Crossworld

vor 2 Tagen
Was würde passieren, wenn Videospielfiguren plötzlich zum Leben erwachen und in unserer Gesellschaft auftauchen würden? Der Berliner Student Max erwacht eines Tages in dieser neuen, irritierenden Welt. Als wäre das noch nicht genug, stellt der gut aussehende Zack Fair sein Leben ziemlich auf den Kopf. Doch schon bald sehen die Beiden sich ein..
Final Fantasy Romanze P18-M+M Sci-Fi Abgebrochen

Ein ganz und gar ungewöhnlicher Tag

Ich erinnere mich noch genau: Es war ein paar Minuten nach halb elf an einem Donnerstagvormittag im November, als mein Leben völlig auf den Kopf gestellt wurde. Draußen spritzte feiner Sprühregen gegen die leicht verdreckten Fensterscheiben und ein böiger Wind pfiff jaulend um die Häuserecken. Doch trotz der unwirtlichen Herbstkälte, des grauen, wolkenverhangenen Himmels und des miserablen Wetters wäre ich dennoch lieber im Freien gewesen als in der Universität.
Gott, wie ich es hasste Student zu sein! Man rackerte sich täglich ab, hetzte von einem Termin zum nächsten, wurde mit den unterschiedlichsten Aufgaben zugeworfen und bekam nicht einmal einen müden Cent dafür… Ich freute mich schon jetzt unglaublich auf meinen Abschluss und den anschließenden Einstieg ins Arbeitsleben.
Genervt sah ich mich in dem Seminarraum um, dessen Luft wegen der zu stark aufgedrehten Heizung stickig und staubtrocken war. Wenigstens war die Veranstaltung nicht vollkommen überfüllt, sodass noch ein paar freie Stühle verfügbar waren und man ein wenig Platz hatte, um sich auszubreiten. Nicht selten kam es vor, dass man sich als Student während seiner Seminare fühlte wie eine Büchsensardine, weil die Universitäten nicht über genügend Kapazitäten verfügten, um dem großen Ansturm der Bildungswütigen gerecht zu werden.
Während der Dozent eintraf und durch den länglichen Raum nach vorne ans Pult ging, lümmelte ich mich auf meinen Stuhl in der letzten Reihe und malte kleine Kritzeleien auf das Deckblatt meines Blocks. Jemand schaltete den an der Decke hängenden Projektor an, der mit einem leisen, aber gut vernehmlichen Surren zum Leben erwachte und den Veranstaltungstitel an die Wand warf: sozialwissenschaftliche Forschungsdesigns.
Gähnend ließ ich meinen Kopf auf meine auf der Tischplatte übereinander gelegten Unterarme fallen und stöhnte innerlich auf. Warum genau tat ich mir den langweiligen Kram doch gleich an? An Tagen wie diesen hätte ich am liebsten einfach alles hingeworfen. Ich hatte absolut keine Lust darauf, mir weitere zwei Stunden meines Lebens von langweiligem Theorieblabla rauben zu lassen!
Während der übermotivierte Dozent die anwesenden Studenten begrüßte und die Referenten der diesmaligen Sitzung nach vorne bat, damit sie ihre auswendig gelernten Texte herunterstottern und eine von ihnen analysierte Methode der sozialwissenschaftlichen Forschung vorstellen konnten, schaltete ich meine Ohren auf Durchzug. Ich wusste genau: Ich war nur noch ein schlechtes Referat davon entfernt, mich an Ort und Stelle zu erbrechen!

