Das Hier und Jetzt

vor 2 Mon.
Schon lange lebten die Magier in der Burg des Vergessens. Der Name spiegelt gut wieder was sie eigentlich darstellt. Jeder der dort war, lebte und starb dort, seine Familie würde man nie wider sehen. Was ein trauriger Gedanke war. Doch was passiert wenn eben jene Mauer die man um die gebaut hat vor denen man sich am meisten fürchtet einbricht.
Fantasy - klassisch Humor P16 Fantasy In Arbeit

Abschied ohne Widersehen

Abschied ohne Wiedersehen

Als Trey seine goldene Augen öffnete, sah er sich erst verschlafen in dem Raum um und dann blieb sein Blick am Fenster hängen.
Es war zwar noch dunkel draußen, doch fragte sich noch wie lange noch.
Er stieg aus dem Bett und trat an den Balkon um die Sterne zu beobachten. Trey mochte die Aussicht von dem Balkon aus, man konnte die ganze Stadt überblicken. Dann, so schnell wie es ihm möglich war, zog sich der Junge an und schlich aus dem großen Schloss heraus.
Etwas außerhalb von Lumine lag eine wunderschöne Blumenwiese und genau zu der trieb es den Jungen.
Der 11 Jährige kam öfters her, wenn er nicht mehr schlafen konnte, es war eine nette Abwechslung zu den Mauern des Schlosses.
Trey setzte sich ins Gras und schaute dem Himmle dabei zu wie es immer heller wurde und die Sterne nach und nach verschwanden. Als Trey schritte vernahm stand er auch schon auf, um nachzusehen wer sich ihm da näherte.
Es kamen nur wenige Menschen hier her.
Er sah einen Jungen mit brünettem Haar.
„Oh, wie es scheint bin ich nicht der einzige der hier gern ist." der andere lächelte ihn offen an.
„Scheint so......aber ich wollte sowieso gerade gehen!“ etwas schüchtern sah er seinen gegenüber an und machte Anstalt die Wiese zu verlassen.
„Häää? Aber warum denn, zu zweit macht es doch mehr Spaß.“ setzte der Junge an.
Trey war sich unschlüssig was er machen sollte. Gehen oder bleiben? Da erklang die Stimme des anderen wieder.
„Ich bin Alec und erst vor Zwei Tagen mit meinem Vater hier in der Stadt angekommen.“ stellte er sich einmal vor, verbeugte sich höflich und sah dann lächelnd in die goldenen Augen von Trey.
Trey sah den Junge noch eine weile in die Augen denn er hatte noch nie solche schöne strahlend blauen Augen gesehen. Sie Erinnerte ihn irgendwie an den Nachthimmel.
Der Junge – Alec - war etwas größer als er selbst also schätzt er ihn im gleichen Alter ein.
„Ich bin Trey, freut mich ebenfalls." etwas schüchtern stellte er sich nun auch vor.
Es herrschte eine kurze Stille zwischen den Beiden.
Keiner wusste was er sagen sollte.
„Darf ich fragen woher du kommst?" wieder etwas schüchtern sah Trey auf den Boden.
„Da mein Vater ein reisender Schmied ist komme ich von hier und da." erklärte der Junge.
„Das klingt aufregend, also bist du schon sicher viel herumgekommen?" nun fingen die Augen des Jungen an zu leuchten.
„Ja ein wenig. Also ich bin in Kana geboren.......“
Die Hemmschwelle war wie verschwunden und die beiden Jungen unterhielt sich wie zwei alte Freunde.
„Es war wirklich lustig mit dir Alec, aber ich muss jetzt los.“ Trey erhob sich von seinem Platz.
„Wa~s schon? Schade.“ nun stand auch Alec auf und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Wie wär´s wenn wir uns ab sofort hier jeden Abend treffen?“
Trey schaute seinen gegenüber überrascht an, nickte dann aber hastig.
„Okay dann ist es ein Versprechen.“ er hielt dem andern seinen kleinen Finger hin.
Nun schaute Trey etwas verwirrten auf den Finger. „Was soll das jetzt?“
„Sag bloß du kennst das nicht?“
„Nein.“ der Junge schüttelte mit dem Kopf.
Alec fing an zu lachen, schnappte sich einfach den kleine Finger des anderen und verschränkt sie ineinander.
„Wenn man ausdrücken möchte, dass es sich nicht nur um ein Versprechen handelt, sondern dass es ein richtig ernsthaftes Versprechen ist, das man auf jeden Fall einzuhalten gedenkt, gibt man sich den kleinen Finger!“ erklärte er lächelnd.
„Hahahaha das hab ich ja noch nie gehört.“ Trey lachte und schüttelte leicht seine Hand.
„Okay dann ist es also Versprochen.“
„Sicher!“
Die beiden nickten sich noch mal zu ehe sie getrennte Wege gingen.
Er musste sich beeilen wenn er nicht erwischt werden wollte. Sein Vater mochte es nicht wenn er immer heimlich raus schlich.
Trey bog gerade in den Gang wo er sein Gemach finden würde und rannt dann in jemanden hinein. Er landete auf seinen vier Buchstaben. Sein Gegenüber war ebenfalls gefallen und fing an zu lachen als er sich aufrichtete und Trey die Hand hin hielt.
„Alles Okay bei dir?“
Als Trey das Gesicht sah hellte sich seine Mine wider auf.
„Adrian!“ und schon fiel er dem andern um den Hals und warf sie so wieder zu Boden.
„Ich deute das mal als Ja.“ Adrian lacht immer noch.
„Hahaha ja alles okay.“
„Gut ich könnte es mir nie verzeihen wenn meinem kleinen Bruder etwas zustoßen würde.“ er wuschelte durch das blonde Haar und er hob sich wieder.
„Hey ich bin kein Kind mehr. Ich bin schon 11 Jahre alt!“
„Du hast Recht.Verzeiht mein Prinz!“ Adrian wuschelte im vorbeigehen durch das Haar und Trey machte sich wieder auf den Weg in sein Gemach.
Wenige Stunden später saß Trey im Unterricht von Albert.
Doch Trey hört ihm nur mit halben Ohr zu. Seine Gedanken waren immer bei dem Schmieds Jungen.
Was würde er nicht dafür geben um so ein Leben zu führen.
„Und so entstand das Reich Lumine in dem nun Eure Familie schon seit 100 Jahren Regiert. Auf dem Familienwappen ist ein goldener Drache abgebildet. Habt Ihr dazu fragen junger Prinz?"
„Nein eigentlich nicht." immer noch desinteressiert sah er raus auf den Hof wo sein Bruder von einem Ritter gerade Schwert Unterricht bekam.
„In Ordnung dann fahren wir fort. Neben dem Königshaus gibt es auch noch die Gründer Familien da währen einmal die..........."
Und so zog sich der Unterricht mal wieder so dahin. Zu behaupten es würde Spaß machen wäre gelogen ,doch leider konnte er sich dem nicht entziehen das hatte er schon mehrere male versucht, Erfolgslos.
Als die Nacht einbrach beendete Albert denn Unterricht. Etwas müde kehrte Trey zurück in seine Gemächer. Er wartete bis alle schliefen und schlich sich dann wider aus dem Schloss. Der blonde junge machte sich auf dem Weg zu der Blumenwiese.
Er kannte Alec zwar erst einen Tag aber er wusste das der andere da sein würde.
Als er dort ankam sah er das dort bereits jemand war ,als er näher heran ging erkannte er die Person.
„Hallo Alec.“
„Trey, da bist du ja.“
Trey ließ sich neben dem jungen nieder.
„Jup. Wie versprochen.“
„Aber sag mal Alec? Was passiert wenn man sich nicht dran hält?“ fragte Trey neugierig
„Kommt es zum Versprechens Bruch, wird der Geist von Alfred fuchsteufelswild und würde denjenigen, der dieses Versprechen bricht, bis ans Ende der Welt jagen. Damit dieser das Versprechen entweder doch noch hält oder sich wenigstens entschuldigt!“ erklärte Alec
„Oh, da schauert´s mir aber. Und wer ist dieser Alfred?“
„Der Mann war der erste bei dem dieser Schwur gebrochen wurde und nie eingehalten wurde. Man erzählt sich das er nun an jene Rache schwört die sich nicht dran halten!“ Alec war aufgestanden und hatte seine Stimme tiefer gestellt.
„Okay ich frag am besten nicht weiter.“ Trey hatte am ganzen Körper Gänsehaut.
„Wenn du willst. Dabei hab ich noch viele solcher Geschichten.“
Und so saßen die beiden wieder die halbe Nacht zusammen und gingen kurz vor Morgengrauen zurück.
Müde und gleichzeitig Glücklich fielen sie in ihre Betten, mit dem Versprechen sich wieder zu treffen.
Die beiden Jungs trafen sich nun regelmäßig an der Blumenwiese. Es waren bereits zwei Wochen vergangen.
Seelenruhig vor sich hin schlafend wurde der Prinz von einer Zofe geweckt.
„Was..“ verschlafen rieb er sich die goldenen Augen
„Ich soll euch Wecken.“ wiederholte sie lächelnd
„Oh...okay...danke.“ jedes Wort ging in einem Gähnen unter.
„Ihr sollte euch fertig machen euer Unterricht beginnt bald!“ sie verbeugte sich einmal und verließ anschließend das Zimmer.
„Ja, Unterricht, genau das worauf ich mich freue.“
Trey zog sich an und begab sich zu Albert.
„Ich hab schon auf Euch gewartet junger Prinz." Albert empfing den Prinzen freundlich und begann mit seinem Unterricht.
Dieses mal ging der Unterricht nicht so lang und am späten Nachmittag durfte Trey sich entfernen. Also verließ er das Schloss und begab sich auf den Markt. Er blickte sich etwas umher bis er fand wen er suchte.
„Hey Alec!“
„Trey, welch freudige Überraschung.“
„Ich konnte heute früher gehen und dachte ich sag mal Hallo.“
„Oh, wer ist das?“ ein Mann kam heraus und sah sich den Jungen an.
„Hallo ich bin Trey, freute mich.“ höflich wie er war, verbeugte er sich vor dem fremden Mann.
„Das freut mich auch, ich bin Lorenz.“
„Dad, darf ich heute auch etwas früher gehen?“ Alec sah mit Hundeaugen zu seinem Vater auf.
Dieser lächelte
„Aber selbstverständlich. Geh ruhig.“
„Danke Papa!“
„Vielen Danke Mister Lorenz.“ Trey verbeugte sich erneut.
Die beiden verschwanden lachend in der Menschenmenge.
Alec war nun schon zwei Wochen hier und hatte immer noch nicht alles gesehen, also führte Trey ihn ein wenig herum.
Am Abend saßen die beiden wieder an ihrer Lieblingsstelle und ließen sich erschöpft ins Gras fallen.
„Phu ich wusste nicht das die Stadt so groß ist.“
„Lumine ist die Hauptstadt im Reich des Lichts und einer der größten Städte!“ erklärte Trey ihm.
„Keine Entschuldigung so groß zu sein!“
Die beiden vielen in ausgelassenes lachen.
„Hey ähm..Alec.“ fing Trey dann schüchtern an.
„Hm? Was ist denn Trey?“ verwundert legte Alec den Kopf schief.
„Ich mag dich und....na ja wollte gern dein Freund sein..."
„Haha ich dachte das wären wir längst!“
„Wirklich? Da bin ich aber erleichtert.“
„Du bist manchmal echt merkwürdig weißt du das?“
„Oh, entschuldigte.“
„Du musst dich nicht entschuldigen, das war ein Kompliment. Ich mag das an dir!“ Da war es wieder, dieses leuchten in den blauen Augen das Trey immer an den Nachthimmel erinnert. Nun strahlte auch Trey.
„Danke!“
„Ja, Danke.“
Die beiden sahen sich an und fingen an zu lachen.
Zwischen dem ganzen lachen und Reden haben sie die Zeit vergessen und nicht mitbekommen wie bereits die Sonne aufging.
„Prinz Trey!"
„Oh, Oh." murmelte der Prinz.
„Ihr könnt doch nicht einfach Raus schleichen. Ihr hab das ganze Schloss in Aufruhr gebracht mit Euren verschwinden."
„Verzeihung."
„Kommt ich bring Euch zurück." mit diesen Worten schob ihn der Ritter etwas vor sich her.
Trey schaute noch einmal zurück und traf den verwirrten Blick von Alec.
Wieder im Schloss hörte man die laute Stimme vom König.
„Was hast du dir dabei gedacht einfach so das Schloss zu verlassen?! Weißt du eigentlich was ich mir für sorgen gemacht habe?!"
„Verzeiht Vater." Trey senkte den Kopf demütig.
„Das ist ja nicht das erste mal das das vor kommt! Du weißt ganz genau das ich so was nicht dulde!"
„Ich weiß Vater."
„Wenn du es weißt warum tust du so etwas dann?! Ich mach mir doch nur Sorgen um dich!" zum Ende hin wurde die Stimme immer leiser.
Jedoch hörte Trey jedes Wort.
„Du kannst nun gehen."
Der junge verbeugte sich noch kurz, ehe er den Thronsaal verließ.
Im Flur traf er seinen Bruder.
„Da hat jemand eine Standpauke bekommen.“ lächelte er seinen kleinen Bruder an.
„Du hast das also mitbekommen?“ etwas demütig sah er nach unten auf den Boden.
„Ja, so wie er geschriene hat. Aber mach dir nicht so einen Kopf nach zwei bis drei Tagen hat er sich wieder.“
„Na ja er war wirklich sauer.“ immer noch den Blick auf den Boden gesenkt.
„Vertrau mir, er meint es nicht so. Es schien mir so als würdest du in letzter Zeit mehr lachen als früher. Das hat nicht zu fällig damit zu tun?“
Nun schaute Trey wieder auf und ein breites lächeln stahl sich auf sein Gesicht.
„Wer weiß.“
„Das ist mein keiner Bruder!“ Adrian lächelt ihn noch mal an. „Ich muss auch los sonst komme ich noch zu spät zum Schwert Unterricht. Ein Ärger reicht ihm heute.“
„Hey!“
Im vorbeigehen wuschelte er ihm wie immer, wenn er an Trey vorbei lief durchs Haar. Trey lächelte und hob die Hände an seinen Kopf. Es war so selbstverständlich geworden und er fragte sich ob Adrian es eher unbewusst macht.
Er hatte ihn auch schon mal gefragt warum er das immer tun würde. Adrian lächelte leicht und wuschelte ihm wieder durchs Haar und meinte nur er würde es ihm sagen wenn er älter war.
Auch das verstand der junge Prinz nicht so recht beließ es aber dabei.
Da Trey heute keinen Unterricht hatte, Alec seinem Vater aushelfen musste, und Trey zudem nicht wusste wie er sich jetzt dem Jungen gegenüber verhalten sollte, beschloss er den Gelehrten in Lumine einen Besuch abzustatten.
Der junge war schon immer gern dort und es störte auch keinen wenn sich der Prinz bei ihnen aufhielt und eifrig mitarbeitet.
Gelehrte bezeichnet die Ausübung Wissenschaftlicher Tätigkeiten, sie waren es die den Menschen die Fortschritte ermöglichten. Auch waren sie die Bewahrer des Wissen und schrieben die dicksten und historistischen Bücher, der Bibliotheken.
Dort angekommen wurde Trey auch schon freundlich in Empfang genommen.
Doch heute war er nicht sonderlich bei der Sache, seine Gedanken waren bei Alec. Er wusste nicht wie er sich jetzt verhalten sollte.
Er hatte es nicht mit Absicht verschwiegen, aber jeder der wusste wer er war und das waren in der Hauptstadt die meisten, fingen an ihn zu meiden.
Schnell schüttelte er den Kopf und konzentrierte sich auf die Erzählungen von Thomes, einem der Gelehrten.
Am Abend kehrte er müde zurück in seine Gemächer. Nur um festzustellen das dort Ritter positioniert standen.
Trey legte sich auf sein Bett und war hin und her gerissen. Sollte er zur Blumenwiese gehen oder nicht? Was dachte Alec nun von ihm? Aber diese Gedanken waren schnell verworfen, er würde hier eh nicht so schnell raus kommen. Er konnte im Nachhinein nicht sagen wie lange er dort im Bett lag, als er ein klopfen an seinem Fenster hörte. Er ging raus an den Balkon und sah nach unten wo er Alec erblickte.
„Was machst du hier?“
„Du Treulose Tomate, du bist heute nicht gekommen, damit hast du das Versprechen gebrochen!“ Alec lächelte den anderen an. „Kommst du runter?“
Der Prinz band einige Lacken zusammen und Kletterte die Wand hinunter. Leider war er nicht geübt ,so das er den halt verlor und die Wand hinunter fiel. Alec, der das gesehen hatte wollte das schlimmste verhinder und wollte seinen Freund auffangen, doch er war nicht viel größer und so kam es wie es kommen musste. Trey fiel auf Alec.
„Alles okay?“ erkundigte sich Alec und hatte dabei immer noch das grinsen im Gesicht.
„Ja und bei dir? Hab ich dir weh getan?“ erkundigte sich Trey nach dem befinden.
„Nein, haha alles gut.“ dann wurde der Blick plötzlich ernst. „Du hast wahrscheinlich ein Problem damit, aber.......“ Alec macht eine dramatische Pause ehe er weiter sprach. „Der Geist von Alfred wird dich sicher schon bald heim suchen.“
„Was...?“ Trey war immer noch leicht verwirrt ehe es ihm wieder einviel. „Das also....ich wollte kommen, wirklich..nur...ich wusste nicht ob du kommen würdest....oder...ob du mich noch als Freund siehst...es..und dann hat mein Vater, Ritter vor meiner Tür positioniert.....es tut mir wirklich leid...“ nun schimmerten in den goldene Augen leichte Tränen.
Da Trey immer noch auf Alec saß zog dieser ihn in eine Umarmung so fest, wie es seine kleinen Armen zuließen.
„Hey, natürlich sehe ich dich immer noch als Freund sogar als meinen besten, also kein Grund zu weinen. Ich verzeihe dir.“ bei den letzten Worten drückte er den anderen etwas von sich weg und strahlte übers ganze Gesicht.
Trey hatte den letztem Wink verstanden und lächelte nun auch zurück.
„Aber wie kommst du darauf das ich nicht mehr dein Freund seien will?“ nun war Alec doch etwas neugierig.
„Hier in der Gegend kennen mich alle wenn sie es nicht taten und schlussendlich doch herausfanden, da man das nicht lange geheim halten kann, fingen sie an mich zu meiden.“ etwas traurig sah er zu Boden.
„Keine Angst ,ich werde dich niemals meiden. Außerdem sehe ich keinen Grund dich zu meiden ,im Gegenteil. Es hat doch nur Vorteile für mich sich mit dem Zukünftigen König gut zustellen. Außerdem alle die anfingen dich zu meiden hatten bloß was zu verbergen und ich hab nichts, bin ein offenes Buch.“
Schüchtern sah er wieder in die blauen Augen und lächelte zurück, er glaubte den Worten.
„Und als Beweis das ich immer dein Freund sein werde, auch wenn sich unsere Wege mal trennen, gebe ich dir das kleine Finger Versprechen!“
Alec hielt den Finger hin und Trey nahm ihn lächelnd an.
„Auch ich werde Versprechen immer dein Freund zu sein!“
Die beiden Jungen gehörten unterschiedlichen Ständen an und so eine Freundschaft sollte gar nicht existieren. Doch daran störten sich die beiden nicht. Sie waren Kinder die sich zufällig getroffen haben und für sich entschieden Freunde zu sein. Ihr Stand in der Gesellschaft war ihnen nicht wichtig, was wichtig war, war die Freundschaft.
Alec musste Trey bis ins Detail erzählen wie er es geschafft hatte hier unbemerkt einzudringen. Laut Alec keine leichte Aufgabe.
Sie saßen noch eine weile so zusammen ehe Alec sich verabschiedet.
Trey schlich nun vorne wieder ins Schloss.
Er schaffte es den Rittern aus dem Weg zu gehen, aber es waren immer noch welche vor seiner Tür. Er linste einmal um die Ecke um festzustellen das dort keiner mehr war. Etwas verwirrt aber dennoch froh ging er in das Zimmer.
Glücklich schlief Trey ein ohne zu ahnen das sich morgen seine ganze Welt ändern würde.
Heute weckte ihn nicht, wie immer eine Zofe, sondern sein Bruder.
„Warum weckst du mich?“ noch verschlafen rieb er sich die goldenen Augen.
„Trey ich muss mit dir reden.“ das lächeln, was sonst dieses Gesicht zierte, war nicht da.
„Was gibt es denn, Bruder?“
„Du weißt das Magier nicht gern gesehen werden?“
„Ja. Ihre Magie ist gefährlich und es ist zu ihrem Schutz sie in die Burg der Vergessenes zu bringen. Obwohl ich den Namen unpassend finde.“ fing der blonde an.
Adrian lächelte leicht.
„Ich auch. Aber genau dorthin werde ich gehen. Trey. Ich habe Magie angewendet...“
„Was? Nein...du bist kein Magier du bist mein Bruder!“ nun verzweifelt warf er sich an die Brust seines Bruders.
„Und daran wird sich nie etwas ändern. Du wirst immer mein kleiner, geliebter Bruder bleiben. Das verspreche ich dir.“ Adrian streichelt ihm durchs Haar.
Dann wand sich Trey ab und hielt seinem Bruder den kleinen Finger hin. Adrian war verwirrt und wusste nicht was das zu bedeuten hatte.
„Wer ausdrücken möchte, dass es sich nicht nur um ein Versprechen handelt, sondern dass es ein richtig ernsthaftes Versprechen ist, das man auf jeden Fall einzuhalten gedenkt, gibt man sich den kleinen Finger!“ wiederholte er Alecs Worte.
„Wie süß! Hast du das von deinem kleinen Freund?“ nun war das lächeln wieder da.
„Woher?“ überrascht sah er seinen Bruder an.
„Ich wollte gestern Abend nach dir sehen. Als ich das Zimmer betrat warst du nicht mehr da und die Balkon Tür stand offen. Ich hab dann Stimmen gehört und sah dich dann mit einem Jungen. Was glaubst du warum die Ritter gestern nicht mehr da waren?“
„Oh du warst das? Danke.“ Trey lächelte leicht.
„Okay!“ Adrian hackte sich bei seinem Bruder ein.
Die Brüder gaben sich das Versprechen. Dann war es auch schon Zeit zu gehen.
Draußen wartete schon eine Kutsche die den jungen Prinzen wegbringen würde.
Draußen flossen die ersten Tränen. Trey wollte nicht das Adrian ging. Ein letztes mal wuschelte er seinem Bruder durchs Haar. Unter Tränen fragte er ein weiteres mal.
„Verrätst du mir jetzt warum du das immer machst?“ doch Adrian schwieg und lächelte nur.
Dann stieg Adrian in die Kutsche und die Brüder sollten sich nie wider sehen, so glaubten sie.
Trey flossen nur so die Tränen. Er verbracht den ganzen Tag in seinem Zimmer, kam weder zum essen noch ging er in den Unterricht. Am Abend ging er jedoch zur Blumenwiese.
„Hey, Trey du bist spät.“ begrüßte Alec ihn fröhlich doch dann sah er das der andere traurig aussah „Oh, was ist los? Du siehst so traurig aus.“
„Mein Bruder....er ist weg...er wurde zu Burg des Vergessenes gebracht....“
Alec stand sofort auf und nahm den anderen in den Arm. Trey hatte häufig von seinem Bruder erzählt, er wusste also wie wichtig er diesem war. Aber auch Alec hatte keine guten Neuigkeiten für den Jungen Prinzen. Es zerriss ihm fast das Herz. Noch nie hat er sich an einem Ort so Wohlgefühlt und wollte gar nicht erst weg doch leider musste er ihn schon morgen verlassen. Eine weile standen sie so still bis sich Trey ein wenig wieder beruhigt hatte.
„Dich bedrückt doch etwas Alec.“ Trey sah ihm nun in die Augen und konnte erkennen das was nicht stimmte.
„Das fällt mir jetzt noch schwere als vorher. Aber...mein Vater sagte mir das wir morgen wieder Abreisen werden!" Alec schaffte es nicht Trey in die Augen zu sehen.
„Was? Schon morgen?......Aber dann müssen wir uns hier verabschieden...."
Alec nickte zustimmend.
Eine weile herrscht Stille zwischen den beiden Jungen. Trey ließ sich ins Gras sinken und schaute traurig zu Boden. Das war zu viel für den kleinen jungen. Sein bester Freund tat es ihm gleich.
„Dann heißt es jetzt wohl Abschied nehmen." dem Jungen Prinzen zerriss es fast das Herz.
„Ja, leider.“ auch dem Schmieds Jungen zerriss es das Herz.
Die beiden erhoben sich wieder und vielen sich erneut in die Arme.
„Die Zeit mit dir war zwar nur von kurzer Dauer ,aber sie gehört mit zu den schönsten. Ich werde dich nie vergessen.“ flüsterte der Junge Prinz.
„Denk immer an das Versprechen was wir uns gestern gaben.“
„Das werde ich nie vergessen. Lebewohl!“
Die beiden Jungen lösten die Umarmung, schauten sich tief in die Augen, bis Alce den Kopf schüttelte
„Das heißt nicht Lebewohl, sondern bis bald.“
„Bis wir uns wieder sehen wird viel Zeit vergehen. Du wirst vielleicht den Beruf deines Vaters übernehmen und ich vielleicht auf dem Thron sitzen.“
„Das macht nichts. Ich freue mich schon auf den Tag.“ dann herrschte wieder eine Stille in der jeder seine Gedanken nachging bis Trey das Wort ergriff.
„Weißt du.....immer wenn ich in den Nachthimmel schaue ,werde ich an dich denken müssen ,denn er hat die gleiche Farbe wie deine Augen, das ist mir bei unserer ersten Begegnung aufgefallen!“
Alec musste lachen. So was hatte er er noch nie gehört, es stimmte ihn fröhlich und deswegen lachte er aus ganzem Herzen.
„Trey versprich mir nie dein Lächeln zu verlieren!“
Trey nickte als Antwort Stumm.
Die beiden Jungs genossen noch den letzten Moment den sie hatten ehe sie sich auf den Rückweg machten. Zum Abschied Umarmten sie sich noch einmal.
„Bis zu dem Tag an dem wir uns wieder sehen werden.“

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