Gedichte.

10.02.17 21:13
Hier ist eine kleine Sammlung meiner selbstgeschriebenen Gedichte, aus meinen schweren Zeiten.
Trauriges (Poesie) Drama P18 Tragödie/Leid In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Warum?

Wann wird die Sonne wieder scheinen?
Wann das Glück dich erreichen?
Wann die Hoffnung auferstehen?
Wann das Leben beginnen?
Siehst du noch Licht?
Hast du noch Kraft?
Wir können dich nicht mehr erreichen.

Warum?
Warum konnten wir dich nicht halten?
Warum hast du dich von uns entfernt?
Warum haben wir dich im Stich gelassen?
Warum haben wir nie "Danke" gesagt?
Warum haben wir nie dein falsches Lachen gehört?

Nie deine falsche Freude?
Nie den unglücklichen Blick?
Nie den enttäuschten Blick gesehen?

Warum?
Warum hast du nie geklagt?
Hast du je geklagt?
Haben wir das nie gehört?
Waren wir egoistisch?
Warum?
Warum haben wir nicht auf dich geachtet?

Du warst so stark wie ein Bär.
So stolz wie ein Pfau.
So tapfer wie ein Soldat.
Du wolltest Soldat werden.
Du hast von ihnen geredet.
Wie von Göttern.
Starke Götter.
Wie andere von Hercules.

Du hast nie Fußballer als Helden bezeichnet.
Soldaten, Feuerwehrmänner und Polizisten waren deine Helden.
Du hast zu ihnen aufgesehen.
Wolltest jedem danken.
Für das, was sie täglich tun.
Ein Foto mit ihnen.
Ein Foto mit Polizisten.
Nicht mit VIPs.

Du warst anders.
Anders als alle anderen.
Es hat dich nicht gestört.
Wie die Leute dich ansahen.
Was sie dachten.
Hat es dich je verletzt?
Sicherlich manchmal.
Hast du jemals deshalb geweint?
Nein, du hast dich lustig gemacht.
Sie hatten Angst.
Vor dir.

Den Soldaten der so stark, stolz und tapfer durch's Land zog.
Das Land, welches nicht deine Heimat war.
Du wolltest für das Land kämpfen, dass du liebst.
Du konntest nicht.
Du durftest nicht.
Bis du keine Kraft mehr hattest!
Hast du dich je gefragt, wie wir uns fühlen?
Ja, jeden Tag.
Hast du dich je gefragt, wie wir und fühlen werden, wenn du nicht mehr bist?
Ja, immer wieder.
Du hast immer an andere gedacht.
Nie an dich.
Du gabst uns alle Kraft.
Hattest aber selbst keine.

Warum?
Ich verstehe es nicht.
Ich kann es nicht verstehen.
Ich will es nicht verstehen.
Du bist gegangen.
Bist doch da.
Doch nicht mehr wie früher.
Glücklich.
Unbefangen.
Warum?
Du fehlst mir.
Du fehlst uns.

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