Aya, The Android - Ein synthetisches Herz ist besser als ein kaltes!

vor 9 Tagen
Wir schreiben das Jahr 2154. Androiden sind mittlerweile aus dem Alltag der Menschen nicht mehr wegzudenken. Aber nur, wenn sie nicht anfangen selbstständig zu denken und ihre Befehle in Frage zu stellen! Die Androidin Aya und ihr Partner, der Cyborg Conrad Wolf, sind auf der Flucht vor der Spezialeinheit "Unit Z". Während sie gejag..
Science Fiction Action P18 Abenteuer In Arbeit
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Die Flucht

Mit dem Pulsegewehr in der einen Hand und einem Ortungsgerät in der Anderen schlich ich durch die schmalen Gassen des 4. Distrikts von New Hongkong. Dieses Viertel trug auch den Beinamen „Fröhlicher Verweilort“ und ich vermutete, dass die Verwaltungsbeamten, die den Namen vergeben hatten, zu diesem Zeitpunkt entweder high oder total besoffen gewesen sein mussten! Ansonsten konnte ich mir diesen eklatanten Unterschied zwischen Realität und vollmundigen Namen nicht erklären! Auf der einen Seite die traditionellen, aber heruntergekommenen Behausungen aus der guten alten Zeit. Und auf der anderen Seite die modernen Wohncontainer, die die Stadtverwaltung großspurig als Apartments betitelte! Ich hätte sie eher Konservendosen genannt, denn viel Platz blieb den Bewohnern dieser Behausungen nicht zum Leben! Ein kurzer Blick auf das Ortungsgerät - es gab keinen Mucks von sich! Geschweige denn, dass ein kleiner leuchtender Punkt auftauchte! Es dämmerte bereits und ich hörte plötzlich ein Geräusch! Schritte waren zu vernehmen! Ich drückte mich in einen Häusereingang und wartete ab. Das Pulsegewehr immer im Anschlag! Ich oder vielmehr wir waren auf der Flucht. Wir, das waren meine Partnerin Aya und ich, Conrad Wolf. Wir hatten einen Auftrag angenommen, der die Beschattung und anschließende Liquidation einer bestimmten Person beinhaltete. Nur leider stellte sich dieser Auftrag als Falle heraus! Nicht der korrupte Politiker Ken Gunn war das eigentliche Ziel gewesen, sondern wir! Jetzt jagte uns das Spezialkommando von Abteilung 36 oder kurz Unit Z! Z.....das stand für Zombie. Denn nichts Anderes waren Androiden für die bewaffneten Söldner dieser privaten Einheit! Untotes Leben, dass man je nach Bedarf abknallen konnte! Dabei gab es die Androiden mittlerweile schon über 50 Jahre und sie verrichteten Arbeiten, zu denen wir längst zu bequem geworden waren! Oder sie schufteten dort, wo es für Menschen viel zu gefährlich war! Kurz ausgedrückt: Sie erledigten unsere Drecksarbeit! Aber glauben sie bloß nicht, dass ihnen Jemand dafür dankte! Wie gesagt, es war ja nur untotes....künstliches Leben, dass keinen besonderen Schutz bedurfte!

Dabei waren einige Modelle nur noch sehr schwer von richtigen Menschen zu unterscheiden! Man musste schon auf ihre inneren Werte schauen, um sie eindeutig als Androiden identifizieren zu können! Oder aber man gehörte der Unit Z an. Dort lernte man die unterschiedlichen Modelle anhand ihrer ganz spezifischen, einprogrammierten Eigenarten zu unterscheiden. Zum Schluss folgte die Königsdisziplin: Die Unterscheidung der Menschen von den Androiden ohne Hilfsmittel. Ein guter Ermittler dieser Einheit schaffte das in ca. 15 Minuten! Wie? Das war und ist noch immer ihr Geheimnis! Bin ich ein Android, weil ich mich so vehement für ihre Belange einsetze? Nein...oder doch.....nein....eigentlich nicht! Aber meine Partnerin war eine Androidin oder auch Femdroid. Und was für Eine! Sie war das neueste Modell der AE 1085 HKI - Reihe. Verdammt hübsch und ebenso effizient, wenn es darum ging Personen um ihr Leben zu erleichtern! Wie ein Mensch und eine Androidin zu Partnern wurden? Für diese Geschichte hatte ich im Moment keine Zeit, denn ich war auf der Suche nach ihr! Wir hatten uns trennen müssen, als klar war, dass uns das Spezialkommando auf der Spur war! Ein Hoovercar flog über mich hinweg und ich drückte mich in die Schatten der Häuser hinein. Ich schaute dem fliegenden Gefährt misstrauisch hinterher, konnte aber nicht erkennen, ob es zur Spezialeinheit gehörte oder nicht! Da es langsam dunkel wurde herrschte in diesen Nebenstraßen zum Glück nicht mehr so viel Verkehr! Auf der Hauptstraße, ein paar Blocks weiter, tobte allerdings das Leben. Menschen und Androiden gingen ihren Geschäften nach, weil die Ozonwerte tagsüber einfach zu hoch waren, um ein normales Leben zu führen. Wer dennoch während dieser Zeit in den flimmernden Straßen der Megacities unterwegs war, der tat das auf eigenes Risiko. Nur nachts sanken diese Werte auf ein erträgliches Maß zurück und man benötigte höchstens nur noch einen Nase-Mund-Filter.