Gerade als ein hübsches Mädchen aus der zweiten Reihe die Referenten mit einer Zwischenfrage völlig aus dem Konzept brachte, öffnete sich mit einem schleifenden Geräusch die Tür und ein verspäteter Student huschte in den Raum. Zunächst beachtete ich den Nachzögling, der sich auf den Stuhl neben mir plumpsen ließ, überhaupt nicht, doch der Klang seiner Stimme machte mich neugierig, als er sich leicht zu mir beugte und flüsternd fragte: „Hab ich viel verpasst?“
Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, doch was ich zu sehen bekam, als ich den Kopf wandte, ließ mir vor Überraschung den Atem stocken. Der junge Mann neben mir hatte ungewöhnliche, hellblaue Augen in denen der Schalk blitzte, leicht gebräunte, ebenmäßige Haut, kunstvoll zerzaustes, schwarzes Haar, eine gerade, sanft abgerundete Stupsnase, fein geschwungene Lippen und delikate, latent feminine Gesichtszüge, die in krassem Gegensatz zu seinen breiten Schultern und den muskulösen Oberarmen standen. Doch mehr als die unbestreitbare Attraktivität des Fremden, erstaunte mich seine verblüffende Ähnlichkeit zu einem meiner liebsten Videospielhelden. Er sah hundertprozentig genauso aus wie Zack Fair aus „Final Fantasy VII“!
Erst mit einiger Verzögerung schaffte ich es endlich zu antworten, doch zu meinem eigenen Ärger bewerkstelligte ich es nicht meine Stimme dabei eben zu halten. Bei meiner Versicherung, bisher sei nichts Spannendes passiert, verzogen sich die samtig anmutenden Lippen des Fremden zu einem erfreuten Lächeln und er ließ sich gegen die Rückenlehne seines Hartschalenstuhls zurücksinken, bevor er mir zwinkernd zuraunte: „Da hab ich ja noch einmal Glück gehabt.“
Die restliche Veranstaltungszeit saßen wir schweigend nebeneinander und verfolgten mit nur mäßigem Interesse den Fortgang des Seminars. Doch kaum dass der Dozent die Sitzung beendet hatte, sprang der Fremde beschwingt auf die Füße und wandte sich mir vergnügt zu. „Hey, sag mal, kannst du mir einen Gefallen tun? Ich bin neu hier und kenn mich noch nicht gut aus. Kannst du mir verraten, wo man hier günstig essen kann?“ Bevor ich antworten konnte, schlug er sich plötzlich gegen die Stirn und rief aus: „Wo hab ich bloß meine Manieren gelassen?! Ich bin übrigens Zack!“
Ungläubig starrte ich auf die mir dargebotene Hand und versuchte, meine Fassungslosigkeit zu verdauen. Er sah nicht nur aus wie eine Videospielfigur, er hieß auch noch genauso! Wie konnte das sein? Meine Verwirrung hinunterschluckend schlug ich nach kurzem Zögern ein und antwortete: „Mein Name ist Max.“ „Super! Freut mich, dich kennen zu lernen.“ Mein Gegenüber grinste wie ein Honigkuchenpferd und wippte vergnügt auf den Fußballen, während ich meine Schreibutensilien verstaute.
Nachdem ich meinen graublauen, tiefhängenden Rucksack einseitig geschultert hatte, nickte ich Richtung Tür und verkündete: „Ich kenn hier in der Nähe einen günstigen Italiener, der einen unglaublich guten Gnocchi-Mozzarella-Auflauf macht. Wenn du magst, würde ich dich begleiten – ich hab nämlich selbst ziemlichen Hunger.“ Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies eine Lüge war, doch ich brannte darauf, mehr über diesen Mann zu erfahren, der mir freudig nickend die Tür aufhielt.
Auf der nach unten führenden Treppe holte ich mein Handy aus der Hosentasche, um den Ton einzuschalten, und entdeckte dabei, dass ich eine Kurzmitteilung erhalten hatte. Da die SMS jedoch nur ein Hinweis darauf war, dass mir jemand auf die Mailbox gesprochen hatte, hielt ich mir das Telefon ans Ohr und hörte meine Voicemail ab. Nach einem kurzen Moment erklang die aufgeregte Stimme meines kleinen Bruders, der völlig aufgekratzt verkündete: „Du wirst niemals erraten, was mir heute passiert ist! Ich saß in der U-Bahn neben einer Frau, die genauso aussah wie Lara Croft! Lara Croft, Max! Ist das zu fassen?!“
Irritiert blinzelnd klappte ich das Handy wieder zu und ließ es zurück in meine Hosentasche gleiten. Was für ein sonderbarer Tag…

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BlauesPferd84 10. Dec 2017

Also als Zack sich getrennt hat hätte ich heulen und Zack eine ins Gesicht schlagen können!! Natürlich war die Wahrheit hart aber das wäre dieser Schmerz nicht wert gewesen!

Umso besser das sie jetzt wieder zusammen sind und das Zack ziemlich gut mit dem Wissen das er ein Gamecharakter ist umgehen kann.

