How Do You Know That It's Right?

18.04.17 15:51
In New Orleans tobt ein Krieg gegen Werwölfe und Hexen. Zu Klaus' vermeintlichen Glück taucht eine mächtige Hexe auf, die ihm helfen will. Im Inneren hegt sie ganz eigene Pläne, doch es kommt alles anders, als Kol Mikaelson in ihr Leben tritt. "Wie weißt du, dass das richtig ist?" "Gar nicht."
The Vampire Diaries The Originals Fantasy P16 Mystery In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Prolog

Wie weiß man, dass etwas richtig ist? Wie weiß man, dass etwas gut ist?

Wir entscheiden nach einem recht einfachen Prinzip. Gut oder schlecht. Richtig oder falsch.
Ist es richtig das zu tun oder falsch? Man kann es sich als Waage vorstellen, eine Seite repräsentiert das Richtige, die andere das Falsche. Wenn wir nun vor einer Entscheidung stehen füllen wir diese Waagschalen, Argumente es zu tun oder es sein zu lassen.

Dieses System ist so banal wie praktisch, diese Waage ist uns fest ins Hirn gebrannt. Aber jeder hat eine andere Vorstellung von ihr. Ich stelle sie mir als riesige gusseiserne Waage vor, deren Scharniere quietschen und die Waagschalen sind so groß, dass ich mich bequem reinlegen kann. Die Hindus haben ein verstärktes Waagesystem. Die Entscheidungen sind an den Glauben gebunden. Sie glauben an das Karma, die Summe aus guten und bösen Taten. Je nachdem wirkt sich das auf das Nachleben aus. Bei übermäßig guten Taten wird man nicht wieder geboren und wenn man zu viel böses tut, wird man als Paria, als Unberührbarer wieder geboren.
Ich bin kein Hindu und früher hat mich das nicht wirklich interessiert, es war mir gar nicht klar. Aber in der letzten Zeit hatte ich viel Zeit um darüber nachzudenken. Über die Bedeutungen in den verschiedenen Religionen. Jede Religion assoziiert mit schlechten Taten eine Herabstufung, die Christen landen in der Hölle, Hindus werden ewig wieder geboren, bis sie sich gebessert haben, in allen Religionen gibt es eine Art Bestrafung für falsche Taten.

Die Definition davon bekommen wir vorgebetet. Es ist keine Intuition, wie fliehen oder die Nahrungsaufnahme. Andere Menschen leiten uns, sagen was gut oder schlecht ist. Richtig oder falsch. Meist sind es Personen die uns nahe stehen, denen wir vertrauen und zu denen wir aufschauen. Wie Eltern, enge Familienmitglieder, vielleicht sogar Lehrer oder andere bekannte Menschen. Manchmal muss man sie gar nicht kennen. Ein Idol, ein Politiker oder Prominenter, auch sie können Auswirkungen auf unser Wahr-Falsch-Verständnis haben. Unsere Psyche mag einfache, verständliche Dinge, sowie dieses simple System.

Man sagt uns seit wir geboren sind, was richtig oder falsch ist. Wir erkennen solche sehr leicht, für richtige Taten werden wir gelobt und für falsche bestraft. Das Ganze ist auch unter dem Namen 'Erziehung' bekannt. Diese erfolgt normalerweise im Kindesalter und auch wenn viele sagen, dass man nie so wie die Eltern wird, stimmt es nicht. Die Erziehung macht uns so abgewandelten Versionen unserer Eltern. Wir besitzen unseren eigenen Charakter und unsere eigene Lebenslaufbahn, aber unsere Wahr-Falsch-Waage ist fast identisch mit denen unserer Eltern oder derer, die uns erzogen haben. In manchen Fällen kann sie aber auch ganz drastisch davon abweichen. Diese Fälle sind immer wieder aufs Neue unbegreiflich. Wenn das Kind zweier in unserem Verständnis guter Menschen ein Schwerverbrecher wird. Dann fragen wir uns, was bei der Erziehung falsch gelaufen ist, warum die Waage anders eingestellt ist.

Neben Menschen prägen auch Geschehnisse unsere gedankliche Waage. Da hilft die beste Erziehung auch nicht. Traumatische Erlebnisse. Darunter versteht man grässliche Unfälle und andere Katastrophen. Dabei gibt es so viele Dinge, die uns umdenken lassen können.

Ich war beim Kindesalter und wie leicht man da zu beeinflussen ist. Man besitzt noch keine schwer veränderlichen Gewohnheiten. Man ist beeinflussbar und manipulierbar. Es ist kein Geheimnis oder Wunder, dass Kinder Dinge sehen und sie übernehmen.

Wir werden also ziemlich beeinflusst. Aber wir wollen das doch?
Wir zählen darauf, dass jemand bei uns steht, der uns sagt, was gut oder schlecht ist. Bei Entscheidungen verlassen wir uns auf Menschen, die uns helfen unsere Waagschalen mit Argumenten zu füllen. Wir wenden uns so lange an Leute, von denen wir denken, dass sie es wissen, bis wir selbst so weit sind, dass wir meinen, wir wüssten was gut oder falsch ist. Dann leiten wir andere an. Es ist ein ewiger Kreislauf. Vom Schüler zum Lehrer und so gibt es sehr viele mit einem ähnlichen Gut-Schlecht-Verständnis. Das kann man sich wie eine Schulklasse vorstellen, jeder Lehrer unterrichtet anders und so gibt auch jeder den gleichen Stoff anders wieder. Jeder dieser 25 bis 30 Schüler hat dann so ziemlich das Gleiche Verständnis von diesem Thema, was sich von dem eines anders unterrichteten Schüler unterscheidet.

Der Punkt ist, dass wir alle unser Wahr-Falsch-Verständnis gelehrt bekommen und wir egoistisch annehmen, dass immer jemand da ist, wenn wir Hilfe brauchen uns zu entscheiden.

Doch was ist, wenn keiner mehr da ist, um einen zu leiten? Von Dingen, von denen du denkst sie zu wissen, hast du auf einmal keine Ahnung mehr und da ist niemand, der dich in die richtige Richtung lenkt.
So ist es bei mir.

Jedoch bin ich mir zu hundert Prozent sicher, dass das, was ich jetzt tun werde, eine sehr falsche Entscheidung ist. Eine verdammt falsche.

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CrazySweet0327 19. Aug 2018

Eine tolle Geschichte, hoffe das Sie irgendwann weiter geschrieben wird.