Fast traumhaft

vor 5 Tagen
Mein Leben verlief immer geregelt, langweilig und stupide. Den Uniabschluss in der Tasche, wollte ich mein Leben bunter und aufregender gestalten. Doch das diese Änderung so intensiv und Leidenschaftlich enden könnte, hätte selbst ich nicht erwartet.
Sweet Amoris Is it Love? Romanze P18 Abenteuer In Arbeit

Kapitel 1

Neuer Job, neues Glück.
Sagte ich mir immer wieder in Gedanken, als ich in dem Wartebereich einer angesehenen und gut renommierten Produktionsfirma saß.
Vor mir war gerade eben eine weitere Frau zum Chef gebeten worden.
Castiel Rowan.
Er war selbst ein talentierter und erfolgreicher Gitarrist und Sänger einer Band, Namens: „red sculles“.
Neben seinen Bandmitgliedern Lysander Ainsworth, Colin Hill und Samuel O´Conner, war Castiel der freilebendste der vier.
Er machte wonach ihm der Sinn stand, gründete eine Firma, die darauf spezialisiert war, aufstrebende Talente zu fördern und groß raus zu bringen.
In der Presse las man viel über seine nächtlichen Aktivitäten und den ein oder anderen Alkoholischen Absturz.
Das ihm die Frauen hinterher rannten, muss ich wohl nicht erwähnen, so las man eben auch immer wieder über vermeintliche Miss Rowan´s.
Während ich in meinen Gedanken alle wichtigen Informationen über diesen unsagbar erfolgreichen Mann durchging, fiel mein Augenmerk auf die Empfangsdame, die mich unentwegt anstarrte.
Unsicher ob es an meiner Kleidungswahl lag, überprüfte ich nun zum xten Mal eben genau diese.
Der etwas kürzere, enganliegende und schwarze Rock schmiegte sich an meine Hüfte, die weiße etwas weiter aufgeknöpfte Bluse schmeichelte meiner Oberweite, ohne zu viel davon preiszugeben und die schwarzen High Heels, ließen meine kurzen Beine, etwas länger wirken.
Meine schwarzen Haare, deren Spitzen in ein feuriges rot gefärbt waren, hatte ich heute Morgen zu einer wilden und doch eleganten Frisur gesteckt.
Ich war demnach mit meinem Ergebnis äußerst zufrieden, wenn man den Mann kannte dem man gleich gegenüberstehen würde.
Und dennoch bereitete mir diese Empfangsdame, mit ihren Blicken ein mulmiges Gefühl in den Magen.
Um mich von ihr abzulenken, überprüfte ich ein weiteres mal meine Bewerbungsmappe, nach Richtigkeit und Vollständigkeit.
Meine Studienabschlüsse, davon eines mit Summa cum Laude waren alle vorhanden, genau wie meine Bewerbung und ein Empfehlungsschreiben meiner Uni.
Dann wurde plötzlich die Tür aufgerissen und eine Wutentbrannte Frau, etwa Mitte, Ende dreißig kam heraus.
„Viel Glück, liebes!“
Sagte sie an mich gewandt und stürmte augenblicklich aus dem Gebäude.
Ich sah ihr eine Weile nach und bekam ein ungutes Gefühl, was mich in dem Raum erwarten würde, aus dem sie gerade so Wutentbrannt getürmt war.
„Kim!“
Schrie eine gereizte Stimme aus dem Büro, bei der ich kurz zusammen zuckte, bevor im selben Moment die Empfangsdame von ihrem Stuhl sprang und in das geöffnete Büro stürmte.
Als sie darin verschwunden war, dachte ich darüber nach ebenfalls zu gehen, jedoch entschied ich mich sogleich dagegen.
Was hatte ich schon zu verlieren?
Als sich wenige Minuten später die Tür wieder öffnete, fixierten mich die nussbraunen Augen der Empfangsdame, die mir andeuten wollten, das ich nun an der Reihe war.
So lässig wie möglich stand ich auf, richtete meinen Rock, umfasste entschlossen meine Mappe, ehe ich mich an die Tür wagte, durch die mich die junge Frau vorbei ließ.
Fluchtartig verließ sie das Zimmer, von dem sich die Tür in Windeseile schloss.
Mein Blick schnellte nach vorne, wo ich einen geräumigen, etwas überladenen Schreibtisch stehen sah, davor zwei moderne Sessel, während dahinter nur die Rückseite eines Bürostuhl´s zu sehen war.
Stille trat ein, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen, während ich wie versteinert immer noch neben der verschlossenen Tür stand.
Hinter mir spürte ich Blicke auf mir liegen, also schloss ich einen Moment meine Augen, atmete tief ein, ehe ich mich umdrehte.
Ich sah in die grauen Augen, des Mannes, der mir in diesem Augenblick einen gewissen Schauer über die Haut jagte, doch nicht etwa ein unangenehmer, eher ein unbeschreiblicher.
„Hallo, Mister Rowan, mein Name ist...“
„Lana Davis, ich weiß!“
Ich stockte erschrocken, über die schroffe Unterbrechung und musterte den mir gegenüber etwas genauer.
Er trug eine dunkle Jeans, darüber ein weit geöffnetes, schwarzes Hemd, dessen Arme nach hinten umgekrempelt waren, sowie eine schwarze dünne Lederkette, die aussah als wären es zwei, die passenden Armbänder und diverse Ringe.
Er stand Seelenruhig an einem kleinen Schrank, füllte sich ein Glas mit Whiskey, während er mich unentwegt anstarrte .
Seine Haare fielen ihm ins Gesicht, was seine Augen leicht verdeckte, doch die Intensität dieser, blieb mir dennoch nicht verborgen.
Langsam schloss er den Schrank, schüttete sich den Inhalt des Glases in den Rachen, um nachdem er es abgestellt hatte, einige Schritte auf mich zu zumachen.
Seine Hand schnellte nach vorne, umgriff meine Mappe, die ich noch immer fest umschlossen vor mir hielt.
„Miss Davis?“
Ich erwachte aus meinen Gedanken, die mir wie eine Trance vorkamen, ehe ich realisierte, was er von mir wollte.
„Natürlich!“
Er deutete mir an auf einem der Sessel vor seinem Tisch Platz zu nehmen, ehe er um diesen herum lief und sich in seinem Stuhl nieder lies.
Mit meiner geöffneten Mappe, drehte er sich um, seinen Blick stur auf das Papier gerichtet, las er meine Qualifikationen durch.
Nervös biss ich mir immer wieder auf die Unterlippe, hielt ihn in meinen Augen, wie er Seite für Seite meinen Werdegang studierte.
„Lassen Sie das!“
Ertönte seine rauchig, tiefe Stimme, die mich ohne zu wissen was er eigentlich meinte, erstarren lies.
„Was meinen Sie?“
Er hob leicht den Kopf, gerade genug um mich ansehen zu können, bevor er eine Seite weiter schlug.
„Das beißen. Ich steh drauf wenn Frauen das machen!“
Sein Blick senkte sich zurück auf die letzte Seite meiner Mappe, während ich ihn perplex über seine Worte anstarrte.
Schließlich klappte er sie zu, legte sie auf seinen Tisch, wobei er sich lässig in seinen Stuhl sinken lies und mir seine Aufmerksamkeit schenkte.
„Streber also!“
Geschockt über diese Aussage, blieb mir für einen kurzen Moment die Spucke weg, in meinem Hals bildete sich ein Kloß, den ich schnellst möglich runter schlucken musste.
„Eine Voraussetzung um sich auf solch eine Stelle bewerben zu können!“
Konterte ich mit süßlicher Stimme, was meinem gegenüber ein lächeln ins Gesicht zauberte, und mich noch näher ins Visier zu nehmen schien.