An jeder Ecke blinkten und blitzen die neonfarbenen Werbetafeln, die einem das große Glück versprachen, wenn man doch nur diesen einen Laden beträte! Überall sah man junge und alte Leute mit ihren VI-Brillen durch die Gegend laufen. Fliegende Händler in Hoovercars, die so aussahen wie kleine Schiffe, boten ihre dampfenden und köstlich duftenden Kleinigkeiten an. Virtuelle Bordells und Spielotheken überboten sich mit Niedrigpreisen und in dunklen Gassen, wie dieser, boten VI-Dealer ihre heiße Ware an. Kurze oder längere Trips für deine Mindschnittstelle am Hinterkopf. Für jeden Geldbeutel war etwas dabei und das alles garantiert ohne Nebenwirkungen. Naja...zumindest behaupteten das immer Alle und die Firmen, die diesen Mist herstellten hatten kein Interesse an Langzeitstudien! Warum auch? Die nächste Generation von Konsumenten wuchs doch schon heran! Ein ewiger Kreislauf, den Keiner unterbrechen wollte! Natürlich war diese Art von virtuellen Drogen eigentlich verboten, aber die Polizei unternahm nicht sehr viel dagegen, denn es hielt die Leute ruhig. Und nichts beruhigte die Politiker mehr, als eine Bevölkerung, die sich in der virtuellen Welt austobte und dabei völlig vergaß, wie ihre reale Welt langsam vor die Hunde ging. Herzlich Willkommen in meiner Welt! Herzlich Willkommen im Jahre 2154. Das Ortungsgerät fing leise an zu piepsen und ein kleiner Punkt erschien. Ich grinste. „Da hasst du dich also versteckt, meine kleine, künstliche Schlampe!“, sagte ich leise. Harte Worte, aber eigentlich mochte ich Aya sehr gern. Mehr als wahrscheinlich gut für mich war! Das sich ein Mann in eine Androidin verliebte oder umgekehrt, war in der heutigen Zeit nicht wirklich pervers, aber doch sehr ungewöhnlich. Gerade bei den neuesten Modellen mit dem Emotio-Chip konnte es durchaus vorkommen das......! Ich kannte Aya schon seit fast zwei Jahren, aber ich wusste immer noch nicht, woran ich bei ihr war! Sie konnte anscheinend ihren E-Chip an- und ausschalten wie sie wollte! Anders konnte ich mir ihr sprunghaftes Verhalten nicht erklären! Aber ich glaube, dass sie mich die meiste Zeit über nur ärgern wollte! Vielleicht auch eine Art der Zuneigung! Ich schüttelte den Kopf und der kleine Punkt auf dem Ortungsgerät wurde sichtlich größer. Aya mochte es nicht so besonders, wenn ich sie über ihre Gehirnschwingungen ortete! Sie fühlte sich dann immer an die lange Leine genommen.....beobachtet! Eine wirklich bemerkenswerte Beschreibung ihrer Gefühlslage und das für einen Androiden! Aber Aya benahm sich auch nicht so, wie andere Femdroids. Sie benahm sich einfach...anders! Das Pulsieren des Punktes wurde stärker und ich blieb vor einer verwitterten und ziemlich alten Holztür stehen. Mit dem Gewehrlauf stieß ich sie vorsichtig auf. Die Tür quietschte erbärmlich und ich zwängte mich durch den entstanden Spalt hindurch, um nicht noch mehr Lärm zu verursachen.

Vor mir lag ein enger und muffiger Hausflur. Es roch nach Fäkalien und Unrat! Hier hatte schon lange keiner mehr sauber gemacht! Angewidert verzog ich das Gesicht und stellte das Ortungsgerät auf lautlos. Ich schwenkte es hin und her und der Tracker wies mir eindeutig den Weg in den Keller. Na prima! Wer weiß, was mich dort so alles erwartete? Hoffentlich hatte Aya vorher schon aufgeräumt. Ich ging langsam die Treppen hinunter. Meine Befürchtungen sollten sich nicht bestätigen, denn es war hier unten erstaunlich trocken, aufgeräumt und alle paar Meter brannte eine kleine Funzel, die dem tristen Kellergang ein wenig Licht spendete. Der Punkt auf dem Ortungsgerät pulsierte immer schneller. Ich stand vor einer weiteren, hölzernen Kellertür und öffnete diese vorsichtig. Der Raum dahinter wurde durch eine kleine Lampe beleuchtet, die von der Decke baumelte. Sie beleuchtete eine etwas groteske Szene. Auf so eine Art Futonbett lag meine Partnerin Aya und rührte sich nicht! Aus ihrem rechten Unterarm schaute die kurze aber rasiermesserscharfe Klinge heraus. Die Spitze dieser Klinge hatte sich in die Matratze gebohrt und ein Loch hinein gerissen. Blut tropfte von der Waffe auf das Bett und von dort weiter auf den Boden. Sie hatte es wohl noch benutzen müssen, aber irgend etwas stimmte nicht, denn normalerweise fuhr sie die Klinge nach dem Gebrauch sofort wieder ein! Vorsichtig näherte ich mich ihr von der anderen Seite. Man konnte nie genau wissen, wie sich so ein Assassinenmodell verhielt, wenn es kurz vor der Deaktivierung stand! Denn genau das war Aya. Ein Femdroid Typ Assassine. Shadow Techs neuestes Waffenmodell. Die perfekte Attentäterin! Zielstrebig und immer zu 100 % erfolgreich! Dazu waren sie noch mit einem Emotion-Chip und einem Hybrid-Gehirn ausgestattet. Halb künstlich und halb biologisch. Und ich denke, dass war letztendlich auch der Fehler gewesen, den die Firma gemacht hatte, als sie den Androiden dieses Hybrid-Gehirn eingepflanzt hatte.