Am besten finde ich aber das Lulu und die anderen den beiden und sich selbst natürlich auch helfen wollen um in der realen Welt bleiben zu können. Das wäre voll cool!

Ich bin gespannt was die Redaktionen jetzt alles über KGAV schreiben werden und hoffe das es hilft. Und das Zack und Max als auch Stan und Lulu zusammen bleiben können und die anderen ebenfalls in der realen Welt bleiben können. Das wäre ein super Happy End. Ich liebe Happy Ends!

Vielleicht gibt es aber auch die Möglichkeit das Max mit in das Spiel integriert werden kann? Und das sich das Spiel Final Fantasy aufgrund dieser Basis verändert? Wäre ja auch eine Möglichkeit also der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und ich bin gespannt wie du weiterschreiben wirst :D

also hau rein in die Tasten xD kann es kaum abwarten die nächsten Kapitel zu lesen :)

Labrynna 10. Dec 2017
Ich muss sagen, du hast da ein paar interessante Ideen. :D Joar, Zack hätte Max Schmerz ersparen können, wenn er sich nicht vorübergehend getrennt hätte. Aber irgendwie hätte ich es als unnatürlich empfunden, wenn er die Wahrheit ohne Probleme akzeptiert hätte. Ich fürchte, momentan hat die Geschichte noch gar kein Ende und ich weiß noch nicht, wann ich sie beenden werden kann (Ist halt 'ne Zwitfrage.). Aber wenn du warten kannst, schreib ich dir die Geschichte irgendwann zuende.
BlauesPferd84 03. Dec 2017

OH MEIN GOTT!!

Das kannst du doch nicht zulassen!! Zack muss bleiben!! Soll Max doch bitte eine Lösung für das Problem einfallen es an den Doktor weitergeben und dafür verlangen das Zack bei ihm bleiben kann! Oder sonst irgendwas aber bitte keine Trennung ;(
Das Max das nicht verkraften würde kann ich mir super gut vorstellen!!! Hoffentlich findet Max einen Weg Zack behalten zu können.

Aber ich bin mir nicht so sicher ob Zack nichts davon weiß, ich glaube nämlich eher das er sogar noch einer der Hauptgründe ist, warum diese Explosion passiert ist

also hau rein in die Tasten xD ich freu mich schon auf die nächsten ehm...12 Kapitel und dann hoffentlich auch noch ein paar Neue Kapitel xD

BlauesPferd84 03. Dec 2017
Korrektur 9 Kapitel :D
Labrynna 03. Dec 2017
Schauen wir mal, auf was das mit den Beiden hinauslaufen wird. ;) Freut mich auf jeden Fall, dass dir die Geschichte immer noch gefällt. :) Danke fürs fleißige Kommentareschreiben. :)
BlauesPferd84 27. Nov 2017

Huihuihui
Mein lieber Mann da ging es aber mega zur Sache :D

Aber es freut mich total das sie jetzt zusammen sind!!!!!! Hoffentlich bleiben Sie auch zusammen bzw. sie sollen zusammen bleiben (meine Prognose!!! :D) Bitte bitte bitte ja? *hundeblick einsetz und kekse hinstell* Hoffe das funktioniert :D:D:D:D:D:D

Die Nachbarin ist ja mal voll doof. Gut das Max ihr mal etwas entgegengesetzt hat!!! Das hatte die gute Frau mal mega bitter nötig!!!!

Nach wie vor auf die Explosionsgeschichte gespannt :D

also hau rein in die Tasten xD kann es kaum erwarten die nächsten Kapitel zu lesen (Wie viele Kapitel gibt es denn noch?)

Labrynna 27. Nov 2017
Freut mich, dass es dir gefallen hat. :) Ich war ja etwas skeptisch, ob das Kapitel nicht womöglich zu... äh... hardcore ist. Wie ich im Kommentar geschrieben habe: Heute würde ich es vermutlich anders schreiben, aber damals wollte ich das halt so. Warum auch immer. ^^ Tja, das kann ich noch nicht verraten, ob sie zusammen bleiben werden. Das wäre ja gespoilert. ;) Ich hab noch 14 Kapitel "auf Lager" danach hab ich damals abgebrochen (Ja, die Geschichte ist nicht fertig.). Aber es würde mich durchaus in den Fingern jucken, sie mal zu komplettieren - einen fertigen Storybogen gab es damals auf jeden Fall schon.