An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 8 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Es wird alles gut Kleines!

Gwennys Sicht
Naja ich hatte mir das Zeitreisen schon ein wenig lustiger vorgestellt, doch das war es am heutigen Tag nur für Gid, denn ich blieb nicht aufrecht stehen bei meiner Landung und taumelte wie betrunken durch den Kellerraum, bevor ich mich an meinem Bruder festhalten konnte. Der lachte sich natürlich kaputt aber nach wenigen Sekunden musste ich auch lachen und wir ließen uns auf die grüne alte Couch fallen.
>Ich bin froh das es deiner Mum heute besser geht.<, meinte Gideon nachdem wir uns etwas beruhigt hatten und ich nickte nur, denn mir ging es ja nicht anders. Damit wir aber nicht nur herumsaßen machten wir uns an die Schulaufgaben, mit denen ich allerdings ziemlich schnell fertig war, also schaute ich Gid ein bisschen über die Schulter um ihm vielleicht beim lernen etwas zu helfen, doch schnell merkte ich das sein lernen nichts mit der Schule zu tun hatte.
„Du lernst jetzt schon fürs Studium?“, fragte ich ihn und war schon beeindruckt wie sehr er sich dieses Medizinstudium opferte, doch anstatt das zu bestätigen schüttelte Gid den Kopf.
>Dr White bereitet mich ab jetzt intensiv auf die Probleme in einer Schwangerschaft vor, damit ich Lucy in der Vergangenheit Notversorgen kann, sollte es ihr schlechter gehen.<, meinte er konzentriert und bei mir bildete sich ein drücken in der Magengegend, denn irgendwie machte mir das Angst und rief mir gleichzeitig ins Gedächtnis wie problematisch die Schwangerschaft meiner Mum wirklich verlief.
>Hey schon gut du brauchst keine Angst zu haben, es ist wirklich nur für den äußersten Notfall.<, beruhigte mich Gideon nachdem er wohl gemerkt hatte, das ich völlig in meinen Gedanken dazu versunken war. Irgendwie glaubte ich ihm das auch, denn egal wie mürrisch der Doc manchmal zu uns war, gründlich und kompetent blieb er immer und Gid hatte schon so oft bei ihm gearbeitet das er anscheinend das Vertrauen von Dr. White hatte.
„Danke Gid das du dich so um meine Mum kümmerst, aber vernachlässige bitte deine Prüfungen nicht, denn das wäre nicht richtig.“, murmelte ich und sah wie er die Bücher zuschlug und seine Unterlagen zusammen stapelte, doch bevor er mir antwortete zog er mich hinüber zur grünen Couch und legte seinen Arm um meine Schulter.
>Ich bin gut auf das Abitur vorbereitet und die Unterlagen von Dr White sind für Lucy und das Studium wichtig also mach dir keinen Kopf um mich. Nächste Woche beginnen die schriftlichen Prüfungen und ich hatte in den letzten Wochen erstaunlich viel Zeit zum lernen und auch etwas Ruhe, denn selbst Raph gibt sich mühe die Wohnung halbwegs ordentlich zu halten. Außerdem ist Falk und der Innere Kreis ziemlich Rücksichtsvoll zur Zeit, also sehe ich das ziemlich entspannt.
Wenn wir aber schon mal beim Thema Abitur sind, ich wollte dich fragen ob du mich zur Abschlussfeier begleiten würdest, denn du gehörst neben Raph zu den wichtigsten Personen in meinem Leben. Stell dir vor, sogar Selina gibt sich die Ehre zu meinem Abschluss nach London zu kommen, also darfst du es auf keinen Fall verpassen.<, redete Gid ohne Punkt und Komma und ich spürte wie hibbelig er deswegen im inneren war und sich sehr auf die nächsten Wochen freute.
Ich konnte mich nur mitfreuen und ihn unterstützen, sowie er mich und meine Familie unterstützte und seinen Abschluss hätte ich mir so oder so nicht entgehen lassen, das hätte er eigentlich wissen müssen.
„Ich bin mir sicher das du einen grandiosen Abschluss machen wirst und ich werde sehr stolz auf dich sein, wenn du auf der Bühne dein Zeugnis bekommst.“, bemerkte ich und wurde von ihm angestrahlt wie ein kleiner Junge der sich auf Weihnachten freute.
Durch seine lockere und herzliche Art und dem Themenwechsel hatte es Gid mal wieder geschafft mir die Sorgen zu nehmen und so verging das elapsieren ziemlich schnell.
Doch nicht nur diese zeit war rasend schnell vorbei, sondern auch die nächsten Tage, vor allem da in dieser Zeit nichts nennenswertes passierte. Das hörte sich auf der einen Seite vielleicht etwas langweilig an, doch andererseits war dieses langweilig recht gut wie ich fand. Mum ging es nämlich halbwegs gut oder besser gesagt, ihr zustand hielt sich stabil und dem Baby ging es anscheinend blendend. Die Schule lief ebenfalls super und ich schaffte es Cole zu ignorieren, denn dieses kribbeln was ich bis vor kurzem bei ihm verspürte sobald ich ihn sah, war einfach nur Wut und ehrlicherweise auch Verachtung gewichen. Les hasste ihn solidarisch mit und ich war dankbar für so eine Freundin, denn seitdem ich munter in der Zeit sprang sahen wir uns fast nur in der Schule und trotzdem war sie nicht sauer auf mich.
Den Sonntagabend hatten Gid und ich uns vorgenommen gemütlich vor dem Fernseher zu verbringen, denn ich wollte ihm noch etwas Gesellschaft leisten, da er nervös war weil am nächsten Vormittag die erste Prüfung anstand. Das er nervös war leugnete er zwar vehement, doch ich kannte ihn besser und Raph stand mir in nichts nach, denn als wir die Wohnung der beiden betraten wartete er schon auf seinen Bruder und wie durch einen dummen Zufall Les auf mich.
