An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 15 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Das bekommen wir hin!

Gideons Sicht
Ich hielt diesen Cole immer noch für einen riesigen Idioten auch ohne das ich ihn kannte, doch solange er Gwen gut behandelte würde ich ihn akzeptieren, denn niemand stellte sich zwischen meine Schwester und mich. Aber ich würde ihn definitiv im Auge behalten, denn alles andere wäre falsch.
Durch mein Gespräch mit Raphael hatte sich zu meinem Glück am Wochenende wirklich schon einiges verändert, auch wen es nur Kleinigkeiten waren, aber ich sah das er sich ernsthaft bemühte etwas mehr Ordnung und Ruhe in unsere Wohnung zu bringen und das tat gut. Dementsprechend locker war ich auch als wir zusammen zur Schule fuhren und da Charlotte immer noch eingeschnappt mit mir war, hatte ich auch dort mal meine ruhe um mich auf den Abschluss zu konzentrieren.
Ich wünschte mir zwar manchmal immer noch das Gwenny hier auf Schule gehen würde, damit sie die Pausen mit ihrer witzigen Art auflockerte, doch ich konnte sie und ihre Eltern durchaus verstehen, als sie der Meinung waren Gwen etwas Normalität zu ermöglichen und sie deshalb auf eine normale und nicht auf die Eliteschule zu schicken. Egal wie oft wir hier gesagt bekamen das wir etwas besseres wären, so konnte ich mich damit nicht anfreunden, denn wir waren letztendlich alle nur Menschen.
Nach der Schule fuhr ich wie immer zur Loge, aber das erste mal seit einiger Zeit alleine da Charlotte es ab jetzt vorziehen würde, sich von der Limousine abholen zu lassen. Konnte mir aber gerade nur recht sein.
Als ich dann endlich in der Loge ankam erfuhr ich allerdings das ich nur eine Stunde beim Tanzunterricht dabei sein sollte und danach gleich zum elapsieren musste, denn Falk hatte mal wieder irgendeinen Botenauftrag für mich und so hatte ich eben die ehrenwerte Aufgabe unserem herzallerliebsten Graf einen Besuch abzustatten.
Ich konnte wirklich nur hoffen das mein Onkel nicht irgendwelche Sachen über mich in dieser Nachricht schrieb, denn ich wollte keine schwachsinnigen Ansagen vom Grafen über mich und mein Verhalten ergehen lassen.
Also man sollte das nicht falsch verstehen, denn ich achtete den Grafen für seine Intelligenz, seine Forschungen und Entdeckungen sehr, aber die Ansichten über Frauen und den Umgang mit Menschen in seinem Jahrhundert eben nicht, auch wenn manche Partys damals doch recht amüsant waren.
Den Gedanken schob ich allerdings ziemlich weit beiseite, denn ich musste mich auf das Tanzen mit Gwenny konzentrieren, die heute mehr als strahlte, was mir ziemlich gut gefiel bei ihr.
>Na scheint alles super zu laufen bei dir. Nur hoffe ich das du nicht noch mehr Strafarbeiten mitbekommen hast, weil du alles mit Les bequatschen musstest.<, lachte ich als die Stunde um war und die Mädchen eine Pause bekamen, weil ich ja nun ausfiel. Statt einer Antwort schlug Gwen mir allerdings nur spielerisch gegen den Arm und wir beide mussten lachen, was uns böse Blicke von Charlotte einbrachte, aber das lies mich kalt und Gwen anscheinend auch.
„Ok ich bin Happy aber ich reiß mich etwas zusammen.“, kicherte Gwenny immer noch, doch dann sah sie mich nochmal mit ihren großen blauen Augen an. „Ich hab dich lieb großer Bruder, also sei vorsichtig in der Vergangenheit,“, meinte sie ernst und ich nahm sie kurz in den Arm, denn das hatte Gwenny schon ein paar mal zu mir gesagt nach meinem Initiationssprung, doch bis jetzt hatte ich es lange nicht mehr gehört. >Mach ich Gwenny, also mach dir keinen Kopf und bald kann ich dir die Vergangenheit zeigen, verlass dich drauf.<, flüsterte ich zurück und machte mich dann auf den Weg zu Madame Rossini um mich Einkleiden zu lassen.
In den albernen Klamotten ging ich dann zum Chronographen, lies mir von Falk die letzten Anweisungen und den Brief geben und verschwand in einem weißen Lichtstrudel.
