An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 5 Mon.
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Alles nur das nicht!

Gideons Sicht
Eigentlich freute ich mich ja für Gwenny und hoffte ehrlicherweise das sie ein schönes Date und ein bisschen Glück mit diesem Cole hatte, doch sobald ich daran dachte meldete sich ein schlechtes Gefühl in meiner Magengegend. Dieser Typ war ein Arschloch das war mir klar, obwohl ich nicht mal wusste wie er aussah, doch anders war es nicht zu erklären, das sich Gwen noch bevor sie ihn richtig kannte, Gedanken darüber machte ob sie mit ihm schlafen sollte.
Ich versuchte das aber erstmal bei Seite zu schieben und mich aufs lernen zu konzentrieren, obwohl mein Blick trotzdem das ein oder andere mal zu meinem Handy wanderte, denn irgendwie wartete ich darauf das Gwen mich anrief.
>Hey Gid, es ist Samstagabend, lass uns noch ausgehen!<, hörte ich Raph quer durch die Wohnung rufen, denn anscheinend war es ihm in seinem Zimmer zu langweilig geworden. So richtig Lust hatte ich allerdings nicht und außerdem musste ich Sonntag wieder früh zum elapsieren raus, aber andererseits war mein Bruder schon unter der Woche sehr viel alleine und wir sahen uns nur ab und zu zum Essen oder wenn wir uns in der Schule über den Weg liefen.
>Was willst du denn machen?<, rief ich laut zurück, doch das hätte ich gar nicht gebraucht, denn er stand schon in der Tür zum Wohnzimmer und sah mich etwas unsicher oder besser gesagt verlegen an.
>Wir könnten doch in irgendeiner Bar was trinken gehen und uns ein bisschen Unterhalten.<, meinte er und sah kurz auf den Boden. >Vielleicht kommen Gwen und ihre Freundin auch, wenn du sie fragst.<, setzte er leise hintenan und ich musste laut loslachen.
>So ist das also!<, stellte ich fest und mein Bruder grinste, rollte aber dabei mit den Augen, was ich zugegebenermaßen auch tat in solchen Situationen.
>Ja so ist das Brüderchen.<, murmelte er und nun grinsten wir uns kurz beide an, aber den Zahn musste ich ihm heute leider ziehen, denn auch wenn ich sein Interesse an diesem kleinen blonden Lockenkopf nicht schlecht fand, so würde es heute damit nichts werden.
>Ich muss dich enttäuschen Raph, denn Gwen ist heute mit nem Typen aus und wird nirgendwo mit Les auftauchen, aber wenn du gerne möchtest werde wir das die Tage mal nachholen.<, erklärte ich ihm und er lies sich bei meinen Worten auf die Couch fallen.
>Du magst den Typen nicht mit dem Gwen ausgegangen ist.<, stellte er dabei fest und ich fand das dieses Gespräch irgendwie falsch lief, denn so wie Raph das sagte hörte es sich als wenn ich total Eifersüchtig wäre.
>Ich mag den Typen nicht weil ich das Gefühl habe, das er Gwen enttäuschen wird und da sie meine kleine Schwester ist und wir uns versprochen haben aufeinander aufzupassen ist es meine Pflicht so zu reagieren.<, stellte ich fest und setzte mich zu meinem Bruder, denn das mit dem weggehen hatte sich wohl erledigt.
>War nicht böse gemeint Gid, aber du lässt gerade ganz schön der großen Bruder und Beschützer raushängen.<, lachte Raph und ich lachte ein wenig mit denn solange Gwenny kein Problem damit hatte, war es mir egal wie es nach außen aussah.
>Lass uns ne DVD schauen, denn ich muss morgen früh raus aber ich verspreche dir, das wir nächste Woche mit den Mädchen was Unternehmen.<, meinte ich und mein Bruder war einverstanden.
Dementsprechend ausgeruht war ich auch als ich am nächsten morgen zum elapsieren fuhr. Ich bekam nicht mal einen Auftrag von Onkel Falk, obwohl er doch erst letzte Woche davon gesprochen hatte, wieviele Aufträge noch anstanden und was es alles wichtiges zu tun gab. Ich würde ihn aber bestimmt nicht daran erinnern und nutzte die meiste zeit in diesem stickigen Keller zum lernen. Leider konnte ich mich nicht die ganze zeit Konzentrieren, denn gegen ende meiner Zeit schweiften meine Gedanken zu Gwenny. Na gut nicht direkt nur zu Gwenny, sondern auch zu Charlotte oder besser gesagt zur Frage, wann eine von beiden endlich in der Zeit springen würde schließlich würden beide in nicht mal mehr einem halben Jahr siebzehn werden.
