An diesem Augenblick hängt die Ewigkeit

vor 8 Tagen
Charlotte oder Gwendolyn, die Frage beschäftigt die Familien Montrose, deVilliers und auch die Loge des Grafen von Saint Germain, seit die Mädchen am gleichen Tag das Licht der Welt erblickten und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer wird der Rabe und somit die letzte Zeitreisende im Kreis der Zwölf, denn genauso unterschiedlich ..
Edelstein-Trilogie Drama P18 Romanze In Arbeit

Ich habe Angst!

Gideons Sicht
Zwar tat mir Gwenny ein bisschen Leid da sie nun auf Krücken humpelte aber die Zeit deswegen war mir ganz lieb und ich war, trotz meiner Verwirrtheit über ihr Verhalten und auch über meine Gedanken sobald ich die Augen schloss, fest entschlossen das Rätsel zu lösen und sie somit in Sicherheit zu wissen.
Während ich meine Nase tief in die alten Bücher steckte und mich regelrecht zur Konzentration zwang klingelte es an der Tür und ich ärgerte mich schon ein wenig das Raph mal wieder seine Wohnungsschlüssel vergessen hatte und erst so spät Heim kam, denn es hätte ja auch gut möglich sein können das ich ausnahmsweise mal schlief, was ich eigentlich dringend bräuchte aber leider nicht konnte.
Gwennys Stimme lies mich aufschrecken und sofort fing mein Herz an zu rasen weil ich nie und nimmer mit ihr gerechnet hatte und es irgendwie gar nicht glauben konnte das sie hier war. In diesem Moment war für mich auch sonst alles egal, denn obwohl Gwenny vollkommen durchnässt war und meinte das wir reden müssten, versank ich im Blau ihrer Augen und brauchte ein paar Minuten bis ich mich zusammenreißen konnte.
Ich drückte Gwen kurz an mich und ihr einen Kuss auf die Stirn weil ich ihr zeigen wollte das ich immer für sie da war egal worum es ging, aber so wie Gwenny gerade vor mir stand konnten wir mit Sicherheit nicht reden, auch wenn sie so aussah als wollte sie das ohne eine Sekunde zu verstreichen lassen.
>Geh dich duschen und zieh dir was trockenes an, ich mach uns Kaffee.<, sagte ich leise auch wenn ich Gwenny am liebsten in meinen Armen behalten wollte, aber da auch mein Shirt so langsam nass wurde und Gwen zu zittern begann war das der erste Schritt auch wenn ich genau spürte das dieses Gespräch für uns beide wahnsinnig wichtig war denn sonst würde sie nicht mitten in der Nacht so bei mir auftauchen.
„Ist nicht nötig ich hol mir nur schnell ein Handtuch für die Haare und dann.....“ >Wir werden gleich reden aber bevor du noch ne Lungenentzündung bekommst und Wochenlang im Bett liegst....< „Wäre dir doch eigentlich ganz recht.....“ >Hör auf mit dem Quatsch, du bist hier und es scheint was wichtiges zu sein aber ich denke mal das es auf zehn Minuten nicht ankommt und jetzt ab ins Bad.<, beendete ich die Diskussion die Gwenny flüsternd und sinnloserweise angefangen hatte und sie schien sich zu fügen denn sie wand sich langsam aus meinen Armen und hopste wortlos auf die weiße Tür zu, die sie dann auch hinter sich schloss.
Trotz das ich eigentlich auch etwas zu tun hatte blieb ich noch eine weile wie angewurzelt stehen denn mir gingen gerade so viele Dinge durch den Kopf das mir fast schwindelig wurde aber benennen konnte ich sie nicht, nur das alles mit Gwen zu tun hatte.
Erst als ich das rauschen des Wassers hörte kam ich zurück ins hier und jetzt und eilte in die Küche damit ich Gwenny ihren Lieblingskaffee machen konnte. Nach kurzer Zeit hörte ich auch die Badtüre auf und zugehen, doch da ich noch nicht ganz fertig war und ich auch nicht ständig unterbrechen wollte beendete ich erst meine Arbeit bevor ich mit zwei Tassen zurück ins Wohnzimmer ging, wo ich Gwen allerdings nicht fand.
Ich stellte die Tassen auf den Couchtisch und räumte noch die alten Bücher der Loge zur Seite, bevor ich nach Gwenny sehen wollte, doch das brauchte ich gar nicht, denn sie kam aus meinem Zimmer gehumpelt und sah mich etwas entschuldigend an.
„Ich hab nur noch kurze Oberteile hier und hoffe das es ok ist das ich mir einen Pulli von dir genommen hab.“, sagte sie leise und erst jetzt sah ich das es tatsächlich so war und ärgerte mich das ich nicht vorher daran gedacht hatte Gwen ihre trockenen Sachen zu bringen. >Natürlich ist das in Ordnung du weist das du dir nehmen kannst was du brauchst.<, meinte ich nur und deutete ihr zu mir zu kommen denn jetzt wollte ich langsam mal wissen was ihr gerade so auf dem Herzen lag.
Eine Minute später saßen wir uns dann auf der Couch gegenüber und ich hatte Gwenny noch eine Decke gegeben, die sich allerdings hinter sich legte, doch dann strich sie sich die nassen Haare hinters Ohr und griff nach einer Tasse aber still blieb sie trotzdem. Zuerst überlegte ich ob ich vielleicht etwas sagen sollte aber so richtig wusste ich nicht was und wollte auch nichts falsch machen also sah ich Gwenny nur an und lies ihr die zeit.
„Es tut mir leid das ich so spät einfach hier aufgetaucht bin...“, begann Gwen leise doch das konnten wir uns schenken. >Rede einfach mit mir!<, unterbrach ich sie und Gwen senkte ihren Blick während sie einen Schluck trank und als sie die Tasse wieder abstellte hob sie ihn auch nicht mehr.
„Mir ist klar das du wahrscheinlich über mich lachen wirst und mich dann auch für verrückt erklärst aber ich kann das was zum Ball passiert ist nicht vergessen.“, kam es leise bei mir an und ich stockte weil ich doch genau so eine Angst bei Gwen verhindern wollte, aber als ich mich ganz automatisch zu ihr beugte, ihre Hand nahm und bemerkte das sie vollkommen zittrig war, begann mein Herz zu rasen und ich wurde genauso zittrig, weswegen mir irgendwie bewusst wurde das es hier nicht ums Zeitreisen oder den Grafen ging.
