Fast car

vor 1 Tagen
Die 21 jährige Riley Hawsins lebt mit ihrem Vater in einer kleinen zwei Zimmerhütte am Rande der Insel Moloka´i. Als sie ihren Job in dem kleinen Resteraunt in ihrem Viertel verliert, stellt sie das vor eine fast unlösbare Herausforderung: Sie braucht einen neuen Job, um die Bleibe für sich und ihren Vater zu finanzieren. Ein Job in einer St..
Liebe/Romantik P16 In Arbeit
Bemerkung des Authors: Imagine Dragons - Believer

Kapitel 14 - Fernhalten.

Ace hatte mich zur Arbeit gefahren, nachdem ich in seiner überwältigenden Regendusche geduscht und er mir ein T-Shirt von sich geliehen hatte. Es war zwar eindeutig zu groß, aber dadurch, dass ich es in meine Hose steckte und die Ärmel hochkrempelte, viel es nicht weiter auf. Die Arbeit lief schleppend an dem heutigen Tag. Eddy und ich waren allein, aber es war auch nicht besonders viel los, aber, wie Eddy mir berichtete, war die Frühschicht immer relativ entspannt. Zum Abend hin ging das Leben in der Strandkneipe erst richtig los. Ich war gerade dabei meine Sachen zusammen zu räumen, als ich Aces Stimme hörte: „Hey Eddy.“
Mein Körper versteifte sich und alles in mir schrie, davon zu laufen, schnell durch den Hinterausgang zu verschwinden. Die Fahrt mit seinem Auto war mehr als nur unangenehm gewesen. Er hatte kaum ein Wort mit mir gewechselt, geschweigedenn mich angesehen. Es war, als wäre zwischen uns eine unendliche Mauer, die keiner von uns beiden überbrücken konnte.
„Riley, du kannst Schluss machen. Anu und Piet müssten jeden Moment hier sein.“, hörte ich Eddy von drinnen rufen, als ich gerade aus dem Aufenthaltsraum kam.
Mein Gesicht verfärbte sich rot, als ich Ace erblickte. Mein Herz zog sich zusammen, als ich ihn direkt neben Eddy stehen sah. Es war, als wäre er völlig ausgewechselt. Es war nichts mehr von dem verletzten jungen Mann da, vor mir stand Ace in seiner ganzen Pracht. Er grinste schief, ein belustigtes Funkeln in den Augen, einen schelmischen Zug um den Mund herum.
„Na, hast du uns die Gäste heute verschreckt, Riles?“, witzelte er und blickte mir dabei direkt in die Augen. Ich schaffte es nicht, etwas hervor zu bringen, stattdessen starrte ich ihn einfach nur an. Wie konnte er hier stehen, so voller Lebensfreude, Witze machen, Sprüche klopfen, wenn er gestern noch gesagt hatte, dass eben nicht alles gut werden könnte.
Eddy klopfte mir lächelnd auf die Schulter: „Riley macht gute Arbeit, Ace.“, er zwinkerte mir zu, ehe er mich in eine kurze Umarmung zog: „Bis morgen, Riley. Ich muss nochmal nach hinten, die Bestände checken.“
„Bis morgen, Eddy.“, ich lächelte und musste zusehen, wie er verschwand. Meine Hände krallten sich um meine Tasche. Ich hatte absolut keine Ahnung, was ich zu ihm sagen sollte. In meinem Kopf rasten die Gedanken, formten sich zu Sätzen, doch dann ergoss sich einfach so ein Wortschwall aus meinen Lippen.
„Das…T-Shirt. Ähm…ich gebe es dir morgen dann zurück.“
Er lehnte sich locker gegen die Bar: „Nicht weiter wichtig.“, er zuckte mit den Schultern, wieder einmal blickte er mich nicht mal an. Wie kalt er plötzlich klang, beinahe eisig. Obwohl es mindestens 25 Grad in der Strandkneipe waren, überfuhr mich eine Gänsehaut. Seine gute Laune schien plötzlich mit einer Eisschicht überzogen.
Das schwarze Hemd, welches er trug, hatte er an den Armen hochgekrempelt und doch spannte es an seinen Oberarmen, als er sie vor seiner Brust verschränkte: „Ist noch etwas?“, er hob abschätzig eine Augenbraue in die Höhe.
Ich hielt die Luft an, als ich vorsichtig sagte: „Vielleicht sollen wir über gestern nochmal reden…“
Ace holte tief Luft, seine Augen verdrehten sich.
„Ich will nicht reden, Riley. Und schon gar nicht will ich mit dir reden.“
„Ich wollte dir doch bloß anbieten…“, setzte ich an, doch er unterbrach mich energisch.
„Verdammt, Riley. Hast du nicht genug eigene Probleme, mit denen du dich beschäftigen kannst? Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß. Ist das so schwer?!“
Ich biss mir auf die Lippe, spürte, wie die Wut mich übermannte, als er sich einfach von mir abwenden wollte. Doch so leicht machte ich es ihm nicht, ich griff nach seinem Arm, meine Finger gruben sich in seine Haut: „Du lässt mich jetzt nicht stehen, Ace!“, fauchte ich.
Seine grauen Augen lodernden, als ich ihn zwang mich anzublicken.
„Du bist gestern völlig ausgeflippt und jetzt bist du hier und tust, als wäre nichts geschehen! Rede mit mir!“
Ace drückte mich von sich, dabei stieß ich mit dem Rücken gegen den Tresen, ein Stöhnen des Schmerzes entkam mir, es nahm mir die Luft. Doch plötzlich stand er vor mir. Sein Oberkörper presste sich gegen meinen, er packte mein Handgelenk und pinnte mich so fest. Ich konnte mich keinen Zentimeter mehr bewegen, hielt verzweifelt die Luft an. Seine andere Hand wanderte zu meinem Rücken, spreizte sich knapp über meinen Hintern: „Ich rede nicht, Riley. Ich rede nie. Versteh das endlich.“, sein Atem kitzelte an meiner Haut. Schlagartig durchflutete Hitze meinen Körper, ließ meine Wangen sich erröten.
„Ace…“, krächzte ich, doch er ließ mich nicht zu Wort kommen. Seine Pupillen waren geweitet, als er sich kaum merklich von mir entfernte, doch nun konnte er mir ganz und gar in die Augen schauen. Er ließ die Luft aus seiner Lunge, seine Brust traf auf meine. Und dann war er mir plötzlich näher, als je zuvor. Unsere Gesichter waren nur noch Millimeter voneinander entfernt. Ein paar atemlose Sekunden verstrichen, in denen ich mich in seinen grauen Augen verlor. Sie schienen flüssig, beinahe, wie flüssiges Silber.
„Halt dich von mir fern, Riley. Ich sag es dir ein letztes Mal. Tu es um unser beider Willen.“, er riss sich von mir los und durchquerte die Kneipe zu der kleinen Bühne. Ich sah, wie seine Hände sich zu Fäusten ballten, sein ganzer Körper war angespannt. Seine Rückenmuskeln tanzten unter dem schwarzen Hemd, als er mit einem Satz auf die Bühne sprang.
Mein Blick haftete auf Ace, als ich schweratmend noch immer gegen den Tresen lehnte. Meine Finger bohrten sich in das alte Holz, denn meine Beine schienen jeden Moment unter mir nachzugeben. Eine Weile stand ich dort, zog verzweifelt die Luft in meine Lungen, ehe ich den Griff, um meine Tasche verstärkte und raus aus der Kneipe stürmte.
Ich wollte einfach nur raus. Weg von ihm. Er sollte endlich aus meinen Gedanken verschwinden. Doch ich konnte nicht anders, als weiter die Antwort auf die brennende Frage in meinem Kopf zu suchen: Was war so schlimm, dass er mich immer wieder von sich stieß?

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gruselwusel 21. Feb 2018

Halouuu!!
Schönes Kapitel ❤
Du musst unbedingt weiter schreiben!
PS ich finds cool das Ace den Beschützer raushängen lässt...😉
LG gruselwusel

Monsterkekzz 19. Feb 2018

Hey,

ich habe deine Story jetzt schon öfters auf der Startseite gesehen und muss sagen, dass ich durch den halben Klappentext, der immer mal wieder von der Seite abgeschnitten wird, sehr neugierig geworden bin.
Ich bin wirklich sofort in die Handlung hineingesaugt worden und konnte mich in die einzelnen Charaktere super hineinversetzen. Besonders allerdings in die Alkoholiker-Thematik und in Riley als Protagonistin.