Kaum war ich allerdings in der Vergangenheit gelandet zupfte ich mir erst einmal den Kragen vom Hals und atmete erleichtert aus. Gerne hätte ich jetzt das treffen geschwänzt, aber mir fiel kein vernünftiger Grund dazu ein und außerdem würde es nur bedeuten das der Innere Kreis mich morgen erneut hierher verfrachten würde, solange bis ich den Grafen getroffen hätte, also ergab ich mich meinem Schicksal und schlich durch die Gänge und dann nach oben.
Es dauerte dann auch nicht lange und ich traf den Grafen in seinem Arbeitszimmer an. Meine Güte war der Alt geworden, aber sein Verstand eben nicht das musste man ihm schon lassen und so Unterhielten wir uns eine ganze weile über meine Gegenwart und ich versicherte ihm, das alles bestens war und ich den Rubin, wie von ihm gewünscht unter Kontrolle hatte.
So wie es aussah war ich wohl gar nicht so schlecht im Lügen, denn der Graf kaufte mir alles ab obwohl ich gar nichts unter Kontrolle hatte, denn das mit Charlotte hätte mich irgendwann zerstört und Gwenny.... Gwenny konnte man einfach nicht kontrollieren und das hätte ich auch niemals gewollt, denn sie war vollkommen Perfekt wie sie war und obendrein meine Schwester.
Diese ganzen Gedanken machte ich mir als ich kurz nach unserem Gespräch im Garten auf ihn wartete, damit er in Ruhe den Brief lesen und Beantworten konnte. Kaum war der Graf von Saint Germain wieder bei mir und hatte mir seinen Brief an den Großmeister übergeben war es auch schon Zeit sich zu verabschieden, doch ich musste mir noch einmal anhöre wie toll er es fand, das sich seine Linie so gut weiter entwickelt hatte und ich nun der ganze Stolz der Loge wäre. Tja da kannte er wohl Gwen noch nicht.
Das war aber nebensächlich, denn als ich zurück in meiner Zeit war musste ich Falk und dem Inneren Kreis alles berichten und kam deswegen leider erst spät aus Temple raus, doch da mein Bruder es anscheinend verstanden hatte, brauchte ich nur wenige Handgriffe in der Wohnung machen, die Wäsche zu waschen und mir dann noch etwas zu essen zu nehmen, bevor ich mich über meine Schulsachen setzte.
Der nächste Tag verlief fast genauso, nur das ich da dem Graf keinen Besuch abstatten sondern ein Historisches Ereignis in London recherchieren musste, aber das war relativ entspannend wie ich fand.
Nach ein paar Stunden Schlaf war dann der Donnerstag schon da und ich musste sagen das ich mich auf die zeit mit Gwenny freute, obwohl wir sie wohl auch hätten sinnvoller verbringen können als mit ihrer Strafarbeit. Aber gut, so war es nunmal.
>Raph kannst du bitte heute die Wohnung ordentlich lassen und für heute Abend Pizza bestellen, ich bringe Gwen nach der Loge mit.<, informierte und fragte ich meinen Bruder als wir zusammen Frühstückten, denn so mussten wir nicht auch noch Kochen oder lange auf das Essen warten wenn wir da wären. Außerdem konnte ich mir denken das auch Les hier auftauchen würde und dabei fiel mir ein, das ich den kleinen Lockenkopf ewig nicht gesehen hatte.
Verdammte Zeit aber auch!
>Gwendolyn war noch nie hier seit ich bei dir wohne!<, stellte er fest und sah mich mit großen Augen an. Ich konnte aber nur schmunzeln. >Hier ist eigentlich Gwennys zweites zu Hause, es lag nur an der Zeit und ein bisschen an dir das sie nicht da war, denn ich musste ja erstmal sehen, das du dich einlebst und benimmst.<, gab ich zurück und Raph wackelte mit den Augenbrauen. >Quatsch du wolltest sie nur für dich alleine haben, sonst hätten wir uns ja öfters mal mit ihr treffen können.< >Red keinen Mist, Gwen hat einen Freund und wir haben genug um die Ohren, da reicht es wenn ich mich mit dir herumärgere und jetzt mach einfach das was ich dir gesagt habe.<, beendete ich dieses sinnlose Gespräch und schnappte mir meinen Rucksack, damit wir in die Schule kamen.
