Mein Leben als Neugeborene

18.06.17 11:50
Holly ist todunglücklich mit ihrer Situation. Ihr Dad bekam in New York eine neue Arbeitsstelle und deshalb musste die ganze Familie Los Angeles verlassen. Darauf gefasst, dort neu anzufangen, wird sie eines Abends von einem eigenartigen Fremden überrascht, der sich als Vampir entpuppt und sie verwandelt. Von nun an muss sie ihr komplett neues ..
Bis(s) Fantasy P12 Drama In Arbeit

Der Umzug

Ein letztes Mal ging ich den Strand entlang, dessen Luft von der kühlen Meeresbrise erfüllt war. Bald würde ich nur noch zu Besuch hierher kommen, denn ich werde diesen Ort nun verlassen müssen. Vielleicht werde ich sogar nie wieder hier sein, auch wenn ich mir herbeisehne, eines Tages zurückzukehren. Ich schaute auf meine Uhr. Fünf vor halb drei. Ich sollte mich auf den Weg machen. Meine Eltern und mein kleiner Bruder John warteten schon auf mich, wir dürfen unseren Flug eben nicht verpassen. Da mein Dad in New York eine neue Arbeitsstelle bekommen hat, muss jetzt die ganze Familie Los Angeles verlassen. Ich werde diese Stadt schrecklich vermissen.
„Holly, pack deine Sachen bitte schon mal ins Auto, wir sind spät dran“, rief mir mein Dad zu als ich das Grundstück betrat. Wir hatten in einer wunderschönen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gelebt. Hier bin ich aufgewachsen. Plötzlich musste ich mit den Tränen kämpfen. Es war schwer, einen Ort zu verlassen. Doch ich versuchte meine Traurigkeit wenigstens teilweise zu verbergen. Ich fragte mich, wie es wohl John ging. Allerdings verstand er mit seinen neun Jahren noch nicht so viel wie ich mit meinen siebzehn. Gerne wäre ich auch noch so jung, dann würde mir das alles sicher leichter fallen. Es war Zeit, zu fahren, Zeit meine Heimat zu verlassen. Ich stieg ins Auto und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen.
Im Flugzeug setzte ich mich ans Fenster, neben mir mein Bruder. Nach circa einer halben Stunde schlief er plötzlich tief und fest. Ich hingegen war fiel zu aufgewühlt dazu, es war einfach so vieles, über das ich mir den Kopf zerbrach. Zudem würde ich mein letztes Highschooljahr auf einer anderen Schule verbringen müssen. Nach einer Weile beschloss ich, etwas Musik zu hören gegen die Langeweile. Ich nahm meinen MP3-Player aus der Handtasche und steckte die Kopfhörer in mein Ohr. Ich schaute auf dem Fenster und betrachtete die Welt von oben.
Nach ein paar Stunden waren wir dann endlich in New York am Flughafen angekommen. Anschließend fuhren wir, nachdem wir unsere Koffer hatten, mit dem Taxi zu unserer neuen Wohnung in Brooklyn. Als wir dort dann schließlich auch ankamen, drückte mein Dad dem Fahrer freundlich das Geld in die Hand und wir stiegen aus. Ich blickte auf ein fremdes Mehrfamilienhaus, das die nächste Zeit, eben bis ich aufs College gehen werde, mein Zuhause sein wird. Ich habe immer noch die Hoffnung, ich könne nach meinem Schulabschluss in Kalifornien studieren, am liebsten so nah wie möglich an meinem jetzt ehemaligen Zuhause.
Unsere Wohnung war im ersten Stock. Oben angekommen, betraten wir sie gespannt. Die Möbel waren schon drin, alles war schon eingerichtet. Ich muss sagen, so schlecht sah es gar nicht aus. Wegen der vielen Fenster war alles sehr hell. Es war modern eingerichtet, mit Möbeln aus hellem Holz und Sandfarbenen Wänden. Als nächstes wollte ich natürlich mein Zimmer sehen. Es war relativ groß, hatte lila Wände und zwei ebenfalls große Fenster. In der Mitte der Wand stand das Bett. Es war ordentlich gemacht und war mit einer zur Wand passenden Bettwäsche bezogen. Plötzlich ergriff mich die Müdigkeit, denn es war schon spät und außerdem ein anstrengender Tag. Ich machte mich Bettfertig, legte mich hin und schlief schnell ein.

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