Heißkalt [Loki Fanfiktion]

09.05.17 19:09
Da ist Loki, ein verschwenderischer Prinz mit großen Plänen... und Skadi, eine Prinzessin, die weiß, was sie will - zumindest glaubt sie das. Sie sind sehr verschieden, doch verstehen sich besser als die meisten Anderen. Jedoch vergeht eine Weile, bis beide sich dessen bewusst werden..
The Avengers Romanze P12 Fantasy In Arbeit
Bemerkung des Authors: An dieser Stelle möchte ich ankündigen, dass ich ab diesem Kapitel sehr von der eigentlichen Mythologie abweichen werde. Lest und genießt.. Lis

Wunschtraum

Loki stand in einer Reihe mit seinen anderen göttlichen Artgenossen. Vor ihnen befand sich ein riesiges Laken, das sie komplett verhüllte und nur die Füße zur Schau stellte.

Er grinste wie ein kleines Kind, denn er amüsierte sich prächtig.

Der Prinz wusste, dass Skadi auf der anderen Seite auf und ab lief. Zuerst war sie ruhig gewesen, doch jetzt wurde sie immer nervöser. Er hörte es an ihren Schritten, war sich aber sicher, dass er der einzige war, dem die kaum merkliche Erhöhung der Geschwindigkeit auffiel.

Die anderen waren für eine solch feine Kunst der Wahrnehmung zu plump und ungehobelt.

Sie blieb vor Njörd stehen, dem Gott des Meeres. Loki begann leise vor sich hin zu kichern. Thor wackelte mit den Augenbrauen und grinste, als die Blicke der Brüder sich kreuzten, die nebeneinander standen.

,,Ich wähle ihn!'', gab Skadi selbstbewusst bekannt. Das Laken wurde heruntergelassen.

Loki und Thor hielten sich gegenseitig fest, als sie das Gesicht der Prinzessin sahen. Ihr Lachen hallte durch die gesamte Halle und noch weiter, bevor sie sich taumelnd in den Garten begaben.

,,Sie war nicht sehr zufrieden mit ihrer Wahl.'', stellte Loki fest, als er sein Lachen unter Kontrolle bekam. Thor begann bei dem Gedanken wieder zu kichern. Und das brachte seinen Bruder wieder zum Kichern, weil der Anblick eines kichernden Kriegers einfach zu außergewöhnlich war.

Das war einer der seltenen Momente in denen die Brüder sich sehr gut verstanden.

Sie hatten recht gehabt mit ihrer Beobachtung, dass Skadi jemanden anderen erwartet hatte.

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Ich stand am Altar.

Meine Antipathie dem Bräutigam gegenüber war greifbar. Doch ich musste...

... ich musste ihn heiraten.

Ich hatte viel vor und ich musste den Göttern zeigen, dass ich nicht so einfach aufgab, schließlich hatten sie meinen Vater ermordet. Irgendwann würde ich mich rächen, doch dafür musste ich sie täuschen. Ich musste dazugehören.

Doch ich gehörte nicht richtig und nicht dauerhaft dazu, wenn ich ihn nicht heiratete.

Es war die einzige Option.

Der Saal war bis zum Anschlag voll, eine Flucht war also unmöglich. Ich würde ihn und auch mich lächerlich machen.

Und doch hoffte ich. Ich hoffte auf den Helden, der kam, um mich zu retten.

,,Skadi Thiazidöttir, wünscht du den hier anwesenden Njörd, Gott des Windes und des Meeres, zu heiraten, ihn zu preisen und-'' Ich schaltete ab.

Njörd, wenn ich den Namen schon hörte. Ekel ergriff mich. Er roch nach Salz und Fisch.

Da fiel mir ein... ,,Verehrte Frigg, haben wir nicht vergessen zu fragen, ob jemand gegen diese Heirat ist?'' Die Frau stockte und sah mich einen Moment lang an. Nein, sie hatte es nicht vergessen, sie hatte es absichtlich umgangen, schließlich war diese Heirat eine ,Besänftigung' meiner Wut, richtig? Dann lächelte sie aber, immerhin war sie auch nur eine Frau.

Sie erhob ihre Stimme. ,,Ist einer der hier anwesenden gegen die Heirat von Skadi und Njörd, so möge er jetzt vortreten, oder für immer schweigen.''

Ich hielt die Luft an.

Stille.

Dann hörte ich es.

Gemurmel. Schritte. Präzise Schritte. Oh ihr Götter. Oh ihr Götter. Ohihrgötter.

,,Ich hab mich schon gefragt, wann du endlich fragst, Mutter.'', ertönte eine Stimme hinter mir. Eine tiefe, männliche Stimme, die ich sehr gut kannte. Das Grinsen, das sich auf mein Gesicht schlich, konnte ich nicht verhindern.

Noch hatte ich mich nicht umgedreht, hatte ihn nicht angesehen, doch ich wusste, wie er dastand.

Schwarze, längere, zurückgekämmte Haare, enge, sexy Lederhose und eine grüne Tunika und ein selbstgefälliges Lächeln auf den Lippen.

Ich setzte ein ernstes Gesicht auf, doch ich wusste, dass mein Mund zuckte.

Oh. Hatte ich schon seine Augen erwähnt? Sie waren dunkelgrün.

Mein Herz überschlug sich.

Dann erwachte ich.

Ich sah mich in meinem Zimmer um, doch ich war alleine. Es war alles nur ein Traum gewesen...

Dem Prinzen war alles so ziemlich egal. Ich diente ihm als Unterhaltung.. Auf meiner Hochzeit am nächsten Tag wäre er mit Sicherheit nicht mein Retter.

Mit einem Seufzer ließ ich mich zurück in die Felle sinken.

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blue-rider 06. Mar 2017

Hallo,

Ratings sind Pflichtangaben. Bitte achte darauf, dass bei allen deinen Geschichten ein korrektes Rating angegeben ist, andernfalls werden deine Texte gesperrt, oder - falls der Autor lange nicht mehr anwesend war - gelöscht. Eine Hilfe fürs richtige Rating findest du hier: http://www.myfanfiction.net/de/t/9041/myfanfiction_intern/alterskennzeichnungen_auf_myfanfictionnet.welche_kennzeichnungen_stehen_zur_auswahl.650228.html

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Danke,
dein myff-Team

sarita 07. Mar 2017
Das änder ich sofort! Vielen Dank