>Gwenny.<, flüsterte ich zurück doch sie drückte meine Hand fester und ich merkte das sie noch etwas sagen wollte, nur das dieses Gespräch für uns beide gerade nicht leicht werden würde.
„Gideon ich habe keine Ahnung warum das plötzlich so ist und ich selbst finde Leslies Meinung dazu lächerlich aber mir geht es nicht aus dem Kopf das du mich auf der Terrasse geküsst hast.“, hauchte sie und sah so wahnsinnig unsicher aus, als ob sie jederzeit erwarten würde das ich laut loslachte aber das Gegenteil war der Fall denn ihre Worte erinnerten mich an diesen Augenblick und mein Herz begann regelrecht mit flattern.
Eigentlich durfte das gar nicht so sein und ich wollte doch Gwenny immer nur glücklich sehen, wobei ich mich nicht gerade als Glück bezeichnen würde, aber tief in meinem inneren freute ich mich irgendwie darüber obwohl ich gleichzeitig ein wenig Angst bekam. Ohne das ich es richtig wahrnahm rutschte Gwenny noch ein wenig näher und ich griff fester nach ihrer Hand denn irgendwie versuchte ich sie ruhig zu halten was ja nicht wirklich funktionieren konnte, weil ich mindestens genauso zitterte wie sie.
„Gideon was ist da mit uns passiert?“, murmelte Gwen nach gefühlten Stunden, die wir uns angesehen hatten erneut, worauf ich nur mit den Schultern zucken konnte, denn ich sah wie Gwennys linke Hand auf mich zukam und bemerkte dann wie sie ganz sachte meine Wange berührte und zart darüber strich.
Gwenny hatte mich schon so oft in meinem Leben berührt und in die Arme genommen das es nicht besonderes sein sollte aber die Erkenntnis, das es schon immer für mich etwas Besonderes war, traf mich wie ein Blitz und gleichzeitig begann meine Haut unter ihren Fingerspitzen an brennen.
Vielleicht wäre es ja ganz gut wenn ich meine Sprache mal wiederfinden würde und auch etwas dazu sagen könnte aber ich genoss viel lieber dieses Knistern zwischen uns und die Wärme die auf mich strahlte als Gwenny nun auch mit ihrem Gesicht ganz nah an meins kam und ich ihren Atem auf meinen Lippen fühlen konnte. Keine Ahnung auf was sie gerade wartete oder ob Gwenny glaubte das ich sie wegstoßen könnte, aber dazu war ich in diesem Moment gar nicht in der Lage und meine Hand wanderte ganz von alleine in ihre nassen langen Haare und Gwen schien das dann doch sicherer zu machen, denn ich spürte ihre weichen Lippen auf meinen, was ich irgendwie kaum glauben konnte.
Wahrscheinlich konnte nicht nur ich es kaum glauben was Gwenny da gerade tat, denn nicht nur von meiner Seite aus war der Kuss zaghaft und es hatte schon etwas schüchternes aber es war so ungewohnt und doch wunderschön, das ich mich gar nicht rühren konnte und Gwen anscheinend auch nicht.
Doch bevor ich letztendlich das alles begriffen hatte waren ihre sanfte Lippen von meinen verschwunden und ich konnte gerade noch mit meiner Hand an ihrem Kopf verhindern das Gwenny sich ganz von mir zurückzog.
„Du kannst auch einfach nein sagen.“, stotterte Gwenny zusammen, sah überall hin nur nicht mich an und vielleicht hätte ich das beides auch tun sollen, aber das wäre eine Entscheidung gegen mein Herz und meine plötzlich klaren Gefühle gewesen obwohl meine Angst erneut in mir hoch stieg, aber da Gwenny mir mit ihrer Ehrlichkeit und ihrem Mut gezeigt hatte was in ihr vorging, folgte ich diesem Beispiel denn das konnte nur gut sein.
>Ich will nicht nein sagen aber ich habe Angst das sich etwas zwischen uns verändert und ich dich dadurch verliere.<, murmelte ich ihr entgegen und behielt sie ganz nah bei mir während sich unsere Blicke trafen und ich einmal mehr an diesem Abend im Blau ihrer Ozeane versank.
„Wenn wir ehrlich sind hat sich doch schon etwas zwischen uns verändert.“, hauchte sie zurück und da musste ich ihr voll und ganz recht geben, denn beinahe hätte ich Gwenny verloren, gerade weil ich diese Veränderung nicht sehen und schon gar nicht wahrhaben wollte.
Jetzt war es mir aber klar und Gwen hatte mit allem recht was sie heute getan hatte, worüber ich unendlich glücklich war und deshalb zog ich ihr Gesicht mit sanften Druck auch wieder näher an mich heran, lies dabei ihre Hand los, damit ich ihren Körper ebenfalls umarmen konnte und senkte erneut meine Lippen auf ihre.
Ich küsste Gwen sanft und spürte den leichten und verdammt angenehmen Gegendruck die ihre weichen Lippen auf meine ausübten was mir sehr gut gefiel.
Auch Gwenny schlang nun ihre Arme um meinen Hals und die wärme die mich durchströmte war mehr als angenehm, besonders da sich unsere Lippen perfekt zueinander bewegten. Nie hätte ich gedacht das ich so für Gwen empfinden würde aber ihre Berührungen waren sinnlich und unser Kuss wahnsinnig belebend und gefühlvoll, besonders als ich spürte wie Gwennys Zunge ganz vorsichtig über meine Unterlippe fuhr und damit auch meinen Mund leicht öffnete. Alles in mir kribbelte angenehm, in meinen Bauch flatterten tausende Schmetterlinge umher und auch mein Herz begann zu rasen als sich unsere Zungen trafen und sanft miteinander spielten, doch gleichzeitig fühlte ich eine seltsame innere Ruhe und ich mich seit langen wieder einmal richtig wohl und geborgen. Es war einfach nur perfekt und ich merkte wie wir beide noch während des Kusses mit lächeln begannen, also nahm ich an das Gwenny ähnlich fühlte und dachte wie ich.
Erst als wir beide keine Luft mehr bekamen lösten wir uns und Gwen vergrub mit einem ganz leisen kichern und leichten Kopfschütteln ihr Gesicht an meinem Hals. Ich lies sie einfach, zog sie auf meinen Schoß und legten meinen Kopf sachte auf ihren denn ich glaubte wir brauchten gerade beide ein paar Sekunden um die ganze Situation zu begreifen.

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CrackHoe123 12. Feb 2019

Ein schönes und ruhiges Kapitel. :)
Verstehe die Überschrift nur nicht ganz. Entweder habe ich es überlesen, oder ich weiß auch nicht.
Freue mich das nächste Kapitel.
Lg CrackHoe123 ;)

CrackHoe123 02. Feb 2019

Ich bin noch dabei. Bin die ganzen Wochen treu geblieben und Sonntags geschaut, ob was neues da ist. Eigentlich auch nur so aus langeweile heute an einem Samstag mal geschaut. Und dann steht da, vor 3 minuten aktualisiert. :)
Schön, dass du auch wieder da bist.
Ein schönes Kapitel und ich bin gespannt wie es nch weitergehen wird.
LG CrackHoe123:)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Wird wieder so wie sonst immer Sonntags und die Geschichten im Wechsel aber ich hab endlich meinen Laptop repariert bekommen und es funktioniert also wollte ich meine Leser nicht noch länger warten lassen :) LG Tara-Jax
CrackHoe123 04. Nov 2018

Aww.. *.* endlich!
Dauergrinsen, als sie sich dann endlich geküsst haben :D
Hoffe, nächstes Mal gehts wieder mit Gwennys Sicht weiter. Bin echt gespannt, wie ihre genauen Gedanken dazu sind. :)
Freue mich auf das nächste Kapitel.
LG CrackHoe123 :)

Tara-Jax 02. Feb 2019
Bin wieder da und hoffe das du auch noch dabei bist ;) LG Tara-Jax