Bin ich ein Niemand ? [Beendet]

vor 9 Mon.
Ist ein Buch mit mehreren Oneshots :D
Depression Allgemein P18 Slash In Arbeit

Kapitel 1. [von ScreamGirl]

Ein Mädchen. Niemand bemerkte es, so wie es wimmernd auf einer dreckigen Parkbank saß. Alle Leute gingen an ihr vorbei als wäre sie nichts. //Bin ich wirklich ein >>Niemand<< so wie meine Eltern es mir immer gesagt haben?// dachte sich das junge Mädchen. Es war gerade einmal 12 Jahre alt, und war schon von Zuhause geflüchtet. //Warum lebe ich noch?// fragte sich das Mädchen. Sie wusste ihren Namen nicht mehr, denn sie wurde von allen nur >>Niemand<< genannt. Früher in der Schule wurde sie nie rangenommen ,weil sie ja >>Niemand<< ist. Ausgelacht wurde sie. Von den eignen Eltern sowie auch von den Eltern der anderen Schüler. Die Schüler haben , aber sie gemobbt, in Mülleimer geworfen. Wenigstens wurde sie einmal beachtet. Trotzdem verschwendet sie keine Gedanken an die frühere Zeit und schon garnicht Gedanken um zu wissen Wer sie ist, sondern  darüber, wie sie die nächste Zeit an Essen und Trinken kam. Sie hatte sich ihr Taschengeld von Zuhause nicht mitgenommen. Nur ihre Decke, die sie von ihrer Mutter zu ihrem 10. Geburtstag bekam. Sonst noch eine Jacke, Mütze und einen Schal. Es war Herbst und es neigte sich dem Ende zu. Der Winter beginnt demnächst. //Das Fest der Liebe...alle beschenken ihre Liebsten...und ich gehöre nicht zu den freudigen Kindern, die beschenkt werden...//Sie war vor zwei Tagen von zu Hause weggelaufen, mit dem Wunsch irgendwann jämmerlich zu erfrieren und ihre Eltern am Grab weinen sehen. 
Man hat sie nie verstanden oder auch nur wahrgenommen. Sie war die, die nix zu sagen hatte. Ihre Meinung war total egal. Jetzt? Jetzt sitzt sie draußen in der Kälte und wimmert, weint und überlegt ob sie sich doch von der Brücke fallen lassen sollte. Einmal Mut und dann nie wieder? Früher war die Frage: Teddy oder Schäfchen? Jetzt ist sie anders. Jetzt ist es: Leben oder Sterben? //Ist der Tod eine Erlösung für mich? Oder sollte ich mich bei meinen Eltern entschuldigen und wieder mich ihnen komplett hingeben?// dachte das Mädchen verzweifelt nach. Ihrer Seele hat sie sich bereits entbunden und am Ende führen ja bekanntlich alle Wege nach unten. //Ich habe immer nur Hass gespürt! Nie hat mir jemand Liebe gezeigt! Was ist das eigentlich, das Wort und Gefühl Liebe?// so sehr wie es sie immoment beschäftigte, sie kam zu keiner Lösung. Sie ging zum Bahnhof und verabschiedete sich in Gedanken von allen. "Was machst du denn hier, junges Mädchen?" fragte ein älterer Herr. Er sah nicht gerade aus, als wäre er in einer besseren Lage wie sie selbst. "hm?" fragte sie abweisend. "Wohin willst du, kleine?" "Zur Brücke..." antwortet sie abweisend. " Haha! Da ist ja >>Niemand<<!!! Hahahaha!" hörte sie die anderen Jugendlichen lachen. //>>Niemand<<... Wieso?// fragte sie sich. Der Mann legte seine Hand auf ihre Schulter " Mach das nicht, deine Zeit ist noch nicht gekommen." " Was ist mit ihnen?" "Meine Zeit ist abgelaufen..." waren die letzten Worte die er sprach und ging. Sie stieg in die Bahn und sah nur noch wie der Mann vor den Zug sprang und das Blut den Boden bedeckte. Die Eingeweide, Organe und Arme, Beine flogen nacheinander, mehrere Meter weit. Der Zugfahrer erschreckte sich so, das er den Hebel und ein paar Knöpfe abbrach. //Hat der Mann überlebt?...// ,fragte das junge Mädchen sich,//...ich denke nicht. Und wenn schon? Er muss mit großen Schmerzen leben...in diesem Fall Wünsche ich mir, dass er das nicht überlebt hat.// Der Zugfahrer bittet alle aus dem Zug zusteigen, weil er sich demnächst eine Psyacharterie begeben möchte um diesen Schock zu vergessen. //vergessen wird er es nie. Ich muss auch so stark und mutig sein, wie der Mann es war...// waren die neuen Pläne, die sie in Gedanken schmiedete.  