Beide behaupteten zwar sich nur wegen uns getroffen zu haben doch an Gids belustigtem Blick sah ich schon, dass er es ebenso wenig glaubte wie ich und er ahnte das die beiden es als gute Gelegenheit oder auch Vorwand ganz recht kam.
Doch eigentlich war es gerade egal, denn der Abend mit Pizza, Cola und Fernsehen war wunderschön und mein Bruder konnte nochmal abschalten bevor es wirklich losging.
Am nächsten Tag fühlte ich mich selbst schon so als wenn ich die Prüfung schreiben müsste, war nervös und in Gedanken immer bei Gid, doch als ich ihn zum elapsieren traf und er fröhlich und lustig mit mir scherze, wusste ich das er sich anscheinend doch gut einschätzen konnte und der Abschluss kein Problem für ihn war.
Dies bedeutete natürlich nicht das er sich auf die faule Haut legte, das hätte ich auch gar nicht erst zugelassen, deswegen gingen wir die das nächste Prüfungsfach durch und ich war stolz auf Gid denn auch das würde er locker bestehen.
Die nächsten Tage waren vielleicht auch gerade wegen Gideons Abschlussprüfungen so schnell vergangen, denn da es Mum immer noch recht gut ging fieberte ich hauptsächlich mit meinem großen Bruder mit, elapsierte mit ihm und trainierte in den freien Stunden in der Loge weil meine Ausbildung leider nicht ganz vergessen wurde, aber das war schon irgendwie in Ordnung denn der Unterricht war ja auch dafür da uns zu schützen.
Doch gerade als wir dachten das sich alles etwas beruhigt und eingepegelt hatte in unseren Leben und der Loge bekamen wir alle einen dämpfer. Ich war am Samstagabend mit Gid, Raph und Les unterwegs und wir hatten ein wenig gefeiert das Gideon die schriftlichen Prüfungen hinter sich gebracht und kein schlechtes Gefühl bei den Ergebnissen hatte, doch als er mich zu Hause absetzen wollte, war das Haus trotz später Stunde hell erleuchtet und Dr Whites Auto stand direkt vor der Tür.
Nicht nur mir verging das lachen, denn bevor ich richtig zum denken kam hatte Gid seinen Mini angehalten und war selbst ausgestiegen.
Obwohl es meine Mum war hatte ich mühe mit ihm mitzuhalten und es war uns wohl beiden egal das Les und Raph noch im Auto saßen, jetzt wollten wir nur wissen was passiert war und ich zitterte als ich die Tür zum Haus öffnete. Gideon sah mich daraufhin aber nur an, strich mir über den Arm und schob mich dann vorwärts, denn kein einziges Wort hätte mich jetzt beruhigen können, das wusste er wohl auch.
>Paul was ist denn los?<, fragte Gid mit einem mal und erst da bemerkte ich das mein Dad mit einer Flasche Wasser aus der Küche kam und ebenfalls nach oben lief, wo ich schon auf der halben Treppe war.
>Gwendolyn, Gideon mit euch hab ich gerade gar nicht gerechnet, Lucy hatte wieder starke Bauchkrämpfe und deswegen hab ich Dr White angerufen.<, meinte er und wirkte durch den Wind, so als ob er uns wirklich vergessen hätte, aber das war ja verständlich denn hier zählte nur Mum und das Baby.
Ohne weiteres schob sich Gideon daraufhin an mir vorbei und betrat auch ohne zu zögern das Schlafzimmer meiner Eltern, wo er Mum leise und kurz begrüßte und sich dann zu Dr White wendete der ihm ohne zu fragen alles erklärte. Ich verstand dabei nicht mal die Hälfte von dem was gesagt wurde und wusste nach wie vor auch nicht wie es Mum wirklich ging, aber ich wollte nicht mit Fragen stören und wir alle hatten auch keinen Platz in dem kleinen Zimmer. Außerdem kam ich mir in dieser Sekunde nicht nur ziemlich Hilflos sondern auch Nutzlos vor, denn Dad gab Mum liebevoll Wasser zum trinken, während der Doc etwas vor sich hin murmelte und Gideon daraufhin sofort ein Medikament mit einer Kanüle in eine kleine Spritze aufzog.
Ja ich musste mal wieder mit den Tränen kämpfen und ging einfach die Treppen herunter und hinaus in die kühle Nachtluft, denn irgendwie kam mir die Luft im Haus zu schwer zum Atmen vor.
Wie in Trance setzte ich mich auf die Außentreppe und sofort saß Les rechts und Raph links neben mir, weswegen ich hoch schaute. Meine Freundin sah mich fragend an, doch ich wusste ja selbst nichts.
„Mum hat wieder Krämpfe und wird gerade von Doktor White und Gideon versorgt.“, murmelte ich und Les zog mich an sich, weil sie wohl genau wusste was in mir vorging.
Eine weile saßen wir deswegen nur stumm da, doch das Les und auch Raph, den ich ja erst so kurz kannte, waren gerade einfach nur für mich da was mir gut tat. Irgendwann merkte ich wie die beiden ein wenig Platz machten und erst wollte ich mich umdrehen doch Gid war schneller und er saß plötzlich hinter und eine Stufe über mir und zog mich mit dem Rücken fest an seine Brust, während er seine Arme um mich schlang.
>Es wird alles gut Kleines!<, flüsterte er und ich erschauderte weil mir seine Körperwärme gerade zeigte wie kalt mir doch war, oder vielleicht lag es auch an der Angst um meine Mum.
„Ihr ging es doch besser!“, murmelte ich weil ich es nicht verstehen konnte, denn Mum schonte sich doch wirklich und Dad lies sie nicht aus den Augen.
>Deine Mum hatte wieder heftiges Muskelziehen im Bauch, was immer vorkommen kann, aber ansonsten geht es ihr und dem Baby gut, Dr White hat ihr was zu Entspannung gegeben und wird die nächsten Stunden hier bleiben, auch wenn Lucy die höchstwahrscheinlich verschläft. Wenn du möchtest kannst bei mir schlafen.<, meinte Gid und ich wusste das es lieb gemeint war, aber ich konnte und wollte nicht weg.