Fast Car ein kurzer und prägnanter Titel für eine Story die sich da auf tut. Ich hatte überlegt Fast Car - einfach sich in ein Auto setzen, weg fahren und den Problemen und Widrigkeiten die sich mir Zuhause stellen davon fahren und einfach mal abschalten. Aber nicht nur das Auto als Gegenstand sondern auch eine Person die solche Freiheiten für mich wiederspiegeln. Ich bin gespannt ob Riley solch einen Menschen findet.

Die einzelnen Charaktere gefallen mir echt gut, besonders Riley. Ein nettes, junges Mädchen welche alle Probleme mit sich selber aus machen möchte, die Stark sein möchte - eine Löwin für sich selber aber auch für ihren Vater - man kann sagen, dass sie in schweren und dunklen Tagen ein Anker darstellt, sich allerdings auch das Gefühl von Freiheit - welches sie beim surfen verspürt- sich nicht nehmen lassen will. Wenn sie surft is dies ein kleinen Stück heile Welt.

Ace - der coole draufgängerische Rockstar mit der sensiblen und verwundbaren Seite. Lässt keinen wirklich an sich ran, da er nicht verletzt werden möchte - dies überspielt er super mit seiner Sarkastischen und Überheblichen Art. Doch er ist ein Lustiger und geselliger Typ. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob es Riley schafft, dass Ace sich öffnet und das gleiche auch anders rum. Ob beide zueinanderfinden oder sich selber im Weg rum stehen.

Piet - der coole Surfer Boy, der gute Miene zum Bösen spiel macht - in Hinsicht auf seine Gefühle für Riley?! Die sich wie ich finde irgendwann entwicklen werden. Ein loyaler Freund, Ansprechpartner für jeden und einfach die gute Seele, die es in einer Gruppe von Freunden benötigt.

Eddy - der starke Mann mit dem großen Herzen. Ich hoffe sehr, dass er Riley udn JAgger wieder zu einander finden und dort ein gegenseitiges Vergeben statt findet, denn solch ein super dreier Gespann sollte auf Dauer wieder zu einander finden.

Jagger - der seine Liebe des Lebens verloren hat, seinen Kummer in Alkoholertränkt und sich nun ändern möchte. Ich denke er ist ein herzensguter Mensch und hoffe sehr, dass er es für sich und für Riley schafft vom Alkohol loszukommen und sich wieder mit Edyy versöhnt.

Ich weiß nicht, ob ich noch einvergessen habe, aber das waren so die größten Gedanken die mir eingefallen sind.
Für die weiteren Kapitel freue ich mich einfach, wenn ich diese lesen kann und wünsche mir das jeder seinen inneren Dämonen beiseite legt und sich für sein jeweiliges Gegebüber öffnet.
Ich bin sehr gespannt, wo es mit Ace und Riley hingeht und ob sie Riley wichtige Rollen (Eddy und Jagger) wieder zusammenfinden und alle drei gemeinsam an einem Strang ziehen können. Wirklich eine sehr gute Story um mal nicht gerade an die eigenen Probleme und die vorherrschende Schreibblockade denken zu müssen

Wie ich finde eine sehr gute Handlung für eine Story und ich freue mich bald noch mehr zu lesen.
xoxo

littleblackbird 19. Feb 2018
Hey, ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll. Dein Kommentar und deine Kritik haben mich unfassbar umgehauen. Erstmal ganz ganz herzlichen Dank für deine Zeit, die du dir genommen hast, um mir zu schreiben. Es freut mich sehr zu lesen, dass meine Charaktere so bei dir ankommen. Manchmal ist man sich ja selber nicht sicher, ob man die Charaktere so übermitteln kann, wie es man sich vorstellt. Deswegen freut es mich umso mehr, dass du mir solch einen ausführlichen Kommentar hinterlassen hast! Riley, Jagger, Eddy, Ace, Piet, Anu sind mir jetzt schon sehr ans Herz gewachsen. Ich hoffe wirklich, dass dir die Entwicklung der Charaktere weiterhin gefällt und du natürlich fortlaufend Spaß am Lesen meiner Geschichte hast :). Ich kann es gerade wirklich nicht glauben, so einen tollen Kommentar bekommen zu haben, herzlichen Dank! Wirklich, 10000 Dank! Ich freue mich riesig! Ganz lieben Gruß, littleblackbird
summerlovetime 29. Jan 2018