Viele von ihnen begannen nämlich selbstständig zu denken und ihre Befehle in Frage zu stellen. Immer öfters wurden Missionen einfach abgebrochen und die Androiden verschwanden auf Nimmerwiedersehen von der Bildfläche. Den Großteil dieser neuen Serie konnte Shadow Tech schnell wieder vom Markt nehmen, sprich man hatte sie liquidiert, zerstört oder was auch immer die bewaffneten Sicherheitskräfte dieser Firma dazu sagten, wenn wieder einmal ein Android zuckend auf der Straße lag und hinterher in die Brennkammer geworfen wurde! Einige Androiden hatten diesen Genozid überlebt. Darunter auch Aya. Zugegeben...mit ein klein wenig Hilfe von mir! Sie spielte diese Tatsache immer gerne herunter, aber ich denke, insgeheim...irgendwo in einem kleinen Winkel ihres Hybrid-Gehirns war sie mir dafür sehr dankbar. Ich trat an das Bett heran und setzte mich neben sie. Aya war im Tarnmodus. Das hieß, dass sie im Augenblick wie ein normaler Mensch aussah. Im Waffenmodus aber wurde ihre Haut zur silberglänzenden und vor allem harten Außenhülle, die sogar Kugeln größeren Kalibers trotze. Ich berührte ihren linken Arm. Die Haut fühlte sich weich und warm an. So wie bei einem richtigen Menschen. Die Erfinder dieser Modellreihe hatten wirklich an alles gedacht. Und gerade die Täuschung war bei den weiblichen Assassinen-Droids besonders fein ausgeprägt! Meine Hand wanderte weiter bis zu ihrem Hals. Den Puls bei ihr zu fühlen, war komplett sinnlos, denn sie hatte keinen. Zumindest keinen Richtigen. Den virtuelle Puls, den ich ganz schwach fühlen konnte, diente wieder nur zur Täuschung und sagte Einem überhaupt nichts über den wirklichen Zustand eines Androiden. Ich streichelte über ihre Wange. Ihre schwarzen Haare hingen ihr wirr im Gesicht und ich streichte sie zur Seite. Ayas Augenlider zuckten und ihre Augen, die sonst immer hellblau leuchteten, flackerten. Von Innen liefen Statusmeldungen herunter. Verdammt! Das sah gar nicht gut aus! Sie verlor viel zu schnell Energie und wenn sie sich nicht bald aufladen konnte, dann würde sie für immer deaktiviert sein, denn ohne Energie funktionierte ihr Gehirn nicht und starb innerhalb weniger Minuten ab! Der biologische Teil sogar ein bisschen schneller! Das kam quasi einem Todesurteil gleich, denn ohne Gehirn funktionierten auch die Datenspeicher nicht, wurde die komplette Persönlichkeit ausgelöscht!

Zurück blieb dann nur noch eine leere Hülle! Verzweifelt sah ich mich nach einer Ladestation um, aber hier in dem Kellerraum gab es keine! Nur ein alter, zerschlissener Sessel und ein kleiner Tisch standen noch in dem Raum. Zudem unterschied sich ihre Baureihe in der Art der Aufladung von den der anderen Androiden. Sie hatte mich nie dabei zusehen lassen, wenn sie sich auflud, weil sie sich dafür schämte, wie sie sich aufladen musste! Ich hatte etliche Baupläne und technischen Matrizen studieren müssen bis ich es heraus gefunden hatte! Danach konnte ich ihr Unbehagen verstehen, denn die Aufladung war in der Tat ein wenig......heikel! Während die normalen Modelle meistens über eine Verbindung am Nacken aufgeladen wurden, hatten es die Techniker bei Shadow Tech wohl besonders witzig gefunden, wenn ihre weiblichen Modelle über die gleiche Stelle aufgeladen wurden, wo bei menschlichen Frauen das primäre Geschlechtsorgan saß. Das hieß, dass sich die Femdroids so eine Art Kontaktstab zwischen die Beine einführen mussten. Dieser Stab wiederum war mit einem Kabel an die Energiequelle angeschlossen. Ich wollte gar nicht wissen, wie sich die männlichen Assassinedroids die benötigte Energie herholen mussten. Wahrscheinlich steckten sie den .......! Ich schüttelte mich bei dem Gedanken. Plötzlich drehte Aya ihren Kopf in meine Richtung und ein kleines Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht. „Ich wusste, dass du mich finden würdest, Connie.“, flüsterte sie. Sie sagte immer Connie statt Conrad zu mir, wenn sie mich ärgern wollte! Und meistens bereitete ich ihr auch unfreiwillig großen Spaß damit, weil ich diesen Namen auf den Tod nicht ausstehen konnte und ich jedes Mal darauf herein fiel! Sie packte mit der linken Hand meinen Arm. „Schlaf mit mir.“ Ich blickte meine Partnerin völlig entgeistert an! War ihr Hybrid-Gehirn jetzt völlig durcheinander geraten? Ich stand halb auf. „Aya...bitte.....das ist wohl nicht der richtige....“ Ihre blauen Augen leuchteten. „Tue es für mich, Connie. Ich möchte dich zwischen meinen Induktionsspiralen fühlen. Ich möchte einen Menschen in mir spüren, bevor ich für immer offline gehe!“ Ich sah an mir herunter und schnaufte. Einen Menschen in sich spüren? Vor meinem rechten künstlichen Auge liefen Statusmeldungen über den Zustand meiner kybernetischen Gliedmaßen herunter.

