von einem Jungen im Sanji Cosplay von der Bühne gezogen, ging sofort zu Boden und war still.
Die restlichen Mädchen verharrten fassungslos, bis das Eli Mädchen sich regte und nach vorne stürzte, um ihrer Freundin zu helfen. Doch noch bevor sie bei ihr ankam, wurde auch sie von Cosplayern von der Bühne gerissen. Schreie unter Todesqualen drangen aus ihrem Mund, bis auch sie still war.
Die Jury kam zu den Mädchen, aber noch ehe sie etwas sagen konnten, wurden sie von den Menschen vor der Bühne nach unten gerissen und man hörte ihr Gekreische.
„Wir müssen hier weg“, sagte die Umi Cosplayerin und schob ihre verbliebenen Freundinnen voran. Doch Rin und Nico weigerten sich, sie wollten ihre anderen beiden Freundinnen nicht einfach so zurücklassen. Sie drängelten sich an Umi vorbei, zum Rand der Bühne, wo die Mädchen sie aus den Augen verloren.
Schreie aus Entsetzen und Todesangst waren von überall zu hören. Sie erfüllten den Raum, die Luft, einfach alles und drangen dabei jedem bis ins Innerste, um dort noch mehr Panik zu verursachen.
Umi schob Kotori und Hanayo zum Notausgang, dessen Tür sie aber sofort wieder schloss, als sie sah, das draußen genau so ein Chaos herrschte.
„Wo willst du nun hin?“, fragte Hanayo daraufhin. Die blauhaarige Umi schaute zu einer verlassenen Treppe und lief los. „Kommt, mir nach. Wir gehen aufs Dach und verschaffen uns einen Überblick!“ Oben angekommen sahen sie das volle Ausmaß und wankten vom Rand zurück. Autos standen in Flammen, Menschen lärmten und rannten durch die Gegend, auf der Suche nach Hilfe oder Schutz. Der Anblick war einschüchternd und unfassbar erdrückend. Überall war Blut zu sehen, unglaublich viel Blut. Es war auf den Menschen, dem Boden, auf Gegenständen, einfach überall.
„Was zum Teufel....?“, begann Hanayo und presste sich eine Hand auf den Mund, um einen Schrei zu unterdrücken.
„Was passiert da?“, flüsterte Kotori ängstlich und starrte nach unten.
„Wisst ihr voran mich das erinnert? Wir haben doch mal Highschool of the Dead gesehen...“, sagte Umi, beendet aber den Satz nicht, weil sie merkte, was das bedeuten würde, wenn die Ereignisse aus der Serie tatsächlich hier stattfinden würden.
„Wir müssen hier weg! Wir sind hier nicht sicher!“, sagte die Blauhaarige daher, als sie plötzlich zur Treppentür stürzte und diese mit einem lauten Knall zuschlug. Einige Minuten später bollert jemand oder etwas gegen die andere Seite und sie hatte Mühe, die Tür zu verriegeln.
„Lasst uns versuchen zur Straße zukommen und uns ein Auto zu schnappen“, befahl sie den anderen Mädchen, rannte auf den Rand zu und versuchte eine geeignete Stelle zu finden, an der sie sich hinunterlassen konnten.
„Das ist zu hoch, wie...“, wollte Kotori einwenden, aber da sprang das Mädchen auch schon hinunter und Hanayo tat es ihr wenige Sekunden später gleich. Kotori war unsicher, was sie davon halten sollte, aber ihr blieb nichts anderes übrig und folgte daher ihren Freundinnen. Die Drei liefen zur normalerweise sehr befahrenen Straße. Die Betonung liegt auf normalerweise. Denn nun war der Verkehr zum größten Teil zum Erliegen gekommen und einige Autos waren verlassen. Auf das Erstbeste stürzte sich Hanayo, allerdings ohne auf ihre Umgebung zu achten. Sie wurden von einer kleinen Menschengruppe niedergerissen und begann vor Schmerzen zu schreien und zu wimmern, sie rief sogar ihre Freundinnen. Doch Umi rannte in die entgegengesetzte Richtung, auf ein ebenfalls verlassenes Auto zu, behielt dabei aber alles so gut es ging im Blickfeld und zog die scheinbar gelähmte Kotori mit sich. „WIR MÜSSEN HIER WEG!“, schrie sie ihre Freundin an, die sie dann träge und benommen musterte.
Sie schubste sie in die Tür und stieg dann selbst ein, startete den Motor mit einem lauten Aufschrei und fuhr los.

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StarX 13. Oct 2017

Eine wunderschöne und gut verfasste Geschichte/FanFiction hoffentlich schreibst du genauso weiter 10/10 Sternen würde ich dir geben.

KatharinaDynaria 13. Oct 2017
Oh mein Gott, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll! Herzlichen Dank!! <3
StarX 14. Oct 2017
Mach bitte weiter so wie bis jetzt.