Darf ich hoffen?

vor 12 Mon.
[Kim x Jared] Schon seit ich denken konnte, war ich ein Außenseiter gewesen. Als würde ich in einem schwarz-weißen parallelen Universum leben, während das meiner Mitmenschen voller Farbe und Freude war. Es war nicht der Neid, sondern die pure Neugierde, die mich dazu brachte, die Menschen um mich herum zu beobachten. Damals hatte ich ihn en..
Bis(s) Drama P18 Romanze In Arbeit

Prolog

Kurzfassung
Schon seit ich denken konnte, war ich ein Außenseiter gewesen. Als würde ich in einem schwarz-weißen parallelen Universum leben, während das meiner Mitmenschen voller Farbe und Freude war.
Es war nicht der Neid, sondern die pure Neugierde, die mich dazu brachte, die Menschen um mich herum zu beobachten. Damals hatte ich ihn entdeckt. Einen kleinen Jungen, der immer lachte. Egal ob er von dem Fahrrad fiel, oder schlechte Noten bekam. Er hatte ständig ein Grinsen auf dem Gesicht und es machte mich unsagbar glücklich. Ich hatte sein unbekümmertes Lächeln lieb gewonnen, und ehe ich mich versah, schlug mein Herz in einem anderen Rhythmus für ihn. Dabei gab es für mich keine Hoffnung mehr.


Prolog


Die Liebe zu einem Menschen kann Berge versetzten.
Es war ein unglaubliches Gefühl, voller Glückseligkeit und Freunde, die jede Zelle deines Körpers erfüllte. Eine Empfindung, die dich so leichtfüßig durchs Leben gehen ließ, dass man dachte, man würde schweben.

Liebe war …

„Du elender Mistkerl!“, kreischte sie unter Tränen und ihr ganzer Körper bebte vor Verzweiflung.
„Hast du mir nicht versprochen, du hörst endlich auf?“, schluchzte sie und ihre Knie gaben nach, unter der Last der Trauer, die auf ihren Schultern lag.

„Verdammt noch mal“, schrie sie und riss sich an den Haaren, während sie im Takt ihrer Schluchzer vor und zurück wippte, „Du hast es … versprochen … hoch und heilig … dein … dein letztes Mal … Joseph!“ Den Namen, den sie einst voller Liebe ausgesprochen hatte, spuckte sie ihm nun regelrecht entgegen. Sie hasste es, ihn so ansehen zu müssen. Dieser Mann hatte nichts mit dem Jungen gleich, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hatte. Es war nicht mehr jener Mann, dem sie ihr Herz geschenkt hatte und dem sie ewige Liebe geschworen hatte.
Nein. Er war zu ihrer persönlichen Hölle geworden.

“B-Betty … “, lallte er nur und setzte sich auf die Couch. Er stützte seine Arme auf die Knie und vergrub sein Gesicht in die Hände. Ihm schien der Alkohol zu Kopf zu steigen.
Schon wieder war das Feierabendbier ausgeartet. Aus einem waren zwei geworden, dann kam noch eins und um den bittersüßen Geschmack vom Bier loszuwerden, wurde Hochprozentiges nachgekippt. So war es schon immer gewesen.

„Jo-Joseph du elendes Arschloch!“
Sie atmete gepresst zwischen ihren Schluchzern ein, während sie anfing, um sich herum zu schlagen. Dabei traf sie immer wieder sich selbst. Ihren Oberschenkel, ihren Schädel, ihren Bauch. Sie prügelte auf sich selbst ein, um den Schmerz in ihrem Herzen zu vergessen. Nun hatte sie endgültig ihre Nerven verloren.

Ich wusste, dass sie es bald nicht mehr aushalten würde. Es war an der Zeit, dass sie durchdrehte. Kein Mensch konnte dieses Theater lange mitmachen. Nicht wenn es sich alle paar Tage wiederholte.
Immer wieder wurden dieselben Versprechen abgegeben. Immer wieder wurden sie gebrochen und es endete in einem lautstarken Streit.

Ich beobachtete sie durch die verglaste Wohnzimmertür, während sich mein Hals immer weiter zuschnürte. Ihr Schluchzen war wie Nadelstiche, die sich tief unter meine Fingernägel bohrten. Mein Herz blutete, während mir selbst stumme Tränen aus den Augenwinkeln liefen.
Warum konnte ich ihr nicht helfen? Warum hörte sie nie auf mich, wenn ich ihr sagte, dass wir ihn verlassen sollten?