Mein rechter Arm, die beiden Beine und mein rechtes Auge waren künstlich. Ich war mehr Cyborg, als Mensch! Aya lächelte und strich mit ihrer Hand in Höhe des Herzens über meine Brust. „Das da...das ist nicht künstlich.“ Dann fasste sie mir in den Schritt. „Und dein kleiner Freund hier auch noch echt!“ Wie zur Bestätigung wurde er wach und regte sich! Sie knöpfte sich ihre Hose auf und zog sie ein Stück herunter. Darunter war sie nackt! Ich starrte sie immer noch fassungslos an. Die Assassine hörte mitten in der Bewegung auf und sah mich fragend an. „Ich denke, du wolltest mich schon immer mal flach legen. Das ist nun die Gelegenheit für dich.“ Ich schüttelte den Kopf. Das war jetzt doch irgendwie pervers und ziemlich surreal! Während das Spezialkommando nach uns suchte, vögelte ich eine künstliche Attentäterin, die im Begriff war zu sterben! Ja....ich benutze lieber das Wort sterben, statt deaktivieren! Andererseits....erregte mich diese Vorstellung schon und es war mir völlig egal, ob die Frau auf dem Bett jetzt künstlich war oder nicht! „Du hast darunter nichts an.“ Aya grinste leicht. „Warum auch, ich bin ein Android und habe keine Probleme mit der Hygiene , wie ihr Menschen.“ Noch zögernd knöpfte ich meine Hose auf und ließ sie zu Boden gleiten. Meine Unterhose folgte. „Ich wusste, dass an dem Nasenvergleich irgend etwas dran sein musste.“, krächzte die Andoidin und ich grinste verlegen. Dann ließ ich mich zwischen ihren geöffneten Beinen aufs Bett nieder. Mein Blick viel auf die blutige Waffe. „Könntest....könntest du bitte die Klinge an deinem rechten Arm wieder einziehen? Das ist ein wenig unromantisch und außerdem möchte ich nicht noch weitere Gliedmaßen verlieren!“ Aya schaute auf ihren rechten Arm, lächelte verlegen und ließ das Messer in ihrem Unterarm verschwinden. Wir sahen uns in die Augen. Ihre flackerten immer noch und mir war nicht sehr wohl bei der Sache. Schließlich übernahm Aya die Initiative und drückte mich an sich.

Als ich in sie eindrang hielt ich überrascht inne. Ich hatte erwartet, dass es sich kalt, hart und irgendwie unpersönlich anfühlen würde, aber stattdessen war ihr Innerstes warm, weich und ein wenig feucht. So wie bei einer menschlichen Frau. „Nun mach schon.“, hauchte sie und ich begann mich zu bewegen. Was ich nicht wusste.......die Reibung, die mein steifes Glied zwischen ihren Induktionsspiralen erzeugte, wurde in Wärme umgewandelt. Und diese Wärme wiederum in Energie. Nicht viel, aber es reichte aus, damit die Androidin während unseres Aktes nach einer passenden Energiequelle suchen konnte. Ein Vorteil, wenn man ein Android war. Man konnte sich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren! Es war das erste Mal, dass ich mit einer künstlichen Frau schlief! Ihre Haut war so weich. Die Brüste schaukelten sanft bei jeder Bewegung, die wir verursachten. Aus ihren Augen flossen Tränen. Das hatte ich noch nie bei ihr beobachtet. Erschrocken hielt ich inne. „Alles in Ordnung.“, flüsterte sie. „Es ist nur so schön....so schön.... Mach weiter.“ Als ich schließlich in ihr kam, hatte sie den Mund leicht geöffnet und es sah so aus, als ob sie einen Orgasmus hätte. Sie blickte mich glücklich an und ihre Augen strahlten im schönsten Blau. „Ich lie...“ Ihre Augen begannen zu flackern.......dann erloschen sie für immer! Ihr Körper erschlaffte und ich zog mich hastig aus ihr zurück. Da stand ich nun. Halbnackt am Fußende eines ollen Futonbettes und hatte die Hände über den Kopf zusammengeschlagen! Mir liefen die ersten Tränen aus den Augen, denn Aya war mehr, als nur eine Partnerin gewesen! Aber manche Dinge sah man erst, wenn es schon zu spät war! Ich hatte diese künstliche Frau geliebt! Aber jetzt konnte ich ihr das nicht mehr sagen! Ich zog mich schnell an und vollzog auch an ihr diese Prozedur. Man sollte sie nicht mit herunter gelassener Hose finden und sie sollte schon gar nicht als Wichsvorlage für perverse Typen dienen! Ich wischte mir ärgerlich die Tränen aus dem Gesicht.

Dann setzte ich mich neben sie und streichelte durch ihr Haar. Verdammt ich konnte sie hier nicht so einfach liegen lassen! Ich blickte zur hölzernen Tür. Plötzlich berührte mich etwas an meinem Arm und ich erschrak. Aya hatte sich halb im Bett erhoben und ihre Hand berührte mich. „Habe eine passende Energiequelle gefunden.“, hauchte sie. Ich wollte vor Begeisterung aufspringen und sie umarmen, aber sie hielt mich zurück. „Nicht....keine Zeit...später.“ Ich nickte, hängte mir das Pulsegewehr um und nahm sie auf meine Arme. Aya war zwar nicht das schwerste Modell, aber ich war froh, dass ich meinen kybernetischen Arm benutzen konnte, um sie zu tragen. Man sollte sie bloß nicht auf ihr Gewicht ansprechen! Da reagierte sie nämlich ziemlich empfindlich. Diese Emotiodroiden waren schon eine Klasse für sich! Manchmal genau so kompliziert, wie richtige Menschen! So schnell wie es ging lief ich mit ihr die Treppen hinauf. Sie zeigte auf die Haustür und schon standen wir wieder in der engen und dunklen Seitengassen. Keine Menschenseele war zu sehen! „Dort entlang.“, sagte sie leise. „Und beeil dich.“ Der letzte Satz war nur noch ein Hauch gewesen, aber ich hatte sie dennoch verstanden. Ich lief los und schon bald musste ich die zusätzlichen Energiereserven meiner kybernetischen Beine benutzen. Es war trotzdem nur noch eine Frage der Zeit, bis die Energie verbraucht war. Außerdem näherten wir uns schon wieder einer Hauptstraße und die wollte ich unter allen Umständen vermeiden! Zum Glück zeigte Aya auf eine Tür nur noch wenige Schritte entfernt. Ich rammte sie mit dem Rücken auf und stürmte in den Hausflur. „Nach oben.“ Ich rannte schnaufend die Treppen hinauf. „Hier“ Ich blickte ihr in die Augen. „Sicher?“ „Ja.“ Ich pochte mit der Hand gegen die Haustür. „Wer da?“ Ich pochte erneut. Diesmal heftiger. Die Tür wurde einen Spalt breit geöffnet und eine dickliche, ältere Frau schaute vorsichtig hinaus. „Hau ab! Ich kaufe nichts!“ Ich schob die Tür mitsamt der zeternden Bewohnerin einfach auf. „Hey! Sie können doch nicht einfach...!“ Er jetzt bemerkte sie Aya auf meinen Armen und erschrak. „Energiequelle?!“, fragte ich grob und die Frau deutete auf eine Tür am Ende des Flures. Ich lief weiter. Aus einem angrenzenden Zimmer kam ein weiblicher Haushaltsdroid heraus. Es war ein älteres Model, aber schon menschenähnlich und durchaus vorzeigbar. Sie hatte das Geschrei ihrer Herrin gehört und wollte nachschauen, was passiert war. Ich schubste sie einfach vor mir her. „Mitkommen!“

