I never liked you anyway

vor 9 Tagen
Aus Alt mach Neu. Das Klassentreffen ruft und so kehren Alex, Jack, Zack, Rian, Luzie und Ophelia nach 10 Jahren zurück in ihre kleine Heimatstadt. Längst vergessene Geschenisse kommen wieder hoch und keiner ahnt was dieses unerwartete wiedersehen so für die Zukunft mit sich bringt...
All Time Low Drama P18 Romanze In Arbeit

Lifestyle

Ophelia:

Mein Kopf hatte immer noch dieses angenehme und gewohnte Dröhnen als ich in den frühen Morgenstunden den Club verließ und mich auf den Weg nach Hause machte. Auf den Straßen war schon einiges los und desto später es wurde und desto näher ich meiner Wohnung kam, desto mehr Menschen wurden es und desto lauter wurden auch die Stadt-Geräusche um mich herum. So laut das ich manches Hupen oder Rufen auch durch die laute Musik hörte die durch meine Kopfhörer an meine Ohren drang.

Endlich zu hause angekommen beeilte ich mich zu duschen und dann schnell in mein dunkles Schlafzimmer zu kommen wo ich mich mit einem glücklichen Seufzer auf mein Bett fallen ließ und in den weichen Kissen versank wie in einem Meer das mich verschluckte. Nachdem ich noch ein bisschen Musik gehört und das Tagesgeschehen auf Facebook überflogen hatte, kuschelte ich mich unter meine Bettdecke und war in Sekundenschnelle eingeschlafen.
Geweckt wurde ich von dem Geräusch klirrender Gläser und Gelächter. Ich musste nicht mal wirklich wach sein um zu wissen wer dafür verantwortlich war. Auch das gedämpfte Licht meiner Nachttischlampe war mir noch zu hell also drehte ich mich mit dem Gesicht auf die andere Seite um langsam in einen wach-ähnlichen Zustand zu finden bevor ich bereit war aufzustehen und mich ins Wohnzimmer zu begeben.
Mein Loft bestand im Prinzip aus 3 Etagen:

3. Etage: ein schmaler Flur der auf die gemütliche Dachterrasse führte
2. Etage: mein Schlafzimmer, Ankleidezimmer, das 2. etwas kleinere aber immer noch recht große Bad
1. Etage: Küche, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, 1. Badezimmer und ein Gästezimmer

Von der 1. Etage in die 2. war alles recht Schallgedämpft aber die 3. und die 2. Etage trennte nur die Wendeltreppe die zur Dachterrasse führte und da war leider nicht viel mit Schalldämpfung. Mehr schlecht als recht kämpfte ich mich aus meinem Bett und ging erstmal ins Bad um mich einigermaßen menschlich zu fühlen bevor ich mich die Treppe hoch quälte und durch den schmalen Flur raus auf die Dachterrasse ging. Die Sonne schien und von dem Schränkchen an der Tür hinaus nahm ich mir die Sonnenbrille die ich provisorisch immer dort liegen hatte.
"Haben wir dich geweckt, Phi?" "Nein, gar nicht." fauchte ich auf die idiotische Frage hin und nahm mir eine Tasse und goss Kaffee ein welcher auf dem kleinen Tisch vor der Sitzecke stand. Ich setzte mich und wartete bis sich meine Augen und meine Ohren einigermaßen an die Licht- und Geräuschverhältnisse hier draußen gewöhnt hatten.
"Also, wieso seid ihr hier?" fragte ich dann irgendwann mitten in das eigentliche Gespräch, welchen ich aber keine Beachtung geschenkt hatte, hinein. "Jack wollte unbedingt wissen ob du jetzt zu dem Klassentreffen kommst oder nicht?" verdutzt sah ich zu meinem Bruder welcher mich nur freudig, dümmlich angrinste wie eigentlich immer wenn er was von mir wollte. "Was für ein Klassentreffen?" fragte ich überrascht. "Wie? hast du deine Post ignoriert in den letzten paar Tagen?" Alex sah mich an als wäre das eine Todsünde. "Ich ignoriere alles was keine Rechnung oder ein Gutschein ist. Oder eine Karte mit möglicherweise Geldinhalt." Jack schüttelte den Kopf. "Unsere Abschlussklasse hat 10 Jähriges und es gibt ein Klassentreffen zu dem alle eingeladen sind. Also auch du ob es dir passt oder nicht. Und du kommst selbstverständlich mit." "Entschuldige bitte, was?!" Ich stellte den Kaffee ab und stieß Rian, welcher neben mir saß und zeigte auf seine Jackentasche aus welcher er mir nun die Packung und das Feuerzeug reichte. Die Wärme der Flamme erschien jetzt schon unerträglich heiß und dabei hatte die Mittagshitze noch nicht einmal ganz ihren Höhepunkt erreicht. Der bläuliche Rauch verschwand in der leichten Briese die über meine Haut wehte. "Du hast mich schon verstanden. Das wird lustig und du brauchst gar nicht erst nach Argumenten suchen um zu Verneinen, okay? Ich hab die Jungs schon instruiert. Wenn du Zicken machst dann fesseln wir dich und schmeißen dich in den Kofferraum, Transporter-Style!" Jack hob mahnend den Finger und ich sah jeden der Jungs nacheinander an um mir bei jedem ein bestätigendes Nicken abzuholen. "Bitte, wenn sowieso schon alles entschieden ist. Ich ergebe mich." ergebend hob ich beide Hände in die Luft. "Cool, das war einfach als gedacht." freute sich Jack über seinen Sieg. "Dir ist aber schon klar, dass sie dich das nie vergessen lassen wird und dich bei jeder sich bietenden Gelegenheit dafür büßen lassen wird, oder?" grinste nun Alex und Jack's Grinsen verschwand und er schaute unsicher zu mir. "Quaaaaatsch, sie is meine Schwester und liebt mich." die Jungs lachten und ich zog erneut an der Zigarette. "No offense, Phi. Aber Jack, in erster Linie ist sie ein ziemliches Miststück und erst dann deine Schwester." gab Zack meinem Bruder zu bedenken. "None taken, Zack." lächelte ich und drückte die Zigarette dann im Aschenbecher aus bevor ich mich erhob. "Wenn keiner von euch mitkommen möchte bitte ich euch jetzt zu gehen, denn ich werde jetzt duschen." mit diesen Worten ging ich Richtung Tür. "War das ne Einladung?" kam es quasi von Rian, Zack und Alex gleichzeitig woraufhin Jack einen protestierenden Laut von sich gab. "Das is immer noch meine Schwester!" grummelte er und warf jedem einen bösen Blick zu.

Nachdem die Jungs gegangen waren und ich endlich geduscht hatte saß ich auf dem Sofa und blätterte einige Zeitschriften durch. In meinem Kopf ging ich schon einmal den Abend des Klassentreffens durch. Die meisten von unseren Klassenkameraden steckten wahrscheinlich in langweiligen Jobs und noch langweiligeren Ehen mit genauso langweiligen Kindern fest und doch würden sie alle auf den Putz hauen und behaupten ihr Leben wäre so erfüllt von Glück und Liebe und der alljährliche Familienurlaub wäre der Höhepunkt des Jahres. Es ödete mich bereits jetzt an und ich überlegte mir eine Waffe zu holen und mich umzubringen wobei Jack wahrscheinlich sogar meine Leiche mit dorthin nahm nur um seinen Willen zu bekommen. Es gab einfach keinen Ausweg für mich um dem ganze zu entkommen.

Gegen Abend hatte ich mich einigermaßen mit meinem Schicksal abgefunden oder zum Mindest war ich auf einem guten Weg dahin. Es war einer der wenigen Tage im Jahr an dem es in Los Angeles regnete und so nahm ich mir ein Taxi und ließ mich bis vor die Tür des Clubs fahren. In 3 Stunden öffneten wir und ich wollte noch einmal mein Set für den Abend durchgehen und einen Soundcheck machen damit auch ja nichts schief ging. Ich war eine absolute Perfektionisten wenn es um meine Arbeit ging und das wusste auch jeder.
Miles, einer der Türsteher öffnete mir die Tür als ich angerannt kam um so wenig nass wie möglich zu werden. "Hast ja tolles Wetter mitgebracht, O!" "Ja, tut mir leid." grinste ich und flüchtete an ihm vorbei ins Trockene. Drinnen herrschte schon ein gewisser Trubel. Zwei der Lounges mussten vorbereitet werden, da wir sowohl einen Geburtstag als auch einen Jungesellinnenabschied hatten und jeweils eins war schon anstrengend genug. Nun hatte ich zwei verschiedenen Listen an meinem Pult liegen und musste irgendwie das beste aus beiden rausholen und immer noch etwas neutralen mit reinmischen damit auch wirklich alle zufrieden waren.
"Wird ne anstrengende Nacht, was?" Edward kam zu mir und grinste mich an. "Ist es das nicht immer?" lächelte ich und er nickte zustimmend. "Wenn wir's richtig anstellen schon." "Und das tun wir doch immer." "Meistens." wir mussten beide Lachen. "Hey!" zuckend sahen wir beide hoch und sahen Andrew. "Bezahl ich euch für's lachen? Du, geh hinter die Bar und du, kümmer dich gefälligst darum das ich später keinen heulende Braut in spe und kein heulendes Geburtstagskind im Büro habe weil du scheiß Musik gespielt hast!" befahl er und es war kein Widersprechen möglich. "Jawohl, Sir!" Edward salutierte und ging dann. "Den Unterton hab ich gehört, Ed!" brüllte Andrew dem Barkeeper hinterher. "Entspann dich, Drew. Wir sind alle ein eingespieltes Team. Wir bekommen das hin und nichts wird schief gehen." grinste ich mit dem Blick schon wieder auf die Listen gerichtet.

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