Ich konnte mir wirklich nicht erklären warum es bei ihnen so lange dauerte, denn ich hatte meinen Initiationssprung zwei Tage nach meinem sechzehnten Geburtstag und seitdem war ich mehr oder weniger alleine in der Vergangenheit unterwegs, weil es der Graf so angeordnet hatte und sich Onkel Falk bis auf wenige Ausnahmen immer daran hielt.
Als das altbekannte Schwindelgefühl einsetzte hatte ich allerdings immer noch keine Antwort auf diese Frage, doch die würde ich wohl auch hier nicht bekommen und deswegen schnappte ich meine Schulsachen und fand mich schon in der Gegenwart wieder.
Während ich dann allerdings durch die verwinkelten Kellergänge nach oben ging, beschloss ich auf dem Heimweg bei Gwenny vorbeizuschauen, weil ich immer noch keine Nachricht von ihr hatte, um mal zu fragen wie es gestern war, aber vielleicht auch um ihr von Raph zu berichten und das ihr Plan wohl einfacher werden würde als gedacht.
>Hey Kleines!<, sagte ich als ich ihre Zimmertüre nach dem klopfen leicht öffnete. Von Lucy hatte ich erfahren das Gwen heute lange geschlafen hatte und nicht wirklich aus dem Zimmer kommen wollte.
Ich hatte ja gestern schon ein mieses Gefühl bei diesem Cole, aber als ich meine kleine Schwester sah, wie sie traurig auf ihrem großen Fensterbrett saß und in den Garten sah, betete ich nur das der Typ ihr nicht körperlich weh getan hatte.
>Ich werde ihn Umbringen.<, murmelte ich, während ich Gwenny in meine Arme zog und hörte sie seufzen. In diesem Moment brauchten wir beide keine Worte sondern nahmen die Stille um uns zu beruhigen.
„Du hattest recht.“, murmelte Gwenny nach einer weile und ich strich ihr einfach kurz übers Haar. >Ich wünschte ich hätte mich geirrt.<, gab ich zurück, den es tat mir weh das Gwen so enttäuscht wurde, aber ich wollte sie auch nicht bedrängen und wartete deshalb geduldig bis sie wieder mit sprechen begann.
„Cole wollte mich anscheinend nicht wirklich kennenlernen, denn während wir Eisessen waren hatte er nur sein Handy in der Hand und schrieb mit irgendwelchen Leuten hin und her. Doch als wir hinterher ins Kino sind war ich wohl mehr als interessant, oder besser gesagt nicht ich, sondern mein Körper.
Ich habe ihm gesagt das er das sein lassen sollte, doch dieser Mistkerl hat nur gemeint das ich mich nicht so anstellen sollte und es nie um eine Beziehung sondern nur um Spaß ging.“, erzählte mir Gwen und blanke Wut stieg in mir hoch.
>Ich hoffe für ihn, dass er mir nie begegnet, denn dafür breche ihm ihm jeden Knochen.<, murmelte ich und hörte Gwenny kichern.
„Ich hab ihm schon eine verpasst, aber danke großer Bruder.“, sagte sie leise und das lockerte unsere Stimmung doch ein wenig auf, aber da fiel mir noch etwas anderes ein.
>Übrigens hat mich gestern Abend mein Bruder gefragt ob wir was trinken gehen könnten und ich sollte dich und du am besten Leslie mitbringen.<, grinste ich und das übertrug sich auch auf Gwen.
„Das wird ja einfacher als gedacht.“, stellte sie fest und ihre Laune war wie umgewandelt auch wenn ich mir denken konnte das es noch ein paar Tage dauern würde, bis sie über diese Enttäuschung hinweg sein würde.
>Genau das hab ich mir auch gedacht Kleines und ich habe Raph versprochen, das wir uns die nächsten Tage mal treffen werden.
Es wäre mir eigentlich auch ganz recht, denn Raphael ist oft alleine und hat noch nicht wirklich Freund gefunden, denn so wie es aussieht fühlt er sich an unserer Eliteschule nicht ganz so wohl.<, gab ich zu und Gwen nickte wissend.
„Ist ja auch kein wunder, denn Raph braucht paar normale Leute um sich und nicht diese abgehobene Gesellschaft. Bei Les ist er in besten Händen und sie kann sich unter der Woche ein bisschen um deinen Bruder kümmern, bis du wieder mehr zeit für ihn hast, also lass und die beiden zu einem treffen einladen, alles andere müssen sie selbst auf die Reihe bekommen.“
>Gut das wir uns verstehen.<, lachte ich nochmal los und freute mich schon auf einen Abend mit Gwenny, denn weil ich die letzten Tage so viel lernen konnte, fühlte ich mich etwas lockerer als die letzten Monate.