Ich stieß die Androidin in das Zimmer und legte Aya neben die Energiequelle. Dann wollte ich ihr die Hose öffnen. „Raus.“, entgegnete meine Partnerin leise und wehrte sanft meine Hände ab. „Aber wir haben gerade....und außerdem weiß ich, wie du......“ Die künstliche Assassine lächelte mich dankbar an. „Ich weiß...geh trotzdem....bitte.“ Ich blickte zur Haushaltsdroidin hinauf. „Helf ihr beim Einstöpseln!“ Ich stand auf und ging zur Tür. „Mach sie zu.“, sagte Aya erschöpft und ich schloss sie hinter mir. In der Zwischenzeit hatte sich die dickliche Frau bis fast an das Zimmer herangewagt. Jetzt sah sie mich mit einer Mischung aus Trotz und Unsicherheit an. „Was hat das alles zu bedeuten?! Was brechen sie so spät noch in meine Wohnung ein und schleppen mir so ein....ein Ding herein?!“ Ich pustete und zählte innerlich bis drei. Ganz ruhig Conrad! Die Alte war der Mühe nicht wert! „Dieses Ding....wie sie es nennen Gnädigste ist meine Partnerin und sie muss dringend aufgeladen werden. Sie steht kurz vor der Deaktivierung und da sind sie die Einzige in der Nähe dessen Energiequelle sie benutzen kann. Also bleiben sie ganz geschmeidig, dann wird ihnen auch nichts passieren!“ Die alte Frau schielte misstrauisch auf mein Gewehr, dass über meiner Schulter hing. Da ich aber keine Anstalten machte es zu benutzen, zuckte sie schließlich mit der Schulter und deutete in den Raum hinter sich. „Dort ist die Küche. Wenn sie etwas brauchen sollten, dann bedienen sie sich. Es wäre nur sehr nett von ihnen, wenn sie mir nicht alles weg fressen würden! Ich habe nur einen kleinen Bonus und kann mir deshalb nicht sehr viel leisten!“ Sie drehte sich herum und watschelte den Flur hinunter. „Ach ja, wenn sie mich brauchen sollten.....“ Sie zeigte auf eine andere Tür. “...dann finden sie mich hier! Ich bin auf meiner Liege und schaue Cyber-TV. Ich bin also...quasi nicht mehr hier! Nur mein Körper ist noch da und ich wären ihnen sehr dankbar, wenn sie sich während dieser Zeit nicht an ihm vergreifen würden!“

„Später können wir gerne noch einmal darüber reden, wenn sie ein Verlangen plagen sollte!“ Sie zwinkerte mir zu und verschwand im Zimmer. Kurze Zeit später hörte ich ihre Liege quietschen und schüttelte mich. Alleine die Vorstellung mit dieser dicken alten .............! Ich schüttelte mich erneut und schaute neugierig in die Küche hinein. In der Ecke stand ein mittelgroßer Thermoschrank. Wenn man mal die Haushaltsandroidin und diesen Schrank betrachtete, dann konnte ihr Bonus gar nicht mal so schlecht sein! Ich öffnete die Tür des Thermoschrankes und betrachtete enttäuscht dessen Inhalt. Andererseits.......ich könnte mich natürlich auch täuschen! Im Schrank herrschte gähnende Leere! Nur unterbrochen von kleinen Notrationen und Wasserflaschen. Ich entschied mich für ein Wasser, dass mit nährstoffreichen Zusätzen versehen war. Die Flasche trug zwar den Zusatz: Nur für Androiden, aber was für die gut war, konnte für einen Cyborg nicht schlecht sein! Mit der Flasche in der Hand lugte ich kurz in das Zimmer hinein, in dem die alte Frau auf der Liege lag. Sie hatte sich eine Cyber-TV-One-Brille aufgesetzt und war völlig weggetreten. Aus ihrem Mundwinkel tropfte bereits der Speichel. Angewidert drehte ich mich herum und ging zum Zimmer zurück, wo sich hoffentlich meine Partnerin gerade auflud. Ich hockte mich neben die Tür, stellte das Pulsegewehr zwischen meine Beine und trank ein wenig Wasser. Aus einer Beintasche nahm ich meinen letzen Konzentratriegel heraus und aß ihn. Ich würde Aya beschützen! Egal was durch diese Wohnungstür kommen würde! Ich ächzte und streckte meine Beine aus. Das würde jetzt eine Weile dauern, denn Aya lief, als ich sie hierher gebracht hatte, nur noch mit einem Hauch von Restenergie. Die komplette Aufladung würde so ungefähr 12 Stunden dauern, schätzte ich. Die genauen Zeiten verrieten die Techniker bei Shadow Tech nicht und auch Aya machte aus taktischen Gründen ein riesen Geheimnis daraus! Wie dem auch sei, es würde einige Zeit dauern und ich hatte kaum geschlafen. Ich gähnte und legte mein Gewehr auf meine Oberschenkel. Nur kurz die Augen zu machen. Ein wenig entspannen. Wer weiß, wann wir das nächste Mal dazu kamen zu verschnaufen? Ich nickte ein und schreckte irgendwann durch ein polterndes Geräusch hinter mir wieder auf. Wo war ich und vor allem, wie spät war es? Ich entspannte mich ein wenig, denn ich saß noch immer vor der Tür in der Wohnung dieser dicken Frau. Wie lange hatte ich geschlafen? Ich schaute auf meine Pulsaruhr. Verdamt....ich hatte über 11 Stunden lang geschlafen.