Ich biss mir auf die Lippen, denn die Antwort darauf kannte ich zu gut.
Weil sie immer noch etwas in seinen Irden sah, das sie an früher erinnerte.

„Kim ist alles okay?“, hörte ich die besorgte Stimme meines kleinen Engels in der Dunkelheit flüstern. Er hatte Angst, genau wie ich. Angst, dass die Szenarien, die uns unsere blühende Fantasie schon von klein auf vorspielte, wahr wurden.

„Ian. Schlaf, Kleiner. Ich erledige das“, flüsterte ich ihm zu und wandte meinen Blick von der verglasten Wohnzimmertür ab. Ich tapste leichtfüßig zu ihm rüber und küsste ihm auf die Stirn, ehe ich ihm tröstend durch seine kurzen, dicken Haare fuhr.

Fünf Jahre trennten mich und dieses kleine Wunder, das meine Eltern erschaffen hatten. Der einzige Grund, warum ich dieses trostlose Leben nicht aufgegeben hatte. Der einzige Mensch, für dessen Glück ich sterben würde.

„Halt endlich dein Maul“, brüllte mein Vater ohrenbetäubend. Ein markerschütternder Schrei meiner Mutter durchbohrte mein Herz und ich hielt in meiner Bewegung inne.
„Kim. Oh nein, Kim. Er wird Mama wehtun“, piepste mein zehnjähriger Bruder voller Panik.
„Nein. Wird er nicht Ian. Alles ist okay. Ich seh‘ Mal nach, okay?“, versuchte ich ihn zu beruhigen, während mein Herz selbst zu einem Sprint ansetzte. Ich hatte furchtbare Angst.
Die nackte Panik setzte sich in mir fest und nur mit äußerster Anstrengung schaffte ich es, auf die Tür zuzugehen. Ich musste meiner Mutter helfen. Ihr zur Seite stehen, auch wenn ich selbst nicht mehr die Kraft dafür hatte. Ich musste stark sein.
Für sie alle.

„Mom?“, versuchte ich auf mich aufmerksam zu machen. Vielleicht würden sie aufhören, wenn sie merkten, dass ihre Kinder noch wach waren. Ein bescheuerter Wunsch meinerseits, denn ich sollte es mittlerweile besser wissen.

Mit zittrigen Händen öffnete ich die verglaste Tür zum Wohnzimmer und sah in den hellen Raum. Mein Vater stand über meiner Mutter, während diese auf dem Boden kauerte und weinte. Erschrocken blickten die einst so liebevollen Augen meines Vaters zu mir. Sie waren blutunterlaufen und wirkten verschleiert. Ich konnte erkennen, dass es einen Moment dauerte, bis er mich wirklich richtig registrieren konnte.

„Mom? Dad? B-Bitte hört auf zu streiten, ja? I-Ian … er“, setzte ich vorsichtig an, biss mir jedoch in die Zunge, als ich den wütenden Blick meiner Mutter erkannte. Beißender Zorn loderte in ihr und ließ ihre Augen Blitze in die Richtung meines Vaters werfen.

Plötzlich sprang sie auf und schubste ihn unsanft zurück. „Hörst du das?“, kreischte sie erneut. „Sie … Sie haben Angst. Es ist alles deine Schuld. Hasst du uns so sehr? Willst du uns so sehr loswerden?“

Ich schluckte, als sich ihr Blick mit meinem traf. Hinter dieser Wut waren ihre Seelenspiegel leer. Sie war seelisch schon tot. Längst war alles in ihr verdorren. Tagsüber schaffte sie es, dass sie sich wie ein Phönix aus der Asche erhob und für uns eine wundervolle Mutter war, doch mein Erzeuger brach ihre Flügeln jedes Mal aufs Neue.

„Sei still! Mein Kopf explodiert gleich! Ich will nur meine Ruhe“, schrie er aufgebracht!

„Ach ja? Du willst deine Ruhe?“, fragte sie plötzlich ganz ruhig. Etwas an ihrem Blick bescherte mir einen unangenehmen Schauer.

„Ja! Gottverdammt ja! Halt endlich dein verficktes Maul, ich kann dich nicht mehr ertragen Betty.“
Ich zuckte bei seinen Schimpfwörtern zusammen. Schon von klein auf hasste ich diese vulgäre Sprache. Dieser Umgangston und diese Kraftausdrücke waren mir schon immer nicht geheuer gewesen.

