An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 8 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Da seid ihr ja!

Gideons Sicht
Nach diesem Zeitsprung lag ich die ganze Nacht wach. Nicht nur die Kopfschmerzen und Übelkeit raubten mir den Schlaf, sondern ich konnte nicht anders und las immer wieder die Prophezeiung, die ich beim Grafen hatte mitgehen lassen und nicht einmal Falk gezeigt hatte durch, da ich es selbst erstmal auf die Reihe bringen musste.

Der Kreis des Blutes Vollendung findet,
Der Stein der Weißen die Ewigkeit bindet,
Im Kleid der Jugend wächst neue Kraft,
Bringt dem, der den Zauber trägt, unsterbliche Macht.

Doch achte, wenn der Zwölfte Stern geht auf,
Das Schicksal des Irdischen nimmt seinen Lauf,
Die Jugend schmilzt, die Eiche ist geweiht
Dem Untergang in Erdenzeit.

Nur wenn der Zwölfte Stern erbleicht,
Der Adler auf Ewig sein Ziel erreicht.
Drum wisse, ein Stern verglüht vor Liebe gequält,
Wenn sein Niedergang ist frei gewählt.
(Gehimschriften des Grafen von Saint Germain-Smaragdgrün)

Ich wusste sofort was das zu bedeuten hatte und damit auch das der Graf nicht nur verstaubte Ansichten in vielerlei Hinsicht teilte, sondern seine Ziele alles andere als ehrenwert waren. Der Rubin sollte also sterben damit der den Stein der Weißen, der ihn irgendwann unsterblich gemacht hatte, seine Wirkung nicht verlor und ich sollte den Rubin unter Kontrolle haben, denn anscheinend konnte der Rubin nur sterben wenn er sich selbst das Leben nahm und da war die Liebe natürlich ein gutes Mittel zum Zweck.
Doof nur das es die ganzen Jahre zwei Mädchen gab und keiner wusste wer der Rubin werden würde. Doch letztendlich war es auch egal, denn egal ob Gwenny oder Charlotte, ich wollte nicht das überhaupt jemand sterben musste, damit der Graf auf ewig Leben konnte.
Diese Erkenntnis brachte mich allerdings gerade auch nicht weiter, denn ich musste Gwen vor dem Grafen Schützen, koste es was es wolle. Doch je mehr ich darüber Nachdachte desto mehr wurde mir klar das ich es vorerst nur schaffen konnte, wenn ich das für mich behielt und meine kleine Schwester am besten soweit es ging vom Grafen fernhielt.
Solange Lucy Schwanger war und es ihr gesundheitlich nicht besonders ging war das auch kein Problem, denn deswegen waren ja sämtliche Termine von unserer Seite ausgesetzt und kein treffen mit dem Grafen geplant. Doch was würde danach passieren? Ich konnte doch Lucy und Paul nach diesen schwierigen Monaten nicht erzählen, das wir ihr Baby hoffentlich Gesund zur Welt bringen würden, sie dann aber um das Leben ihrer geliebten Tochter bangen müssten.
Ebenso wenig konnte ich es Gwen, Falk oder dem Inneren Kreis erzählen, denn Gwenny hatte ebenso wie ihre Eltern etwas Ruhe und Glück verdient, aber Falk und wahrscheinlich auch der Innere Kreis würden diese Prophezeiung bis auf kleinste Auseinandernehmen und vielleicht etwas anderes hineininterpretieren.
Keine Ahnung wieso, aber mir war schon beim ersten mal lesen klar das ich es niemanden zeigen konnte und Gwenny ganz alleine vor dem Grafen schützen müsste, sonst hatte ich gar keine Chance.
Die nächsten Tage war ich mit meinen Gedanken auch oft bei diesem Thema. Falk und Dr White hatte ich einfach erzählt das der Graf keine besonderen Erkenntnisse über Schwangerschaften bei Zeitreisenden hätte und so hatte sich Dr White dazu entschieden von Tag zu Tag weiter zu sehen ob er das Baby holen müsste oder nicht. Ich betet das mir diese Lüge nicht zum Verhängnis wurde, denn sonst wäre ich ganz alleine daran schuld wenn Mutter und Kind etwas zustoßen würde.
>Gideon du wirkst in den letzten Tagen etwas angespannt. Stimmt etwas nicht?<, fragte mich Lucy als wir zusammen in der Vergangenheit waren und ich wiedermal meinen Gedanken hinterher hing. War ja aber auch klar das sie es irgendwie bemerken musste und die Frage hatte ich von Gwen auch schon erwartet, weil wir recht wenig Kontakt in diesen Tagen hatten obwohl Ferien waren.
>Nein Lucy ist alles in Ordnung, ich lerne nur gerade bei Dr White sehr viel und das gibt mir manchmal zu denken.<, redete ich mich raus, doch sie schien es zu bemerken. >Mir ist klar das du viel um die Ohren hast und bin dir dankbar wie du dich um Gwenny und auch um mich kümmerst, aber wenn dir etwas auf der Seele liegt dann kannst du mit Gwendolyn oder mir reden.<, bemerkte sie und ich versuchte ein lächeln, denn das konnte ich ja gerade nicht.
Ich war allerdings froh das sie das Thema wieder fallen lies und mich nicht weiter bedrängte, denn mir würde schon was einfallen.
Dies war auch die nächsten Tage so und Gwenny und Raph bemerkten ebenfalls das ich mit meinen Gedanken oft woanders war, aber auch ihnen sagte ich nicht die Wahrheit, grübelte jeden Tag und jede Nacht weiter und fand leider auch nichts in den Büchern oder Schriften der Loge, in denen ich verbotenerweise immer wieder nach Hinweisen suchte, sobald ich die Gelegenheit bekam oder ich einen Moment von den Wächtern unbeobachtet war.


Gwennys Sicht
Seit Gideon mit meiner Mum und ich mit Dad elapsierte war er absolut komisch. Immer mehr zog er sich zurück und redete kaum, selbst wenn wir mit Les und Raph etwas unternahmen war er in seinen eigenen Gedanken. Egal wie oft ich ihn fragte, ich bekam keine Antwort und das er sich nur um Lucy und das Baby sorgte glaubte ich ihm auch nicht denn wir machten uns alle Sorgen und waren trotzdem nicht so kryptisch zu den anderen.
Keine Ahnung was ich davon halten sollte und vor allem wie ich damit umgehen konnte, aber ehrlicherweise versaute es mir mehr und mehr die Sommerferien. Anstatt mit Mum und Dad etwas schönes zu Unternehmen gab es gerade nur strenge Bettruhe für sie und Dad kümmerte sich den ganzen Tag um Mum und den Haushalt, was ich ja auch verstand und trotzdem war es irgendwie nicht die schönste Zeit besonders weil es mir ebenfalls auf der Seele lag.
In der Loge war mittlerweile auch ein gewisser Alltag für mich eingekehrt und der gefiel mir noch weniger, denn nach dem elapsieren mit Dad wurde ich weiter als der Rubin unterrichtet nur das eben ohne Charlotte und zu meiner großen Freunde mit Mr Whitmann und Giordano. Wie immer standen Etikette, Geschichte, Fechten, Reiten, Französisch, Krav Maga und vieles mehr auf dem Programm, was Whitmann begann akribisch zu überwachen und sich selbst Notizen darüber zu machen.
Wahrscheinlich würde er dem Inneren Kreis über jeden kleinen Fehler von mir berichten und mein Verhalten auseinander nehmen denn er mochte die ganzen Jahre Charlotte viel lieber und hatte auch keinen Hehl daraus gemacht.
Ich konnte das Eichhörnchen nie leiden und wenn er so weiter machte würde ich wohl bald beginnen ihn zu hassen, doch das schlimmste war das ich nicht mal mit Gid darüber reden konnte oder ihn nach seiner Meinung fragen, denn er hatte nur kurz angebunden gemeint, das es vollkommen normal sei und es nur um meine Sicherheit ging.
Ich hatte wirklich an manchen Tagen nur noch die Schnauze voll und würde wohl auch bald mal richtig ausflippen, doch das würde Mum nur noch mehr aufregen und ihr zusetzen deshalb riss ich mich zusammen und es war auch ganz gut so denn es vergingen nur wenige Tage und Dr White entschied das er mein Geschwisterchen per Kaiserschnitt auf die Welt holen müsste, damit Mum sich gesundheitlich erholen und das Kleine gut entwickeln könnte.
Den ganzen Tag waren die Nerven bei allen in der Loge zum zerreißen gespannt und Dad war nur noch nervös als wir zusammen elapsierten. Wenn wir zurück in der Gegenwart wären würde Dr White mit dem Kaiserschnitt beginnen und traf wahrscheinlich schon die ersten Vorbereitungen denn Mum und Gid waren zwei Stunden vor uns gesprungen, also mit Sicherheit schon wieder zurück.
Kaum das Dad und ich dann durch die Zeit geschleudert wurden eilten wir zu Dr Whites Räumen. Ehrlicherweise war ich schon vor der Tür beeindruckt, denn hier hatte sich einiges Verändert. Die Gänge erinnerten mich trotz der Holztäfelung an einen Krankenhausflur und es stand alles mögliche an medizinischen Geräten herum. Auch liefen hier Leute herum die ich noch nie gesehen hatte, doch das interessierte mich gerade herzlich wenig denn genau wie Dad wollte ich einfach nur zu meiner Mum und sehen das es ihr gut ging.
>Da seid ihr ja!<, meinte Gideon der gerade aus der Tür kam in die wir rein wollten. Ich hatte gerade so bemerkt das sie von innen geöffnet wurde und war deswegen nicht in ihn hineingerannt, doch als ich Gid von oben bis unten ansah, erkannte ich das er umgezogen war und wie die meisten hier Arztbekleidung trug.
Auch Dad sah ihn an doch Gideon schloss hinter sich die Türe. >Paul ich soll dich zur Umkleide bringen, damit wir dann beginnen können und Gwen soll zu Falk in den Drachensaal kommen. Ihr braucht euch keine Gedanken zu machen, Dr White hat alles vorbereitet und es sind gute Ärzte und Pfleger hier die sich um alles kümmern werden. Alles weitere besprechen wir heut Abend mit dem inneren Kreis.<, meinte Gid und ich wusste das er sich gerade voll auf die OP konzentrierte, doch ich vermisste einfach seine herzliche Art und sein lächeln das mir immer die Sorgen nahm. Warum verdammt war er so?
Ich wusste es nicht und würde jetzt auch keine Antwort bekommen, weshalb ich mich ohne Kommentar auf den weg zu Falk machte, während Gid meinen Dad in die andere Richtung schob.
Im Drachensaal angekommen setzte ich mich ebenfalls wortlos auf die Couch, da Falk sich noch mit dem Innenminister unterhielt. Ich war irgendwie fertig, so als hätte ich den ganzen Tag gearbeitet, doch es waren meine Sorgen um Mum und mit Sicherheit auch die um Gid, die mich gerade fertig machten.
Irgendwann setzte sich Falk zu mir und hielt mir eine Tasse Tee unter die Nase. Ich hatte nicht mitbekommen wie der Innenminister gegangen war, oder wo er den Tee her hatte, doch ich war dankbar das Falk gerade begann mit mir zu sprechen.
>Also Gwen, Dr White ist sehr zuversichtlich das alles gut geht und Gideon ist bei deinem Dad. Ich hab mir sagen lassen das so ein Kaiserschnitt nicht lange dauern wird und wir haben alles Notwendige hier. Deine Mum und das Baby werden wohl eine weile hier in der Loge bleiben, denn dein Geschwisterchen muss bestimmt eine Zeit in den Brutkasten, aber es werden ständig Ärzte und Schwestern hier sein um sich um alles zu kümmern. Wir werden bestimmt bald etwas von ihnen hören und heut Abend kommt der innere Kreis zusammen und dann werden wir besprechen wie es weitergeht, den das hängt immer noch vom Lucys Gesundheit ab.<
Ich war Falk echt dankbar das er mit mir hier wartete und sich überhaupt die Zeit für das alles nahm, weswegen ich mich auch gleich ein bisschen besser fühlt und ihm auch zunickte, doch beide sahen wir blitzschnell auf, als die Tür zum Drachensaal geöffnet wurde und jemand eintrat.

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CrackHoe123 12. Feb 2019

Ein schönes und ruhiges Kapitel. :)
Verstehe die Überschrift nur nicht ganz. Entweder habe ich es überlesen, oder ich weiß auch nicht.
Freue mich das nächste Kapitel.
Lg CrackHoe123 ;)

CrackHoe123 02. Feb 2019

Ich bin noch dabei. Bin die ganzen Wochen treu geblieben und Sonntags geschaut, ob was neues da ist. Eigentlich auch nur so aus langeweile heute an einem Samstag mal geschaut. Und dann steht da, vor 3 minuten aktualisiert. :)
Schön, dass du auch wieder da bist.
Ein schönes Kapitel und ich bin gespannt wie es nch weitergehen wird.
LG CrackHoe123:)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Wird wieder so wie sonst immer Sonntags und die Geschichten im Wechsel aber ich hab endlich meinen Laptop repariert bekommen und es funktioniert also wollte ich meine Leser nicht noch länger warten lassen :) LG Tara-Jax
CrackHoe123 04. Nov 2018

Aww.. *.* endlich!
Dauergrinsen, als sie sich dann endlich geküsst haben :D
Hoffe, nächstes Mal gehts wieder mit Gwennys Sicht weiter. Bin echt gespannt, wie ihre genauen Gedanken dazu sind. :)
Freue mich auf das nächste Kapitel.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Bin wieder da und hoffe das du auch noch dabei bist ;) LG Tara-Jax