Das Poltern erklang erneut. Ich stellte mich stöhnend auf und pochte vorsichtig gegen die Tür. „Aya? Alles in Ordnung da drinnen?“ Keine Antwort! Ich wollte gerade die Tür aufmachen, als sie von Innen geöffnet wurde. Ich blickte in das unverschämt frische und strahlend aussehende Gesicht von meiner Partnerin. Sie grinste mich an. „Du siehst ganz schön Scheiße aus, Connie! Schlecht geschlafen?“ Da war sie wieder, die alte und vorlaute Androidin. Ich seufzte und deutete in das Zimmer hinein. „Vielen Dank, du alte Rostbeule! Was war da drinnen los?“ Die künstliche Assassine zog schnell die Tür hinter sich zu. „Ach nichts von Bedeutung! Können wir?“ Ich blickte sie noch für einen Moment misstrauisch an, dann nickte ich. „Ich muss nur noch einmal schnell.......!“ Aya schüttelte den Kopf und ihre Haarspitzen streiften mein Gesicht. „Männer! Hättest du nicht schon längst gehen können?!“ Ich winkte ab. „Ja, ja...du mich auch!“ Wenige Minuten später verließen wir die Wohnung der alten Frau. Sie lag noch immer sabbernd auf ihrer Liege, aber das konnte sich jederzeit ändern. Wir waren gerade aus der Haustür raus, als wir von Oben ihr Gekreische hörten. „Mein Gott, Sari! Was hat sie dir angetan? Hiilfee! Dieses Monster hat meine Androidin zerstückelt! So helft mir doch!“ Wir beschleunigten unsere Schritte und ich sah die künstliche Assassine ärgerlich an. „Was hast du nun schon wieder angestellt? Wir wollten uns doch so unauffällig, wie möglich verhalten!“ Aya grinste mich frech an. „Die kleine Schlampe hat dich gierig angesehen!“ Ich schlug mir mit der Hand gegen die Stirn. „Das war ein altes Modell, du doofe Nuss! Sie hatte noch gar keinen E-Chip implantiert! Folglich konnte sie mich auch gar nicht gierig anschauen!“ Die Androidin blickte mich trotzig an und schürzte ihre Lippe. „Trotzdem....sie hätte uns verraten können!“ Sie tippte sich gegen den Kopf. „Auch diese Modelle verfügen über Speicherbänke! Schon vergessen?“ Sie machte eine kurze Pause und kickte eine Dose weg, die auf dem Weg lag. „Und sie hat dich doch gierig angeguckt!“ Ich schüttelte den Kopf und wir legten noch einen Zahn zu. „Du bist bekloppt! Weißt du das?“ Aya grinste nur und zupfte sich eine Strähne aus dem Gesicht.

„Ach ja...wenn wir schon beim Austausch von Nettigkeiten sind! Vielen Dank für den kleinen Proteinschub.“ Ich blieb stehen und schaute sie irritiert an. „Was?“ Sie seufzte. „Schon vergessen? Die schnelle Nummer im Keller? Deine Ejakulation?“ Ich grinste. „Doch...daran kann ich mich noch sehr gut erinnern! Aber was hat das jetzt.....?“ Sie klopfte mir auf die Schulter. „Dein Sperma hat mich gestern vor der endgültigen Deaktivierung bewahrt! Das ist doch klasse, oder? Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist! Habe darüber keinerlei Angaben in der Readme-Datei gefunden. Jetzt habe ich aber eine zusätzliche Energiequelle! Nicht sehr ergiebig, aber als Notfallreserve durchaus brauchbar! Könntest du eigentlich mehr davon.....?“ Ich stieß sie an. „Du bist ein blödes Miststück, Aya!“ Sie blickte mich nur unschuldig an. „Was ist denn nun schon wieder?“ Ich winkte ab. „Vergiss es! Was wolltest du mir eigentlich gestern noch sagen? Du bist leider nicht mehr dazu gekommen es auszusprechen.“ Die künstliche Frau zuckte nur mit der Schulter. „Keine Ahnung. Wahrscheinlich waren das Reste aus dem Speicher! Völlig belanglos. Kannst du getrost vergessen!“ Ich blickte sie ein wenig enttäuscht an. „Und die Tränen?“ „Eine Fehlfunktion!“, behauptete sie. „Na wenn das so ist!“ Ich ließ sie stehen und lief wieder los. „Verdammte Androidin mit Emo-Chip.“, murmelte ich. „Und ausgerechnet in so eine musste ich mich verlieben. Ich bin ganz schön blöd.“ Jetzt erst bemerkte ich, dass mir Aya nicht gefolgt war. Ich drehte mich zu ihr um. Sie hatte die Arme in die Hüfte gestemmt und sah mich irritiert an. „Was hast du eben gesagt?“ Ich stellte mich stur. „Keine Ahnung! Habe ich schon wieder vergessen!“ Die Assassine stöhnte. „Du solltest dir unbedingt einen Speicherchip zulegen, Connie! Dann könntest du dich an alles erinnern, was du jemals gesagt hast!“ „Vielleicht will ich das ja gar nicht!“, antwortete ich trotzig. Sie wechselte das Thema. „War das ernst gemeint?“ „Was?“ Meine Partnerin stöhnte. „Das du dich in mich verliebt hast!“ Ich zuckte mit der Schulter. „Sorry! War wohl nur ein kleines Memoryleck! Kannst du getrost vergessen!“

Ein Fenster wurde geöffnet und ich schielte kurz in diese Richtung. Nur einen Wimpernschlag später schaute ich wieder zurück und musste feststellen, dass die Androidin verschwunden war. Verdammt....wo war sie jetzt hin? Plötzlich tippte mich Jemand von hinten auf die Schulter und ich drehte mich langsam um. Aya hatte blitzschnell die Position gewechselt und stand nun ganz dicht vor mir. Sie lächelte mich an. „Was das ernst gemeint, Conrad?“, fragte sie leise und ihre hellen blauen Augen durchbohrten mich. „Ich denke schon.“, erwiderte ich kurz angebunden. Ich wollte darüber nicht mehr reden! Sie zog meinen Kopf zu sich heran und küsste mich. „Wofür war der denn jetzt?“ „Dafür, dass du mich gerettet hast.“, antwortete sie ein wenig scheu, dann küsste sie mich erneut. „Wofür war......?“ Aya hielt mir ihren Finger vor den Mund. „Weil du immer für mich da bist und mich beschützt.“ Ich grinste verlegen. „Ich glaube, du kannst ganz gut auf dich alleine aufpassen.“ „Du weißt, was ich meine.“, flüsterte sie. „Das weiß ich.“, entgegnete ich ebenso leise und eine heiße Woge durchpflügte meinen ganzen Körper. Die Gynoidin kam ganz dich an mich heran. „Du wirst mir ein wenig helfen müssen.“ „Wobei?“ Unsere Gesichter berührten sich fast. „Bei diesen......Liebesdingen.“ Ich sah sie erstaunt an. „Jetzt sag bloß nicht, dass du dich auch......!“ Sie legte wieder ihren Finger auf meinen Mund. „Halt die Klappe, Connie! Und küss mich endlich!“ Ich nahm ihren Kopf zwischen meine Hände. Unsere Lippen berührten sich, dann küsste ich sie. Es fühlte sich vertraut und doch fremdartig an! Plötzlich hörte ich ein Geräusch, dass ich nur all zu gut kannte, weil ich es schon Hunderte Male gehört hatte! „Nein...nicht jetzt!“, fluchte ich in Gedanken und stieß Aya hart von mir fort. „Hey! Was soll das, du Blödmann?!“ „Lauf!“, brüllte ich ihr zu. Dann regneten auch schon diese kleinen runden EMP-Bälle auf uns herab. Aya blickte mich noch für einen kurzen Moment zögernd an. „Lauf.“, flehte ich sie an. Sie drehte sich um und rannte davon. Ich hoffte, dass diese kleinen fiesen Dinger sie nicht erwischen würden! Ich hatte da weniger Glück. Gleich zwei von diesen Kugel heftete sich an meinen Rücken und aktivierten ihre Funktion. Es knisterte, als sie sich aufluden.

Dann schossen auch schon kleine Blitze über meinen Körper und legten als Erstes meine kybernetischen Gliedmaßen lahm. Wie vom Blitz getroffen fiel ich zu Boden und blieb auf dem Bauch liegen. Stiefel erschienen in meinem beschränkten Sichtfeld. „Da war es nur noch Eine! Keine Sorge, Conrad! Deine kleine Freundin bekommen wir auch noch! Ist nur eine Frage der Zeit! Ich wusste gar nicht, dass du schon so weit gesunken bist! Lässt dich von einer Androidin abschlecken! Das ist echt pervers, mein Freund!“ Ich hatte die Stimme längst erkannt und spie aus. „Du kannst mich mal, Sinister!“ „Aber, aber Conrad! Begrüßt man so einen alten Freund?“ Ich lachte krächzend. „Ein schöner Freund bist du! Ihr werdet Aya niemals bekommen!“ Die Stiefel drehten sich um und verließen mein Sichtfeld. „Wir werden sehen, Conrad! Wir werden sehen!“ Blitze zucken erneut über meinen Körper, dann wurde es dunkel!

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Osterhaserl 19. May 2017

Ahh,
zwei kleine Zwischenkapitel. Ich mag Wattan immer noch sehr. Er ist einfach so knuffig mit seinem Unverständnis für menschliches Verhalten.

Hab ich das richtig verstanden, Aya hat ihre Transformatoren mit Absicht abgestöpselt? Oder war das doch der Unfall? Wenns der Unfall war... okay!
Wenn sie sich mit Absicht in dieser Situation abgestöpselt hat, sind wir mal wieder bei: "Liebe macht blöd!"