Zum Glück war die Schule ruhig und wir kamen mit den Prüfungsvorbereitungen gut voran. Ich hatte auch keine großen Probleme wie ich feststellen konnte, als wir den Lernstoff noch einmal durchgingen und das lies mich ein wenig von meinem Stresspegel sinken.
Auch der Logenunterricht war an diesem Tag sehr ruhig und beim elapsieren steckte ich die Nase in meine Bücher, sodass ich dann schon mit allem fertig wäre, wenn ich zu Hause ankommen würde.
Wie abgesprochen trat Gwen gerade aus aus der Tür als ich den Gang entlang kam und da ich gerade so gute Laune hatte, machte ich zwei schnelle Schritte auf sie zu und hob sie in die Luft, was sie aufkreischen lies, doch dann lachten wir beide wie die kleinen Kinder, bevor ich sie Richtung Ausgang schob.
>Ich hab Raph gesagt er soll Pizza bestellen, aber jetzt will ich wissen wie es mit diesem Cole läuft.<, begann ich gleich zu reden kaum das wir in meinem Mini saßen. „Cole und ich sehen uns zwar meistens nur in der Schule, da ich Nachmittags keine Zeit habe und er Abends entweder mit Freunden unterwegs ist oder Fußballtraining hat, aber ansonsten denke ich passt das schon ganz gut.“, verriet mir Gwen und tat mir dabei gleich ein bisschen Leid, denn eigentlich wäre genau jetzt die Phase wo man zusammen weggehen oder etwas Unternehmen müsste, doch das sagte ich ihr nicht.
>Freut mich wirklich für dich. Ach ja Raph ist übrigens Zuhause, also wunder dich nicht, wenn er uns nervt.< „Les kommt auch und wir müssen das wirklich mit dem Aufsatz auf die Reihe kriegen, denn Les meinte das ich mich am Wochenende mal mit Cole treffen sollte und wenn ich das mit der Loge nicht hinbekomme gibt sie mir ein Alibi.“
>Das bekommen wir hin, als los!<, sagte ich denn wenn Gwen etwas Freizeit am Wochenende brauchte würde auch ich sie Unterstützen.
Zusammen gingen wir dann in die Wohnung und tatsächlich war alles so wie heut morgen. Außerdem roch es nach Pizza, was mir gut gefiel. denn ich hatte mittlerweile richtig Hunger.
>Gid das Essen kam gerade, also essen wir erst, bevor es kalt ist.<, rief mein kleiner Bruder aus der Küche und ich fand das es eine hervorragende Idee war. Bevor wir uns allerdings hinsetze konnten, begrüßte Gwen erstmal Raph ausgiebig, die zwar doch das ein oder andere übereinander wussten, sich aber so gut wie noch nie begegnet waren. Also lies ich mich schon mal auf einem Stuhl nieder, was auch gar nicht so schlecht war, denn genau in dem Augenblick klingelte es und da Raph noch stand musste er zur Tür.
Gwenny und ich packten derweil die Pizzen aus dem Karton, doch ehrlicherweise wunderte es mich wo mein Bruder blieb, denn wenn es ums Essen ging hatte er immer Angst etwas zu verpassen, aber vielleicht war es gar nicht Les die an der Tür war und er musste nun irgendeinen Vertreten abwimmeln.
>Hey ihr beiden.<, begrüßte uns dann zu meiner großen Überraschung doch Les und kam auch in die Küche, doch als ich zu ihr auf blickte und hinter ihr Raph in der Tür stehen sah, war mir alles klar und Gwen anscheinend auch, denn sie sah ebenfalls zu Raphael und begann dann mit grinsen.

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CrackHoe123 09. Apr 2019

Ich musste echt lachen, als ihr Vater das Thema angesprochen hat :D
bin gespannt wie es mit den beiden weiter geht und ob noch böse Überraschungen kommen
LG CrackHoe123 :)

CrackHoe123 11. Mar 2019

Ein schönes Kapitel :)
Ich weiß grad gar nicht so richtig, was ich hier schreiben soll. Mein Kopf ist so voll mit allem möglichen..
Aber ich wollte trotzdem nicht ohne Kommentar gehen.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 07. Apr 2019
Vielen Dank auch über ein kurzes Hallo freue ich mich riesig ;) LG Tara-Jax
CrackHoe123 25. Feb 2019

Ihr könnt Whitman nicht trauen :D würde ich ihnen am liebsten zurufen
ein schönes Kapitel :) mach weiter so.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 10. Mar 2019
Naja mal sehen wem sie überhaupt trauen können ;) LG Tara-Jax