Hallöchen,

ich bin durch eine Empfehlung in einem Profil auf deine Geschichte gestoßen und muss direkt zum Anfang erstmal sagen, dass sie mich direkt in den Bann gezogen hat.
Der Titel und dein Hinweis auf den Song von Tracy Chapman hat mich auf den für mich lang vergessenen Song erneut aufmerksam gemacht. Dieses Lied ist wunderschön und erzählt eine qualvolle und zugleich liebevolle Geschichte. Dies tut auch deine Geschichte und daher passt der Song ausgesprochen perfekt!

Zunächst möchte ich ein paar Worte zu Ace verlieren. Ace ist ein lustige und draufgängerische Persönlichkeit. Er versucht den Alleskönner heraushängen zu lassen, doch sein Sarkasmus und lockere Art sorgt immer für Belustigung und macht die Passagen wunderbar lesbar.
Ich bin gespannt, ob Ace es mit seiner lebensmunteren Art schafft durch die dicke Fassade von Riley zu dringen.
Auch Piet scheint ein Anwärter zu sein, der er es schaffen könnte zu Riley durch zu kommen.
Riley ist eine tolle Persönlichkeit, sie ist in der Regel freundlich, einfühlsam, intelligent und unabhängig. Gleichzeitig ist sie häufig nachdenklich, da sie geprägt ist von ihrer Gewissenhaftigkeit. Sie hat trotz ihrer schweren Vergangenheit eine gute Beziehung zu ihrem Vater, die sehr eng und emotional ist. Sie sieht trotz der Alkoholsucht von ihrem Vater zu ihm auf. Auch Eddy scheint eine wichtige Rolle in ihrem Leben zu spielen. Ich bin sehr gespannt, wie du die Beziehungen zu den verschiedenen Charakteren weiter ausbaust!

littleblackbird 03. Feb 2018
Hallo :), ganz herzlichen Dank, dass du mir geschrieben hast. Ich liebe auch den Song von Tracy Chapman, er ist einfach ein absoluter Hit, der niemals in Vergessenheit geraten soll. Danke für deine lieben Worte. Es freut mich sehr, dass Ace und auch Riley so rüberkommen, wie ich es mir gewünscht habe :). Ich hoffe, dass du weiterhin meine Geschichte verfolgst und mir deine Kritik da lässt :), da würde ich mich sehr freuen <3!
Fairygodmother 17. Jan 2018

Deine Art zu Schreiben ist wirklich unglaublich und ich lese deine Geschichte total gerne :)
Erst einmal liebe ich die Tatsache, dass sie auf Hawaii spielt und du bringst dieses ganzen "Inselvibe" total gut rüber:) Da wünscht man sich den Sommer einfach !
Außerdem finde ich Ace total toll :) Es kam zwar noch nicht viel von ihm vor, aber die Art wie du ihn bis jetzt beschreibst ist einfach total liebenswürdig und lustig , obwohl er manchmal schon ein kleiner Idiot ist , aber trotzdem irgendwie auch süß:)

Das mit Jagger ihrem Vater ist total traurig und das Riley all das durchleben muss, tut mir im Herzen weh. Vor allem die letzte Szene mit dem Haus war total traurig.

Ich hoffe das Riley im Laufe der Geschichte mehr Leute an sich heranlässt ( hoffentlich Ace) und vor allem dass ihr Vater sich auch wieder bessert. Und am aller Meisten hoffe ich auf sehr coole Surfszenen :)

littleblackbird 19. Jan 2018
Oh danke für diesen unglaublich lieben Kommentar:) <3. Ich liebe Hawaii und wollte das einfach mit einfließen lassen. Hawaii ist einfach mein absolut größter Traum :). Ich hoffe sehr, dass dir die Geschichte weiterhin gefällt :). Danke nochmal für die Zeit und den lieben Kommentar!