„Sie sehen dabei gar nicht wie eines dieser prüden Mädchen aus, im Gegenteil. Sie wirken wie eine Frau, die genau weiß was sie will und wie sie es bekommt!“
Wann dieses Gespräch diese Wendung genommen hatte, war mir zwar nicht bewusst, dennoch war mir klar, das wenn ich diese Stelle wirklich wollte, ich ihm jetzt nicht klein bei geben durfte.
Und ich wollte diese Stelle, also setzte ich meine Reize gezielt, doch nicht billig wirkend ein.
Ein süßes lächeln auf meinen Lippen, rutschte ich in dem Sessel in eine bequeme Position, schlang die Beine anzüglich übereinander, während ich seinem Blick stand hielt.
Sein Blick folgte jeder meiner Bewegungen, blieb kurzzeitig auf meinen Beinen heften, bevor er mir wieder in die Augen sah, gerade als ich mit meiner Zunge über meine Lippen fuhr.
„Ich gebe mich eben nicht mit dem Mittelmaß zufrieden!“
Sein Zeigefinger fuhr unter seinem Kinn entlang, den Blick immer noch auf mich gerichtet legte er ein schelmisches lächeln auf, was ihn noch anziehender machte.
Mein Körper spannte sich ungewollt an, lag es an ihm, oder doch an der Tatsache, das dieser Job alles für mich bedeuten würde.
„Ich auch nicht.“
Neugierig beugte er sich in meine Richtung, legte beide Arme auf dem Tisch ab, während sein Blick von meinem Scheitel, bis zum Absatz meiner Schuhe glitt.
Unbeeindruckt lehnte ich mich ihm entgegen, bescherte ihm einen tieferen Einblick in mein Dekolletee, wobei ich weiter in seine funkelnden, grauen Augen starrte.
„Dann bin ich bei Ihnen ja genau richtig!“
Brachte ich ihm selbstsicher entgegen, was seinen Blick wieder den meinen kreuzen lies, ehe er seine Lippen zu einem vielsagenden lächeln verzog.
„Wehe Sie enttäuschen mich!“
Fauchte er ruhig, stand von seinem Stuhl auf, um an seinem Schreibtisch vorbei auf mich zu zukommen.
Mit ausgestreckter Hand, wartete er darauf, das ich ihm meine gab, was ich letztenendes auch tat, um durch seinen sanften Zug auf die Beine zu kommen.
„Ganz sicher nicht!“
Erwiderte ich, während ich mit seiner Hand in meiner vor ihm stehen blieb, seinen Blick fest in meinem eingefangen.
Schließlich lösten sich unsere Hände voneinander, ebenso die elektrisierenden Blicke, als er auf die Tür zu ging, sie öffnete und er mich dort ein letztes mal stoppte.
Sein Arm stützte im Türrahmen, direkt vor meinem Gesicht, seine Augen blickten fest in die meinen, während ich kurz vor ihm zum stehen kam.
„Montag, neun Uhr fangen Sie an!“
Mit einem entschlossenen Nicken bestätigte ich ihm, das ich ihn verstanden hatte, ehe ich meinen Weg aus der Firma fortsetzte.
Vor dem Gebäude angekommen, musste ich erst mal tief durchatmen, der Mann hatte mir alles abverlangt.
Seine Persönlichkeit konnte wirklich einschüchtern, doch dies wollte ich um alles in der Welt verhindern, was mich ziemlich müde gemacht hatte.
Ob ich mich jemals daran gewöhnen würde, stellte sich noch raus, aber fürs erste wollte ich jetzt nur noch nach Hause.

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Eiskatze 18. Feb 2018

Deine Geschichte gefällt mir sehr gut, wie auch dein Schreibstyle :)

Bin schon sehr gespannt auf das nächste Kapitel.

LG Eiskatze

chenupet 17. Feb 2018

Bin ganz gespannt wie es weitergeht! Gefällt mir sehr gut, Deine Geschichte. 🙂

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