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CrackHoe123 12. Feb 2019

Ein schönes und ruhiges Kapitel. :)
Verstehe die Überschrift nur nicht ganz. Entweder habe ich es überlesen, oder ich weiß auch nicht.
Freue mich das nächste Kapitel.
Lg CrackHoe123 ;)

CrackHoe123 02. Feb 2019

Ich bin noch dabei. Bin die ganzen Wochen treu geblieben und Sonntags geschaut, ob was neues da ist. Eigentlich auch nur so aus langeweile heute an einem Samstag mal geschaut. Und dann steht da, vor 3 minuten aktualisiert. :)
Schön, dass du auch wieder da bist.
Ein schönes Kapitel und ich bin gespannt wie es nch weitergehen wird.
LG CrackHoe123:)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Wird wieder so wie sonst immer Sonntags und die Geschichten im Wechsel aber ich hab endlich meinen Laptop repariert bekommen und es funktioniert also wollte ich meine Leser nicht noch länger warten lassen :) LG Tara-Jax
CrackHoe123 04. Nov 2018

Aww.. *.* endlich!
Dauergrinsen, als sie sich dann endlich geküsst haben :D
Hoffe, nächstes Mal gehts wieder mit Gwennys Sicht weiter. Bin echt gespannt, wie ihre genauen Gedanken dazu sind. :)
Freue mich auf das nächste Kapitel.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Bin wieder da und hoffe das du auch noch dabei bist ;) LG Tara-Jax