Etwas in mir schrie auf, als ich sie so vor mir sah. Ich spürte, dass etwas aus mir heraus wollte. Fühlte den Drang aufzuschreien. Warum nur musste mir das passieren? War eine Familie nicht etwas Wundervolles? War Liebe nicht etwas Magisches? Respektierte man sich nicht gegenseitig, wenn man denselben Familiennamen trug? Und mein kleiner Bruder! Warum mussten sie auch ihm die Kindheit nehmen?

Fassungslos hielt ich mir die Ohren zu, um ihre Beschimpfungen nicht hören zu müssen. Warum nur konnten wir nicht normal sein?

„Du? Du kannst mich nicht ertragen Jo?“, fauchte sie und fing an auf seine Brust einzutrommeln.

Wütend verzog er sein Gesicht zu einer Grimasse und holte zu einem Schlag aus. Entsetzt weitete ich meine Augen. „Nein!“, brüllte ich außer mir vor Panik.
„Könnt ihr nicht einmal aufhören? Warum benehmt ihr euch nur so? Ihr tut Ian damit weh“, schrie ich. Ihre Blicke schnellten zu mir und ich realisierte, was ich getan hatte. Ich platzte. All meine Verzweiflung wollte raus und ich konnte mich nicht mehr beherrschen.
„Hört endlich auf“, schluchzte ich und meine Beine gaben im nächsten Moment auf.
„Bitte hört endlich damit auf“, flehte ich verzweifelt.

In mir brodelte es. Ich wurde langsam verrückt. Mein ganzer Körper zitterte und ich hatte regelrecht mit der Fassung zu kämpfen. Ich konnte nicht mehr. Die Starke zu mimen war unmöglich.
Meine Mauern wurden zum Einsturz gebracht und ich fühlte mich schutzlos. Sie taten mir immer weh. Sie alle fügten mir Wunden zu, die niemals verheilen würden.

„Kim“, hörte ich die verängstigte Stimme von Ian, ehe alles um mich herum schwarz wurde.


Wir alle hatten in unserem Leben eine Bestimmung. So wurde es mir einst als Kind erzählt. Meine war es, die Stütze für meinen Bruder zu sein. Ich würde – nein – ich musste alles ertragen, um für ihn da zu sein. Ihn in dieser Hölle alleine zu lassen, kam nicht infrage.

Doch manchmal – manchmal da wünschte ich mir, ich selbst hätte jemanden, der es mir erlaubte für einen Moment schwach zu werden. Jemanden, der mich zusammenhalten würde, wenn ich drohte auseinanderzufallen.

Einen Menschen, der mir beweisen konnte, dass es diese Liebe aus den Büchern und Lieder gab.

Aber das Leben im Schatten dieser Welt hatte mich gelehrt, dass es nicht jedem zustand.
Dass es mir nicht zustand.

Ich hatte die Hoffnung längst aufgegeben, glücklich zu werden.

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LittleFreeBird 10. Jan 2017

Wann geht es denn weiter? Bin schon so gespannt :)

mickii-K 25. Jan 2018
Hallo. TUt mir leid, ich hatte vergessen auf dieser seite was hochzuladen. Bitte lese in Zukunft auf FF.de weiter, weil ich dort aktiver bin, als hier Danke für dein Kommi .. ich hoffe, das neue Kapitel gefällt dir LG mickii
LilyundJames 09. Nov 2016

so tolle neue kapitel *-* bitte schreib bald weiter, sonst sterbe ich vor aufregung :D<3

mickii-K 25. Jan 2018
Liebste Lily <3 . ja. ich hatte weitergeschrieben. nur hier vergessen es hochzuladen. Bitte guck einfach auf FF.de .. dort bin ich irgendwie aktiver. Ich hoffe das neue Kapitel gefällt dir. *knuddl* mickii
feenglanz55 06. Nov 2016

Oh mein gott du hast endlich weiter geschrieben ich kann es kaum glauben:D. Und wieder einmal hast du es geschafft das es einen total mitreißt und man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen

mickii-K 25. Jan 2018
hallo, Ja. ich schreibe auch weiter. leider total vergessen hier hochzuladen. Sry. Danke für dein kommi .. ich hoffe, dass dir die weiteren Kapitel gefallen werden. LG Mickii