Tanis Verhalten irritiert mich auch. Seit wann ist die so nett? Hat Thomas etwas auf sie abgefärbt? :D
Die, die mir in dieser Runde am meisten Leid tut, ist immer noch Pia. Sie freut sich so, Thomas wieder zu sehen (da kann man nur jubeln, wen interessiert da irgendein Angreifer!), aber es stellt in ihrem Leben sicher besonders vieles auf den Kopf, dass sie ein biologisches Gehirn hat :(

CarlosLechuza 23. May 2017
*Flügelrauschen...Ast knacken* *Ächz* Hallo Haserl, jetzt bin ich wieder da. Musste in meinem Revier mal nach dem Rechten sehen. Ich kann doch nicht zulassen, dass sich die Konkurrenz in meinem Gebiet nieder lässt! Wenn man Wattan einmal aus der Nähe gesehen hat, dann kann man kaum glauben, wie unsicher er doch im Umgang mit Menschen ist. Man muss ihm allerdings auch zugute halten, dass er bis jetzt auch nicht großartig mit Menschen umgehen musste. Zumindest nicht so. ;-) Aya hat mit voller Absicht die Transformatoren von der Stromversorgung gekappt. Vielleicht mach Liebe wirklich blöd (zumindest in der Anfangszeit :-D) Und vielleicht war es wirklich ein wenig Leichtsinnig das in dieser Situation zu tun, aber immerhin darfst Du auch nicht vergessen, dass eine künstliche Assassine selbst im „Tarnmodus“ nicht zu unterschätzen ist. Das Einzige, auf das sie in diesem „Modus“ wirklich aufpassen muss, sich keine Schusslöcher einzufangen. Denn die können durch die defekten Transformatoren nicht mehr repariert werden. Ansonsten ist sie, wenn man einmal von ihren Armklingen absieht, so gefährlich wie eh und je. Ob Thomas positiv auf Tani abfärbt, weiß ich nicht so genau. Immerhin kennen sie sich auch seit kurzem. Aber wer weiß schon, was in so einem „pubertierenden“ Gehirn so alles vor sich geht?! ;-) Eine biologische Gehirnhälfte habe ja alle Androiden, die auf der Flucht sind. Bei Pia oder besser gesagt allen Vergnügungsmodellen kommt aber sicherlich erschwerend hinzu, dass ihre Programmierung von vornherein auf mehr soziale Interaktion mit Menschen ausgelegt ist. Das kann u.U. in der jetzigen Situation Fluch und Sehen zugleich sein. Vielen Dank für Deinen Kommentar!
Osterhaserl 06. May 2017

*ein Tränchen vom Lachen aus dem Augenwinkel streich*

Ach ja, die ersten Emotionen und gleich endet es in einem Zickenkrieg. Der arme Conrad ist wirklich nicht darum zu beneiden, die gesamte Teenagerphase der Androiden in wenigen Tagen ertragen zu müssen.
Gut, dass du Una gerettet hast, ihre Unverständigkeit ist einfach zum Schießen! Aus irgendwelchen Gründen erinnert sie mich an Sheldon Cooper von Big Bang Theory.

Ein großes Lob übrigens an deine Rechtschreibung und Grammatik. Diese sind beide sehr viel besser geworden, was einem beim lesen wirklich Freude bereitet :)

CarlosLechuza 07. May 2017
Das Una mal zu Sheldon Cooper mutieren würde, hatte ich sooo nicht vorausgesehen! ;-) Aber die "defekten" Androiden reagieren z. Zt. wirklich ziemlich irrationell. Aber wenn man es mal genauer betrachtet: Ein hochspezialisiertes Gehirn trifft auf auf einen ganzen Haufen irritierender und vielleicht manchmal auch auf völlig zweckloser Emotionen! Dabei kann schon mal ein Sheldon ....oha...ich hoffe doch nicht, dass sich daraus eines Tages mal eine völlig geistesgestörte Persönlichkeit entwickeln könnte?! Wenn ich da so an Freya denke. :-D Vielen Dank für das große Lob! *Blush* Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich in diesem Bereich noch steigern könnte! *YES* Es freut mich, dass ich Dir beim Lesen Freude bereiten kann! :-) Vielen Dank für Deinen Kommentar! LG die alte Schleiereule
Osterhaserl 19. Mar 2017

Erst einmal: JIIIHHAAAA! Was für ein geniales, neues Coverbild! Das finde ich wirklich grandios.

Dein neues Kapitel stimmt mich traurig. Ich mochte Nishin *schmoll* Seine Ernsthaftigkeit gepaart mit seiner Einsatzbereitschaft waren mir tief sympathisch. Man killt niemanden, der einem sympathisch ist. *grummel*

Auch das Ende kam unerwartet schnell und heftig. Ich hatte ja erwartet, Conrad wäre einfach nur mehrmals tollpatschig gewesen. Dass all diese Schäden bei einem einzigen Unfall passiert sind, ist irgendwie unfair.
Ich bin gespannt, wie er Sinister das heimzahlen wird.

CarlosLechuza 19. Mar 2017
Tja...wie gewonnen, so zerronnen! Die Freude währte nur kurz! Wie Du siehst, ist alles wieder beim Alten! Soo...ganz zufrieden bin ich mit diesem Kapitel noch nicht. Zumindest was das letzte Drittel betrifft. Vielleicht werde ich noch ein paar kleine Änderungen vornehmen. Die anderen Charaktere werden, denke ich, zwar trotzdem "verschwunden" bleiben, aber vielleicht lasse ich es offen, ob sie noch am Leben oder wirklich Tod sind? Ab und zu muss ich auch ein paar "symphatische" Figuren über die Klinge springen lassen. Ein paar Kapitel zuvor hatte ich ja schon Una vor dem gleichen Schicksal verschont. Tja...das abrupte Ende...sogen wirs mal so: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Ich hätte die Rückblende noch weiter in die Länge schieben können, aber ich wollte es an dieser Stelle lieber „kurz und schmerzlos“ über die Bühne bringen. In CALL OF DUTY - BLACK OPS 3 gab es zu Anfang auch eine Szene, in der ein Soldat von einem Roboter...sagen wir mal...ziemlich verletzt wurde. Und genau so ein ähnliches Szenario schwebte mir für Conrad auch vor. Er sollte durch diese eine fehlgeschlagene Mission zum Cyborg werden. Vielen Dank für Deinen Kommentar!