>Gwendolyn, Gideon, wir müssen sofort in die Loge.<, rief Paul mit einem mal und riss die Türe auf. Noch bevor jemand reagieren konnte stand er im Zimmer und musterte uns argwöhnisch, doch Gwenny wand sich aus meinen Armen und ging seelenruhig zu ihrem Vater.
„Was ist denn los Dad, warum müssen wir jetzt noch in die Loge?“, fragte sie ruhig und Pauls Blick wurde wieder halbwegs normal.
>Falk hat alle nach Temple berufen, denn Charlotte kann jeden Moment in der Zeit springen, sie ist vor gut einer Stunde mit Schwindelgefühlen und Kopfschmerzen in Temple eingetroffen.<, erklärte er uns und ich stand auf denn nun war mir auch schlecht.
>Alles nur das nicht.<, murmelte ich als ich meine Jacke nahm, doch bevor ich sie überziehen konnte spürte ich wie Paul meinen Oberarm fest hielt.
>Noch ist Charlotte nicht gesprungen Gideon, also mal den Teufel nicht an die Wand und sollte es doch so sein das sie der Rubin ist, hätte Gwendolyn ein normales Leben, das sie sich so gestalten könnte wie sie es gerne haben möchte.<, brachte mich Paul auf den Boden der Tatsachen und wenn ich seinen Worten so folgte musste ich ihm recht geben. Egal wie schlecht es für mich wäre wenn Charlotte meine Zeitreisepartnerin werden würde, so könnte ich es bestimmt ertragen, wenn ich wüsste das meine Schwester ein freies und glückliches Leben hätte.
>Du hast recht Paul und ich würde es Gwen wirklich wünschen.<, gab ich zu und in dem Augenblick drängelte sich Gwenny zwischen uns.
„Jetzt ist aber gut, wir werden sehen was passiert.“, meinte sie und auch damit hatte sie irgendwie recht. Gemeinsam fuhren wir dann nach Temple, wobei Lucy ungewöhnlich still war, aber was sollten wir auch jetzt dazu sagen, denn wir sollten erstmal sehen was und dort erwartete. Ich schrieb auf der fahrt meinem Bruder noch eine Nachricht damit er wusste das es spät werden könnte und dann machten wir uns direkt auf den weg zum Drachensaal.
>Gideon ich hab solch eine Angst, bitte bleib bei mir<, säuselte Charlotte meinen Namen und diesen Schwachsinn dazu, kaum das wir den Raum betreten hatten und hing keine zwei Sekunden später an meinem Hals.
Ich löste einfach ihre Arme aus meinem Nacken. >Wie soll das denn bitte funktionieren Charlotte? Du bist ausgebildet und weist selbst wie das Zeitreisen funktioniert, also bleib ruhig.<, meinte ich und begrüßte die anderen, bevor ich mich auf die hinterste Couch fallen lies.
Die ganze Aktion brachte mir zwar ein paar Blicke ein, aber das nahm ich so hin und zum Glück setzte sich Gwenny zu mir, während wir alle ins warten verfielen und Charlotte ihre `Ach mir ist ja so schwindelig´ Show abzog.
Geschlagene drei Stunden später saßen wir immer noch so da, nur das Lucy mittlerweile ziemlich fertig aussah und Paul sich anscheinend um seine schwangere Frau sorgte, während Gwenny mir half für die Prüfungen zu lernen.
Doch nicht nur Lucy sah schlecht aus, sondern auch Gwenny wurde langsam blass um die Nase.
>Geht es dir gut Kleines?<, fragte ich sie leise, denn es musste ja nicht jeder mitbekommen, sonst würde es wohl nur wieder von den richtigen hier im Raum ausgewertet und das wollte ich nicht.
„Ich habe Kopfschmerzen und bin müde.“, murmelte Gwen zurück und sie tat mir leid, denn nach dem beschissenen gestrigen Tag war der heutige Abend wohl nicht viel besser.
>Ist kein wunder das dir der Kopf weh tut, denn Charlotte hat dich ganz schön am Auge erwischt.<, stellte ich fest und Gwenny war mal wieder die Starke.
„Geht schon“, meinte sie und lehnte sich an mich, doch ich fand sie sollte sich etwas entspannen und mit einer schnellen Bewegung hatte ich sie neben mich gelegt, ein Kissen auf meine Beine getan und ihren Kopf darauf gebettet.
>Ruh dich aus Kleines, ich bringe dich später nach Hause.<, flüsterte ich und meine Schwester lächelte mich an, bevor sie ihre Augen schloss.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax