Hung up on you

07.11.14 21:09
Eine Oneshot-Sammlung über verschiedenen Paare aus der "Percy Jackson" und der "Helden des Olymp"-Reihe.
Percy Jackson Romanze P12 Allgemein Beendet

1. Rachel x Octavian

Hi ihr Lieben!!:)

Seit ich mit "Helden des Olymp" angefangen habe (dritter Teil fast fertig *-*), geistert mir die Idee von einer OS-Sammlung im Kopf herum.

Die Paare sind größtenteils nicht von mir erfunden, sie kommen so im Buch vor, andere sind ein Wunschdenken *seufz* :D

Geplant sind 8 Oneshots... mal gucken, vielleicht kommt noch was dazu?

Updaten werde ich... gute Frage... *durch Terminkalender blätter* eigentlich zu keinem festen Termin. Einen neuen OS wird also denn geben, wenn ich Zeit und Lust dazu habe :D

Jedenfalls wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und über Rückmeldung würde ich mich freuen! :D

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Rachel x Octavian


„Dare!“, ein großer, magerer, blonder Junge in Jeans, lila T-Shirt und einer Toga rannte quer über das Forum, der Ausdruck auf seinem Gesicht war verärgert und wütend.
Einige Meter vor ihm lief ein etwas kleineres Mädchen mit wilden, roten Locken, einer zerschlissenen Jeans, Chucks und einem T-Shirt, das voller Farbspritzer war. Sie hatte Sommersprossen unter ihren grünen Augen und der Blick in jenen war eine Mischung aus Amüsement und Ärgernis. In ihren Armen hielt sie ein gutes Dutzend Kuscheltiere fest umklammert.
„Dare!!!“, rief der Junge erneut, holte sie ein und packte sie am Arm. „Wie kannst du es wagen, den Augur von Camp Jupiter zu bestehlen…?!“
Rachel Elizabeth Dare grinste nur und versteckte die Teddybären hinter ihrem Rücken. „Sorry, Octavian, ich wusste ja nicht, dass du soooo an deinen Teddys hängst“, provozierte sie ihn und schenkte ihm ein gespielt unschuldiges Lächeln.
„Diese Kuscheltiere sind das Werkzeug des Augurs, um für Camp Jupiter die Augurien zu lesen und wenn du den Augur bestiehlst, bestiehlst du das Camp und wirst damit als Feind Roms angesehen, GRIECHIN“, wies Octavian, Augur Camp Jupiters und entfernter Nachfahre Apollos, sie scharf zurecht und sprach dabei das letzte Wort wie eine Beschimpfung aus.
„GRIECHIN?!“, entrüstet wollte Rachel die Hände in die Hüften stemmen, hielt sich aber gerade noch so davon ab, da sie sonst die Kuscheltiere hätte fallen lassen. „Ich bin Amerikanerin, du Idiot! Das einzige nichtausländische Blut, was ich habe, ist von meinem Urururururgroßvater Ian, vielleicht habe ich zwei oder drei Ur's vergessen, und der war IRE!“
„Wären Aurum und Argentum hier, hätten sie dich für diese Lüge in Fetzen gerissen.“
„Beißerchen eins und zwei sind immer noch Reynas Hunde und sie hören nicht auf dich, Octavian“, sagte Rachel schnaubend. „Ich kann dir gerne meine Stammbäume vorlegen, aber du wirst auf keinen einzigen Griechen stoßen. Ich habe mit Camp Half-Blood nur zu tun, weil der Geist des Orakels von Delphi in mir lebt.“
Octavian zog sein Messer, das er normalerweise für das Lesen der Augurien benötigte. „So sieht es also aus. Du willst ein Orakel sein? Dass ich nicht lache! Seit drei Monaten schlage ich mich schon mit dir herum und du hast keine einzige Weissagung gemacht! Du hast mit die Plüschtiere doch nur gestohlen, um selber Augur von Camp Jupiter zu werden! Hinterhältig und intrigant willst du mir meinen Posten ausspannen…“
„Whoa“, machte Rachel abwehrend. „Ich habe die Kuscheltiere nur gestohlen, um sie vor dir teddyzerfleischenden, barbarischen Möchtegernorakel und deinem Voodoo-Zauber zu retten!“
Octavians Gesicht wurde so lila wie sein T-Shirt. „Möchtegernorakel…?! Voodoo-Zauber…?!“
„Klappe halten“, sie schnitt ihm mit einer einzigen Handbewegung das Wort ab. „Außerdem stehe ich echt nicht darauf, Tag für Tag nur hilflose und wehrlose Teddybären und Plüschtiger zu verhackstücken, nur weil das angeblich die Zukunft verraussagt.“
„Es sind doch nur Kuscheltiere! Wäre es dir lieber, läsen wir die Augurien immer noch aus echtem Tiergedärm?“
„Nein! Natürlich nicht! Ihr solltet ein gescheites Orakel einstellen“, Rachel tippte sich selbst auf die Brust. „So wie der Geist von Delphi.“
„Geist von Delphi“, schnaubte Octavian. „Was soll dieser Geist von Delphi überhaupt sein, so eine weitere, griechische“, er spuckte das Adjektiv förmlich aus, „Sage?“
Rachel wollte empört etwas antworten, aber plötzlich erschlaffte sie, die Kuscheltiere fielen zu Boden und ihre Augen begannen grün zu glühen.
„Dare?“, fragte Octavian unsicher und wedelte mit der Hand vor ihrem Gesicht herum. „Versetz dich nicht in so eine seltsame Griechen-Trance, wenn ich über eure Sagen herziehe!“
„Ich bin der Geist des Orakels von Delphi“, ertönte plötzlich eine Stimme aus Rachels Mund, die nicht ihre eigene war. Sie hallte nach, als seien es mehrere gleiche Stimmen. „einst lebend in der mächtigen Schlange Python, die vom großen Apollo erschlagen wurde, und seitdem meine Prophezeiungen machend in den Körpern auserwählter, sterblicher Frauen, der Pythia. Nun sei dir gewiss, Augur Roms, dass die Macht der Weissagung, egal ob römisch oder griechisch, nicht gegeneinander aufgebracht werden darf.“
Das Glühen verschwand und Rachel schüttelte sich benommen. „Uh. Das war unangenehm.“
Octavian stand nur wie erstarrt vor ihr, seine Kinnlade war heruntergeklappt und seine blauen Augen groß wie Untertassen. Er wusste, dass Rachel sterblich war und keine göttlichen Vorfahren hatte, nicht einmal entfernte. Es war also kein magischer Halbgotttrick gewesen.
Der Geist des Orakels von Delphi hatte wirklich durch Rachel gesprochen. Wenn auch nicht unbedingt eine Weissagung, wie man es vom Orakel von Delphi erwartete.
„Was ist?“, fragte Rachel maulend. „Habe ich irgendeine neue, kriegsverkündende Weissagung gemacht? Ich hoffe mal nicht. Davon habe ich die Nase nämlich gestrichen voll.“
„Äh, nein“, erwiderte Octavian und schüttelte leicht den Kopf, um sich aus seiner Starre zu lösen. „Also, zuerst hat sich der Geist des Orakels von Delphi vorgestellt…“
„Ach ja?“, Rachel hob amüsiert die Augenbrauen. Wie war das denn abgelaufen? Yo, Augur, was geht, ich bin’s, dein alter Rivale, das Orakel von Delphi, schöne Zeit hier in Neu-Rom gehabt, während ich in der Mansarde verschimmelt bin?
„…und dann hat es… hast du… hat sie… wie auch immer, gesagt, dass die Macht der Weissagung, egal ob römisch oder griechisch, nicht gegen einander aufgebracht werden darf“, zitierte Octavian die Worte des Orakels, wohl wissen, dass es damit hatte sagen wollen, dass sich der römische Augur und die griechische Pythia nicht… na ja, streiten sollten.
‚Ausnahmsweise mal ein vernünftiger, im Leben verwendbarer Tipp‘, dachte sich Rachel und ließ die Kuscheltiere, die sie in den Armen gehalten hatte, mit mürrischem Gesichtsaudruck vor ihrem Rivalen fallen. „Da hast du deine Teddys wieder. Wir wollen den Geist von Delphi ja nicht unnötig aufregen.“
Ein Grinsen zuckte um Octavians Mundwinkel, aber es verschwand genauso schnell wieder, um einem zerknirschten Gesichtsausdruck Platz zu machen und er hielt ihr eine blasse Hand hin. „Ich glaube, ich sollte mich entschuldigen.“
„Solltest du.“
„Entschuldigung.“
„Angenommen. Aber…“, Rachel baute sich drohend vor dem römischen Augur auf, der gerade seine Opertiere alias Teddys aufgehoben hatte. „…wenn du auf die lebensmüde Idee kommst, dir mein Kuschelschaf zu schnappen, nur weil dir die Teddys ausgegangen sind, dann… dann klaue ich mir Clarisse‘ elektrischen Speer und dann mögen die Götter Gnade walten lassen!“
Octavian konnte nicht anders, als zu glucksen. „Ein Kuschelschaf? Eine fast Siebzehnjährige hat noch ein Kuschelschaf?“
Rachel verschränkte trotzig die Arme vor der Brust und pustete sich eine rote Locke aus der Stirn. „Ziemlich gewagte Worte für einen fast Achtzehnjährigen, der den Großteil seiner Zeit mit DUTZENDEN von Teddybären verbringt! Also, wehe, wenn du dir Shaun greifst, dann sperre ich dich in die Mansarde von Camp Half-Blood, da, wo die Mumie des alten Orakels vor sich hin modert!“
Octavian grinste und was ihn zu seinen nächsten Worten führte, wusste er selber nicht. Vielleicht war es das wütende Funkeln in ihren grünen Augen, dass irgendwie… na ja… reizend war.
„Wenn du mir dort oben Gesellschaft leistest, gehe ich sogar freiwillig hinein“, meinte er mit einem breiten Grinsen.
Rachel schnappte empört nach Luft und gab ihm eine saftige Ohrfeige. Wie konnte dieser Kuscheltierquäler es nur wagen, sie anzumachen?!
Und dann küsste er sie.
Rachel riss die Augen vor Verblüffung weit auf, aber dann senkten sich ihre Augenlider wie von allein. Als hätte ihr Körper auf Autopilot geschaltet, legten sich ihre Hände in seinen Nacken.
Der Kuss war anders als sie erwartet hatte.
Sekunde…
Sie hatte gar keinen Kuss erwartet!
Schon gar nicht von Octavian!
Schon gar nicht, nachdem sie ihn geohrfeigt hatte!
Also, sie hatte gar nichts erwartet!
Aber HÄTTE sie etwas erwartet, dann HÄTTE sie sich einen Kuss eher… hm… aggressiv, so wie Octavian eben, vorgestellt.
Aber nicht so.
Sanft.
Zärtlich.
Vorsichtig.
Unsicher.
Rachel erwiderte den Kuss, jedenfalls so lange, bis sich ihr vernebelter Verstand wieder einschaltete und mit lärmenden Sirenen und roten Lichtern Alarm schlug. Hallo?! Sie küsste gerade Octavian, den arroganten, machthungringen Albtraum aller Kuscheltiere!
Sie befreite sich aus Octavians Umarmung, holte aus und verpasste ihm ein weiteres Mal eine Backpfeife, die sich sehen lassen konnte.
Rachel warf mit Schwung ihre Haare in den Nacken und stolzierte hoch erhobenen Hauptes davon, einen benebelten Römner zurücklassend.
Octavian rieb sich die geröteten, pochenden Wangen und murmelte leicht verträumt anmutend: „Was für eine Frau.“


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20. Sep 2014

Hach *dahinschmelz*
Ein Percabeth OS mit Heiratsantrag <3

22. Aug 2014

Wooohooo!
Romico! *fangirl*
schade das der Körpertausch nur so kurz war.... *enttäuscht guck*
Aber trotzdem toll!

LG Sasse