1 Woche nach diesem schrecklichen geschehen lief sie wieder zum Bahnhof. Ein Bäcker hatte ihr in dieser Woche Essen gegeben. Sie stieg ein und dachte an die Worte des Mannes. //....doch meine Zeit ist gekommen!//. >>Bahnhof am alten Fluss<< ertönte die Mechanische Stimme. Sie stieg aus und lief von Bahnsteig, runter auf die Straße. Ihr weg ging entlang, des Flusses und sie erreichte nach einiger Zeit die Brücke. Der Fluss war bereits zugefroren. Oben auf der Brücke angekommen, sah sie viele glückliche kleine Familien sitzen. Sie war auch mal glücklich und hatte einen großen Traum. Sie wollte Sängerin werden. Immer hat sie bei ihrer Arbeit gesungen, traurige Lieder. Sie wusste immer schon, dass dieser Moment kommen würde. //Jetzt ist er da. Jetzt wird mein zweiter Traum in Erfüllung gehen. Nie wieder unbeachtet. Nie mehr Ungeliebt. Meine Seele wird dann sehen, wie die anderen alle entweder an meinem grab weinen oder lachen, lachen, weil ich zu feige war mich gegen sie zu stellen, lachen, weil sie wissen das ich immer schwächer war, lachen, weil sie wussten das dieser Tag irgendwann kommen würde und weinen, weil....sie mich vielleicht doch respektiert haben.....Nein, sie haben mich nie respektiert!// Eine Träne folgte der nassen Spur, nach unten der Wange entlang, bis zum Kinn und tropfte auf die kleine Pfütze am Boden. Sie wollte auch mal Glück haben! Einmal Mutig und dann nie wieder. Plötzlich, als sie sich fallen lassen wollte, legte sich eine Hand auf ihre Schulter und zog sie zurück. "Bitte, bleib bei mir!" flüstert ein Junge aus ihrer Klasse. Er hat sie immer schützen wollen. Gedisst wurde er auch von seiner Klasse, aber nicht so massiv wie sie. "Du bist kein >>Niemand<<!!" Sie schüttelte ihren Kopf, so das einzelne Tränen seine Jacke auffing. Der Junge nahm sie in seine starken Arme. "Entweder zusammen oder gar nicht." meinte der braunhaarige. "Was?" fragte sie schüchtern. Die blonde kannte das Gefühl nicht, von jemandem umarmt zu werden. Es fühlte sich aber schön an. Er deutete mit einem nicken auf das Wasser unter ihnen. Sie zuckte nur mit den Schultern, weil sie nicht wusste, was sie davon halten sollte. "Willst du leben oder sterben?" Ihr Kopf rauchte. Sie wusste es nicht. Die blauäugige drückte ihr nasses Gesicht in die Jacke des jungen Mannes. Beruhigend Strich dieser ihr zaghaft über das Haar. "Alles wird gut." flüstert er, im Versuch sie aufzumuntern. Er wusste aber auch, dass das nicht stimmte. 
Sie einigten sich auf eine Beziehung und alles war wieder gut. Wenn man es so nehmen möchte. 

1 Monat nachdem alles wieder in Ordnung war und sie sich auch wieder mit ihrer Familie verstand, wurde alles schlagartig geändert. Sie wurde geschlagen und misshandelt. An diesem Tag war es so weit. Heulend lag das 12 Jährige Mädchen am Boden, um sie herum eine Blutlache und in dieser ihre Eltern. Ein Messer, was blutig war hatte das Mädchen in der Hand. "Ich wollte es nicht..." flüstert die Blauäugige und stach zu. Ihr Freund fand sie verblutet, in der Lache ihrer Eltern , in der Wohnung und heulte. 

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Louli 21. Dec 2016

Wow.. So wundervoll.. *-*

closingeyes 29. Jul 2012

hey:)
ich hab grad die ersten zwei kapitel gelesen und finde sie von der idee her und auch vom schreibstil ziemlich gut! :)
mir gefällt es auch, dass es nur oneshots sind.
allerdings fand ich es beim ersten kapitel etwas komisch, dass das mädchen und der junge sofort 'in einer beziehung' waren..hätte man vllt iwie anders sagen können, dass es sich im laufe der zeit zu einer beziehung entwickelt hat oder so. :)
aber ansonsten, alles gut! :))